Seit 22:03 Uhr Musikfeuilleton
Freitag, 22.10.2021
 
Seit 22:03 Uhr Musikfeuilleton
Tagesprogramm Samstag, 9. Oktober 2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Filme über (das) Filmemachen
Eine Lange Nacht über den radikalen Kinoerneuerer Jean-Luc Godard
Von Beate Becker
Regie: Klaus-Michael Klingsporn

Jean-Luc Godard, 1930 in Paris geboren, wuchs als Kind einer großbürgerlichen Familie in der Schweiz auf. Er studierte an der Sorbonne Ethnologie und lernte früh François Truffaut, Jacques Rivette und Eric Rohmer kennen. Zunächst arbeitete er als Filmkritiker für die Zeitschrift Cahiers du Cinéma. 1959 drehte er seinen ersten Spielfilm „Außer Atem“ mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg in den Hauptrollen. Es war sein erfolgreichster und einflussreichster Film - mit ihm begann die Nouvelle Vague. In den folgenden sieben Jahren drehte er 15 Filme, darunter „Der kleine Soldat”, „Pierrot le Fou”, „Eine Frau ist eine Frau” und „Die Verachtung”. Mit dem Film „Weekend”, in dem der Wochenendstau auf einer französischen Landstraße zu einem Blutbad führt, verkündete er das Ende des Kinos. Im Pariser Mai 1968 bewegte er sich unter den Revoltierten. In der Folge wendete er sich vom kommerziellen Kino ab: Filme will er jetzt nur noch politisch machen. Mit dem sozialistischen Theoretiker Jean-Pierre Gorin gründete er die Gruppe Dziga Vertow und stellte seine Filme in den Dienst einer revolutionären Aufgabe. In den 80er-Jahren kehrte er mit „Rette sich, wer kann (das Leben)” in die Kinosäle zurück, arbeitete zeitgleich aber immer auch mit Video. Sein intellektuelles Kino, das die Postmoderne vorwegnimmt, montiert und collagiert Zitate aus der Filmgeschichte, aus Bildender Kunst, Literatur und Musik. Godard hat weit über 100 Filme und Videos gedreht.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Lebensansichten einer alten Arbeiterin
Von Katharina Rothärmel
Stimme der DDR 1988
Vorgestellt von Margarete Wohlan

"Stimme der DDR" war ein Hörfunkprogramm des Rundfunks der DDR.

Frieda Klisch, 1905 geboren, hat beide Weltkriege überlebt, 1946 Trümmerfrau, dann Landarbeiterin, Kohlearbeiterin, schließlich im Reichsbahnausbesserungswerk, am Ende die erste weibliche Diesellokfahrerin der DDR, erzählt auf eigenwillige Weise und nicht ohne Humor ein Stück Geschichte der proletarischen Klasse seit dem Beginn des Jahrhunderts.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

06:20 Wort zum Tage

Pastor Olav Metz, Sellin
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Wie kann eine inhaltliche und programmatische Neuausrichtung der Union gelingen?
Gespräch mit Dr. phil. Andreas Püttmann

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Crossroads" von Jonathan Franzen
Rezensiert von Sigrid Löffler

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Gesellschaft und Seele
Wie bleiben wir psychisch gesund?

Gäste: Prof. Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm
- und Yvonne Mahling, Verband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen Landesverband Berlin (ApK)
Moderation: Valdimir Balzer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

"Ich bin im Stress!“ - Viele Menschen fühlen sich wie im Hamsterrad: Belastung an der Arbeit, in der Familie - alles verstärkt durch Corona. Immer mehr reagieren mit psychischen Problemen. Wie halten wir unsere Seele in Balance?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Shelly Kupferberg

George Orwell
"Reise durch Ruinen"

Buchkritik:
Anton Kusters „1078 Blue Skies / 4432 Days“
Gespräch mit Frank Dietschreit

Buchkritik:
Jonas Feige/Lana Wernicke "Zenker: N° 318"
Gespräch mit Silke Hennig

Jochen Voit / Sophia Hirsch:
"Ernst Busch - Der letzte Prolet"

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Dr. jur. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung
Moderation: Korbinian Frenzel

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linß

Facebooks Hybris
Der technische Hintergrund erklärt
Von Matthias Finger

Facebooks Nemesis:
Die Whistleblowerin Frances Haugen
Gespräch mit Jochen Dreier

Facebooks Themis:
Behandeln wie andere kritische Infrastruktur
Gespräch mit Stephan Bohn

Journalist Trauma Network
Von Carina Schroeder

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira

Auch auf TikTok
"Institut für Digitaldramatik" am Nationaltheater Mannheim
Gespräch mit Sascha Hargesheimer und Lena Wontorra

Intime Gesten, beredte Mienen
Ausstellung über die Theaterfotografin Ruth Walz
Von Susanne Burkhardt

Die geniale Stelle:
Felicitas Demurray über "Level fear" im Gripstheater Berlin

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Steht Hollywood bald still?
Die Filmcrew-Gewerkschaft droht mit Streik
Gespräch mit Katharina Wilhelm

Ein neuer Blick auf das New York der 1960er
Todd Haynes' The Velvet Underground
Gespräch mit Todd Haynes

Corona-Ticker:
Diversität und der deutsche Film
Von Christian Berndt

Langsamer Abschied aus dem Leben
Das Demenz-Drama "Supernova"
Gespräch mit Harry Masqueen

Postadoleszenz im TV
Wenn Millenials erwachsen werden
Von Simone Schlosser

Große Gefühle: Der Erfolg koreanischer Serien
Gespräch mit Anke Leweke

Top Five: Das gute Verhandeln
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher

Live on Tape:
Schleifsteine wetzen, Ziegen melken - Die Almschule in Tirol
Gespräch mit Eren Önsöz

Faszination Gipfel
Gespräch mit Buchautor und Alpinist Andreas Lesti

Eigner Weinberg, endlich!
Von Sebastian Krämer

Stapel der Unordnung?
Bergwelten zu Hause
Von Ruth Rach

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Korbinian Frenzel

17:30 Uhr

Tacheles

Niedriglöhne in Deutschland
"Ein Nährboden für gesellschaftliche Polarisierung"
Alexandra Fedorets, DIW-Ökonomin, stellt sich den Fragen von Gerhard Schröder

Jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor, soviel wie in kaum einem anderen europäischen Land. Und nur wenige schaffen den Aufstieg. "Das ist ein Alarmsignal", sagt die DIW-Ökonomin Alexandra Fedorets.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Reihe: direct radio
Koma Kicks
Erkundungen unter jungen Kampftrinkern
Von Tom Schimmeck
Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Julia Hummer
Ton und Technik: Dietmar Fuchs, Martin Hansen
Produktion: NDR 2008
Länge: 53'16

Laut Suchtexperten zählt Deutschland international zu den Hochkonsumländern. Auch Kinder und Jugendliche greifen zur Flasche. Um cool zu sein, um Sorgen zu vergessen. Doch was kommt nach dem Rausch? Der Autor hat die Jugendlichen begleitet.

In Deutschland wird nach wie vor zu viel Alkohol getrunken, auch von Kindern und Jugendlichen. Jugendalkoholismus findet sich kaum in Statistiken, aber es gibt ihn. Immer noch. Heute werden mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt als zur Jahrtausendwende, dabei sind die Zahlen seit ein paar Jahren sogar rückläufig. Den Höchstwert der vergangenen 20 Jahre gab es im Jahr 2012 mit rund 18.800 Fällen. Die Betroffenen wurden zuletzt auch wieder jünger: 2019 wurden 3.200 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt.
Die einen möchten einfach dazugehören, cool sein oder ein bisschen erwachsen, manche wollen auch Sorgen vergessen. Hoch die Tassen. Weitertrinken. Filmriss. Doch die Gefahren für jugendliche Trinker sind noch größer als für Erwachsene, da das kindliche Nervensystem empfindlicher reagiert. Was geschieht nach dem großen Rausch? Für sein Feature, das an Aktualität nichts verloren hat, besuchte Tom Schimmeck junge Menschen in Suchtkliniken, traf sie in Notfallaufnahmen und auf der Reeperbahn.

Tom Schimmeck, geboren 1959, arbeitet seit 40 Jahren als Journalist für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk, als Korrespondent, Kolumnist, Redakteur und Reporter aus aller Welt. 2010 erschien sein medienkritisches Buch „Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache“. Für seine Arbeit erhielt Schimmeck eine Reihe von Preisen. „Koma-Kicks - Erkundungen unter jungen Kampftrinkern“ wurde im April 2009 mit dem Preis „ Bremer Hörkino“ ausgezeichnet. Zuletzt: „Silicon Children. Aufwachsen zwischen Absturz und Verheißung“ (Deutschlandfunk / RBB 2020), ), „Merkel-Jahre“ (Featureserie Deutschlandfunk 2021).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Mendelssohn-Remise, Berlin
Aufzeichnung vom 16.08.2021

Nikolai Rimsky-Korsakow
"Mozart und Salieri", Oper in einem Akt nach Alexander Puschkin
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Versdrama von Alexander Puschkin

Robert Elibay-Hartog, Bariton
Jeff Martin, Tenor
Der blinde Geiger - Alan Stoupel, Violine
Vladimir Stoupel, Klavier

20:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Sigismond Stojowski
Suite für Orchester Es-Dur op. 9
"Intermède polonais"
"Rêverie et Cracovienne"
Sinfonie d-Moll für großes Orchester op. 21

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung: Antoni Wit
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021 in der Philharmonie Ludwigshafen

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Volksmission mit leeren Worten
Zum Rücktritt von Sebstian Kurz
Gespräch mit Marlene Streeruwitz, Schriftstellerin

Warschau pfeift auf Brüssel
Verliert die EU ihr demokratisches Zentrum?
Gespräch mit Basil Kerski, deutsch-polnisches Magazin "Dialog"

Pinar Karabulut inszeniert in München Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)
Gespräch mit Anna Landefeld

#Rette dein Theater
Aktion gegen Millioneneinbußen für Theater in Niedersachsen
Gespräch mit Sonja Anders, Intendantin Hannover Schauspiel

23:30 Kulturnachrichten

Von Christian Neugebauer

23:50 Kulturpresseschau

Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

Oktober 2021
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Smilie verbringt den Abend auf dem Berliner Alexanderplatz. (Deutschlandradio / Massimo Maio)

Smilie, Anfang 20, lebt auf der Straße. Die Jugendlichen, mit denen er abhängt, sind seine Familie. Doch manchmal hat er genug von diesem Leben. Er will Sozialassistent werden.Mehr

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Wurfsendung

Wurfsendung (Deutschlandradio)

Wurfsendungen werfen wir werktäglich sechsmal, an Samstagen und Sonntagen dreimal ins Programm. Viele einzelne Sendungen eines Tages können Sie auf der Wurfsendungsseite direkt nachhören.
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Interview

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