Seit 05:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 10.12.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 14. März 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
Geschichten von Liebe und Finsternis
Eine Lange Nacht der deutsch-israelischen Literatur
Moderation: Shelly Kupferberg und Jochanan Shelliem
Regie: Monika Künzel
Aufzeichnung der Veranstaltung vom 12.03.2015 aus dem Schauspiel Leipzig

'Wer morgens lacht' und 'Who the fuck is Kafka' - manche Titel aktueller Neuerscheinungen verweisen auf das in 50 Jahren gewachsene Spektrum der deutsch-israelischen Literatur. Das Lebensthema vieler Autorinnen und Autoren präsentiert sich im Spagat in dieser 'Langen Nacht' zwischen Shoah und Zionismus, Judentum, Diaspora und Schuld. Die Sujets reichen von der jüdischen Emanzipation in den Nationalstaaten zu Beginn des Ersten Weltkrieges bis hin zu Misstrauen und Erotik im Umfeld nahöstlicher Konferenzen als Katalysator einer Romanze. Auch in seinem neuesten Roman 'Judas' leuchtet der große Charakterschriftsteller Amos Oz die Leitideen des Zionismus und deren Widersprüche und Tragödie aus - eingekleidet in eine Liebesgeschichte. Liebe, dieser Stoff, aus dem die Träume sind, beschreibt Meir Shalev, dessen Frauen in 'Zwei Bärinnen' macchiavellihaften Machos im Moshaw Paroli bieten, als Katalysator über mehrere Generationen hinweg. Von alten Seilschaften und frischer Korruption berichtet Gila Lustiger in ihrem Thriller aus Paris 'Die Schule der Anderen' und Mirjam Pressler weicht ins märchenhafte Grauen aus. Avi Primor, eloquenter Übersetzer des nahöstlichen Konflikts, verfolgt das leidenschaftliche Engagement zweier jüdischer Familien im Ersten Weltkrieg und das tragische Scheitern ihrer nationalen Emanzipation. Beobachtungen aus dem israelischen Alltag von heute komplettieren diese 'Lange Nacht', interpretiert von dem israelischen Psychoanalytiker Carlos Strenger, während Dan Diner, Gründungsdirektor des Simon Dubnow Instituts für jüdische Geschichte und Kultur, seine kalten, differenzierten Analysen der aktuellen Entwicklung in Nahost in den Kontext gegenläufiger Gründungsgeschichten setzt.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
"Man sollte sich nicht ein zu ideales Bild machen"
Der Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek, im Gespräch mit Berliner Schülern.
Zusammenschnitt aus zwei RIAS-Schulklassengesprächen von Dezember 1970 und November 1976.
Vorgestellt von Margarete Wohlan

Fünf Jahre nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel besuchen Berliner Schüler Jerusalem und sprechen dort mit dem Bürgermeister der Stadt, Teddy Kollek. Zu dem Zeitpunkt ist der Sechstagekrieg seit drei Jahren beendet und Ost-Jerusalem Teil von Israel. Für die 17- bis 19-Jährigen ist es das beherrschende Thema, zumal ihre Heimatstadt Berlin nach wie vor durch eine Mauer geteilt ist. Beide Seiten begegnen sich auf Augenhöhe, ohne von ihren Standpunkten abzuweichen. 1976 ist Teddy Kollek zu Gast in Berlin und macht wieder bei einem Schulklassengespräch mit, wenn auch mit anderen Schülern. Das Thema bleibt aber das gleiche: Integration von Arabern, Internationalisierung des Konflikts, Tempelberg. "Man sollte sich zwar nicht ein zu ideales Bild machen", betont der Jerusalemer Bürgermeister, "aber wir haben für die letzten zehn Jahre ein verhältnismäßig gutes Resultat erreicht." Wir wiederholen diese gekürzten Schulklassengespräche im Rahmen unseres Programmschwerpunkts '50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel - 1965 - 2015'.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Miriam Rossius

06:23 Wort zum Tage

Martin Wolf
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Tröglitz und die Folgen
Von Claudia van Laak

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Politische Zeiten: Beobachtungen von der Seitenlinie
Gespräch mit Prof. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, Mitherausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Nahostkonflikt im Theater: Hanoch Levins Stück "Mord" in Düsseldorf
Von Christiane Enkeler

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

"Das Fest der Bedeutungslosigkeit" von Milan Kundera
Rezensiert von Jörg Magenau

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Aufzeichnungen vom "Blauen Sofa" von der Leipziger Buchmesse
Moderation: Klaus Pokatzky

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Live von der Leipziger Buchmesse
Thilo Bode, Geschäftsführer von Foodwatch, Autor des Buches „Die Freihandelslüge“ (DVA) sowie Susanne Schüssler, Verlagsleiterin Klaus Wagenbach, über „Grenzenloser Profit“ (Wagenbach) von John Urry
Moderation: Maike Albath

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Kirsten Lemke

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

Reiche besser analysieren
Von Thomas Klug

Studiogast: Dieter Wonka, Leipziger Volkszeitung

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Vorgespult: "A most violent Year", "3 Herzen" und "Tristia"
Vorgestellt von Christian Berndt

Ein Klassiker, verlegt in die heutige Finanzwelt: Der Film "Die Räuber"
Gespräch mit Dr. Frank Hoffmann, Intendant und Regisseur der Ruhrfestspiele Recklinghausen GmbH

Und jetzt gibt's schon wieder einen Brenner: "Das ewige Leben"
Gespräch mit dem Regisseur Wolfgang Murnberger und dem Schauspieler Josef Hader

Knet-Hit "Shaun das Schaf" im Kino - Werkstattgespräch
Von Anna Wollner

Heimkino-Tipp: Die Serie "Looking"
Von Michael Meyer

Top 5: Mainstream-Charts
Von Patrick Wellinski

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Fremd

Live on Tape: Die Inszenierung des Fremden - Begegnungen auf der Tourismusmesse
Von Gerd Brendel

Kopftuchcoaching in Abu Dhabi
Von Antje Hoffmann

Das Prinzip Fremdheit in der Architektur
Von Susanne Luerweg

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Kirsten Lemke

17:30 Uhr

Tacheles

Jean Ziegler, Soziologe und Globalisierungskritiker, Autor des Buches „Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“, stellt sich den Fragen von Christian Rabhansl
Aufzeichnung der öffentlichen Veranstaltung vom 13.03.2015, Deutschlandradio-Bühne auf der Leipziger Buchmesse

"Ändere die Welt!" fordert der Schweizer Soziologe und Globalisierungskritiker Jean Ziegler. Längst verfüge die Menschheit über das Wissen und die Ressourcen, um Hunger, Unterdrückung und Tyrannei zu beenden - trotzdem nehme die Ungerechtigkeit weiter zu. Hunger und Not kehren selbst in Europa zurück. Schuld daran ist in Zieglers Augen ein weltweit dominierender Neoliberalismus, der sich selbst als Naturgesetz verkaufe.
Warum nehmen wir die alltägliche Ungleichheit hin? Wieso glauben selbst die Ausgegrenzten und die Verlierer dieser Wirtschaftsordnung an die Theorien des Neoliberalismus? Und wo bleibt die neue, weltweite Zivilgesellschaft, auf die Jean Ziegler seine Hoffnungen setzt?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Stecker raus
Menschen ohne Strom
Von Dieter Jandt
Regie: Günter Maurer
Mit: Andrea Hörnke-Trieß, Uwe Peter Spinner, Alexa Steinbrenner u.a.
Ton: Claudia Peycke
Produktion: SWR 2014
Länge: 52‘33

Jährlich sind bundesweit mehr als 300 000 Haushalte von Stromsperrungen betroffen, Tendenz steigend. Ein Ausflug zu Menschen, die ohne Strom leben müssen.

Jährlich sind bundesweit mehr als 300.000 Haushalte von Stromsperrungen betroffen, Tendenz steigend. Auch der vermehrte 'Stromklau' ist ein Indiz dafür, dass vielen Menschen Energie zu teuer geworden ist. Verbraucherverbände fordern ein Grundrecht auf Strom. Die Realität aber sieht düster aus. Manche Menschen bleiben über Monate ohne Strom und verbringen den Abend bei Kerzenlicht. Sozial schwache Familien können sich keine energiesparenden Geräte leisten, nicht einmal Sparlampen. Was wäre zu tun, damit Strom für alle bezahlbar ist? Ein Ausflug zu Menschen, die ohne Strom leben müssen.

Dieter Jandt, geboren 1954 in Remscheid, schreibt als Autor und Journalist Hörspiele, Features und Reportagen. Zuletzt: 'Dilettantische Planungen - ein Wuppertaler Großprojekt als Millionengrab' (DLF 2014).

19:00 Uhr

Oper

Live aus der Metropolitan Opera New York

Gioacchino Rossini
"La Donna del Lago"
Melodramma in zwei Akten
Libretto: Andrea Leone Tottola nach dem Roman "The Lady of the Lake" von Sir Walter Scott

Elena, die Frau vom See - Joyce DiDonato, Sopran
Malcolm Groeme - Daniela Barcellona, Alt
Uberto alias Giacomo - Juan Diego Flórez, Tenor
Douglas - Oren Gradus, Bass
Rodrigo - Johan Osborn, Tenor
Serano - Eduardo Valdes, Tenor
Albina - Olga Makarina, Mezzosopran
Bertram - Greogory Schmidt, Bass
Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
Leitung: Michele Mariotti

22:30 Uhr

Lesung

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2015
Aus "Der Körper" von Mircea Cărtărescu
Gelesen von Markus Hoffmann
(Wdh. v. 02.06.2012)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Bücherfrühling 2015

Von der Leipziger Buchmesse
u.a. mit Ursula Ackrill, Michael Degen, Peter Richter, Norbert Scheuer und Stephan Thome
Moderation: Elke Schlinsog, Barbara Wahlster und Dorothea Westphal
Aufzeichnung der öffentlichen Veranstaltung vom 14.03.2015, Deutschlandradio-Bühne (Glashalle)

9 Autorinnen und Autoren mit ihren Neuerscheinungen in Lesung und Gespräch

März 2015
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