Seit 12:30 Uhr Die Reportage
Sonntag, 11.04.2021
 
Seit 12:30 Uhr Die Reportage
Tagesprogramm Sonntag, 16. August 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lyriksommer
Innere Einstellung und Stil
Was treibt Dichterinnen und Dichter der Gegenwart an und um?
Von Insa Wilke

Stil war Haltung bei Benn, Brinkmann und Brecht. Gibt es vergleichbare Haltungen oder innere Einstellungen, die den Stil der Dichtung bestimmen, noch heute?

Benn pflegte Coolness, als sie noch nicht so hieß, Brinkmann praktizierte wütende Melancholie, und Brecht hielt didaktisch Distanz. Ihre Gedichte zeigen Haltung (manchmal auch mehrere), oft in aller Klarheit, die den Worten nicht immer eigen sein muss: Wenige Zeilen genügen dann, um ihren Verfasser und seine Haltung zu identifizieren. Solche Haltungen haben Lebensstile und -wege geprägt, sie haben politische Systeme gestützt und manchmal auch unterhöhlt. Gibt es vergleichbare Haltungen noch heute? Grundieren innere Einstellungen im Zeitalter der Ironie und des neuen Ernstes die deutschsprachige Lyrik? Bestimmen sie den Stil der heutigen Dichterinnen und Dichter? "Form follows function", behauptete das Bauhaus einst erfolgreich. Und heute? Welche Stile folgen aus inneren Einstellungen? Insa Wilke sieht sich in der Lyrik-Szene um, die so cool, so wütend und manch anderes ist, dass man nur staunen kann.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Gast im Studio ist der französische Pop-Chansonnier Vianney
Moderation: Uwe Golz

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Apostelamt Jesu Christi

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Fröhlich sein, Gutes tun..."
Don Bosco zum Geburtstag
Von Joachim Opahle
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Nicobobinus (7/8)
Das Labyrinth
Von Terry Jones
Ab 6 Jahren
Produktion: WDR/DLR 1996
(Teil 8 am 23.08.2015)
Moderation: Tim Wiese

Nicobobinus und seine Freundin Rosie erleben auf ihrer Reise ins Land der Drachen die unglaublichsten Abenteuer. Eine humorvolle fantastische Kinderhörspielserie in acht Teilen.

In der Stadt der Schreie, in einem großen Palast sind Nicobobinus und Rosi gefangen. Im Keller des Palastes haben sie einen Drachen entdeckt und befreien ihn. Da nimmt der Drache die beiden vorsichtig in seine Krallen und fliegt mit ihnen nach Hause, ins Land der Drachen. Doch die Kinder werden von den anderen Drachem sehr unfreundlich empfangen.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Der Schatzhüter im Burgwall
Von Holger Teschke
Ab 7 Jahren
Regie: Gerda Zschiedrich
Komposition: Hermann Naehring
Mit: Henry Hübchen, Klaus Piontek, Arno Wyzniewski, Klaus Manchen, Nadja Engel u. a.
Produktion: Funkhaus Berlin 1991
Länge: 45'10
(Wdh. v. 30.7.2006)
Moderation: Tim Wiese

Auf der Insel Rügen, im Keller seiner Burg, sitzt ein alter Fürst und zählt tagein tagaus seine Goldstücke.

Auf der Insel Rügen lebte vor vielen Jahren ein Fürst, der einfach nicht sterben wollte. Er saß im Keller seiner Burg auf einem großen Berg von Goldstücken. Er zählte sie Tag und Nacht und überlegte dabei, wie er noch mehr bekommen könnte. Da wurde Gevatter Tod auf die Insel geschickt, er sollte den Fürsten endlich holen. Der Weg über die Insel war beschwerlich. Eine verliebte Magd, zwei alte Zaunpfähle und ein Wassermann halfen Gevatter Tod immer wieder auf die Beine. So stand er schließlich vor dem alten Fürsten. Und der war so scheußlich, dass selbst Gevatter Tod ihn nur widerwillig mit sich nahm.

Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen/Rügen. Er ist Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, schreibt Prosa, Lyrik, Theatertexte und Hörspiele, u.a. 2012 das Kinderhörspiel "Eulenspiegel, der Seeräuber".

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Von Wilhelm Busch und anderen skurrilen Typen
Unterwegs in Schaumburger Land und Weserbergland
Von Michael Frantzen

"Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt, man hat die Mittel." Wilhelm Busch, der Verfasser von 'Max und Moritz', war Meister der Ironie - und Zeit seines Lebens seiner Heimat eng verbunden. Das Schaumburger Land ist Märchenland. Die Täler hier sind tief, die Wälder dicht, die Bewohner eigenbrötlerisch. So wie Busch. Der Urvater des Comics muss ein ziemlich komischer Kauz gewesen sein. Er pfiff auf Konventionen, rauchte wie ein Schlot - und blieb bis zu seinem Tod Junggeselle. Ein schräger Typ. Davon gibt es heute noch einige in der hügeligen Gegend zwischen Schaumburger Land und Weserbergland. Der Geist von Lady Di geht hier mit schweren Jungs auf Tuchfühlung, die zur Henkersmahlzeit einladen; der Motorsägen-Künstler mit dem stolzen Besitzer von mehr als 37.000 Zollstöcken. Haben die alle einen Vogel? Oder sind sie ein lupenreines heimisches Gewächs?

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Die Reportage

Feeling Good
Heroin auf Rezept
Von Svenja Pelzel
(Wdh. v. 05.10.2014)

Seit Jahrzehnten kämpfen überall auf der Welt Mediziner, Suchtberater und Sicherheitskräfte gegen die Droge Heroin. Mit mäßigem Erfolg. Vor allem Schwerstabhängige scheiterten bei allen gängigen therapeutischen Angeboten und Programmen, auch der Ersatzstoff Methadon hilft längst nicht allen. Manche haben 50 Entzüge hinter sich und schaffen es dennoch nicht, ein normales Leben zu führen. Aus diesem Grund werden in Deutschland erste zaghafte Versuche unternommen, das Problem von einer völlig anderen Seite anzugehen. Psychiater Thomas Peschel hat gerade die einzige private Heroinambulanz Deutschlands eröffnet und ist der festen Überzeugung: Heroin ist kein Suchtstoff, sondern für manche Patienten das beste Psychopharmakum. Diese Sichtweise ist nicht nur vielen Kollegen fremd, sondern auch den Patienten selbst. Svenja Pelzel hat Arzt und Patienten in ihrem Alltag begleitet.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Joachim Scholl

Kleine Leute, große Fragen: Warum trennen sich Menschen?
Von Andi Hörmann

Drei Fragen an Eugen Ruge

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Beten, Singen, Diskutieren
In der Nähe von Hannover findet gerade das erste europäische Frauenkloster auf Zeit statt.
Gespräch mit Pfarrerin und Mit-Initiatorin Carla Maurer

Gartenarbeit als Sühne
Nach 40 Jahren fehlt einem deutsch-polnischen Versöhnungsprojekt der Nachwuchs
Von Brigitte Lehnhoff

Mariä Himmelfahrt: Wie die Mutter Jesu zur Heiligen Jungfrau Maria wurde
Von Arne Reul

Geburtshelfer ins Jenseits
Die Arbeit von Sterbeammen
Von Katrin Albinus

Moderation: Anne Françoise Weber

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Zwischen Scherz und Traum
Die beiden ersten Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens
Moderation: Jan Brachmann
(Wdh. v. 16.02.2014)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Mit Vollgas in die Fußball-Bundesliga
Autostadt Ingolstadt steigt auf
Von Günter Herkel

Für manche ist der FC Ingolstadt 04 schlicht der FC Audi. Dabei hält die VW-Tochter nur knapp 20 Prozent der Anteile beim Aufsteiger. Hervorgegangen ist der FCI im Jahr 2004 aus der Fusion der Ingolstädter Vereine MTV und ESC. Somit steht der Klub für eine eher überschaubare Fußballtradition. Dennoch beeindruckt sein Durchmarsch von der sechstklassigen Landesliga ins Oberhaus des deutschen Profifußballs innerhalb von nur elf Jahren. Vereinspräsident Peter Jackwerth mag vom "Werkself-Gelaber" nichts hören. Aber ist am vermeintlichen Klischee des neureichen Emporkömmlings nicht einiges dran? Immerhin vier von sechs Aufsichtsräten des Klubs kommen aus dem VW-Konzern. Die Voraussetzungen für eine Erfolgsstory stehen nicht schlecht: Ingolstadt boomt und liegt in vielen Rankings vorn: größtes Wirtschaftswachstum, niedrigste Arbeitslosenquote, kaum Schulden. Trotz seines prominenten Hauptsponsors will der Verein am 'Ingolstädter Weg' festhalten. Das heißt: keine finanziellen Abenteuer, keine teuren Stars. Lieber setzt man auf junge, hungrige Spieler. Auch die Kapazität des heimischen Sportparks soll mit rund 15000 Zuschauern zunächst unverändert bleiben.

18:30 Uhr

Hörspiel

Kunstkopf
Spielregeln
Berührungen
Von Anthony J. Ingrassia
Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch und Regie: Götz Naleppa
Mit: dem George-Tabori- Theaterlabor sowie Romy Haag, Jörg Jannings u.v.a.
Ton: Sören Pehrs
Produktion: RIAS Berlin/NDR 1978
Länge: 87‘43 (gekürzte Version!)
(Wdh. v. 19.03.1979)

In Berlin erinnert sich der Theaterregisseur Ingrassia an seine Arbeit als Dramatherapeut in einer New Yorker Spezialklinik.  

Ein junger Theaterregisseur arbeitet in den 70er-Jahren in einer New Yorker Klinik als Dramatherapeut mit psychisch Kranken auf der Basis von Rollenspiel und Gestalttherapie. Er versucht, nicht von außen den Prozess zu begleiten, sondern sich selbst als Teil der Gruppe einzubringen. Das aber schafft derartige Konflikte, dass er schließlich nach Berlin geht, um allein in einer fremden Stadt wieder zu sich selbst zu finden. "Jimmy, gefällt es Dir wirklich dort?" "Die Stadt ist toll, die Menschen sind toll, aber das Tollste ist, dass die Stadt von einer Mauer umgeben ist!" Das Hörspiel schildert authentisch Ingressias Erfahrungen während seiner Arbeit am Post Graduate Centre (NY) und in Village Heaven, einem Resozialisierungszentrum für drogenabhängige Frauen.

Anthony J. Ingrassia (1944-1995), lebte in New York, war Drama-Therapeut und inszenierte neben Theaterstücken auch Rockshows mit Sängern wie Marianne Faithful, Patti Smith und David Bowie. Hörspiele u.a.: 'Detective Andy und der Transvestitenmord' (SFB/HR 1983), postum gesendet: 'Detective Andy und der Ostersonntagsmord' (DLR Berlin 1996).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Bregenzer Festspiele
Festspielhaus Bregenz
Aufzeichnung vom 02.08.2015

Gioacchino Rossini
Ouvertüre zu "GuillaumeTell"

Luciano Berio
"Solo" für Posaune und Orchester

Giacomo Puccini
"Messa di Gloria" für Soli, Chor und Orchester

Uwe Dierksen, Posaune
Rafael Rojas, Tenor
Thomas Oliemans, Bariton
Philharmonischer Chor Prag
Bregenzer Festspielchor
Wiener Symphoniker
Leitung: Paolo Carignani, Johannes Debus

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Ich tue nichts als singen und tanzen…"
Musik am Hof von Luise, Königin von Preußen
Von Renate Hellwig-Unruh
(Wdh. v. 03.10.2010)

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrtid Brinkmann

Eine Woche auf der Insel der Freiheit: das SZIGET Festival in Budapest
Von Jörg Taszman

"Das schmutzige Geschäft mit der Antike" Der globale Handel blüht
Gespräch mit dem Journalisten Günther Wessel

Die Zeit der Kettenmorde im Iran
Gespräch mit dem Regisseur Mohammad Rasoulof

Kulturpresseschau
Von Paul Stänner

August 2015
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