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Sonntag, 18.01.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    "Klängen verdanke ich mein Dasein"
    Morton Feldman zum 100. Geburtstag
    Von Egbert Hiller
    (Wdh. v. 13.01.2026)

    "Leinwände der Zeit" nannte Morton Feldman seine Kompositionen. Jenseits von Expressivität und Rhetorik fasste er Klänge als ureigene Wesen auf - und er verknüpfte sie zu einer Musik der magischen Klangzustände.

    Vor 100 Jahren wurde Morton Feldman in New York geboren. Zusammen mit John Cage, Earle Brown und Christian Wolff wird er zur „New York School“ gerechnet, die sich in den 1950er/60er-Jahren von der europäischen Avantgarde und deren Konzentration auf strenge Formen und vorgeprägte Strukturen abwandte. Sie begründete eine eigene „Tradition“ und strahlte ihrerseits stark auf Europa aus. Inspirieren ließ sich Feldman auch von der „Bildenden Kunst“, zumal von Malern des „Abstrakten Expressionismus“: Philip Guston, Mark Rothko oder Franz Kline. In Anlehnung an Kline definierte Feldman den Klangraum durch das „Schwarz“ der Töne und das „Weiß“ der Stille, der Abwesenheit von Tönen. Statt zu „komponieren“, schwebte ihm vor, „Klänge in die Zeit zu projizieren“.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Mercosur-Abkommen - Was bringt das neue Freihandelsbündnis?

    Es disktuieren:
    - Roland Süß, Handeslexperte bei ATTAC
    - Antonin Finkelnburg, Hauptgeschäftsführer des BGA
    - Prof. Dr. Johannes Bähr, Wirtschaftshistoriker

    Moderation: Jan Garvert
    (Wdh. vom 16.01.2026 - Wortwechsel)

    In einer Welt voller Handelskonflikten und Sanktionen formt die EU mit dem Mercosur-Abkommen eine neue Freihandelszone. Ist das Bündnis ein politisches Signal in einer unruhigen Zeit oder stärkt es Europas wirtschaftliche Unabhängigkeit?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Der Autor Rolf Dobelli
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Mit seinen Thesen, etwa der zum „News-Verzicht“, löst er regelmäßig Debatten aus. Wie klingt der Soundtrack seines Lebens?

    Rolf Dobelli, geboren 1966 in Luzern, ist Schriftsteller und Unternehmer. Er studierte Philosophie und Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen, an der er auch promoviert wurde. Nach seiner Zeit als Geschäftsführer bei Swissair-Töchtern war er 1999 Mitgründer von getAbstract, einem Verlag für Buchzusammenfassungen. Seit 2011 fokussiert er sich auf das Schreiben. Viele seiner späteren Bestseller, wie „Die Kunst des klaren Denkens“ - ursprünglich eine wöchentliche Zeitungskolumne - und „Die Kunst des guten Lebens“, wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Bei der Gestaltung seiner Bücher arbeitet er mit dem Streetart-Künstler El Bocho zusammen. Dobelli lebt mit seiner Familie in Bern.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Martin Böttcher

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Bahá'í

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Kriege vermeiden
    Der Vatikan als Friedensvermittler
    Von Ulrich Nersinger, Eschweiler
    Katholische Kirche

  • Gibt es den Yeti wirklich?
    Von Patricia Pantel
    Moderation: Ulrike Jährling

    Ist der Yeti ein Fabelwesen oder gibt es diese Figur wirklich? Den Legenden und Erzählungen nach soll es eine Art „Schneemensch“ sein, der im Himalaya lebt. Neueste wissenschaftliche Erklärungen belegen, dass die Spuren und Proben, die angeblich vom Yeti stammen, in Wirklichkeit von Bären stammen, genauer gesagt von asiatischen Schwarzbären oder Himalaya-Braunbären.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel und Geschichten

    Damals die Roboter
    Von Rusalka Reh
    Gelesen von Max von Pufendorf
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandfunk Kultur 2014

    Im Taifun
    Von Karl May
    Gelesen von Tonio Arango
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandfunk Kultur 2013

    Moderation: Ulrike Jährling

    Opa erzählt von der Zeit, als die Menschen begannen, Roboter zu bauen, und Weltenbummler Charley davon, wie er einmal in einen Taifun geriet.

    Im Jahr 2217 beherrschen menschengleiche Maschinen, sogenannte Humanoide, vollständig die Welt. Doch Opa kann sich noch an die Zeit davor erinnern. An die Zeit, als die Menschen die ersten Roboter erschufen. An die Zeit, als das Internet Neuland war. Seine Enkel Leila und Bent gehen gerne mit ihm offline, wenn er seinen Nanochip-Tee trinkt und von früher erzählt.

    „Im Taifun“ heißt eine eher unbekannte Geschichte von Karl May. Auf dem Weg von Tahiti nach Hongkong trifft der Weltenbummler Charley auf eine Insel, auf der sich zwei Schiffbrüchige heimisch eingerichtet haben und nicht gerettet werden wollen. Bei der Weiterfahrt geraten er und Kapitän Turnerstick in einen Taifun. Um den Sturm möglichst intensiv zu erleben, lässt sich Charley wie Odysseus an den Mast binden. Nur knapp überstehen sie den tosenden Sturm, und mit einem schwer beschädigten Schiff retten sie sich in den nächsten Hafen.

    Rusalka Reh, geboren in Australien, schreibt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und übersetzt zudem Bücher aus dem Englischen. Auch ihre eigenen Bücher wurden und werden in fremde Sprachen übersetzt. Sehr gern schreibt sie inzwischen auch für verschiedene Radiosender.

    Karl May war ein berühmter und erfolgreicher Autor von Abenteuergeschichten. In der Stadt Radebeul gibt es sogar das Karl-May-Museum.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Demokratie im Rucksack
    Pfadfinder als Schule fürs Leben

    Moderation: Sonja Koppitz

    Pfadfinder - das ist mehr als Zeltlager und Stockbrot! Begeistert erzählt Jule Fuchs von ihrer Jugend bei den Pfadfindern, von grenzenloser Freiheit, aber auch von einer Bewegung im Wandel. Heute geht es auch um Abgrenzung zu rechten Jugendgruppen, um Demokratie und um die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Organisation.

    Rollenbilder in der Elternschaft - Lukas will es anders machen

    Als Lukas und seine Freundin Eltern werden, rutschen sie in traditionelle Rollenmuster: Sie übernimmt das Baby, er die Arbeit. Die Beziehung zerbricht. Nach der Trennung fordert Lukas 50/50-Betreuung - und merkt, wie unvorbereitet er auf das Vatersein ist. Zwischen Angst und Überforderung lernt er, Verantwortung zu übernehmen und wächst Schritt für Schritt in seine Vaterrolle hinein.

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • Leben auf Mallorca
    Einheimische weichen auf Wohnwagen aus
    Von Francisco Olaso

    Der Massentourismus auf Mallorca hat Folgen. Auch für Einheimische, die bezahlbaren Wohnraum suchen. Manche leben inzwischen auf Parkplätzen - in Wohnwagen. Aber selbst diese provisorische Lösung steht auf der Kippe.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Wolfram Eilenberger

    Das Recht des Stärkeren: Misstraut den selbsternannten Übermenschen
    Gespräch mit Prof. Bernd Ladwig

    Internationaler Tag der Jogginghose: Von Karl Lagerfeld zu Nicolas Maduro
    Von David Lauer

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Kirsten Dietrich

    Alte, weise, lebenssatt? Die Spiritualität des Alterns

    Von der Verheißung zur Krankheit? Biblische und gegenwärtige Blicke aufs Altern
    Von Michael Hollenbach

    "Alt und lebenssatt" - was heißt das spirituell?
    Gespräch mit dem Psychologen und Seelsorger Wunibald Müller
     
    Von Mose bis Gandalf - Der Archetyp des weisen Alten
    Von Christian Berndt

    Altwerden in der Moscheegemeinde - zwischen Ehrenamt und Professionalisierung
    Von Cornelia Wegerhoff

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der venezianische Herkules
    Der Komponist Francesco Cavalli - eine diskographische Annäherung
    Gast: Silke Leopold, Musikwissenschaftlerin
    Moderation: Michael Struck-Schloen

    1651 uraufgeführt und gut drei Jahrhunderte später wiederentdeckt, wurde "La Calisto" zu einem der beliebtesten Werke des frühen Barocks.

    "Ercole amante" - "Der verliebte Herkules" - war ein sechsstündiges Opernspektakel in Paris, in dem König Ludwig XIV. höchstselbst als Tänzer auftrat. Zwar war die Aufführung für den Komponisten Francesco Cavalli (1602-1676) nur ein mäßiger Erfolg. Dennoch gehörte er im 17. Jahrhundert zu den wichtigsten Komponisten, vor allem in Venedig, wo er wie ein Herkules Werk auf Werk für die zahlreichen Opernhäuser der Stadt schrieb - darunter "La Didone", "Il Giasone", "La Calisto" oder - sein größter Erfolg - "Il Xerse". Seit den 1960er Jahren hat man diese Wunderwerke der frühen Barockoper wiederentdeckt und eingespielt. Die Musikwissenschaftlerin Silke Leopold erklärt im Gespräch, was Cavallis Format als Bühnenmagier und eine stilgerechte Aufführung seiner Werke ausmacht.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Neuer Handball-Boom durch Männer-EM? Nein, meint die HSG Tills Löwen
    Von Thorsten Philipps

    Gespräch mit Uwe Schwenker, Präsident Liga-Verband Handball-Bundesliga

    Einwurf: Der große Fußball im Kleinen
    Von Heinz Schindler

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Hoffen auf Gold
    Die deutschen Olympiastarter Minerva Hase und Finn Sonnekalb
    Von Wolf-Sören Treusch

    Minerva-Fabienne Hase und ihr russischer Partner Nikita Volodin sind das neue Traumpaar im deutschen Eiskunstlauf. Die beiden harmonieren prächtig miteinander - dabei sprach Nikita kein Wort Deutsch, als er im Sommer 2022 nach Berlin kam. Inzwischen hat er die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Das Paar ist Europa- und Vizeweltmeister und gehört zum Favoritenkreis auf Gold bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
    Der 18-jährige Finn Sonnekalb aus Erfurt wiederum ist das neue Riesentalent im deutschen Eisschnelllauf. Er ist Mehrkampfweltmeister bei den Junioren und gewann drei Goldmedaillen bei den Olympischen Jugendspielen vor zwei Jahren. Anderthalb Jahrzehnte gab es keine Erfolge mehr im deutschen Eisschnelllauf, mit ihm führt der Weg wieder nach oben. Während die Fachwelt von Minerva Hase und Nikita Volodin eine Medaille fast schon erwartet, kann Finn Sonnekalb unbeschwert an den Start gehen. Sein Traum vom Olympiasieg lebt auch nach Mailand weiter.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Der Gebrauch des Menschen (2/2)
    Nach dem Roman von Aleksandar Tišma
    Übersetzung aus dem Serbischen: Barbara Antkowiak
    Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis
    Mit: Jördis Trauer, Oscar Hoppe, Birte Schnöink, Werner Wölbern, Franz Hartwig, André Kaczmarcyk, Alexander Khuon und Max Hegewald
    Komposition: Tommy Neuwirth, Mario Weise
    Bearbeitung (Musik): Michael Hinze
    Ton und Technik: André Lüer, Christian Grund
    MDR/NDR 2025
    Länge: 77'34

    Nach der Befreiung kehrt Vera in ihre Heimat zurück. Doch die Nachkriegszeit bringt keine Heilung: Zwischen der Erinnerung an Auschwitz, gesellschaftlicher Verdrängung und neuen politischen Zwängen bleibt die Frage offen, welchen Sinn das Überleben hat.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
    Live aus dem Großen Sendesaal des rbb

    Hannah Kendall
    "Disillusioned Dreamer" für Orchester

    Mirela Ivičević
    "Überlala. Song of Million Paths" für Violine und Orchester

    Brett Dean
    "Nocturnes and Night Rides" für Orchester

    Ilya Gringolts, Violine
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Giedrė Šlekytė

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Athleten der Uneigentlichkeit
    Hochstapler in der Literatur
    Von Konstantin Schönfelder

    Lügen machen dem Hochstapler keine kurzen Beine, mit ihnen feiert er glänzende Erfolge!

    Die Figur des Hochstaplers ist seit langer Zeit fest in der Literatur verankert. Sein steiler Aufstieg, seine glänzenden, freilich erschlichenen Erfolge, seine Entlarvung und sein tiefer Fall bieten moralisch durchaus schillernde Einsichten und sind nicht nur daher bestens unterhaltend. Mit der Literatur und dem Erzählen ist der Hochstapler auf intime Weise verbunden, denn er muss Geschichten erfinden, verkörpern und ihnen Dauer verleihen. Das Feature folgt den Gegenwartserben von Felix Krull, dem prototypischen Hochstapler, und fragt: Was verraten diese scheinbar unmoralischen, kaltblütigen Lügner über unsere Zeit? Was enthüllen sie darüber, was wir als Zuhörende und als Gesellschaft gerne hören möchten? Welche Wahrheit erzählen ihre Lügen?

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Wie eine neue Generation Kunstsammler andere Schwerpunkte setzt
    Gespräch mit Dirk Boll

    Morgen startet das Weltwirtschaftsforum in Davos
    Gespräch mit Daniel Stähr