Seit 15:05 Uhr Tonart
Donnerstag, 06.05.2021
 
Seit 15:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Mittwoch, 9. Juli 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

20 Jahre Deutschlandradio
Affentheater in Epidauros
Verklungene Lautsphären - Über die akustische Wahrnehmung der Welt
Von Helmut Kopetzky
Regie: der Autor
Mit: Cathlen Gawlich, Christian Fischer, Thomas Vogt
Autorenproduktion für DLR Berlin 2004
Länge: 53’05
(Wdh. v. 24.11.2004)

Mit Hilfe des kanadischen Sound-Pioniers R. Murray Schafer rekonstruiert der Autor akustische Räume aus einer vergangenen Zeit.

Ein physikalisches Wunder ist die Akustik des Amphitheaters von Epidauros auf dem Peloponnes. Fremdenführer werfen Münzen auf einen Stein und wenn es still ist, hört man das „Kling“ noch in der obersten Sitzreihe. Leider folgt eine Besuchergruppe der nächsten und der Lärm löscht das Soundmirakel wieder aus. Aber schon vor Erfindung des Massentourismus war die Klangumwelt keinesfalls heil. Mithilfe des kanadischen Soundpioniers R. Murray Schafer und eigener Recherchen versucht der Autor die Rekonstruktion akustischer Räume aus einer Zeit, als wir Geräusche noch nicht beliebig ein- und wieder ausschalten konnten - als das Leben noch live war.

Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mähren, begann als Zeitungsjournalist und ist heute einer der wichtigsten deutschen Feature-Autoren. Zahlreiche Preise. Für sein Lebenswerk erhielt er 2008 den Axel-Eggebrecht-Preis.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Christian Graf

„Crosby, Nash & Young“ haben gerade eine Box herausgebracht, die sich auf Live-Shows beschränkt, die das Quartett 1974 absolvierte. Dabei bestand ihr Repertoire fast ausnahmslos aus den frühen Songs, die sich auf Folk, Country und Roots-Music beziehen und akustisch interpretiert wurden. Mit dem Genre Americana beschäftigen wir uns in der zweiten Stunde u.a. um eine Band, die in den 60er-Jahren noch allein die US-Hochkultur und indianische Traditionen meinte, „The Band“ - vielleicht die erste Americana-Band. Der in unseren Breitengraden kaum bekannte texanische Sänger/Gitarrist/Songwriter Joe Ely wird in der letzten Stunde gewürdigt und schließlich bewege ich mich an der Schnittstelle zum Blues - stellvertretend sei hier Otis Taylor mit afroamerikanischer Abstammung genannt.

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 250 Jahren: Die britische Schriftstellerin Ann Radcliffe geboren

06:00 Nachrichten

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Religiöser Fanatisimus. Der Kulturkampf in der Slowakei
Von Michal Hvorecký

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Thema: Flüchtlingsstrom aus Afrika
Janne Teller, Schriftstellerin, arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO u. a. in Afrika

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Zum Start der Berlin Fashion Week

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

Stefan Selke
"Lifelogging. Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert"
Econ Berlin 2014

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Justiz vermehrt in weiblicher Hand:
Bedeutet das auch mehr Gerechtigkeit?
Lore Peschel-Gutzeit, Justizsenatorin a.D. und Rechtsanwältin

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
u.a.
"Zacharias Katz" Roman über den Beginn des Ersten Weltkriegs
Gespräch mit Burkhard Spinnen, Schrifsteller

Buchkritik:
Thomas Glavinic "Meine Schreibmaschine und ich"
Hanser Berlin 2014

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
u.a.
die lebendige Jazzszene Kapstadts am Beispiel der hochkarätigen Cape Jazz Band

Gesungene Texte von Erich Mühsam
Gespräch mit Salli Sallmann, Liedermacher

11:30 Musiktipps

11:35 Folk

Old Crow Medicine Show "Remedy"

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Thüringen. Das Magazin
Das Land der Mitte, das Maß der Mitte
Von Henry Bernhard

Wie schaut das deutsche Mittelmaß aus? Natürlich hat es mindestens einen Mittelpunkt Deutschlands. Es ist das Bundesland, dem der letzte bundesweit bekannte Politiker abhanden gekommen ist. Es hat die Rostbratwurst als Landeswappen, die in der Mitte eines aufgeschnittenen Brötchens verzehrt wird. Der Landstrich, der die Kleinstaaterei ins 21. Jahrhundert gerettet hat. Und wer aus der Mitte flüchten will, der fühlt sich zu den Franken hingezogen. Thüringen!

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
u.a.
Die Künstlergruppe Robotlab über unsere Zukunft mit den Robotern

Norm-Core auf der Fashion Week
Von Marietta Schwarz

"Heute sind doch alle magersüchtig" - oder?
Gespräch mit Nora Burgard

14:30 Kulturnachrichten

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

u.a. Ein Tanz mit wilden Geschichten
Capoeira
Von Dana Sindermann
Moderation: Ulrike Jährling

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
u.a.
Album der Woche: Sia "1000 forms of fear"

AC/DC - die Bandgeschichte

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend

17:20 Kommentar

17:30 Kulturnachrichten

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Soziale Not bleibt groß - Millionen Griechen haben keine Krankenversicherung
Von Thomas Bormann

Noch effizienter? - Die Reform des finnischenGesundheits- und Sozialsystems
Das finnische gilt als eines der kostengünstigsten Gesundheitswesen der Welt: aber jetzt soll noch eine Milliarde Euro pro Jahr durch eine Reform eingespart werden.
Von Michael Frantzen

Notizzettel - Wie ich in 5 Jahren in Spanien zum Straßenrowdy wurde
Von Reinhard Spiegelhauer

Moderation: Isabella Kolar

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin

19:30 Zeitfragen. Feature

Bittbriefe an Barros Basto
Wie deutsche Juden in den 30er-Jahren Zuflucht in Porto fanden
Von Etienne Roeder

Auf den Spuren der Marranen, einer missionarischen jüdischen Subkultur in Portugal, denen NS-verfolgte Juden ihre Rettung verdankten.

Der Ort: ein holzgetäfelter kleiner Saal hinter dem Gebetsraum der Synagoge von Porto. Der Fund: Briefe aus den 1930er-Jahren. „Ich bin Rechtsanwalt am Oberlandesgericht in Jena und nun auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Ich bin 34 Jahre alt und bereit jede Stellung anzunehmen.“ Juden aus Deutschland. Der Mann, aus dessen Nachlass die Briefe stammen: Barros Basto, eine der ungewöhnlichsten Gestalten des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert. Portugiesischer Militär, der von seinem Großvater lernte, dass seine Vorfahren zu jenen Juden gehörten, die in den Zeiten der Inquisition auf der iberischen Halbinsel gezwungen wurden, Christen zu werden. Barros Basto widmete sein Leben einer Mission: dem Wiederaufblühen jüdischen Lebens in seinem Land. Als 1938 die Synagoge in Porto eröffnet wurde, waren die Juden in Deutschland vom Tode bedroht und Basto ermöglichte vielen die Flucht. Für sie wurde Porto zum rettenden Ufer - dank des Engagements von Barros Basto, der ein Paradox in sich vereinigt: Judentum und Mission.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Staatsgalerie Stuttgart, Vortragssaal
Aufzeichnung vom 29.06.2014

Henry Purcell
Arie „Music for a while“, bearbeitet für Tenor und Klavier von Benjamin Britten

Benjamin Britten
„Canticle I“ für Tenor und Klavier op. 40

Henry Purcell
Arie „Sweeter than Roses“, bearbeitet für Tenor und Klavier von Benjamin Britten

Felix Mendelssohn Bartholdy
Lieder für Singstimme und Klavier aus verschiedenen Werkzyklen

Johannes Brahms
Lieder für Singstimme und Klavier aus verschiedenen Werkzyklen

Michael Tippett
„Songs for Ariel“ für Tenor und Klavier

sowie einzelne Lieder von Francis Poulenc, Roger Quilter, Ralph Vaughan Williams und Peter Warlock

John Mark Ainsley, Tenor
James Baillieu, Klavier

21:33 Uhr

Hörspiel

Die dunkle Seite der Liebe (1/4)
Das Buch der Sippe
Von Rafik Schami
Bearbeitung: Astrid Litfaß
Regie: Claudia Johanna Leist
Komposition: Henrik Albrecht
Mit: Christian Brückner, Hansi Jochmann, Paul Herwig, Anna Thalbach u.a.
Ton: Gertrudt Melcher
Produktion: WDR 2006
Länge: 53’23
(Teil 2 am 16.07.2014)

Farid und Rana sind verliebt ineinander. Ihre Familien gehören zur christlichen Minderheit Syriens, also gibt es kein Hindernis für die Liebe im Damaskus von 1953.

Damaskus 1953. Als Farid die hübsche Rana im Hause seines muslimischen Freundes sieht, ist seine erste Frage an sie: „Aus welchem Stadtviertel kommst du?“ Denn im Damaskus der 50er-Jahre hängt die Liebe stärker von den Angaben im Ausweis als von den Gefühlen ab. Als sie herausfinden, dass sie beide zur christlichen Minderheit Syriens gehören, lachen sie erleichtert auf. Ranas Sippe gehört zu den griechisch-orthodoxen Schahins, Farids Sippe zu den katholischen Muschtaks. Sie ahnen noch nicht, wie der Hass zwischen ihren Familien ihre Liebe bedrohen wird.

Rafik Schami, syrisch-deutscher Schriftsteller, geboren 1946 in Damaskus, kam 1971 nach Deutschland und studierte Chemie. Lebt in Marnheim (Pfalz).

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
u.a.
Die Künstlergruppe Robotlab über unsere Maschinen-Zukunft
Filme der Woche: "Die große Versuchung"/ "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
Nicolas LeRiche - Bühnenabschied des Tanz-Stars der Pariser Oper
Art's Home Is My Kassel - heute startet Dokfilm über die Documenta-Stadt

23:30 Kulturnachrichten

Juli 2014
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