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Sonntag, 26.07.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    "Ganz altes Eisen bin ich nicht mehr"
    Victor Klemperers Nachkriegstagebücher (4/4)
    Oktober bis Dezember 1945
    Gelesen von Gerry Wolf
    (Wdh. v. 10.10.1996)

    Es scheint wie im Märchen, als Eva und Victor Klemperer das zerstörte Dresden verlassen und zu ihrem Haus in Dölzschen hinaufsteigen. Sie haben überlebt: die Erniedrigungen, den Terror, den Verrat, das 'Judenhaus'. Victor Klemperer erhofft einen Neubeginn für sich und für Deutschland. Er stürzt sich in die Arbeit. Dazu gehört die Bewältigung der Vergangenheit. Manchem Bekannten stellt Klemperer einen Persilschein aus, andere weist er ab. Die Verhältnisse sind chaotisch, aber sie ordnen sich, manchmal erstaunlich schnell. In Dresden beginnt ein Tauziehen um die Machtpositionen. Dann wird es schon im Herbst empfindlich kalt. Die Sorge um Brennmaterial und Lebensmittel lässt wenig Zeit für wissenschaftliche Arbeiten. Klemperer führt sein Tagebuch weiter. Es erzählt von seiner Zerrissenheit, den großen Hoffnungen und der nicht minder großen Skepsis, und vom Alten im Neuanfang. 70 Jahre nach Kriegsende sendet Deutschlandradio Kultur an vier Sonntagen im Juli Lesungen aus Victor Klemperers Aufzeichnungen aus den ersten Monaten nach dem Ende der Nazi-Herrschaft.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Liedermacher & Co. beim 25. TFF Rudolstadt 2015
    mit Pippo Pollina, Rojda Şenses, Alin Coen Band und Funny van Dannen
    Moderation: Holger Beythien

    Anfang Juli feierte das TFF Rudolstadt sein 25jähriges Jubiläum. Ein Erfolgsgeheimnis des größten und wichtigsten Weltmusikfestivals Deutschlands bestand von Anfang an auch darin, Künstlern und Bands anderer Genres und Stile eine Bühne zu geben. Dabei öffnete sich das Festival zunehmend nicht nur modernen, zeitgemäßen Spielarten der Popmusik, sondern auch Künstlern und Bands aus Lied, Kabarett und Chanson. Gerade diese "wortbezogene" Musik, zumal aus Ländern, deren politische und kulturelle Eigenheiten hierzulande relativ unbekannt sind, erschließt dem interessierten Hörer oftmals eine verborgene, fremde Welt. Lieder aus diesen Ländern wachsen somit zu einer wirklichen "Weltmusik" und gehören zu einem Festival, wie das Rudolstädter, einfach dazu. Wie die polnische Sängerin Karolina Cicha: Die promovierte Literaturwissenschaftlerin kommt aus der Provinz Podlaskie. Hier werden nicht nur acht Sprachen gesprochen, sondern auch viele unterschiedliche Religionen sind hier zu Hause. Ihre Kollegin Rojda Şenses wiederum zählt zu den wichtigsten und politisch engagierten kurdischen Liedermacherinnen. Und Funny van Dannen wurde für die "heitere Absurdität seiner seltsamen Texte" mit einem Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet. Ein buntes, vielseitiges (Liedermacher-)Programm also beim diesjährigen TFF Rudolstadt.

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Michael Neumann

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • "... und suche Freud"
    Eine Entdeckungsreise in die Welt der evangelischen Volkslieder
    Von Pfarrer Fritz Baltruweit
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Nicobobinus (4/8)
    "Rabenaas und Wolkenbruch"
    Von Terry Jones
    Ab 6 Jahren
    Produktion: WDR/DLR 1996
    (Teil 5 am 02.08.2015)
    Moderation: Tim Wiese

    Nicobobinus und seine Freundin Rosie erleben auf ihrer Reise ins Land der Drachen die unglaublichsten Abenteuer. Eine humorvolle phantastische Kinderhörspielserie in acht Teilen.

    Nicobobinus, der Junge mit den goldenen Füßen, wird in einem Kloster festgehalten. Nach einer Flucht stecken die Mönche Nicobobinus in einen Käfig. Mit einem Seil hängen sie den Käfig an einem Felsen über dem Meer auf. Das Seil reist, der Käfig stürzt hinab, doch ein schwarzes Segelschiff fängt ihn auf. Und an Bord des Schiffes ist Rosi, die Freundin von Nicobobinus.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kakadus Reisen
    Die Wildnis fängt hinterm Haus an
    Sommerferien in den Elbauen
    Ab 7 Jahren
    (Wdh. v. 25.07.2010)
    Moderation: Tim Wiese

    Biber, Storch und Karausche - sie alle wohnen in den Elbauen südlich von Tangermünde. In den Sommerferien folgen 20 Kinder, ausgerüstet mit Zelt und Fernglas, ihren Spuren. Mit dem Fahrrad, im Elbkahn oder zu Fuß erkunden sie die Flusslandschaft Elbe, eine der letzten noch naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas. Sie wohnen auf einem Elbhof, ernten Gemüse und Obst im Bauerngarten und schlafen im Heuschober nebenan. Kakadu hat im Funkhaus Urlaub eingereicht und freut sich sehr auf diese Ferienwoche.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandradio.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Renate Schönfelder unterwegs mit dem Kabarettisten und Schauspieler Wolfgang Stumph durch Dresden
    (Wdh. v. 22.06.2014)

    Stubbe, der sächsische Kommissar, der in Hamburg und im ZDF ermittelte, war 20 Jahre lang die Paraderolle für Wolfgang Stumph und machte ihn zum Publikumsliebling der Deutschen in Ost und West. Dabei war der gebürtige Schlesier schon in der DDR ein bekannter Schauspieler und Kabarettist. Nach einer Lehre als Kesselbauer und einem Studium der Ingenieurpädagogik absolvierte Stumph die staatliche Schauspielausbildung der DDR. Danach war er Mitglied des Dresdener Kabaretts Herkuleskeule und als Komödiant im DDR-Fernsehen zu sehen. Stumph spielte den typischen Sachsen, den kleinen Mann, dessen Systemkritik in scheinbar harmlosen Sätzen versteckt war. Während für viele DDR-Künstler die deutsche Einheit einen deutlichen Karriereknick bedeutete, startete Stumph damals erst richtig durch. Seinen ersten großen Erfolg im vereinten Deutschland hatte er schon 1991 mit der Kinokomödie 'Go Trabbi, go!' Es folgten zwei preisgekrönte TV-Sitcoms, bevor Stubbe die Rolle seines Lebens wurde. Doch auch nach deren Ende hat der 69-Jährige bereits wieder eine Reihe Filme gedreht. Renate Schönfelder begleitet Wolfgang Stumph durch seine Heimatstadt, durch sein Dresden. Er zeigt, wo er aufgewachsen ist, die Halle der Kesselbauer, wo er früher gearbeitet hat, die Semper-Oper, wo er den Frosch in der 'Fledermaus' spielt. Bei einer Fahrt mit dem Raddampfer auf der Elbe mit Blick auf das Panorama der Stadt erfahren wir, wo er sich verlobt hat - und immer klingt durch: Stumph liebt seine Stadt.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Axel Flemming

  • Die Kunstjagd - Wo steckt das verschollene Gemälde? 
    Von Fredy Gareis 

    Wenn die Familie Engelberg sich heute bei Großvater Edward in Portland, Oregon, versammelt, dann blicken sie auf ein Gemälde, das sie nur „unsere Mona Lisa“ nennen. Es zeigt das Portrait einer Frau, die ein Buch hält. Eigentlich müssten dort zwei Gemälde aus derselben Serie hängen. Aber das zweite Gemälde ist nicht mehr im Besitz der Familie - aber der Grund, dass heute vier Generationen der Engelbergs, mehr als 30 Menschen, überhaupt am Leben sind. Am Morgen nach der Reichspogromnacht kommt die Gestapo, um den jüdischen Kaufmann Jakob Engelberg zu verhaften. Die Beamten verschleppen ihn ins KZ Dachau. Zwei Wochen nach der Verhaftung ihres Mannes nimmt Paula Engelberg das zweite Gemälde von der Wand und verlässt die Wohnung. Am selben Tag kommt sie mit einem Visum für die Schweiz zurück, mit dem sie bei der Gestapo erreicht, dass ihr Mann aus dem KZ frei kommt. Die Familie flieht über die Schweiz in die USA. Aber was wurde aus dem lebensrettenden Gemälde? Wo steckt es heute, fast 80 Jahre später? Das wollten und wollen vier Reporter mit einer interaktiven „Schatzsuche“ herausfinden: Die Kunstjagd. In sechs Teilen haben die Reporter die Hörer von Deutschlandradio Kultur mit auf die Suche genommen. Eine Recherche, bei der das Publikum die Reporter live über Social-Media begleiten und Hinweise geben konnten. Nach sechs Wochen und mehr als 7000 Kilometern sind sie am Ende ihrer Live-Recherche tatsächlich auf ein Bild gestoßen, bei dem vieles dafür spricht, dass es das Bild der Familie Engelberg ist. Kurz vor Abschluss der langen Reportage haben sie es in München zu einem Kunstexperten gebracht.  

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Thorsten Jantschek

    Kleine Leute, große Fragen:
    Warum haben Menschen Angst vorm Altwerden?
    Von Ilka Lorenzen

    Philosophischer Wochenkommentar:
    Emojis - die neuen Aphorismen?
    Von Arno Orzessek

    Die Eroberung der Zeit
    Gespräch mit dem Philosophen Dr. Sebastian Knell

    "Fuck up Nights" - Scheitern als Teil der Erfolgsstory
    Von Stephanie Rohde

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Eine moderne Liebeserklärung an Jesus
    In einem Jahr wird der Weltjugendtag in Krakau wieder Hunderttausende junger Leute zu einem riesigen Gebetstreffen versammeln.
    Von Marta Kupiec

    Die Mutter aller B-Movies
    Sex, Gewalt und Intrigen. In seinem Buch "Pulp Christian" nimmt der junge Autor Mario Urban die Bibel sehr wörtlich.
    Von Peter Kaiser

    Spitzenklasse auch in Sachen Reinheit
    Wie man bei nächste Woche beginnenden European Maccabi Games jüdischer Athletinnen und Athleten in Berlin versucht, auch besonders koscher zu sein.
    Von Miron Tenenberg

    Privateigentum war völlig fremd
    Ein Interview mit dem Kirchenhistoriker Klaus Schatz SJ über die Jesuiten-Reduktionen des 17. und 18. Jahrhunderts in Lateinamerika: Warum viele Sozialisten sie toll fanden - und der Papst sie noch heute lobt

    Moderation: Philipp Gessler

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Poésie pure
    Die Préludes von Claude Debussy
    Moderation: Jürgen Otten

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Axel Flemming

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Die „Rettis“ von Hiddensee
    Seit über 100 Jahren in Aktion: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
    Von Alexa Hennings

    Als im Juli 1912 in Binz auf Rügen die Seebrücke zusammenbrach, ertranken 16 Menschen. Kaum einer konnte damals schwimmen. Die Konsequenz: Ein Jahr später gründete sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Heute ist sie die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Tausende Rettungsschwimmer bewachen in ihrer Freizeit die Badestrände. Generalstabsmäßig vorbereitet wird das alles vom niedersächsischen Bad Nenndorf aus, wo Peter Siemann in der Stabsstelle das ganze Jahr an der Wachplanung feilt. Immerhin sind 2,2 Millionen Einsatzstunden von 50.000 Rettungsschwimmern einzutakten. Drei Wachtürme müssen allein auf der kleinen Insel Hiddensee von Mai bis Oktober bis zu zwölf Stunden am Tag besetzt werden. 50 Leute opfern in jedem Jahr große Teile ihres Urlaubs, um die Hiddenseer Gäste vor dem Ertrinken zu bewahren. Für viele Rettungsschwimmer ist ihr Einsatzort schon fast das zweite Zuhause: Wie für Roland Papendiek aus Halle, der in diesem Jahr seine 40. Saison auf der Insel verbringt. Schon seit einigen Jahren sagt er, dies sei die letzte. Und macht weiter …

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Fame - Berühmt
    Von Anthony J. Ingrassia
    Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch und Regie: Götz Naleppa
    Mit: Barbara Valentin, Michael König, Peter Fitz, Sabine Andreas, Gerd Wameling, Evelyn Kühneke, Margit Carstensen, Georg Küster, Almut Eggert u.a.
    Ton: Hans Martin
    Produktion: RIAS Berlin 1980
    Länge: 89’30
    (Wdh. v. 15.09.1980)

    Was kostet der Ruhm? Diane Cook (Marilyn Monroe), glamouröser Hollywood-Star der 50er-Jahre, bezahlte mit dem Leben.

    Erzählt wird die Geschichte des Hollywood-Stars Diane Cook - und das ist niemand anderes als Marilyn Monroe. Alle auftretenden Personen sind unschwer aus der Biografie der Monroe zu erschließen. Dennoch ist es nicht nur ein Stück über Amerikas Sexsymbol der 50er-Jahre. Es ist ein Stück über 'Fame', über Glamour, über Karriere, über den Mythos ein Star zu sein - und darüber, wer an ihm verdient und was der Ruhm kostet: das Leben.

    Anthony J. Ingrassia (1944-1995), lebte in New York, war Drama-Therapeut und inszenierte neben Theaterstücken auch Rockshows mit Sängern wie Marianne Faithful, Patti Smith und David Bowie. Hörspiele u.a.: 'Detective Andy und der Transvestitenmord' (SFB/HR 1983), postum gesendet: 'Detective Andy und der Ostersonntagsmord' (DLR Berlin 1996).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Sommerliche Musiktage Hitzacker 2015
    Verdo-Konzertsaal
    Aufzeichnung vom 25.07.2015

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Oboe d’amore und Streicher A-Dur BWV 1055

    Heinz Holliger
    "Meta arca" für Solovioline und Streicher

    Sandor Veress
    Passacaglia concertante für Oboe und Streicher

    Witold Lutosławski
    "Musique funèbre" für Streicher

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Oboe, Violine und Orchester Nr. 1 c-Moll BWV 1060

    Carolin Widmann, Wojciech Garbowski, Violine
    Ensemble Resonanz
    Oboe und Leitung: Heinz Holliger

  • Das letzte Konzert des Jüdischen Kulturbundes
    Zur Erinnerung an den Dirigenten Rudolf Schwarz
    Von Albrecht Dümling

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Gabi Wuttke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    P. Konwitschny inszeniert W. Rihms "Die Eroberung von Mexico" in Salzburg
    Von Jörn Florian Fuchs

    Universitäre Sammlungen VII:
    Botanische Staatssammlung München
    Von Michael Watzke

    Vernetzt: Start einer nationalen brasilianischen Plattform für Theaterkritik
    Gespräch mit Jürgen Berger, Theaterkritiker