Seit 01:05 Uhr Tonart
Dienstag, 24.11.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 4. November 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Vereint im Leiden und Aufbegehren
Eine Lange Nacht über revolutionäre Umbrüche in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Von Winfried Roth
Regie: Klaus Michael Klingsporn

Das Russland von Zar Nikolaus II. war einer der despotischsten Staaten des beginnenden 20. Jahrhunderts. Eine erste Revolution 1905 scheiterte - vielleicht hätte sie eine langfristige demokratische Entwicklung ermöglicht. Die Revolution vom Februar 1917 - mitten im Ersten Weltkrieg - machte der Zarenherrschaft ein Ende. Die Übergangsregierung unter dem Sozialdemokraten Aleksander Kerenski enttäuschte aber die Erwartungen weiter Teile der Bevölkerung. Nur die radikal linken Bolschewiki traten für einen sofortigen Frieden und für die Enteignung der Großgrundbesitzer ein. Im Oktober 1917 stürzten sie - unter Führung von Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki - die Kerenski-Regierung. Bei freien Wahlen erhielten sie nur ein Viertel der Stimmen, sie setzten sich aber in dem folgenden Bürgerkrieg durch. Die Oktoberrevolution schuf entscheidende Voraussetzungen für die historische Katastrophe der Stalin-Ära. Die Lange Nacht nähert sich in Interviews mit Historikern, autobiografischen Texten von Arbeitern, Geheimdienstoffizieren und Politiker sowie künstlerischen Zeugnissen diesen widersprüchlichen Ereignissen in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Jack Nitzsche
"Cutter's Way" (Bis zum bitteren Ende)

George Fenton
"Dangerous Beauty" (Gefährliche Schönheit - Die Kurtisane von Venedig)

Marvin Hamlisch
The Swimmer
Leitung: Jack Hayes

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

New Orleans - eine Stadt und ihre Musik (2/7)
Gründung durch Einwanderer aus Europa und aus der Karibik
Von Tiny Hagen
RIAS Berlin 1981
Vorgestellt von Michael Groth
(Teil 3 am 02.12.2017)

New Orleans in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: der amerikanische Bürgerkrieg, der Aufbau und der Zuzug einer neuen Bevölkerung. Begleitet vom Soundtrack der Zeit, von der Oper bis zur Straßenkapelle.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Peter Kottlorz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Nach Terroranschlag - Trump will Rechtssystem aushebeln
Gespräch mit dem Korrespondenten Thielo Kößler

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

"Die Journaille ist selbst schuld!?"- Wie raus aus der Glaubwürdigkeitsfalle?
Gespräch mit dem Journalisten Friedrich Küppersbusch

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Die Leute von Privilege Hill" von Jane Gardam
Rezensiert von Edelgard Abenstein

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Patientenwille am Lebensende - Wie sollte man vorsorgen?
Dr. Matthias Thöns, Palliativmediziner
Wolfgang Putz, Rechtsanwalt für Medizinrecht
Moderation: Klaus Pokatzky

Telefonnummer 0 08 00.22 54 22 54
Email unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie auf Facebook und Twitter

Was soll mit mir als Patient an meinem Lebensende geschehen - und was nicht? Welche lebensverlängernden Maßnahmen sollen ergriffen werden, welche unterbleiben? Wer soll darüber bestimmen, wenn ich mich nicht mehr selbst äußern kann? Und wie kann ich meinen Patientenwillen so verfassen, dass sich die behandelnden Ärzte auch daran halten müssen?
Diese Fragen beschäftigen viele Menschen: Sie wollen nicht nach einem Unfall jahrelang im Koma liegen oder durch Apparate am Leben gehalten werden. Doch noch nicht einmal die Hälfte der Bundesbürger hat eine Patientenverfügung oder hat eine Vertrauensperson mit einer Vorsorgevollmacht betraut, um dies zu regeln. Und selbst wenn eine Patientenverfügung vorliegt, gibt es oft Diskussionen, ob sie auch wirksam ist.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Sigrid Brinkmann

"Lenins Zug. Eine Reise in die Revolution" von Catherine Merridale
Von Winfried Sträter

Buchkritik: "De Profundis. Vom Scheitern der russischen Revolution" von Ulrich Schmid
Rezensiert von Marko Martin

Buchkritik: "Die Hände meines Vaters" von Irina Scherbakowa
Rezensiert von Sabine Adler

"Die Revolution von 1918/19: Der wahre Beginn unserer Demokratie
Gespräch mit Wolfgang Niess

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Robert Brammer

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Marcus Pindur

Jamaika: Horror oder Chance?
Gespräch mit der Journalistin Bettina Gaus

Anschlag in NY: Politische Diskussion um Einwanderung
Von Marc Hoffmann

Reformationsjubiläum Wittenberg
Von André Damm

UN-Hilfskonvoi für 40.000 Eingeschlossene in Syrien
Von Anna Osius

Weltdokumentenerbe: Frankfurter Auschwitz-Prozess + Constitutio Antoniniana
Von Barbara Kostolnik

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Marcus Richter und Katja Bigalke

Wirkt sich Online-Dating auf die Diversität der Gesellschaft aus?
Gespräch mit Philipp Hergovic

Blockchain-Alternativen und staatliche Kryptowährungen
Gespräch mit Friedemann Brenneis

Podcastkritik: „The Polybius Conspiracy“
Von Heiko Behr

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira

"Ich spiele auch für die Geister." Kehrt Anne Tismer ans Theater zurück?
Gespräch mit Anne Tismer, Performance-Künstlerin und Schauspielerin

Theaterpreis Faust wird in Leipzig verliehen
Von Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Meine Tante, die KGB-Spionin - "Auf Ediths Spuren"
Gespräch mit dem Filmregisseurin Peter Stephan Jungk

Vorgespult: "Suburbicon", "'Simpel" und "Die Liebhaberin"
Vorgestellt von Christian Berndt

Habemus Praeses: Tom Tykwer wird Jury-Präsident der Berlinale 2018

60 Jahre DOK Leipzig - Ein Abschlussbericht
Von Matthias Dell

Absteiger-Odyssee im Debüt "Jetzt.Nicht."
Gespräch mit Julia Keller

True Detective(s): Geschichte einer Filmfigur
Von Anke Leweke

Top Five: Vorstadt als Albtraum
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Muße

"Muße kommt unverhofft" Gespräch mit dem Psychologen Stefan Schmidt

Bügeln statt Yoga - über das meditative Potenzial einer Hausarbeit
Von Luiese Brown

Guillaume Paoli - Porträt eines Müßiggängers
Von Matthias Finger

Das Prinzip Muße in der Musik
Von Jürgen Stratmann

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Robert Brammer

17:30 Uhr

Tacheles

Renaissance eines Begriffs
"Heimat ist, was man daraus macht“
Walter Leimgruber, Kulturwissenschaftler und Ethnologe, stellt sich den Fragen von Patrick Garber

Neuerdings ist im deutschen Politikbetrieb viel von Heimat die Rede. Und zwar nicht nur bei Konservativen; auch die bündnis-grüne Frontfrau Katrin Göring-Eckardt fordert, für die Heimat zu kämpfen. Dies ist offenbar mehr als eine Reaktion auf den Wahlerfolg der AfD, die vorgibt, die Heimat vor angeblicher Überfremdung zu bewahren. Heimat soll als einigendes Band von Grünen und Unions-Christen in einer Jamaika-Koalition dienen, von einem Bundes-Heimatministerium ist gar die Rede.
Doch was ist Heimat eigentlich? Macht dieser Begriff in einer Einwanderungsgesellschaft überhaupt Sinn? Oder wird er durch Multikulti obsolet? Ist Heimat nur etwas für Nostalgiker, gar für Reaktionäre? Oder ist Heimat etwas, das immer wieder neu geschaffen werden will? Was aber, wenn Heimatvorstellungen von Einheimischen und Migranten aufeinander treffen? Ist Heimat Verhandlungssache?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

18 Plus!
Was sagt mir Eleonore
Von Rosa Hannah Ziegler
Regie: die Autorin
Mit: Anjorka Strechel
Ton: Hermann Leppich
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 44'28
(Ursendung)

Annäherung an die ehemals drogensüchtige Mutter. Yasmin versucht, die eigene Biografie zu verstehen.

„Ich habe gerade meine Sprache wiedergefunden.” Yasmin ist nach Jahren in Heimen und Pflegefamilien, einer Odyssee von Ort zu Ort, in ihrer eigenen Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt angekommen. Zur Ruhe gekommen ist sie nicht. Mit 22 Jahren beschließt Yasmin, eine Annäherung an ihre früher drogenabhängige Mutter zu wagen. Ein Experiment mit offenem Ausgang. Yasmins Suche nach Antworten für ihre gestohlene, mutterlose Kindheit bringt sie zum Schreiben von einzigartigen Texten und Gedichten.

Das Feature ist Teil der Sendereihe ‚18 Plus!‘ und in Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals doxs! Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche entstanden. Neben ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) Berlin ist Deutschlandfunk Kultur seit letztem Jahr Kooperationspartner der doku.klasse. Der Dokumentarfilm zum Feature wird beim doxs!Festival im Oktober auf 3sat zu sehen sein.

Rosa Hannah Ziegler, geboren 1982, studierte Regie an der Kunsthochschule für audiovisuelle Medien Köln. Sie lebt als Regisseurin und Autorin in Berlin, Mit ihrem Dokumentarfilm "Cigaretta mon Amour - Portrait meines Vaters" (2006) gewann sie den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Darauf folgte ihr mehrfach prämierter Kurzspielfilm "Escape" (2011) und "A Girl’s Day" (2014). "Was sagt mir Eleonore" ist ihr erstes Radiofeature.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Themenabend Musik

Aufbruch und Rückzug
Musikalische Avantgarde im Zeichen der Oktoberrevolution

Werke von
Alexander Mossolow, Nikolai Roslawez, Arthur Lourié,
Sergej Protopopow, Dmitri Schostakowitsch, Sergej Prokofjew u. a.

Studiogäste:
Dorothea Redepenning, Musikwissenschaftlerin, Universität Heidelberg 
Anne-Kathrin Peitz, Dokumentarfilmerin, accentus music
Wolfgang Mende, Musikwissenschaftler, TU Dresden
Steffen Schleiermacher, Komponist, Pianist und Ensembleleiter Leipzig
Moderation: Michael Dasche

Politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen gehen nicht selten tiefgreifende Erneuerungen in den Künsten voraus. Und umgekehrt bleiben künstlerische Prozesse nicht unbeeinflusst von revolutionären Epochenzäsuren. Exemplarisch dafür steht die Musikentwicklung vor und nach der Oktoberrevolution in Russland vor 100 Jahren. Ohne dass politisch-revolutionäre und musikalisch-avantgardistische Bestrebungen vollends synchron verliefen - in spannungsvollem wie fruchtbarem Widerstreit begegneten sich die Akteure beider Seiten, Musikschaffende und Funktionsträger des Sowjet-Regimes, allemal. Insbesondere Vertreter einer avancierten Musiksprache, vereinigt in der Assoziation für zeitgenössische Musik (ASM), hatten einen schweren Stand: sowohl gegenüber national gesinnten Traditionalisten als auch gegenüber den Verfechtern einer vulgären Massenideologie in den Künsten, des sogenannten Proletkult. Immerhin konnte sich während des ersten Jahrzehnts nach der Revolution ein weitgehender ästhetischer Pluralismus behaupten. Diese kurze Phase künstlerischer Freiheit endete mit der Gegenrevolution Stalinscher Prägung, die von der Musik wie von allen Künsten nur eines verlangte: die Festigung diktatorischer und imperialer Macht. Was dabei an innovativen Ansätzen verschüttet, welch enorme Anpassungsleistung den talentiertesten Musikern zugemutet wurde, welch tragische Schicksale viele von ihnen zu erleiden hatten - all dies soll in unserem Themenabend angesprochen und musikalisch dargestellt werden.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Marietta Schwarz

Abschluss 60 Jahre DOK-Film Leipzig
Von Matthias Dell

Kieler gedenken 100 Jahren Matrosenaufstand - aber wie?
Von Johannes Kulms

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

November 2017
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