Freitag, 23.04.2021
 
Tagesprogramm Freitag, 21. August 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

Prix Presque Rien/Ferrari(r)écouté
Produktion: Association Presque Rien/ZKM/HR 2011- 2013
Länge: 55’30

Zum zehnten Todestag von Luc Ferrari: Neue Kompositionen aus dem Archivmaterial des französischen Klangkünstlers.

Der französische Komponist Luc Ferrari war ein Meister der akustischen Wirklichkeiten. Seine Kompositionen zeugen von den bahnbrechenden Auseinandersetzungen der musique concrète: Was ist der Grundstoff der Musik? Auf Tonband aufgenommene Geräusche dienten hier erstmals als kompositorisches Material. Bis heute schöpfen Klangkunsttalente aus dieser Quelle. Zeit seines Lebens hat Luc Ferrari seine Feldaufnahmen akribisch archiviert. Im Rahmen der Wettbewerbe Prix Presque Rien und Ferrari (r)écouté wurde dieses Rohmaterial als Grundlage für neue Kompositionen zur Verfügung gestellt. Wir präsentieren eine Auswahl der Preisträgerwerke.

Luc Ferrari (1929-2005) war einflussreicher Klangkünstler, Komponist und Hörspielmacher. Er prägte den Begriff 'musique anecdotique'.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Karibische Kreuzfahrt
Moderation: Carsten Beyer

In der Tonart unternimmt Carsten Beyer eine musikalische Rundfahrt durch die Karibik: Von den Bahamas bis nach Kolumbien geht die Reise - über Kuba, Jamaika, Haiti, Puerto Rico und die Antillen. Ob Zouk, Reggae, Calypso oder Merengue - die unterschiedlichen Beats sorgen für genug Wind in den Segeln - mit dabei sind unter anderem Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Peter Tosh, Desmond Dekker, Danny Rivera, Tito Puente, Zouk Machine u.v.a.

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Nana Brink

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: Die bundesdeutsche Fußballelf reist zum ersten Mal zu einem Spiel nach Moskau

06:00 Nachrichten

06:23 Wort zum Tage

Pastor Diederich Lüken
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Streit um Minderheitenrechte: Strafe muss sein!
Von Robin Detje

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Hausbau
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Sterbeübung in Mischhalle: "Orfeo" bei der Ruhrtriennale in Essen
Von Stefan Keim

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

Sachbuch: Najem Wali, Bagdad - Erinnerungen an eine Weltstadt
Rezensiert von Ingo Arend

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Wie zeigen sich Ihre japanischen Wurzeln in Ihrer Kunst?
Katrin Heise im Gespräch mit Leiko Ikemura, bildende Künstlerin, ehem. Professorin der Berliner UdK

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Joachim Scholl

Lyriksommer
"Löwenzahn" von Christine Nöstlinger

Postkarte aus Tokio
Von Nora Gomringer

Was mir durch den Kopf geht - Lyrik als Performance
Gespräch mit Nora Gomringer

Sachbuch: "Nein. Ein Manifest" von Eric Jarosinski
Rezensiert von Florian Werner

Straßenkritik:
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Matthias Wegner

Das muss man gehört haben - oder auch nicht!
Mit Uwe Wohlmacher

11:30 Musiktipps

11:35 Klassik

Schleswig-Holstein Musikfestival: Mit Pauken zum Publikumsrekord

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: Frank Meyer und Katja Schlesinger

12:50 Mahlzeit

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Trügerische Ruhe
Was tun, wenn der Castor nicht mehr kommt?
Von Axel Schröder

Seit Ende der 70er-Jahre gab es im Wendland, rund um Gorleben, immer wieder Auseinandersetzungen um die Pläne für die End- und Zwischenlagerung von hochradioaktivem Müll. An keinem anderen Ort in der Bundesrepublik entwickelte sich eine derart aktive Kultur des Widerstands wie im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Nun steht fest: in den nächsten Jahren, vielleicht Jahrzehnten wird es keine Castor-Transporte mehr geben. Und auch die Erkundungsarbeiten im Salzstock wurden längst eingestellt. Trauen die Menschen im Wendland dem Frieden? Werden die Treffen der Anti-Atom-Initiativen bis auf Weiteres eingestellt? Wie gehen die Aktivisten mit der neuen Situation um? Zerfallen nun die Bindungen, die ihr Kampf gegen die Atomkraft, gegen den Standort Gorleben hervorgebracht hat? Ein Streifzug durch eine Region, in der die Menschen nach Jahren des Aufruhrs endlich wieder einmal durchatmen. Über ihre Hoffnungen und ihr immer noch vorhandenes Misstrauen.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

Frage des Tages:
Die hohe Kunst der Luftaufnahme - was macht einen guten Drohnenfilm aus?
Gespräch mit Marcus Bösch

Ständig vermisst: Die Interventionen Schlingensiefs - zum 5. Todestag

Fundstück 23: Alec Finlay/Chris Watson ‎- Siren

Gig-Poster - Kunstwerke gegen Kommerzialisierung der Musik?

Das Lesen der anderen: Monopol
Gespräch mit Holger Liebs, Chefredakteur

14:30 Kulturnachrichten

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Entdeckertag

Ein Riese kann auch winzig sein
Fakt und Schein von Groß und Klein
Von Martin Klein
(Wdh. v. 04.07.2010)
Moderation: Paulus Müller

Was groß und was klein ist, scheint auf den ersten Blick sonnenklar. Doch je genauer man hinschaut, desto schwerer lässt sich sagen, ob etwas absolut betrachtet riesig oder vielleicht doch eher winzig ist. Wir unternehmen eine Audioreise zum Allergrößten und zum Allerkleinsten. Unterwegs gibt es Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen, Riesen und Zwergen, einem Astrophysiker, dem Klub der Langen und dem kleinsten Kino Berlins.

Martin Klein lebt als freier Autor in Potsdam und Berlin. Er hat über vierzig Kinder- und Jugendbücher geschrieben, die in bislang zwölf Sprachen übersetzt wurden. Außerdem liebt er das Radio und verfasst seit vielen Jahren sehr gern Beiträge für diverse Rundfunkanstalten.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Carsten Rochow

10. Todestag: Porträt des Synthesizer-Pioniers Robert Moog
Von Bernd Gürtler

Das Pop-Duo Boy zu Gast mit neuem Album "We were here"

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

Bund fordert mehr Abschiebungen - Flüchtlingspfarrer über seine Erfahrungen
Gespräch mit Bernhard Fricke

Hochwasser, Hitze, weniger Schnee: der Klimawandel in Deutschland
Gespräch mit Bärbel Höhn, MdB, B'90/Die Grünen

17:20 Kommentar

17:30 Kulturnachrichten

18:00 Uhr

Nachrichten

18:07 Uhr

Wortwechsel

Wohin steuert die Weltwirtschaft?
Es diskutieren:
Prof. Henning Vöpel, Direktor HWWI, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut
Prof. Anke Hassel, Hertie School of Governance
Prof. Eberhard Sandschneider, DGAP, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
Prof. Marcel Fratzscher, Direktor des DIW, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Moderation: Burkhard Birke

Chinas Wachstum lässt rapide nach, trotz dritten Hilfspakets schwebt die Griechenlandkrise wie ein Damoklesschwert weiter über der Eurozone, die Folgen der Finanzkrise scheinen alles andere als überwunden. Wohin steuert die Weltwirtschaft angesichts wachsender Schuldenberge, überbewerteter Aktien, unterbewerteten Yuans, Armutsmigration und Tiefstand beim Ölpreis? Kommt es zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen USA, EU, BRICS? Greifen die klassischen ökonomischen Ansätze noch? Wie kann man den Herausforderungen begegnen?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Moderation: Miron Tenenberg

Judenretter in Warschau
Von Martin Sander

Masada und sein Mythos
Von Peter Kaiser

Zum Schabbat erwartet Sie ein Teil des Seelengedenkens »El Mole Rachamim« von Manfred Lewandowski als Bariton und Felix Robert Mendelssohn am Cello.

Judenretter in Warschau
Die Allerheiligenkirche am Warschauer Grzybowski-Platz gehörte zum Warschauer Ghetto. Nach der Verkleinerung des Ghettos stand sie direkt an der Grenze. Dort fanden zahlreiche Juden Schutz vor der Deportation. Hilfe kam vom Pfarrer Marceli Godlewski, der vor dem Krieg durch seine antisemitischen Einlassungen bekannt war. Heute ist er einer der 6.500 Polen, die in Yad Vashem als „Gerechte der Völker“ ausgezeichnet wurden. Juden gerettet zu haben ist derzeit in Polen en vogue. Nun wird ein Denkmal für die Judenretter gefordert. Doch das ist umstritten.

Masada und sein Mythos
400 Meter über dem Toten Meer thront die Bergfestung Masada auf einem Felsplateau. Seit bald 15 Jahren zählt die Festung zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist einer der wichtigsten „Erinnerungsorte“ für alle Israelis. Erbaut von König Herodes als Winterpalast, sollte Masada ein Rückzugsort gegen feindliche Angriffe werden. Doch nach dem Jüdischen Aufstand gegen die Römer und dem Fall Jerusalems im Jahr 70 wurde die Festung die letzte Bastion gegen die Besatzer. Was hier vor Jahrtausenden im Verlauf der Kämpfe um Masada geschah, bewegt noch heute nicht nur israelische Besucher. Hier spiegelt sich ein altes israelisches Lebensgefühl wider: die Umzingelung von Feinden.

Schabbat
Der Brauch den Toten mit diesem Gebet zu gedenken stammt aus dem Rheinland. Dort wurde damit ursprünglich den rheinländischen Märtyrern gedacht, die während der Kreuzzüge umkamen. Dieser Brauch wurde über die Zeit ein fester Bestandteil zur Erinnerung an alle Toten und wird teilweise auch mit der Nennung der Namen vorgetragen. Der Titel »El Mole Rachamim« trägt den Zusatz »Gebet für die im Weltkrieg gefallenen Krieger« und meint damit die Juden, die im ersten Weltkrieg starben.

Als Zwischenmusik hören Sie den Titel „Mashith“ vom 24. Album mit dem Namen »Amon« aus der musikalischen Reihe »Masada  Songbook Two - The Book of Angels« von John Zorn, interpretiert von der Band Klezmerson um den Musiker Benjamin Shwartz.
. Dieser verfasste das Manifest zur »Radical Jewish Culture«, einer neuen progressiven Musikauffassung, die unterschiedliche Musikrichtungen umfasst, dennoch klar mit den jüdischen Wurzeln der Künstler verbunden bleibt. Für das sogenannte Erste Buch der Masada-Reihe komponierte Zorn 205 Stücke, die er mit seiner Band »Masada-Quartett« einspielte. Für den zweiten Teil der Masada-Reihe schrieb er 316 Titel, die er verschiedenen Künstlern übergab. »Masada« zu kategorisieren fällt schwer, schöpft sie doch aus John Zorns scheinbar unendlicher Kreativität und bringt Alben hervor, die aus Jazz, Kammermusik, Noise, Klassik oder Punk bestehen.

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

Lyriksommer
Die Dinge neu sehen
Die große amerikanische Lyrikerin Elisabeth Bishop
Von Astrid Nettling
(Wdh. v. 08.02.2011)

Oft sind es alltägliche Dinge, denen Bishops dichterischer Blick überraschend neue Sichten abgewinnt.

Elizabeth Bishop (1911 - 1979) ist eine der großen amerikanischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts und hierzulande doch immer noch so gut wie unbekannt. Ihr relativ schmales, aber kostbares Œuvre umfasst Gedichte, Erzählungen, Prosastücke sowie Übertragungen aus dem Portugiesischen und Spanischen. In Worcester, Massachusetts, geboren, verbrachte sie nach dem Tod des Vaters ihre frühe Kindheit bei den Großeltern im kanadischen Neuschottland. Mit 19 Jahren trat sie in das berühmte Vassar College ein, wo zur gleichen Zeit Mary McCarthy studierte, und lernte dort die Dichterin Marianne Moore kennen, die sie in dem Beschluss bestärkte, freie Schriftstellerin zu werden. Nach Jahren ruhelosen Umherreisens durch Europa lebte sie 15 Jahre in Brasilien und kehrte dann in die Vereinigten Staaten zurück, wo sie 1979 in Boston starb. Bishops Dichtung, so meisterhaft wie unangestrengt, scheut die großen Gesten, erzielt jedoch durch Zurückhaltung und Sprachgenauigkeit eine umso stärkere Wirkung. Für ihren unverwechselbaren Ton hat Octavio Paz ein eindringliches Bild gefunden: "Wie Wasser kommt ihre Stimme aus einem dunklen, tiefen Ort; wie Wasser löscht sie einen doppelten Durst, den Durst nach Realität und den Durst auf Wunder."

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Schleswig-Holstein Musik Festival
Laeiszhalle, Hamburg
Aufzeichnung vom 18.07.2015

Frédéric Chopin
Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22
Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21

ca. 21.00 Konzertpause
Ulrike Klobes im Gespräch mit Christian Kuhnt vom Schleswig-Holstein Musik Festival

Igor Strawinsky
Le sacre du printemps

Jan Lisiecki, Klavier
Schleswig-Holstein Festival Orchester
Leitung: Krzysztof Urbański

22:00 Uhr

Einstand

7. Stader Jugend-Orgelforum
Eine Musikwoche für junge Organistinnen und Organisten
Von Magdalene Melchers

Bereits zum siebten Mal veranstaltete die Orgelakademie Stade das Stader Jugend-Orgelforum. Vom 23. bis zum 29. Juli erlebten hier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren neue Orgelmusik und gleichermaßen alte Musik im Windschatten der großen historischen Orgeln Stades. Aber was lockt Jugendliche eigentlich heutzutage noch in die Kirche? Wie fanden sie den Weg zu diesem speziellen Instrument? Und mit welchen Wünschen und beruflichen Zielen widmen sich die Jugendlichen der Orgel? Im Rahmen des Kurses wurden die jungen Organisten auf den historischen Orgeln in Stade unterrichtet - ein bereichernder Kontakt von Profis und Anfängern, bei dem beide Seiten weitaus mehr lernen als die 'Kunst der Fuge'.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Lyriksommer
"Löwenzahn" von Christine Nöstlinger

Komplex:
Krysztof Warlikowski inszeniert in Gladbeck Prousts "Die Franzosen"
Gespräch mit Dorothea Marcus

Filmerbe in Gefahr: Digitalisierung schafft Zugang - ist aber kein Archiversatz
Gespräch mit dem Historiker Dirk Alt

23:30 Kulturnachrichten

August 2015
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