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Mittwoch, 18.05.2022

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Chormusik

    Ein Werk für den Frieden
    Vor 60 Jahren wurde Benjamin Brittens "War Requiem" uraufgeführt
    Gast: Simon Halsey, Dirigent
    Moderation: Haino Rindler

    Die Kathedrale von Coventry ist ähnlich wie die Berliner Gedächtniskirche ein Mahnmal gegen den Krieg. Als Zeichen der Verbundenheit der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchen können Besucher in beiden die sogenannten Nagelkreuze entdecken, gefertigt aus Zimmermannsnägeln der alten Kathedrale von Coventry. Ebenso wichtig wie dieses Symbol ist das „War Requiem“, das der britische Komponist Benjamin Britten im Andenken an die Opfer des Krieges schuf und das zu den fundamentalen und beeindruckendsten Chorschöpfungen des 20. Jahrhunderts gehört. Obwohl verhältnismäßig groß besetzt, wirkt das Werk streckenweise still und andächtig. Bei der Uraufführung am 30. Mai 1962 stellte sich Britten als Solisten Peter Pears, Dietrich Fischer-Dieskau und Galina Wischnewskaja vor, um damit eine Versöhnung der am Krieg beteiligten Nationen anzudeuten.
    2011 hat der Dirigent Simon Halsey das War Requiem mit dem Rundfunkchor Berlin und ca. 1.300 Sängerinnen und Sängern aufgeführt. Diese Aufführung lassen wir im Gespräch mit Simon Halsey Revue passieren. Woher das Werk seine Kraft bezieht und weshalb es zu Recht eines der bedeutendsten Kompositionen der Chorgeschichte ist, darüber wird der Dirigent Auskunft geben.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Katrin Wilke

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Liane von Billerbeck

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer Florian Ihsen, München
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Peter Huchel-Preisträger - Wut im Gedicht
    Gespräch mit Dincer Gücyeter

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Der Planet ist geplündert" von Franz Alt und Ernst Ulrich von Weizsäcker
    Rezensiert von Johannes Kaiser

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Autorin und Audiobiografin Judith Grümmer im Gespräch mit Ulrike Timm

    Judith Grümmer hört zu, bevor es zu spät ist. Für ihre Familienhörbücher befragt sie todkranke Menschen, die ihren Kindern ihre Geschichte hinterlassen möchten. Denn die Stimme bleibt. Die ihres Mannes hat die Audiographin allerdings nicht mehr aufnehmen können.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Andrea Gerk

    Die Selbstzerlegung des PEN: Ein produktiver Literaturskandal?
    Gespräch mit Johannes Franzen

    Nominiert für den deutschen Sachbuchpreis: "Das rationale Tier"
    Gespräch mit Prof. Ludwig Huber

    Buchkritik:
    "Die rote Pyramide" von Vladimir Sorokin
    Rezensiert von Frank Meyer

    Straßenkritik:
    "Die Hauptstadt" von Robert Menasse
    Von Andi Hörmann

    Buchhandlung Leuhagen & Paris aus Hannover empfiehlt…
    Gespräch mit Dirk Eberitzsch

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Das muss man gehört haben ... oder auch nicht. Jazz
    Von Ulrich Habersetzer

    Ukrainische Musiker im Exil: Ein Leben jenseits des Krieges
    Von Theodroa Mavropoulos

    11:45 Uhr
    Rubrik: Folk

    Songs über das Verlassen
    Jenny Berkel & These Are The Sounds Left From Leaving
    Von Kerstin Poppendieck

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Dr. Liane Bednarz, Juristin
    Moderation: Jana Münkel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Der Schwenk in der bayerischen Windkraftpolitik
    Von Lorenz Storch

    Gegen den Verkehrsinfarkt - Cargobikes in Berlin
    Von Thilo Schmidt

    Der Teufelsberg - was soll mit der eh. Abhörstation der Alliierten geschehen?
    Von Wolf-Sören Treusch

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Gesa Ufer

    Streik! Fotogeschichten von Arbeitskämpfen - zum Start Foto-Triennale Hamburg
    Gespräch mit Stefan Rahner

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Martin Böttcher

    Merchandise: Wie große Labels mit Fanartikeln Kasse machen
    Von Ina Plodroch

    Erdmöbel veröffentlichen ein neues Album
    Gespräch mit Markus Berges

    Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Jazz
    Von Ulrich Habersetzer

    Newcomer der Woche: Finna
    Von Norman Müller

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Julius Stucke

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Katja Bigalke

    China im „Ruhemodus“
    Die Null-Covid-Strategie der KP
    Von Eva Lamby-Schmitt

    Auch nach wochenlangem Lockdown ist ein Ende der Maßnahmen der Behörden von Shanghai gegen eine Ausbreitung des Coronavirus nicht in Sicht. Shanghai ist weiterhin abgeriegelt, in Peking bahnt sich ein ähnliches Szenario an, Versorgungsengpässe sind vorprogrammiert. Derzeit läuft die fünfte Welle, mit bis zu einer halben Millionen Ansteckungen. Die Null-Covid-Strategie der kommunistischen Partei scheint zu scheitern. Und Chinas Corona-Politik wird nicht nur für die betroffene Bevölkerung und die Weltwirtschaft zum Problem, sondern auch für Xi Jinping, den Staatspräsidenten der Volksrepublik. Scheitert seine Null-Codi-Strategie leidet auch seine Reputation als allwissender und alles kontrollierender Herrscher.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Kultur und Geschichte - Magazin
    Moderation: Martin Hartwig

    100 Jahre politischer Mord (40): Verleumdungskampagnen gegen Präsident Ebert
    Von Elke Kimmel

    Die Smart-Story
    Wie ein visionäres Verkehrskonzept zum normalen Kleinwagen geschrumpft wurde
    Von Florian Felix Weyh

    Fast zwei Millionen Mal wurde der zweisitzige Smart gebaut, nun läuft die Fertigung aus. Branchenkenner sagen, das Auto habe nie Gewinn abgeworfen. Was möglicherweise daran liegt, dass es nicht zu dem geworden ist, was es hätte sein sollen: die Verkörperung einer Verkehrswende in den Innenstädten. Seit Jahrzehnten finden die allermeisten Autofahrten im Nahbereich mit weniger als zwei Passagieren statt. Ein elektrischer Kleinwagen mit geringem Platzbedarf könnte diese Bedürfnisse vernünftig bedienen. Als „Swatch-Auto“ wurde die Idee vom Uhrenunternehmer Nicholas Hayek Anfang der 1990er-Jahre vorangetrieben. Doch die Wurzeln des Smart reichen bis in die 1970er-Jahre zurück, als der Ingenieur und Designer Johann Tomforde den Ur-Smart projektierte. Die verschlungene Technik- und Wirtschaftsgeschichte des Smart illustriert, wie visionäre Entwicklungen an kurzfristigen Konzerninteressen scheitern. Oder sie kommen zu früh: Erst ab 2020 wurde der Zweisitzer ausschließlich elektrisch angeboten. Nach Ende des Benzinmodells ist damit nun auch Schluss. Der Nachfolger wird ein SUV sein.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    National Concert Hall, Dublin
    Aufzeichnung vom 04.03.2022

    Fanny Hensel
    Ouvertüre C-Dur

    Cécile Chaminade
    Concertino für Flöte und Orchester op. 107

    Marianne von Martínez
    Ouvertüre zu „Isacco, figura del Redentore“

    Joan Tower
    "Fanfare for the Uncommon Woman Nr. 1"

    Ina Boyle
    "The Magic Harp" (Rhapsodie für Orchester)

    Caroline Shaw
    „Entr’acte“ für Streicher

    Anna Clyne
    Masquerade

    Catriona Ryan, Flöte
    National Symphony Orchestra of Ireland
    Leitung: Nil Venditti

    Die junge italienische Dirigentin Nil Venditti leitet ein irisches Konzert zum Internationalen Frauentag mit bemerkenswerten Werken sieben sehr unterschiedlicher Künstlerinnen aus Irland, Europa und den USA.

  • 21:30 Uhr

    Alte Musik

    Die Reisen des Monsieur Maugars
    André Maugars - ein selbstbewusster Gambist unterwegs in Europa
    Von Helga Heyder-Späth

    „Zuallererst muss ich sagen, dass die italienische Kirchenmusik viel kunstvoller, viel gelehrter, viel mannigfaltiger ist als unsere - aber auch viel freier.“ Der offene Brief über seine Italienreise, den André Maugars 1639 in Paris publiziert, ist nur so gespickt mit kleinen Giftpfeilen gegen „seine“, die französische Musik. Der Gambenvirtuose gehörte zum Gefolge des französischen Kardinals Richelieu. Aber auch am Hofe Ludwigs XIII. stand er lange in hohem Ansehen, nicht nur als Musiker, sondern auch als Diplomat und Dolmetscher. Denn in den 1620er-Jahren wirkte er einige Zeit am englischen Hof. An Selbstbewusstsein mangelt es Maugars nicht. Als der französische König es einmal „wagte“, sein Gambenspiel zu „bemäkeln“, zeigte sich er empört: „Zur Hölle mit diesem Ignoranten! Vor ihm spiele ich nie wieder!“. Er hielt Wort und reist nach Rom, wo ihn das „freiere“ Musikleben begeisterte.

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Hörspiel

    Das Schweigen entziffern
    Von Regina Dürig und Christian Müller
    Regie: die Autorin und der Autor
    Mit: Regina Dürig, Peter Kner, Cathrin Störmer, Daniel Mezger, Nikola Weisse
    Komposition: Christian Müller
    Ton: Basil Kneubühler
    Produktion: SRF 2020
    Länge: 54'12

    Die amerikanische Altphilologin Alice Kober (1906−1950) arbeitete an der Entzifferung der „Linearschrift B“ der mykenischen Kultur Griechenlands. Die Autorin begibt sich auf die Spuren der Wissenschaftlerin.

    Im Jahr 1900 werden auf der Insel Kreta Tontäfelchen mit unbekannten Schriftzeichen aus der Bronzezeit gefunden. 30 Jahre später beschließt die amerikanische Altphilologin Alice Kober, das Rätsel um die „Linearschrift B“ endlich zu lösen. „Vielleicht werden wir herausfinden, ob König Minos ein Mann war oder eine Frau. Vielleicht werden wir aber auch nur erfahren, dass Herr X Herrn Y einhundert Kühe geliefert hat, am 10. Juni 1400 v. Chr.“, notiert Alice Kober 1946. Durch ihre richtungsweisende Methode wurde sie zur weltweit anerkannten Expertin für die Linearschrift B, trotzdem ist sie heute so gut wie vergessen. Regina Dürig macht sich auf die Suche und findet neben 200.000 Karteikarten Zugang in eine andere Zeit, eine andere Welt.

    Regina Dürig, geboren 1982 in Mannheim, Autorin, Performerin und Dozentin. Sie schreibt Miniaturen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Kinderbücher, Jugendromane. Zusammenarbeit im Stories & Sounds-Duo „Butterland“ mit Christian Müller und bei „Bach/Dürig“ mit der Berliner Künstlerin Patrizia Bach. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt sie 2015 den Peter-Härtling-Preis, 2011 den Literaturpreis Wartholz und 2021 den Literaturpreis des Kantons Bern. Ihre Bücher waren für den Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis und den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Regina Dürig lebt in Biel, Schweiz. 

    Christian Müller, geboren 1971, Komponist und Klarinettist. Er komponiert für Theater, Tanz und Performance. Als elektroakustischer Bassklarinettist arbeitet er insbesondere im Duo "Strøm" mit Gaudenz Badrutt und im Duo "Butterland" mit Regina Dürig. Er schuf zahlreiche Klanginstallationen und audiovisuelle Arbeiten, u.a. für die Transmediale Berlin. Christian Müller lebt in Biel, Schweiz.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Triennale der Photografie in Hamburg
    Von Anette Schneider

    Filme der Woche:
    Dog / Sechs Tage unter Strom - Unterwegs in Barcelona
    Gespräch mit Patrick Wellinski

    Misstönende Harmonie: Das Theater des Tashiki Okada
    Von Gerd Brendel