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Dienstag, 06.12.2022

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Radikale Gelassenheit
    Die Komponistin und Elektronikpionierin Éliane Radigue
    Von Leonie Reineke

    Lange stand die französische Komponistin und Elektronikpionierin Éliane Radigue im Schatten ihrer männlichen Kollegen und wird nun allmählich wiederentdeckt:

    1932 geboren, verbrachte Éliane Radigue die meiste Zeit ihrer Laufbahn mit einem einzigen Instrument - dem analogen Modularsynthesizer ARP-2500. Hiermit entwickelte sie eine Musiksprache, die sich in subtilen Veränderungen vollzieht, in kaum wahrnehmbaren Übergängen von einer Klangwelt zur anderen. Nach der Jahrtausendwende gab Radigue das Komponieren mit dem Synthesizer auf und begann, für akustische Instrumente zu schreiben. Seit 2011 arbeitet sie an ihrem Zyklus „OCCAM“ für Solo-Instrumente und kammermusikalische Besetzungen. In gewisser Hinsicht sprechen diese Stücke noch immer die Sprache der elektronischen Musik. Am 24. Januar 2022 feierte Éliane Radigue ihren 90. Geburtstag. Das Berliner Festival „MaerzMusik“ widmete der Komponistin einen Schwerpunkt und brachte sowohl ihre elektronischen Stücke als auch ihre Instrumentalmusik auf die Bühne.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Jazz
    Moderation: Vincent Neumann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Die heiligen Narren" von Miguel Delibes
    Rezensiert von Victoria Eglau

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Jurist und Musiker Matthias Berg im Gespräch mit Marco Schreyl
    Sich von Contergan nicht behindern lassen

    Er hat verkürzte Arme und an jeder Hand nur drei Finger: Matthias Berg kam contergan-behindert zur Welt. Was ihn nicht daran hinderte, Karriere zu machen: als Jurist, als Solo-Hornist und als Behindertensportler. In seiner Autobiographie erzählt er, wie man eigene Grenzen überwinden kann. 

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    "Gespräch mit Norbert Hummelt über Peter Handke - 80. Geburtstag"

    Adventskalender: Sommer in Niendorf von Heinz Strunk
    Von Roland Krüger

    Hörbuchkritik:
    "Weihnachten mit Fontane. Geschichten und Gedichte"
    Von Tobias Wenzel

    Buchkritik:
    "Auseinander" von Bette Westera und Sylvia Weve
    Von Kim Kindermann

    Literaturtipps
    Von Susanne Schenck

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Funk in Brasilien: Eine Geschichte von Kriminalisierung und Emanzipation
    Von Lisa Pausch

    Lob auf und Plädoyer für mehr Tonartwechsel im Pop
    Von Goetz Steeger

    11:45 Uhr
    Rubrik: Klassik

    Orgelwerke von César Franck
    Gespräch mit Holger Hettinger

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ralph Bollmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
    Moderation: Jana Münkel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Wenig Schnee, teure Energie - weg vom Skizirkus? Zwei bay. Skigebiete denken um
    Von Lisa Weiß

    Teurer Weihnachtsbraten - Die Sorgen einer Gänsezüchterin
    Von Bastian Brandau

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Massimo Maio

    Mehr als "Feel Good Activism" - Wie Memes im Krieg politisch wirken
    Gespräch mit Verena Straub

    "F*ckt eure Mütter, Sepahi" - Essen gegen die Schergen im Iran
    Von Franziska Buhre

    Das Lesen der anderen: Gain
    Gespräch mit Giacomo Maihöfer

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Vivian Perkovic

    "Beats, Bass und Judenhass": Antisemitismus im Techno
    Gespräch mit Nicholas Potter

    Komische Käuze: R. Stevie Moore
    Von Christoph Reimann

    Lob auf und Plädoyer für mehr Tonartwechsel im Pop
    Von Goetz Steeger

    Funk in Brasilien: Eine Geschichte von Kriminalisierung und Emanzipation
    Von Lisa Pausch

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Axel Rahmlow

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Andre Zantow

    Somalilandals Vorbild?
    Das andere Somalia am Horn von Afrika
    Von Florian Guckelsberger

    Auf dem sogenannten Failed States Index der US-Denkfabrik „Fund for Peace“ liegt Somalia auf Rang zwei. Noch schlimmer sei die Lage nur im Jemen. In Somalia gibt es seit Jahrzehnten keine funktionierende Zentralregierung mehr. Dschihadistische Al-Shabaab-Milizen füllen diese Lücke und verbreiten Terror. Mehr Sicherheit und Demokratie gibt es im Nordwesten des Landes: Die autonome Region Somaliland strebt nach Unabhängigkeit, wird aber bisher nur von Taiwan als Staat anerkannt. Die USA könnten mit einer Militärbasis am Horn von Afrika helfen.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Wirtschaft und Umwelt - Magazin

    Skifahren im Klimawandel - In Pisten oder Rückbau investieren?
    Von Susanne Lettenbauer

    Teurer Wald - Mit Zertifikaten Wald erhalten
    Von Annegret Faber

    Deutschlands neue „Aktienkultur“ - Zockerei für Bessergestellte oder künftige Stütze des Rentensystems?
    Von Christian Musolff

    Deutschland hinkt beim Aktiensparen im internationalen Vergleich immer noch hinterher. Und die Pläne der Koalition zur Einführung eines kapitalgedeckten Rentensystems liegen weiterhin auf Eis: Dabei gibt es einen immer deutlicher zu spürenden Handlungsdruck. Schon heute stammt jeder dritte Euro, der als Rente an die Ruheständler überwiesen wird, aus dem Bundeshaushalt. Und die Boomer kommen ja erst noch. Würde ein Aktien-Pensions-Staatsfond die künftige Altersvorsorge überhaupt retten? Oder brauchen wir einen ganz neuen „Generationenvertrag“, um die demographischen Herausforderungen der nächsten 30 Jahre zu bewältigen?

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Hamburger Kammermusikfestival International
    Kulturforum Lüneburg, Konzertscheune
    Aufzeichnung vom 13.11.2022

    Jean Sibelius
    Trio für Violine, Viola und Violoncello g-Moll JS 210

    Johann Sebastian Bach
    Contrapunctus 1 aus "Die Kunst der Fuge" BWV 1080, bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

    Juan Carlos Cobián
    "Los Mareados", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

    Julio De Caro
    "Boedo", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

    Astor Piazzolla
    "Romance del Diablo", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

    Per Arne Glorvigen
    "Violent Tenderness" für Streichquartett und Bandoneon

    Antonín Dvořák
    Bagatellen op. 47, bearbeitet für zwei Violinen

    Astor Piazzolla
    "Tristezas para un AA", bearbeitet für Streichquintett und Bandoneon von Per Arne Glorvigen und Sverre Indris Joner

    Olavi Virta
    "Punatukkaiselle tytölleni" ("Meinem rothaarigen Mädchen"), finnischer Tango, bearbeitet von Jarkko Riihimäki

    Toivo Kärki
    "Siks’ oon mä suruinen" ("Darum bin ich traurig"), finnischer Tango, bearbeitet von Uljas Pulkkis

    Unto Mononen
    "Tähdet meren yllä" ("Die Sterne über dem Meer"), finnischer Tango, bearbeitet von Jarkko Riihimäki

    Per Arne Glorvigen, Bandoneon
    Daniela Braun, Violine
    Petr Matĕják, Violine
    Nilay Özdemir, Viola
    Taneli Turunen, Violoncello, Gesang
    Arnulf Ballhorn, Kontrabass

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Feature

    Gedankenverbrechen in Belarus
    Wenn Dystopien lebendig werden
    Von Inga Lizengevic
    Regie: die Autorin
    Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
    Länge: 54‘30
    (Ursendung)

    Das belarussische Staatsfernsehen agitiert in Hass-Sendungen gegen jeden, der nicht hinter Machthaber Lukaschenko steht. Verhaftungen finden willkürlich statt; gefoltert wird im Verborgenen. Orwells Dystopie „1984“ − in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden.

    „Bald werden sie in unsere Köpfe klettern und schauen, welche Gedanken wir haben. Und für diese Gedanken werden sie uns einsperren,“ meint Natalia Dulina, die ihre Professur an der Linguistischen Universität wegen der Teilnahme an Protesten verloren hat. Mittlerweile muss man in Belarus gar nicht mehr an einer Demonstration teilnehmen − es reicht, mit dem Gedanken daran zu spielen. Likes oder Reposts in den sozialen Medien, Wäsche in weiß-rot-weißer Farbfolge auf der Leine: alles Gründe für Verhaftungen und Gefängnisstrafen.
    „Man wird nicht zum Präsidenten gemacht, man wird als Präsident geboren,“ sagt Machthaber Lukashenka von sich selbst. In beinahe drei Jahrzehnten hat er ein System aufgebaut, das seine Alleinherrschaft sichert. 2020 hätte ein Wendepunkt werden können, doch nach der Zerschlagung der friedlichen Proteste dreht sich die Spirale der Unterdrückung jetzt mit neuer Kraft weiter. Menschen werden verhaftet und gefoltert, Bücher werden vergraben, das Staatsfernsehen hat auf Hass-Programme umgestellt. Orwells Dystopie − in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden.

    Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Für ihr Feature „Babys für die Welt. Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern“ (Deutschlandfunk/SWR/ORF 2021) wurde sie mit dem Prix Italia 2022 ausgezeichnet.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Andrea Gerk