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Dienstag, 28.06.2022

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    "Das Gesetz des guten Nachbarn"
    Freie Assoziation als Kompositionsprinzip bei Lars Petter Hagen
    Von Leonie Reineke

    Vieles in der Musik von Lars Petter Hagen hat mit Erinnern und dem Finden einer eigenen künstlerischen Identität zu tun.

    Der Norweger Lars-Petter Hagen gehört zu einer Generation von Komponisten, die sich verstärkt einer medial vermittelten Kunst zuwendet. Mit deren Möglichkeiten fühlt er sich am ehesten in der Lage, die Disparatheit von Erfahrungen darzustellen, die auch im Computerzeitalter trotzt sich rasant verändernder Lebensumstände noch immer mit Fragen nach Heimat, Identität und Authentizität zu tun haben. Heutzutage, da nicht nur das Material der Musik, sondern auch der Ort der Kunst und die Rolle des Künstlers nicht mehr klar definiert sind, hat diese Suche immer auch soziale und politische Bisanz. Der Blick zurück zu den Archiven der norwegischen Musikgeschichte gleicht da einem Versuch der Selbstvergewisserung.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Jazz
    Moderation: Manuela Krause

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Stephan Karkowsky

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ehemaliger Schiedsrichter Urs Meier im Gespräch mit Tim Wiese

    Eine seiner Gelben Karten ist ein Museumsstück: Urs Meier war Top-Schiedsrichter im internationalen Fußball, gefragter TV-Experte, heute hält er Vorträge. Immer ging und geht es um Entscheidungen, so wie damals bei der WM 2002 mit Michael Ballack.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    Mops des Monats Juni
    Von Hans von Trotha

    Fritz Breithaupt: "Das narrative Gehirn. Was unsere Neuronen erzählen"
    Gespräch mit dem Autor

    Buchkritik:
    "Art Rebel. Vergiss alles, was Erwachsene über Kunst erzählen" von Ben Street
    Rezensiert von Eva Hepper

    Hörbuch:
    "Doppelporträt" von Agneta Pleijel
    Von Tobias Wenzel

    Literaturtipps
    Von Jule EIkmann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Mathias Mauersberger

    Vom Gangsta zum Gourmet: Kochen mit Snoop Dog
    Von Martin Böttcher

    Der Jazz-Solitär Charles Lloyd startet seine Trio-Reihe mit "Chapel"
    Von Matthias Wegner

    Filmbesprechung: "Shiver - Die Kunst der Taiko Trommel"
    Von Hartwig Tegeler

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Hajo Schumacher, Publizist
    Moderation: Korbinian Frenzel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Susanne Arlt

    Urteil gegen KZ-Wachmann - 101-jähriger in Brandenburg verurteilt
    Gespräch mit Christoph Richter

    Antisemitische Vorfälle in Deutschland - Jahresbericht 2021 des Rias
    Von Sebastian Engelbrecht

    Stolper-Steine-App in Berlin - Grundschüler recherchieren NS-Opfer
    Von Malte Hennig

    CDU-Ministerpräsident in NRW - Wahl von Hendrik Wüst
    Gespräch mit Vivien Leue

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Massimo Maio

    Abtreibungs-Verbot in den USA - Wie gefährlich sind Zyklus-Apps?
    Gespräch mit Marie Kochsiek

    "Dirty Dancing" bis "BoJack Horseman" - US-Abtreibungsrecht in Film und Serie
    Von Matthias Dell

    Was ist Ost-Identität 30 Jahre nach der Wende?
    Gespräch mit Thomas Stange

    Fundstück 245: Marjorie Van Halteren - Dead of Summer
    Von Paul Paulun

    Tierleid für Klicks? Tierschützer kritisieren Petfluencer
    Gespräch mit Caren Miesenberger

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Oliver Schwesig

    Neue Härte im Hip-Hop: Von Zillakami zu Mimi Barks
    Gespräch mit Falk Schacht

    Bittersüße Ohrwürmer: Soccer Mommy mit neuem Album "Sometimes Forever"
    Von Kerstin Poppendieck

    "Reggae ist die attraktivste Musik der Welt": UB40 mit "Unprecedented"
    Von Marcel Anders

    Vom Gangsta zum Gourmet: Kochen mit Snoop Dog
    Von Martin Böttcher

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Isabella Kolar

    Marcos reloaded auf den Philippinen
    Ein Diktatorensohn wird Präsident
    Von Lena Bodewein

    Am 30. Juni soll Marcos Jr. als neuer Präsident der Philippinen vereidigt werden. Damit steht die Familie des früheren Diktators Ferdinand Marcos vor einem Comeback. Der Sohn des 1986 aus dem Land vertriebenen Diktatoren-Ehepaars hat die Präsidentschaftswahl im Mai klar gewonnen. Und sich nie von den Verbrechen seines Vaters distanziert. Marcos machte die Philippinen zu einer Diktatur, in der Tausende Regimegegner getötet und gefoltert wurden - und Milliardensummen aus der Staatskasse verschwanden. Beobachter befürchten, dass Marcos Jr. das Land noch autoritärer führen wird als sein Vorgänger Duterte, der wegen seines brutalen Kampfs gegen die Drogenkriminalität international in der Kritik stand und nicht noch einmal antreten durfte.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Wirtschaft und Umwelt - Magazin
    Moderation: Gerhard Schröder

    Kernkraft als Klimaretter?
    Warum viele Länder auf Atomstrom setzen
    Von Martin Reischke

    Seit der Atomkatastrophe von Fukushima im Frühjahr 2011 sind die Tage der Atomkraft in Deutschland gezählt, bis Ende diesen Jahres sollen die letzten deutschen Reaktoren vom Netz gehen. Doch auch aufgrund der Klimakrise erlebt die Atomkraft in vielen europäischen Staaten eine Renaissance, da sich so große Mengen an CO2 einsparen lassen. Länder wie Finnland, Großbritannien oder Frankreich bauen die Kernkraft weiter aus, Polen will sogar neu einsteigen. Der Krieg in der Ukraine heizt die Debatte weiter an: Denn um unabhängiger zu werden von Gas und Kohle aus Russland, fordern nun sogar hierzulande manche Politiker eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke, die derzeit noch in Betrieb sind. Doch lässt sich so der Klimawandel tatsächlich wirksam bekämpfen?

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    402. Wartburgkonzert
    Palas der Wartburg, Eisenach
    Aufzeichnung vom 04.06.2022

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo g-Moll BWV 1056, bearbeitet für Mandoline und Streicher

    Antonio Vivaldi 
    Konzert für zwei Mandolinen, Streicher und Basso continuo G-Dur RV 532, bearbeitet für Violine, Mandoline und Streicher

    Johann Sebastian Bach 
    Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041, bearbeitet für Mandoline und Streicher

    sowie Werke von David Bruce, Sulkhan Tsindzadze und Gil Aldema

    Alexej Barchevitch, Violine
    Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
    Mandoline und Leitung: Avi Avital

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Feature

    Auf Sumpf gebaut
    Imperiale Träume auf der Berliner Museumsinsel
    Von Mirjam Brusius und Lorenz Rollhäuser
    Regie und Ton: Lorenz Rollhäuser
    Mit: Lorenz Rollhäuser, Britta Steffenhagen und Hansa Czypionka
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur / SWR 2022
    Länge: 54'00
    (Ursendung)

    Nofretete, Pergamonaltar und Ishtar Tor: Die Berliner Museumsinsel ist ein Besuchermagnet, der jährlich Millionen Touristen durch seine Museen schleust − und imperiale Welten rekonstruiert, statt sich der heutigen Gesellschaft zu öffnen.

    Wie das wiederaufgebaute Berliner Stadtschloss soll auch der Rest der Museumsinsel wieder so aussehen wie früher: hübsch und heil wie vor dem zerstörerischen 20. Jahrhundert. Komplettiert durch das Humboldt Forum mit den sogenannten Weltkulturen. Als ob wir uns das imperiale Zeitalter zurückwünschten, dem diese Museen ihre größten Schätze zu verdanken haben: den Pergamon-Altar, die Nofretete, das Ischtar-Tor. Objekte, die vielfach unter fragwürdigen oder ungeklärten Umständen aus dem Osmanischen Reich geholt wurden. Sie sollten dabei helfen, architektonisch und institutionell eine deutungsmächtige Erzählung festzuschreiben, die in Mesopotamien beginnt und im Herzen Europas endet: das Narrativ der Aufwärtsentwicklung der Menschheit, ausgehend von der „Wiege der Zivilisation“ über die klassische Antike im Alten Museum, den Übergang zum Christentum im Bode-Museum bis hin zur deutschen Malerei in der Alten Nationalgalerie. Durch die Aufrechterhaltung von Kategorien wie Zivilisation (wir) und Weltkultur (die anderen) wird ein eurozentristisches Weltverständnis fortgeschrieben, das Preußens Wurzeln in einer Weißen Antike feiert. Für den Tourismus mag das erst mal gut sein, für ein zeitgemäßes Verständnis dessen, was ein Museum in einer kulturell diversen Gesellschaft sein kann, ist die Fortschreibung dieses Narratives fatal.

    Lorenz Rollhäuser, 1953 in Marburg geboren, lebt in Berlin. Er ist seit 1990 Autor und Produzent zahlreicher Features und Hörspiele, darunter „Mutters Schatten“ (NDR 2008, Prix Europa) und „Kreuzberg von oben“ (DKultur/NDR/WDR 2014, Dokka-Preis). Zuletzt: „Dekolonisiert euch!“ (Deutschlandfunk Kultur 2020).

    Dr Mirjam Brusius ist Globalhistorikerin am Deutschen Historischen Institut London, wo sie zur Museums- und Sammlungsgeschichte in kolonialen Kontexten forscht. Nach einem Studium in Berlin und ihrer Promotion an der University of Cambridge forschte und lehrte sie an der University of Oxford, der Harvard University und am Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte. Im Mai 2022 wurde ihr der Dan David Preis verliehen, derzeit der größte Geschichtspreis der Welt. Ihre Beiträge zu Debatten um Museen, Restitution und Erinnerungskultur erscheinen regelmässig in nationalen und internationalen Medien.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    Späte Sühne: Urteil für KZ-Wachmann und die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen
    Gespräch mit Astrid Ley

    Stories to tell - Serien, über die man spricht: "Borgen" & "We Own the City"
    Von Simone Schlosser

    Dear Memories - Eine Reise mit dem Magnum-Fotografen Thomas Hoepker
    Gespräch mit Nahuel Lopez, Granvista Media

    Zwei angeschlagene Filmmänner: Alec Baldwin interviewt Woody Allen auf Instagram
    Von Katharina WIlhelm

    Museen in der DDR. Erstes Buch zur Museumsgeschichte der DDR
    Gespräch mit Lukas Cladders