Seit 17:05 Uhr Studio 9
Donnerstag, 06.05.2021
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 27. Juli 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lyriksommer
Das Lied der Globalisierung
Ezra Pound und die Cantos
Von Tom Peuckert
(Wdh. v. 24.10.2010)

Die Dichtung durchpflügt Kulturkreise und Historie, in der Monarchien vergingen, Diktatoren siegten und scheiterten, sie feiert Homer, Dante und die altchinesische Philosophie.

Ezra Pound gehört zu den umstrittenen Figuren des 20. Jahrhunderts. Trotz seiner politischen Nähe zur faschistischen Ideologie, der Internierung in einem amerikanischen Gefangenenlager 1945 und der Jahre in einer Irrenanstalt ist sein literarischer Rang unbestritten, sein Einfluss auf James Joyce, auf T.S. Eliot oder Ernest Hemingway, auf die literarische Moderne, verbürgt. Zwischen 1910 und 1960 hat Pound an seinem Groß-Gedicht "The Cantos" geschrieben, die gerade mal 117 Gesänge versammeln. Monarchien vergingen, Republiken wurden gegründet, Diktatoren siegten und scheiterten. Zwei große Kriege verwüsteten die Erde. Die Dichtung durchpflügt alle Schichten der Historie und der Kulturkreise, beschreibt Wirtschaftverhältnisse, Politik, Krieg und Kunst. Mehr als ein Dutzend lebender und toter Sprachen werden in den „Cantos" verwendet. Zitate aus den Verwaltungsakten der Renaissance-Republik Venedig stehen neben Imitationen von Homers "Odyssee" und Dantes "Divina commedia", neben Nachahmungen des Minnesangs provenzalischer Troubadours und des bildreichen Philosophierens im Alten China. Tom Peuckert entdeckt in den „Cantos" ein Lied der Globalisierung, bietet seine Lesart der Gesänge.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Liedermacher und Co. beim 24. TFF Rudolstadt
Moderation: Holger Beythien

Deutsche Liedermacher bereichern immer wieder das ohnehin vielseitige musikalische Angebot des tff. In diesem Jahr stellten sich mit Manfred Maurenbrecher und Rainald Grebe zwei der populärsten, aber auch recht gegensätzliche Vertreter ihrer Zunft vor. Der eine, Manfred Maurenbrecher, ist seit über 30 Jahren als klassischer Liedermacher unterwegs. Ein klavierspielender, seelenvoller Geschichtenerzähler auf der rastlosen Suche nach dem Guten im Menschen, angeregt einst von Songwritern wie Leonard Cohen oder Liedermachern wie Franz-Josef Degenhardt und, wie sein aktuelles Album "No go" zeigt, offen auch für neue musikalische Wege. Der andere, Rainald Grebe, ist 20 Jahre jünger als Maurenbrecher und wird gern als Urenkel des Dadaismus bezeichnet. Ein originärer Liedersänger, der auch als Kabarettist durchgeht und in der lustvollen Enttarnung des Bösartigen seine Sujets findet, ohne sich zwischen Ironie, Nonsens oder Comedy zu entscheiden. Den Sonderpreis der RUTH erhielt Rainald Grebe beim tff für sein "verknapptes, aber urkomisches Mosaik der deutschen Gesellschaft". Ergänzt werden die Konzerte von Manfred Maurenbrecher und Rainald Grebe mit Ausschnitten aus dem Peter "Pitter" Rohland gewidmeten Programm "Pitters Lieder".

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Mathias Mauersberger

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Erinnerung an Antoine de Saint-Exupéry
Von Barbara Zillmann
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Moderation: Johannes Nichelmann

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Das Gespenst von Canterville
Orchesterhörspiel von Judith Lorentz
Nach dem Buch von Oscar Wilde
Ab 8 Jahren
Regie: Judith Lorentz
Komposition: Henrik Albrecht
Mit: Laura Maire, Peter Fricke, Stefan Kaminski
Produktion: SWR, MDR, WDR, HR, Deutschlandradio Kultur 2006
Länge: 52'57
(Wdh. v. 03.02.2008)
Moderation: Tim Wiese

Ein Gespenst will seiner Familie das Gruseln lehren.

Der amerikanische Gesandte in England kauft für seine Familie Schloss Canterville mit allem was dazugehört, auch dem Schlossgespenst. Aber das nimmt er nicht sehr ernst. Die ganze Familie begegnet dem Gespenst mit der Unbekümmertheit aufgeklärter moderner Menschen. Das Gespenst will der Familie das Gruseln lehren, doch es wird dabei völlig zermürbt. Diese Familie gruselt sich einfach nicht. Die ironisch-humorvolle Geistergeschichte hat Weltruhm erlangt. Sie dient dem Komponisten Henrik Albrecht als Vorlage für sein Orchesterhörspiel. Die gesamte Handlung wird von drei Schauspielern und dem Rundfunksinfonieorchester des SWR erzählt.

Oscar Wilde (1854 - 1900), irischer Schriftsteller, seinen Ruhm begründete Wilde mit der erfolgreichen Märchensammlung "Der glückliche Prinz und andere Erzählungen" (1888) und dem "Bildnis des Dorian Gray" (1890).

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Von Geistern und Gespenstern
Reise zu Orten, an denen es spukt
Von Gesa Ufer

"Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht zu deinem Schaden sein", raunt eine Stimme Krabat zu. So beginnt die sorbische Sage um den verwaisten Betteljungen, der dem Ruf eines Zaubermeisters in eine Welt voller magischer Bräuche und Rituale folgt. Nur eine der Gestalten, die schon immer die Welt der Menschen in der Lausitz durchstreifen. Saša Stanišić, der Gewinner des diesjährigen Preises der Leipziger Buchmesse, nähert sich in seinem Roman "Vor dem Fest" der Alltagswirklichkeit eines uckermärkischen Dorfes und findet dort auch so manchen Spuk. Die Tiefenschicht der Legenden freilegen und so Erfundenes mit Vorgefundenem verbinden - das will auch die Deutschlandrundfahrt und begibt sich unerschrocken dorthin, wo es bis heute nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Etwa zu einer Lichtung in Märkisch-Oderland, wo Pilzsammlern die Vision einer verschwundenen Stadt erschienen sein soll. Oder in die Lausitz, wo die Mittagsfrau den Bauern auf dem Feld auftaucht. Vorbei an einsamen Seen und verlassenen Gehöften gemeinsam mit selbsternannten Geisterjägern, Skeptikern und Dorfbewohnern.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Des Menschen bester Freund
Die Liebe zum Hund
Von Carolin Pirich

Die Liebe des Menschen zum Hund ist bemerkenswert: Herrchen oder Frauchen scheuen keine Mühen und Kosten, wenn es um das Wohlbefinden des besten Freundes geht. Der Mensch richtet sogar sein Privatleben ganz nach dem Hund, verzichtet auf Urlaub,wenn das Tier nicht mitfahren kann oder auf Kneipenabende mit Freunden. Hauptsache dem Hund geht's gut. Eine Trennung ist nur schwer zu ertragen, der Verlust eines Hundes ist von tiefer Trauer begleitet - jedenfalls beim Menschen. Der Hund kann sich relativ schnell an ein neues Zuhause gewöhnen. Warum verbinden wir uns so eng mit dem Hund? Fehlt der richtige Partner? Die Kinder? Ist es die moderne Einsamkeit in der Großstadt? Oder nichts von alledem? Carolin Pirich besucht Hunde-Friedhöfe und Wohnzimmer mit Hunde-Urnen, sie begleitet Hundebesitzer ins größte Hundeauslaufgebiet der Hauptstadt, trifft Hunde in der Psychotherapiepraxis, befragt Wissenschaftler und entdeckt unzählige Facetten in der Beziehung des Menschen zu seinem besten Freund.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: René Aguigah

u.a.
Philosophischer Wochenkommentar: Gefahren des schnellen Reisens
Von Michael Opitz-Wiemers

Aus den Archiven: Theodor W. Adorno und Arnold Gehlen über Öffentlichkeit

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Feature
Mit dem Koran für Gleichberechtigung
Welche Bedeutung hat der Islamische Feminismus für muslimische Frauen in Deutschland?
Von Ita Niehaus

Moderation: Ralf Bei der Kellen

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

„Zwischen jugendlichem Elan und Altersweisheit“
Richard Strauss' zwei Hornkonzerte
Gast: Hornistin Marie Luise Neunecker
Moderation: Jürgen Liebing

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

X und Y macht Ixylon
Die Erfolgsgeschichte eines ostdeutschen Bootes und seiner Segler
Von Alexa Hennings

Auf dem Segel ist ein komisches Zeichen aufgenäht: Ein X über einem Y. Die Ixylon-Jolle ist die einzige DDR-Bootsklasse, die die Wende überstanden hat. Vielleicht, weil sie - und das ist ziemlich einzigartig - als Regatta- , Wander- und Familienboot gleichermaßen taugt. Und man auch mit wenig Geld ganz vorn mitsegeln kann. Die Fangemeinde wächst, wie sich an den Teilnehmerzahlen der Ixylon-Regatten ablesen läßt. Immer ganz vorn segeln die Sternberger mit. In dem beschaulichen Ort zwischen Güstrow und Schwerin sind selbst Handwerker und Fischer einst Europa- oder Deutsche Meister gewesen. Auch der seit 22 Jahren amtierende Bürgermeister Jochen Quandt war DDR-Meister im Ixylon-Segeln. Er sorgt dafür, dass Sternberg eine Seglerstadt bleibt. Trainiert die Kleinsten in ihren Booten namens Optimist und hofft, dass sie dabei bleiben und später einmal aufs Ixylon umsteigen. Und siegen. Natürlich für Sternberg.

18:30 Uhr

Hörspiel

Kunststücke
George Grosz:
Hirnzirkus - Gedankenflüge
Hörspiel aus Briefen, Texten und Gesängen
Von George Grosz
Bearbeitung: Michael Farin
Komposition und Regie: Klaus Buhlert
Mit: Bernhard Schütz
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DLR Berlin 2004
Länge: 80‘54
(Wdh. v. 13.02.2005)

George Grosz, "Gedankenjongleur, Gehirnsaltospringer und  traurigster Mensch in Europa", emigrierte 1933 nach New York.

George Grosz (1893-1959), der große Maler und Karikaturist der Weimarer Republik, nannte sich selbst Gedankenjongleur und Gehirnsaltospringer - aber auch den traurigsten Menschen in Europa. Der Karl-May-Fan hatte einen großen Traum: Amerika. "Paris: scheiße ich drauf. Berlin, na schön (Heimat, Sprache! Vergleich wie nirgend anderswo, mag gehen). Rom: Saunest. Petersburg: ekelhaft. Moskau: Proletendorf! New York: die Stadt!!!!!!!!" Im Januar 1933 emigrierte er nach New York. "Ich ging wegen Hitler. Er ist nämlich auch ein Maler ... und da schien mir Deutschland für uns beide einfach zu klein." Grosz vermisst Berlin. Er wird zu einem fleißigen Briefschreiber.

Michael Farin, geboren 1953, Germanist, Autor, Herausgeber ('belleville Verlag'). Zuletzt: 'Cookie Mueller' (WDR 2013).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Sommerliche Musiktage Hitzacker
VERDO Konzertsaal Hitzacker
Aufzeichnung vom 26.07.2014
 
Ferenc Farkas
Altungarische Tänze 

Maurice Ravel
Le Tombeau de Couperin

Jacques Ibert
Trois pièces brèves

Luciano Berio
Opus Number Zoo

Dieter Ammann
Eine Minute für zwei Fanfaren für Horn solo

Samuel Barber
Summer Music op. 31

Günter Raphael
Quartett op. 61 für vier Holzbläser
 
Ensemble Chabot:
Andrea Lieberknecht (Flöte)
Marie-Luise Modersohn (Oboe)
Wolfgang Meyer (Klarinette)
Dag Jensen (Fagott)
Franz Draxinger (Horn)
 

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

„Sie hätten sie nicht singen lassen dürfen“
Estland und das sowjetische Trauma
Von Elke Pressler

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

u.a.
Hassliebe zu Israel - der Schriftsteller und Publizist Daniel Cil Brecher

Vom Spinnen in der Kunst - eine Ausstellung zur Metapher des Netzes in Kiel

Apollo in 3D. Ein neues Scanverfahren will Kunstschätze bewahren

Salzburg: Sven Eric Bechtolf inszeniert Mozarts "Don Giovanni"

23:30 Kulturnachrichten

Juli 2014
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