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Dienstag, 25.01.2022

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Momentaufnahmen
    Das Münchner ICI Ensemble
    Von Julian Kämper

    Festgeschriebene Absprachen gibt es vor den Auftritten des ICI meist nicht. Und wenn doch, dann nur, um sich nicht daran zu halten.

    „Der kurze Moment, bevor irgendwas losgeht, ist Freiheit. Und diese Freiheit wird über zwei Stunden durchgespielt.“ Wenn die Mitglieder des International Composers & Improvisers Ensemble (ICI) die Bühne betreten, wissen sie nicht, wer gleich den ersten Ton spielen wird. Die Formation aus inzwischen acht Münchner Improvisationsmusikern wurde Ende der 90er-Jahre auf Initiative des Kulturreferats gegründet: als Vorzeigeprojekt, das auch kulturpolitische Interessen vertreten sollte. Anfangs trugen renommierte Komponistinnen und Musiker wie Vinko Globokar, Olga Neuwirth oder William Parker ihre musikalischen Vorstellungen von außen an das Ensemble heran. Bald aber sollte die Musik improvisatorisch aus sich selbst heraus entstehen, die Flüchtigkeit des musikalischen Moments gefeiert werden. Was macht den spezifischen ICI-Sound aus? Wie verlaufen die kollektiven Kreativprozesse? Und was genau bedeutet die Fähigkeit, einander zuhören zu können? Die Musiker theoretisieren ungern das, was sie da machen. Sie spielen lieber darüber, sagen sie.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Jazz

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Kathrin Oxen, Berlin
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Löwenherz" von Monika Helfer
    Rezensiert von Rainer Moritz

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Dokumentarfilmregisseurin und Autorin Grit Lemke im Gespräch mit Marco Schreyl

    Ihr Film “Gundermann Revier“ wurde 2020 für den Grimme-Preis nominiert. Grit Lemke, geboren in Spremberg, aufgewachsen in Hoyerswerda, erzählt vom Leben in der Lausitz. Mit ihrem Roman “Kinder von Hoy“ wird sie zur Chronistin einer ganzen Generation.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    "Wir waren wie Brüder"
    Romandebüt über die Nachwendezeit
    Gespräch mit Daniel Schulz

    Florian Werner liest Musik: "Nie wieder Krieg" von Tocotronic

    Buchkritik:
    Vitali Konstantinov: „Alles Geld der Welt. Vom Muschelgeld zur Kryptowährung“
    Rezensiert von Susanne Billig

    Literaturtipps
    Von Julia Eikmann

    Vergessene Schätze, literarische Entdeckungen: Aviva- und Fromann-Verlag
    Gespräch mit Britta Jürgs und Christiane Frohmann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Der Wiener Männergesang-Verein demnächst mit Tenörinnen?
    Gespräch mit Wilfried Mandl

    Miles Kane veröffentlicht Album "Change The Show"
    Von Martin Risel

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Jens Jessen, Die ZEIT
    Moderation: Korbinian Frenzel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Nana Brink

    Der Erinnerungsort Badehaus in Wolfratshausen
    Träger des Obermayer-Awards
    Von Thies Marsen

    Pflegeroboter Garmi
    Im Forschungseinsatz in Garmisch-Partenkirchen
    Von Burkhard Schäfer

    Islam-Kolleg
    Erste Erfahrungen mit der Ausbildung nach gut einem halben Jahr
    Von Ita Niehaus

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Ramona Westhof

    Selfies, Pornos, Plattenbau
    Was nicht-ikonische Bilder bedeuten
    Gespräch mit Alessa Paluch, Universität Greifswald

    "Open Your Eyes" Polnischer Sci-Fi auf Netflix
    Gespräch mit Patrick Wellinski

    Lärm oder Not in my Backyard
    Das Park Fiction Projekt in Hamburg in Gefahr
    Von Axel Schröder

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Vivian Perkovic

    Neues Album
    Tocotronic fordern "Nie Wieder Krieg"
    Gespräch mit Dirk von Lowtzow

    Lady Wray & Amber Mark
    Retro oder einfach der Sound der Gegenwart?
    Gespräch mit Fabian Wolff

    Kreidler und das neue Album "Spells And Daubs"
    Gespräch mit Andreas Reihse

    Schwere Gefühls-Geschütze
    The Lumineers mit "Brightsight"
    Von Marcel Anders

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Andre Zantow

    Baumwolle aus Usbekistan
    Ohne Kinderarbeit in den Westen?
    Von Birgit Wetzel

    Vor fast 20 Jahren rief die „Cotton Campaign“ - ein Zusammenschluss aus Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen - zum Boykott von Baumwolle aus Usbekistan auf. Es gab immer mehr Berichte, wie Kinder auf Feldern schufteten, um aus der Baumwolle Kleidung für die ganze Welt herzustellen. Westliche Marken folgten dem Aufruf. Seit Schafkat Mirziyoyev 2016 an die Macht kam, wandelt sich die Baumwollindustrie Usbekistans. Der autoritär regierende Präsident hat der Kinder- und Zwangsarbeit den Kampf angesagt, die Löhne gesteigert und will die gesamte Wertschöpfungskette im Land behalten. Aber der Boykott besteht weiter.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Wirtschaft und Umwelt - Magazin

    Kernkraft als Klimaretter
    Warum viele Länder weiter auf Atomenergie setzen
    Von Martin Reischke

    Bausektor - Nach uns die Sintflut aus Schutt
    Von Valerie von Kittlitz

    Compliance in Unternehmen
    Wie die Wirtschaft die Moral hochhält
    Von Beate Krol

    Menschenrechte schützen, Geldwäsche verhindern, Korruption aufdecken: Compliance-Beauftragte sollen Firmen moralisch und rechtlich sauber zu halten. Aber sind die Regelhüter wirklich frei in ihrer Arbeit?

    In den vergangenen Monaten ist die um Unauffälligkeit bemühte Branche mehrfach in die Schlagzeilen geraten: Die Compliance-Abteilung des Springer-Verlags sprach den ehemaligen BILD-Chefredakteur fälschlicherweise vom Vorwurf des Machtmissbrauchs frei. Die Facebook-Führung hat Warnungen der Compliance ignoriert. Und gegen den Compliance-Chef des Autozulieferers Continental ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Fälle werfen ein düsteres Licht ausgerechnet auf die Abteilungen, die über Recht und Moral von Firmen wachen sollen. Sind das Einzelfälle? Oder sind die in- und externen Regelhüter nur ein Feigenblatt für Unternehmen?

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
    radialsystem
    Aufzeichnungen vom 22./23.01.2022

    Steingrimur Rohloff
    "Stresstest" für Ensemble (2021) (Uraufführung)

    Philipp Maintz
    "c’est une volupté de plus" für Ensemble (2021) (Uraufführung)

    Jesse Broekman
    "A map of horizons" für Ensemble (2021) (Uraufführung)

    Mirela Ivicević
    "Heart Core" für Ensemble (2021) (Uraufführung)

    Ensemble LUX:NM:
    Ruth Velten, Saxofon
    Rike Huy, Trompete
    Florian Juncker, Posaune
    Silke Lange, Akkordeon
    Neus Estarellas Calderón, Klavier
    Sebastian Berweck, Klavier
    Zoé Carter, Violoncello
    Lukas Böhm, Schlagwerk
    Martin Offik, Klangregie

    ca. 21.00 Uhr
    Johannes Schöllhorn
    "tra un fiore colto e l’alto donato" für Schalmei, Akkordeon und Elektronik (2021)
    (Uraufführung - Auftragswerk rbb)

    mixtura:
    Katharina Bäuml, Schalmei
    Margit Kern, Akkordeon
    Damian Marhulets, Elektronik

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Feature

    Schwerpunkt: Menschen und Substanzen
    Reset im Regenwald
    Der Hype um Ayahuasca
    Von Lorenz Rollhäuser
    Ton und Regie: der Autor
    Mit: Tonio Arango, Thomas Arnold, Martin Engler, Bettina Kurth und Britta Steffenhagen
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur / NDR 2019
    Länge: 55'50

    Ayahuasca, der psychedelisch wirkende Pflanzensud aus der Amazonas-Region, zieht immer mehr Suchende an. In mehrtägigen Retreats machen sie Erfahrungen zwischen Ethno-Inszenierung und spiritueller Reise.

    Ayahuasca ist ein psychedelisch wirkender Pflanzensud aus dem Amazonas-Tiefland. Seine zeremonielle Einnahme ist bei Hipstern wie Managern aus dem Silicon Valley zunehmend beliebt und verspricht auch bei der Behandlung von Depressionen und Sucht gute Erfolge. Mit der Etablierung in spirituellen Zentren und Retreats wird Ayahuasca zunehmend international verfügbar. Der Autor macht sich auf die Reise. Findet er die neokoloniale Aneignung einer indigenen Tradition? Einen Egotrip gestresster Großstädter? Oder doch: einen Gegenentwurf zum Materialismus des Westens − eine spirituelle Erfahrung?

    Lorenz Rollhäuser, 1953 in Marburg geboren, lebt in Berlin. Er ist seit 1990 Autor und Produzent zahlreicher Features und Hörspiele, darunter „Mutters Schatten“ (NDR 2008, Prix Europa) und „Kreuzberg von oben“ (DKultur/NDR/WDR 2014, Dokka-Preis). Zuletzt: „Dekolonisiert euch!“ (Deutschlandfunk Kultur 2020).

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer