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Sonntag, 22.07.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    „Alphabet des Augenblicks“
    Das literarische Mailand zwischen Tradition und Aufbruch
    Von Maike Albath

    Mailand ist die italienische Hauptstadt für Mode und Design - und für neue Ideen, die in Büchern die Öffentlichkeit erreichen.

    ‚Von Verbrechen und Strafen‘ (‚Dei delitti e delle pene‘) hieß der wichtigste italienische Beitrag zur europäischen Aufklärung, und er kam aus Mailand. Cesare Beccaria (1738 - 1794) wandte sich gegen die Todesstrafe und hielt auch von der Folter nichts. Sein Enkel Alessandro Manzoni begründete im 19. Jahrhundert mit den in Mailand erschienenen ‚Brautleuten‘ den italienischen Roman. Nach der Jahrhundertwende sorgten der Ingenieur Carlo Emilio Gadda und der Zeitungsjournalist Dino Buzzati für den Anschluss der Stadt an die literarische Moderne, und Mailand avancierte zur italienischen Verlagshauptstadt. Giangiacomo Feltrinelli, schwerreich, exzentrisch, links, legte mit Boris Pasternak und Tomasi di Lampedusa den Grundstein für sein Verlagsimperium. Anna Maria Ortese schilderte in ihren Erzählungen ‚Stazione Centrale‘ die neue Armut von Mailand, der Lyriker Milo De Angelis buchstabierte das ‚Alphabet des Augenblicks‘, Umberto Eco schrieb an der Piazza Castello historische Romane und Werke zur Zeichentheorie. Heute ist die Geschäftsmetropole und Bankenstadt immer noch ein zentraler Umschlagplatz neuer Ideen: Kleine Verlage bilden mit Romanciers und Essayisten elektrisierende Netzwerke.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Carsten Rochow

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 06:55 Uhr

    Wort zum Tage

    Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Leben schützen und bewahren
    Das Agape Haus in Lübeck
    Von Klaus Böllert
    Katholische Kirche

    Babyklappen sind in Deutschland höchst umstritten. Eines der Häuser, in dem verzweifelte Mütter ihre Neugeborenen anonym abgeben ist das Agape-Haus. Agape ist das griechische Wort für eine sich verschenkende uneigennützige Liebe. Klaus Böllert hat das Haus in Lübeck, in dem ein ganz besonderer Geist weht, besucht, und dabei erfahren, warum die Initiatorin Hochachtung vor den Müttern hat, die ihr Baby in die Klappe legen.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu für Frühaufsteher

    Erzähltag
    Bertie und die Sache mit Tarantel
    Von Mara Schindler
    Gelesen von Max von Pufendorf
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
    Moderation: Ulrike Jährling

    Auf dem Heimweg von der Schule findet Bertie einen halb verdursteten, an einen Zaun gebundenen Hund. Natürlich will Bertie sich um ihn kümmern und ihn behalten. Doch was wird Mama dazu sagen?

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Anahit
    Von Stephan Göritz
    Nach einem armenischen Märchen
    Ab 7 Jahren
    Regie: Uwe Haacke
    Komposition: Wolfgang Schoor
    Mit: Andrea Solter, Rüdiger Joswig, Thomas Wolff, Arno Wyzniewski, Walter Wickenhauser, Margit Bendokat, Detlev Witte, Werner Dissel, Ingeborg Krabbe, Fritz Decho, Horst Torka
    Produktion: Rundfunk der DDR 1986
    Länge: 43'02
    Moderation: Ulrike Jährling

    Der junge Fürst Watschagan begegnet an einem Dorfbrunnen dem Hirtenmädchen Anahit. Er verliebt sich sofort und möchte sie heiraten. Aber das wird schwer.

    Als sie sich am Brunnen begegnen, weiß Watschagan, der junge Fürst Armeniens, dass er nie ein schöneres Mädchen als Anahit gesehen hat. Bald spürt er, dass sie auch klüger ist als alle, die er kennt. Seinem Wunsch, das Hirtenmädchen zur Frau zu nehmen, stehen die alten Bräuche und der Wille der Fürstin im Wege. Aber Watschagan ist entschlossen. Da erfährt er, dass Anahit geschworen hat, nur den zum Mann zu nehmen, der ihr mit eigener Hand ein Brautgeschenk fertigt.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Sonntagmorgen

    Das Rätselmagazin
    Moderation: Oliver Schwesig
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Deutschlandrundfahrt

    „Geh doch in die Oberstadt!“
    Die geteilte Stadt - Marburg in Hessen
    Von Michael Frantzen

    Marburg ist eine Stadt der Treppen. Windschiefe Treppen, Wendeltreppen, steile Treppen. Die Touristen haben das mittelalterliche Flair immer schon geliebt. Die Brüder Grimm weniger. „Ich glaube, es sind mehr Treppen auf den Straßen als in den Häusern“, stöhnte Jacob Grimm, der Gründer der Germanistik. Er wohnte während seines Studiums in einem Fachwerkhaus. Das mehr als 400 Jahre alte Gemäuer existiert noch und steckt voller Geschichten. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg diente es dem NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie als Versteck. Heute leben hier Studenten - in der Grimm-WG. Die Oberstadt, eine putzige Puppenstube, und die Unterstadt, ziemlich krass, von Franz Josef Degenhardt Mitte der 60er-Jahre verewigt in seinem Lied ‚Spiel nicht mit den Schmuddelkindern‘. „Sing nicht ihre Lieder“, heißt es da. „Geh doch in die Oberstadt.“ Oben aufpoliertes Mittelalter, unten Bausünden, verbunden und getrennt durch: Treppen.

  • 11:59 Uhr

    Freiheitsglocke

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages
    Moderation: Marcus Pindur

  • 12:30 Uhr

    Die Reportage

    Das ganze Leben ist Yoga
    Ein Aurovillianer in Berlin
    Von Gerhard Richter 

    Vor 50 Jahren gingen die 68er auf die Straße. Vor allem Studenten protestierten gegen alte Strukturen und für einen demokratischen Aufbruch. Unter den Studenten in Berlin war damals auch Peter Anderschitz. Anstatt zu rebellieren, ging er in das indische Utopie-Dorf Auroville. Ebefalls 1968 gegründet, war es der Versuch in Frieden, ohne Geld und Eigentum zu leben. Rund 2000 Aussteiger aus aller Welt arbeiten nun schon seit 50 Jahren an dieser Idee. Mittlerweile lebt Peter Anderschitz wieder überwiegend in Berlin. Unser Reporter Gerhard Richter hat ihn durch die Stadt begleitet, auf der Suche nach den Utopien von gestern und morgen, hier und in Indien.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Sein und Streit

    Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Der philosophische Wochenkommentar:
    Antisemitismus-Urteil
    Entscheidend ist, was Naidoo singt, nicht, was er denkt
    Gespräch mit Prof. Dr. Peter Trawny, Leiter d. Martin-Heidegger-Institut

    Ethno-Futurismen: Wem gehört die Zukunft?
    Gespräch mit Dr. Armen Avanessian

    Das philosophische Bestiarium: Der Löwe
    Von Florian Werner

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Ralf Bei der Kellen

    "Papa ist Moslem, Mama ist Jüdin. Punkt.“
    Religionsverschiedene Ehen in Deutschland
    Von Stefanie Oswalt
    (Wdh. v. 13.08.2017)

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Interpretationen

    Musik voller Kraft und Frische
    Robert Schumanns Klavierquintett
    Moderation: Mascha Drost

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages
    Moderation: Marcus Pindur

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: André Hatting

    Talentfindung im deutschen Tennis
    Gespräch mit DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard

    Die neue "ICH-AG" - Die Springreiter und das Geld
    Von Marc Eschweiler

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel. Feature

    Murmeln murmeln
    Eine runde Sache
    Von Matthias Baxmann
    (Wdh. v. 20.08.2017)

    Mit hartem Training bereiten sich die Sportler des 1. MC Erzgebirge auf die nächste Weltmeisterschaft im Murmeln vor. Die WM findet immer zu Ostern im englischen Flecken Tinsley Green statt. Gespielt wird nach den Regeln des englischen Ringspiels, bei dem die Murmeln mit dem Finger aus dem Spielfeld gekickt werden müssen. Bei Deutschen Meisterschaften hingegen wird unter strenger Aufsicht des Deutschen Murmelrates nach den Bestimmungen des Lochklickerns gebuckert. Ob Duxer, Glaser, Klicker oder Wetzel, so verschieden ihre Namen, so zahlreich sind die Möglichkeiten, mit ihnen um die Wette zu dotzen, tuppen oder schnippen.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Solo für Carlos und Sigmund
    Von Marco Antonio de la Parra
    Übersetzung aus dem chilenischen Spanisch: Dagmar Ploetz
    Regie: Jörg Jannings
    Komposition: Klaus Buhlert
    Mit: Hilmar Thate, George Tabori
    Ton: Werner Klein, Gisela Jahr
    Produktion: Saarländischer Rundfunk / Hessischer Rundfunk 1988
    Länge: 70'53

    Zwei Exhibitionisten auf einer Parkbank. Wahrscheinlich sind es Karl Marx und Sigmund Freud.

    Ein Mädchengymnasium in einer besseren Gegend von Santiago de Chile. Bald werden die Kinder aus der Schule strömen. Sie werden erwartet von zwei Männern auf einer Parkbank, mit nicht viel mehr als einem Mantel bekleidet. Es sind Karl Marx und Sigmund Freud. Sie vertiefen sich in sexuelle Fantasien, theoretische Sticheleien, Beschimpfungen und Vergangenheitsbewältigung - um schließlich festzustellen, dass für beide die Geschichte des Menschen die seiner Unterdrückung ist. Welcher auch immer.

    Marco Antionio de la Parra, 1952 in Santiago de Chile geboren, arbeitet als Autor, Hochschuldozent und Psychiater. Er schreibt Theaterstücke, Romane und Essays, viele davon mit Preisen ausgezeichnet. Neben "Solo für Carlos und Sigmund" liegt von ihm auch der Text "Dostojewski am Strand" auf Deutsch vor.

  • 19:45 Uhr

    Die besondere Aufnahme

    Rudi Stephan
    „Liebeszauber“ für Bariton und sieben Streichinstrumente
    Einrichtung von Hinrich Alpers

    Hanno Müller-Brachmann, Bariton
    Hinrich Alpers, Klavier
    Nabil Shehata, Kontrabass
    Marie-Pierre Langlamet, Harfe
    Kuss Quartett

    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Krematorium Berlin-Baumschulenweg, Berlin
    Aufzeichnung vom 08.06.2018

    Tomás Luís de Victoria
    “Missa pro defunctis”

    Henry Purcell
    “Hear my prayer”

    Alonso Lobo
    “Versa est in luctum“

    Improvisationen

    Andreas "Scotty" Böttcher, Klavier und Marimbaphon
    RIAS Kammerchor
    Leitung: Justin Doyle

  • 22:00 Uhr

    Musikfeuilleton

    Schlechte Zeiten, nichts als Pleiten
    Der schwedische Bänkelsänger Carl Michael Bellman
    Von Sabine Fringes
    (Wdh. v. 06.01.2013)

    Für die Schweden hat er eine ähnliche Bedeutung wie Shakespeare für die Engländer: der Bänkelsänger Carl Friedrich Bellman. Bis heute gilt er als schwedischer Nationaldichter, den man jedes Jahr am Bellman-Tag am 26. Juli feiert. Auch in Deutschland hat er seine Anhänger gefunden. Für sie ist Bellman der Urvater aller Liedermacher.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    "Ausgehetzt" Große Demonstration in München
    Von Christian Stückl

    Denkmal deutscher Demokratie:
    Debatte um die Zukunft der Paulskirche
    Von Nikolaus Bernau

    Mehr als nur Gießen:
    Ein Besuch im Gießener Gießkannenmuseum
    Von Andrea Gerk

    Klima-Alptraum:
    "Arktique" in Avignon - ein Rückblick auf das Festival
    Von Eberhard Spreng

    Ausstellung über Prinz Charles im Buckingham-Palast
    Von Thomas Spickhofen

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel