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Sonntag, 12.07.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    "Ich lebe wie eine Lilie auf dem Felde"
    Victor Klemperers Nachkriegstagebücher (2/4)
    August 1945
    Gelesen von Gerry Wolf
    (Wdh. v. 10.08.1996)
    (Teil 3 am 19.07.2015)

    Es scheint wie im Märchen, als Eva und Victor Klemperer das zerstörte Dresden verlassen und zu ihrem Haus in Dölzschen hinaufsteigen. Sie haben überlebt: die Erniedrigungen, den Terror, den Verrat, das ‚Judenhaus‘. Victor Klemperer erhofft einen Neubeginn für sich und für Deutschland. Er stürzt sich in die Arbeit. Dazu gehört die Bewältigung der Vergangenheit. Manchem Bekannten stellt Klemperer einen Persilschein aus, andere weist er ab. Die Verhältnisse sind chaotisch, aber sie ordnen sich, manchmal erstaunlich schnell. In Dresden beginnt ein Tauziehen um die Machtpositionen. Dann wird es schon im Herbst empfindlich kalt. Die Sorge um Brennmaterial und Lebensmittel lässt wenig Zeit für wissenschaftliche Arbeiten. Klemperer führt sein Tagebuch weiter. Es erzählt von seiner Zerrissenheit, den großen Hoffnungen und der nicht minder großen Skepsis, und vom Alten im Neuanfang. 70 Jahre nach Kriegsende sendet Deutschlandradio Kultur an vier Sonntagen im Juli Lesungen aus Victor Klemperers Aufzeichnungen aus den ersten Monaten nach dem Ende der Nazi-Herrschaft.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Uwe Golz

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Bahá'í-Religion

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Aus der Asche wird ein Schwan entstehen"
    Zur Verbrennung von Jan Hus als Ketzer vor 600 Jahren
    Von Pfarrer Burkhard Müller
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Nicobobinus (2/8)
    Die Entführung
    Von Terry Jones
    Ab 6 Jahren
    Produktion: WDR/DLR 1996
    (Teil 3 am 19.07.2015)
    Moderation: Patricia Pantel

    Nicobobinus und seine Freundin Rosie erleben auf ihrer Reise ins Land der Drachen die unglaublichsten Abenteuer. Eine humorvolle fantastische Kinderhörspielserie in acht Teilen.

    Nicobobinus und seine Freundin Rosi sind auf dem Weg in die Drachenstadt. Die Füße, der Hals und die Hand von Nicobobinus wurden vom goldenen Mann in pures Gold verwandelt. Und nur durch Drachenblut kann er sie wieder zurückverwandeln. Doch die beiden kommen nicht weit. Vier gefährliche Banditen schnappen Nicobobinus, stecken ihn in einen Sack und schleppen ihn weg.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Wilbur und Charlotte
    Von Andrea Otte
    Nach einer Geschichte von E. B. White
    Aus dem Englischen von Anna von Cramer-Klett
    Ab 7 Jahren
    Regie: Robert Schoen
    Komposition: Peter Kaizar
    Mit: Jens Wawrczeck, Sophie Rois, Michael Habeck, Heidi Kriegskotte, Anna Stippi, Hermann Beyer u.a.
    Produktion: Südwestrundfunk 2001
    Länge: 52'50
    (Wdh. v. 27.01.2002)
    Moderation: Patricia Pantel

    Wilbur ist ein mickriges Ferkel und sucht dringend einen Freund. Zum Glück trifft es Charlotte, eine Spinne mit viel Fantasie.

    Fern ist 10 Jahre alt, lebt in einem kleinen Ort irgendwo in Amerika und hat gerade einen Sieg errungen. Ihr Vater züchtet Jungschweine, ein neuer Wurf ist angekommen, ein Ferkel aber ist sehr mickrig. Aus ihm wird nichts werden, also will es der Vater töten. Aber Fern kämpft um das Schweinchen, der Vater gibt nach. Fern nennt es Wilbur und zieht es mit der Flasche groß. Es wächst heran und die beiden haben viel Spaß miteinander. Und eine neue wunderbare Freundin findet Wilbur auch: die Spinne Charlotte!

    Elwyn Brooks White (1899-1985), erfolgreicher amerikanischer Autor und Journalist.

    Andrea Otte, geboren 1967 in Kiel, arbeitet als freie Redakteurin für den SWR in Baden-Baden.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Olga Hochweis
    sonntagmorgen@deutschlandradio.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Olaf Kosert unterwegs mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar im ländlichen Rhein-Sieg-Kreis

    Warum frieren Enten nicht fest, wenn sie stundenlang auf einem zugefrorenen See stehen? Für die Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen hat Ranga Yogeshwar die Reihe Wissen vor acht erfunden, in der vor der Tagesschau die kleinen und großen Fragen der Welt in aller Kürze erklärt werden.
    Seit 1993 moderiert der Diplom-Physiker im Fernsehen unter anderem die Sendungen Quarks & Co oder Die große Show der Naturwunder. Mit leuchtenden Augen weckt er die Begeisterung für Wissenschaft auch bei seinen Zuschauern und gehört damit zu den beliebtesten Wissenschaftsvermittlern im Fernsehen.

    Ranga Yogeshwar wurde in Luxemburg geboren, verbrachte seine Kindheit auf dem Land in Luxemburg und in Indien. Seit 20 Jahren lebt Yogeshwar mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Die Landschaft ist durchzogen von unzähligen Bächen, die alle im nahegelegenen Hennef in die Sieg fließen. Im Garten hat er eine eigene Sternwarte, denn der Sternenhimmel fasziniert ihn genauso, wie alles irdische.

    Olaf Kosert begleitet Ranga Yogeshwar bei einem Spaziergang auf dem Land - in der Nähe von Hennef im Rhein-Sieg-Kreis.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thorsten Jabs

  • Der Krieg in mir
    Senna Lübke und der Bosnien-Krieg
    Von Elin Rosteck

    Schlaf? Ist nicht dran zu denken. Sie liegt jede Nacht wach im Bett. Und wenn irgendwo ein „tatü-tata“ zu hören ist, dann kriegt sie Herzrasen und Schweißausbrüche.
    Senna Lübke, 45, stammt aus Bosnien. Sie flüchtete vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Eine Jeans und einen Pullover brachte sie damals mit über die Grenze. Beide sind längst zerschlissen. Die Erinnerungen an den Krieg dagegen und an ihre ersten Schritte in Deutschland, die trägt sie heute noch mit sich herum. Senna Lübke steht für 2,2 Millionen Menschen, die zwischen 1992 und 1995 vor dem Bosnien-Krieg flüchteten. Es wird berichtet, was diese Menschen auch jetzt noch innerlich leisten müssen, um ihr Leben hier hinzukriegen; wie sie auch Jahre später noch von Flucht und Krieg beinflusst sind - ohne sich davon etwas anmerken zu lassen. Senna Lübke erzählt nie von ihren Erlebnissen und hat kein Vertrauen zu Fremden. Deutschlandradio Kultur möchte ihre Geschichte erzählen - ausgehend von ihrem Leben hier und ihren Reisen in die alte Heimat.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: René Aguigah

    Philosophischer Wochenkommentar: Krise und Würde
    Von Katharina Döbler

    Philosophie in einer globalisierten Welt
    Von Gerd Brendel

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Religiöse Toleranz im Sultanat Oman
    Von Anne Francoise Weber

    Wie das Bild Luthers gemacht wurde - zwei Cranach-Ausstellungen in Eisenach und Gotha
    Von Adolf Stock

    Schuldenerlass für Griechenland?
    Gespräch mit Jürgen Kaiser vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de

    Zeige deine Wunde - ein Filmessay zu Joseph Beuys
    Von Ralf Bei der Kellen

    Moderation: Kirsten Dietrich

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Gipfel der „Contrastierungskunst“
    Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerte KV 482 und KV 503
    Moderation: Hans Winking

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Thorsten Jabs

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Abenteuer und Albtraum
    Vor 150 Jahren wurde das Matterhorn erstmals bestiegen
    Von Folkert Lenz

    Am 14.07.1865 ging ein hochalpiner Wettlauf zu Ende: An jenem Julitag standen der Engländer Edward Whymper mit sechs Gefährten als erste Menschen auf dem weltberühmten Gipfel. Er deklassierte damit die rivalisierende Seilschaft um den Italiener Jean-Antoine Carrel, die zur gleichen Zeit an dem symbolträchtigen Felsgipfel unterwegs war. Pech für Whymper: Seine Besteigung endete im Desaster. Beim Abstieg stürzten vier seiner Begleiter ab, weil ein Sicherungsseil riss.
    Bis heute ist der Hausberg des schweizerischen Zermatt Spielort von Rekordjagden und Tragödien. Erst im April raste der Spitzenbergsteiger Dani Arnold durch die 1200 Meter hohe Nordwand: In nur 1 Stunde und 46 Minuten. Zugleich ist das Matterhorn (4478 m) der Traumberg für viele Laien-Alpinisten. Über 3000 Bergsportler stürmen jedes Jahr gen Gipfel. Manch einer verliert dabei sein Leben: 600 Tote gab es bis heute seit der Erstbesteigung vor 150 Jahren.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Erzählung des Gleichgewichts 4:W
    Von Jean Daive
    Aus dem Französischen von Werner Hamacher
    Funkeinrichtung und Regie: Ulrich Lampen
    Komposition: Ulrike Haage
    Mit: Jean Daive, David Bennent
    Ton: Alexander Brennecke, Martin Eichberg
    Produktion: DKultur 2012
    Länge: 87‘52
    (Wdh. v. 16.12.2012)

    Ein lebhaftes Kind verstummt für viele Jahre. Der Erwachsene notiert die Versuche, sich wieder zur Sprache zu bringen.

    W. ist die Aufschrift auf einem Papierbündel und einem Paket, in dem eine störende Schwester, ein stummer Vater, eine entfernte Mutter auf die Post gebracht und verschickt werden (...) W. ist auch ein gezahnter Buchstabe. Sein Biss richtet sich gegen alles, was W sonst noch ist oder andeutet: das Weiß, auf das es geschrieben ist, Wien als den Ort einer bestimmten, Psychoanalyse genannten Hör- und Sprechpraxis, das Weh, das mit der Sprache und mit ihrem Fehlen verbunden ist. W., das Gedicht, ist eine stenografische Erzählung von einem, der sich zur Sprache zu bringen versucht und, da er viele ist, nur zu geteilten und widersprüchlichen Sprachen kommen kann.
    Jean Daives Text wurde zweisprachig inszeniert.

    Jean Daive, geboren 1941 in Bonsecours/Belgien, Lyriker, Romancier, Übersetzer, u.a. von Paul Celan. Leitender Redakteur für Visuelle Künste bei France Culture. Jean Daive war als Heranwachsender mehrere Jahre verstummt.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Großes Haus des Staatstheaters Mainz
    Aufzeichnung vom 23.05.2015

    Jörg Widmann
    „Con brio“, Konzertouvertüre für Orchester

    Carl Maria von Weber
    Konzert Nr. 1 für Klarinette und Orchester f-Moll op. 73

    Jörg Widmann
    „Lied“ für Orchester (2003/rev. 2009)

    Ludwig van Beethoven
    Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

    Jörg Widmann, Klarinette
    Philharmonisches Staatsorchester Mainz
    Leitung: Hermann Bäumer

    Die Frage ist eine grundsätzliche auch in der Musik: Ist nur neu, was sich unbedingt von der Tradition abgrenzt, abhebt, was sie irgendwie hinter sich lässt? Ist das Neue ein Sich-Absetzen um jeden Preis, um die Parameter neu und unerhört zu gestalten? Oder ist auch neu, was mit der Tradition gedacht und entwickelt wird?

    Viele Komponisten unserer Tage haben sich mit pragmatischer Klarheit für eine Mit-der-Tradition-Idee entschieden, zum Beispiel der Klarinettist, Dirigent und Tonsetzer Jörg Widmann. Seine Konzertouvertüre "Con brio" greift die klassische Geste des Ludwig van Beethoven auf und rückt sie in eine neue Betrachtung. So ist es logisch und konsequent, dass der Abend mit einem "originalen" Beethoven zu Ende geht, mit Beethovens Vierter aus dem Jahr 1806.

  • "Faszinosum Trautonium"
    Über das Komponieren mit alter analoger Technik
    Von Andrea Marggraf

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Gabi Wuttke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Christine Watty

    Übermorgenkünstler. Junge Kunst aus 8 Akademien in der Kunsthalle Baden Baden
    Von Johannes Halder

    Kulturpresseschau
    Adelheid Wedel