Seit 17:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 13.11.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 15. Februar 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lob der Angst
Wie Literatur die Abgründe im Alltag offenlegt
Von Beate Ziegs
(Wdh. v. 22.08.2010)

Der moderne Horror hockt in den Rissen des Lebens. Ausflüge zu den Nachtseiten der Literatur mit Elfriede Jelinek, Georg Klein, Stephen King u.a.

Der moderne Horror spielt sich nicht mehr, wie noch bei Dracula in beruhigender Ferne ab, sondern hockt in den Rissen des Alltags. In ihrer mitunter schockierenden Abweichung vom Vernünftigen, Schönen und Guten und mit ihrem tiefen Misstrauen gegen die Deutungskultur der herrschenden Gesellschaft entwirft die fantastische Literatur Bilder der Angst, die den Menschen nicht um seine Leiden betrügen. Die Identität gerät ins Wanken. Der Selbstthematisierung, die zu den vornehmlichen Aufgaben der Literatur gehört, setzen Autoren wie Stephen King, Paul Auster, Doris Lessing, Elfriede Jelinek oder Georg Klein die geballte Fatalität des Lebens entgegen. Indem sie das Grauen in Beziehung zu realen Schrecken setzen, legen sie modellhaft Gewaltverhältnisse bloß - und halten ganz nebenbei einer Ästhetik die Treue, die dem Traum näher ist als der geordneten Welt des Tages.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Uwe Golz

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Buddhistische Gesellschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Fastenaktion "Du bist schön"
7 Wochen ohne Runtermachen
Von Ulrike Klehmet, Berlin
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Lidia und das Drama mit Mister Blue
Von Mara Schindler
Ab 6 Jahren
Produktion: Deuschlandradio Kultur 2015
(Ursendung)
Moderation: Ulrike Jährling

Der neue Fisch für Papas Aquarium ist leider ein Raubfisch, wie Lidia entsetzt feststellt, als alle anderen Fische plötzlich verschwunden sind.

Leider hat Lidia nicht aufgepasst, was für einen Fisch sie da für Papas Aquarium gekauft hat. Sie fand, der sah einfach toll aus. So blau und stattlich und rund, mit kleinen durchsichtigen Flossen und roten Punkten am Bauch. Der würde ein bisschen Schwung in Papas Aquarium bringen, hatte Lidia gedacht. Ihr Papa würde sich sicher darüber freuen, wenn er von seiner Dienstreise zurückkommen würde und sie endlich alle zusammen seinen Geburtstag nachfeiern könnten. Dass Mister Blue, wie Lidia den Fisch getauft hatte, alle anderen Fische in Papa Aquarium einfach auffressen würde, damit war doch wirklich nicht zu rechnen. Und als Lidia in den Zooladen rannte, um von der Verkäuferin Ersatzfische einzufordern, sagte die nur: "Tut mir leid, das war dein eigenes Risiko, für den Schaden kommen wir nicht auf!" und verweist auf das Schild: Gemeiner Linksflossenbläuling, Raubfisch, Einzelhaltung wird empfohlen. Zum Glück trifft Lidia Benjamin, der eine Idee hat.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Australien, ich komme
Von Thilo Reffert
Ab 7 Jahren
Regie: Oliver Sturm
Komposition: Sabine Worthmann
Mit: Anna Huthmann, Anton Kurth, Maria Hartmann, Sven Plate, Matthias Walter, Nana Spier, Barbara Philipp, Michael Evers, Margit Bendokat, Christian Gaul, Gerd Wameling, Tomoko Sawano, Friedhelm Ptok, Axel Werner, Uta Hallant, Matthias Karow
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Länge: 52'25
(Wdh. v. 04.11.2012)
Moderation: Ulrike Jährling

Ein Wombat reist um die halbe Welt, um einen Stein zum heiligen Berg zurückzubringen.

Chris und Eva haben kein Kind, sondern ein Haustier. Ihr Wombat ist ein sehr exklusives, aber auch besonders anstrengendes Tier aus Australien. Ihre gemeinsamen Bemühungen, alles richtig zu machen, enden fast in einer Katastrophe. Als sie ihm einen Stein vom heiligen Berg in sein Gehege legen, da läuft er auf und davon. Niemand, sagen die Aborigines, niemand darf einen Stein von ihrem heiligen Berg mitnehmen. Sonst wird er vom Unglück verfolgt. Doch der Wombat findet einen Ausweg, auch wenn der 15.000 km lang ist.

Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, studierte Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Berlin, arbeitete an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, bevor er hauptberuflich Autor wurde, seit 2000 schreibt er Theaterstücke und Hörspiele. Für "Nina und Paul" bekam er den "Deutschen Kinderhörspielpreis 2012".

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Auf Augenhöhe: Alt trifft Neu
Die Elbmetropole Hamburg im Wandel
Von Mandy Schielke

Der Hamburger ist ein zurückhaltender Mensch, zudem auch häufig jemand, der auf Bewährtes setzt und Tradition schätzt. Elbvororte, die an Grafschaften in England erinnern, altehrwürdige Clubs und jede Menge Läden mit karierten Tweedstoffen - manch einer hält Hamburg sogar für die britischste Stadt des Kontinents. Und doch verändert sich Hamburg in letzter Zeit so sehr wie noch nie. Altes weicht Neuem. So entsteht mitten in der Stadt ein ganz neues Stadtquartier: Neue Mitte Altona, wofür ein kompletter Bahnhof verlegt wird. Hinter alten Fassaden tummelt sich derweil eine lebendige Start-Up-Szene, die mit der Old Economy der Stadt in einer Sache einig ist: Über Erfolge spricht man nicht, man hat sie. Da ist es wieder, dieses typische Hamburger Understatement. Die 'Deutschlandrundfahrt' schaut sich das genauer an.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Die Reportage

Harter Franken, harte Zeiten
Die Schweiz und die Last des Reichtums
Von Thomas Wagner

Es waren nur wenige Sätze, ausgesprochen vom Schweizer Nationalbankpräsidenten Thomas Jordan am späten Vormittag des 16. Januars, die an den Finanzmärkten weltweit heftige Turbulenzen auslösten: Mit der Bindung des Schweizer Frankens an den Euro hat es ab sofort ein Ende; die Nationalbank stellt ihre Intervention zur Stützung des Euro ein. Was in den Stunden danach folgte, hat tiefgreifende Auswirkungen: Der Franken gewann gegenüber dem Euro auf einen Schlag um 20 Prozent an Wert.  Damit ist die ohnehin schon teure Schweiz von einem Augenblick auf den anderen nochmal um 20% teurer geworden - und die Eurozone für die Schweizer entsprechend billiger. Nicht eben glücklich darüber sind die Hoteliers und Bergbahn-Betreiber der Schweizer Wintersportgebiete: Weil die Kosten für  Übernachtungen, Restaurantbesuche und Liftkarten schlagartig in die Höhe schnellten, werden viele Gäste zukünftig außerhalb der Schweiz die Piste hinab wedeln. Aber auch Schweizer Exportgüter werden für den Rest der Welt unerschwinglich. Dafür dürfen sich im Grenzgebiet die Einzelhändler freuen, denn es gibt einen nie gesehenen Shoppingtourismus nach Deutschland. Und auch die Pendler, die in Deutschland leben, aber in der Schweiz arbeiten, sind fein raus. Allerdings ahnen auch die Gewinner des Währungskarussells: lange kann das nicht gut gehen. Thomas Wagner hat sich auf die Suche gemacht nach den Gewinnern und den Verlierern des harten Franken.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Joachim Scholl

Das Unwort der Woche: "Verteidigungswaffen"
Von Stephanie Rohde

3-Eltern-Embryos: Die Patchworkfamilie kommt in der Biologie an
Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Andreas Bernard

"Intellektuellendämmerung": Raimar Zons im Zentrum für Literaturforschung
Von Jochen Stöckmann

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Ein immer wieder individueller Blick
Ein Gespräch mit der Filmkritikerin Kirsten Dietrich über die Filme mit religiösem Hintergrund auf der diesjährigen Berlinale
Von Philipp Gessler

Was Gottes Weg für ihn ist
Hans Janßen ist als evangelischer Pastor zum Katholizismus konvertiert - und lebt nun als katholischer Priester mit seiner Frau im Pfarrhaus
Von Josefine Janert

Keine Sehnsüchte mehr
Im Kloster Grandchamp bei Neuchâtel in der französischsprachigen Schweiz kann man zehn Tage lang fasten - mit nichts mehr als Gemüsebrühe, Kräutertee, Fruchtsäften, etwas Honig und viel Gebet
Von Susanne von Schenck

Moderation: Philipp Gessler

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Königin in vollem Glanz
Johann Sebastian Bachs Orgelwerke BWV 564 und 582
Gast: Albrecht Koch
Moderation: Gerald Felber

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

17:57 Uhr

Studio 9 kompakt Wahlstudio

Bürgerschaftswahl in Hamburg
Moderation: Thomas Wiecha

18:30 Uhr

Hörspiel

Wir lieben und wissen nichts
Von Moritz Rinke
Regie: Alice Elstner
Mit: Judith Engel, Mandy Rudski, Patrick Güldenberg, Christian Schmidt
Ton: Lutz Pahl
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 78‘11
(Ursendung)

Ein berufsbedingter Wohnungstausch wird zum Desaster. Die Männer verstricken sich in Hahnenkämpfe, die Frauen interessieren sich für den jeweiligen Tauschpartner.

Zwei Paare haben einen berufsbedingten Wohnungstausch verabredet. Hannah wird in der Schweiz Entspannungskurse für Banker geben. Ihr Partner Sebastian, Kulturhistoriker und Sachbuchautor, würde lieber, trotz geräumter Wohnung und gepackter Koffer, zu Hause bleiben. Doch das Tauschpaar aus Zürich steht einzugsbereit vor der Tür. Roman ist Mitarbeiter an einem Weltraumprojekt und Magdalena Tiertherapeutin. Als Sebastian das notwendige Kennwort der vereinbarten WLAN-Verbindung fehlt, Roman aber via Internet einen Satellitenabschuss verfolgen will, nimmt das Desaster seinen Lauf. Während die Männer sich in Hahnenkämpfe verstricken, finden die Frauen Gefallen am Mann der jeweils anderen.

Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, Schriftsteller, Dramatiker und Essayist, lebt in Berlin. Debütroman 'Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel' (2010). Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft 'Autonama'.

19:50 Uhr

Studio 9 kompakt Wahlstudio

Bürgerschaftswahl in Hamburg
Moderation: Thomas Wiecha

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Haus des Rundfunks Berlin, Großer Sendesaal
Aufzeichnung vom 05.09.2014

Roman Maciejewski
"Requiem - Missa pro Defunctis"
(Uraufführung der Berliner Fassung von Łukasz Borowicz)

Wioletta Chodowicz, Sopran
Agnieszka Rehlis, Alt
Martin Homrich, Tenor
Adam Palka, Bass
MDR-Chor
Orchester der Philharmonie Poznań
Leitung: Łukasz Borowicz

Es war wie eine späte Heimkehr - die Erstaufführung des Requiems von Roman Maciejewski im vergangenen September in Berlin. Ein ergreifendes polnisch-deutsches Projekt unter dem Titel „Requiem für die Welt“ aus Anlass des 75. Jahrestages des Überfalls Deutschlands auf Polen und des 70. Jahrestages des Kriegsendes. Der Komponist wurde 1910 in Berlin geboren und zog mit seiner Familie neun Jahre später ins wieder gegründete Polen. Er studierte unter Karol Szymanowski in Warschau und später bei Nadja Boulanger in Paris. Den Zweiten Weltkrieg überlebte er in Schweden, wo er auch das Requiem zu komponieren begann. Gewidmet hat er es den Opfern der Schoa und des Krieges im allgemeinen. 1959 hat es Maciejewski in den USA vollendet. Im Jahr darauf wurde es beim Warschauer Herbst uraufgeführt. Für die Premiere in Maciejewskis Geburtsstadt hat der junge polnische Dirigent Łukasz Borowicz eine spezielle kürzere Fassung erstellt.

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Die Hoffnung, wieder in Eurem Kreise zu seyn, ist mein liebster Traum..."
Carl Maria von Weber und seine Berliner Freunde
Von Elisabeth Ziemer

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Bürgerschaftswahl in Hamburg und weitere Themen des Tages
Moderation: Thorsten Jabs

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

"Depressiv nach Hause gehen": Weimar feiert den 70. Geburtstag von Thomas Brasch
Von Henry Bernhard

Von der Relevanz der Oper: Konferenz in Heidelberg zum Politischen Musiktheater
Von Frieder Reininghaus

Ernst Ludwig Kirchner in den Kunstsammlungen Chemnitz
Gespräch mit der Generaldirektorin Ingrid Mössinger

Kulturpresseschau
Von Maximilian Steinbeis

23:30 Kulturnachrichten

Februar 2015
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