Seit 15:05 Uhr Tonart
Dienstag, 24.11.2020
 
Seit 15:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 9. November 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"Mein Herz schlägt zurück"
Eine Lange Nacht der Gedichte aus Ravensbrück
Von Jürgen Nendza und Edouard Hoffmann
Regie: Burkhard Reinartz

Im Jahr 1939 ließ die SS in Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Bis Ende April 1945 waren dort über 130.000 Frauen und Kinder inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden erschossen oder vergast, starben an Hunger, Krankheiten oder an den Folgen medizinischer Experimente. Der KZ-Alltag war ein abgründiges Martyrium, angelegt auf brutale Erniedrigung und Persönlichkeitszerstörung. Manche Frauen begehrten innerlich dagegen auf und versuchten auf ihre Art, die eigene Stimme zu bewahren. Heimlich und unter Lebensgefahr schrieben sie Gedichte. Die wurden beim Appellstehen auf- und weitergesagt, an heimlich veranstalteten Kulturabenden vorgelesen sowie in selbst hergestellten Heftchen aufgeschrieben und weitergereicht. Die Gedichte halfen zu überleben. Sie schufen einen inneren Raum der Freiheit, in dem viele Häftlinge ihre menschliche Würde bewahren konnten.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Musical Time
Stephen Schwartz
"Pippin"
Liedtexte: Stephen Schwartz
Buch: Roger O. Hirson
Orchestrierungen: Larry Hochman
Musikalische Leitung und Arrangements: Nadia DiGiallonardo
Dirigent: Charlie Alterman
Regie: Diane Paulus
Mit Matthew James Thomas, Patina Miller, Terrence Mann, Charlotte d’Amboise, Rachel Bay Jones, Andrea Martin u.a.
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: In der Reichspogromnacht zerstören SA- und SS-Angehörige Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Jürgen Bärsch

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Feiern unter Aufsicht
Geschäftsidee ''Schülerdisko''
Von Johannes Nichelmann
(Wdh.)

Es sind unzählige Schulklassen, die jedes Jahr nach Berlin kommen, um sich hier die geschichtsträchtigen Orte anzusehen. Klassenfahrt zum Bundestag, zum Brandenburger Tor und entlang der Berliner Mauer. Eine Woche lang erleben Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern all das, was die Hauptstadt an Kultur und Politik zu bieten hat. Aber Berlin ist nicht nur Ort der Geschichte und der Bundespolitik, sondern auch Europas Partyhauptstadt. Dies hat sich ein Partyunternehmer zu Nutze gemacht. In einem Club dürfen die minderjährigen Touristen unter Aufsicht ihrer Lehrerinnen und Lehrer feiern wie die Großen. Johannes Nichelmann war für unsere Reportage mit dabei.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

„Freiheit der Kunst heißt auch Förderung. Ohne Geld keine Kunst, ohne Geld keine kulturelle Bildung.“
Axel Rahmlow im Gespräch mit der neuen Intendatin des Maxim-Gorki-Theaters Berlin, Shermin Langhoff

In ihrer ersten Spielzeit als Intendantin will sich Shermin Langhoff am Maxim-Gorki-Theater mit den Begriffen „Nation“ und „Identität“ auseinandersetzen. Gesellschaft im Übergang? Dieser Frage gehen die Premieren der nächsten Wochen nach. Langhoff will einen neuen Blick auf die Krisen von Ökonomie und Politik und die verschärften sozialen und kulturellen Konflikte, die sie mit sich bringen.
Von der Mitte der Gesellschaft ist sie enttäuscht: „Ideologische Debatten wie um die Thesen von Thilo Sarrazin zeigen, wie groß die Verunsicherung unter den Menschen ist.“ Das Theater sieht sie als einen Ort, diese Debatten nicht nur zu spiegeln, sondern auch um Stellung zu beziehen, sich einzumischen. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch durch die Nachwuchsförderung. Langhoff hat bereits die „Akademie der Autodidakten“ gegründet. „Kulturelle Bildung kann Kindern Schlüsselerlebnisse bieten. Das müssen wir fördern. Zum Beispiel in dem wir aufhören Jugendzentren zu schließen.“ Was kann die „Kulturelle Bildung, was „normale“ Bildung nicht kann? Können Mitmachkurse am Theater den Kunstunterricht in der Schule ersetzen? Und heißt „Kulturelle Bildung“ in Workshops nicht oft nur ausgelagerte Sozialpädagogik für Jugendliche?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
„Überall brannten die Synagogen"
Die Pogromnacht am 09.11.1938
Von Brigitte Jünger
Moderation: Elmar Krämer

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 erlebten die Juden in Deutschland eine Welle der Gewalt. Tausende jüdische Geschäfte wurden verwüstet, Fensterscheiben eingeworfen und Wohnungen geplündert und zerstört. Jüdische Friedhöfe wurden verwüstet und Synagogen in Brand gesteckt. Weil so viel Glas dabei zu Bruch ging, nannte man diese Nacht lange die 'Kristallnacht'. Weil sich das jedoch viel zu sehr nach einer glitzernden Tanzveranstaltung anhört, spricht man heute von der Pogromnacht. Pogrome, das sind gewalttätige Ausschreitungen gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen. Die Juden hatten solche Pogrome schon seit Jahrhunderten immer wieder in Deutschland erlebt. 1938 waren die Nationalsozialisten die Anstifter dieser Gewalt. Schon seit der Machtergreifung Hitlers 1933 diskriminierten und drangsalierten sie ihre jüdischen Mitbürger. Mit der Pogromnacht setzte die organisierte Verfolgung und Ermordung der Juden ein.

Brigitte Jünger lebt und arbeitet als freie Journalistin in der Nähe von Köln. Sie macht Hörfunkbeiträge für Kinder und Erwachsene und schreibt Kinderbücher. Ihre CD Reihe "Kunst-Stücke für Kinder" ist mehrfach ausgezeichnet worden.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Das Deutschlandspiel
Eine Rätselreise zum Mitdenken
Mit Olaf Kosert und einem Außenreporter

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

„Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen.“
Ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, die die Pogromnacht vor 75 Jahren in Berlin erlebt hat.
Von Philipp Gessler

Kein Raum und kein Recht
Vor 80 Jahren wurde Ernst Flatow als erster evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft aus seinem Amt entlassen.
Von Kirsten Serup-Bilfeldt

Der Champion, der Juden rettete
Wie der italienische Star-Radrennfahrer Gino Bartali zum „Gerechten unter den Völkern“ wurde
Von Stefan Osterhaus

Ammas göttliche Umarmung
Die Inderin Amma hat schon Millionen von Menschen umarmt - aus reiner Liebe
Von Antje Stiebitz

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Aus "Der erste Mensch" von Albert Camus
Gelesen von Alexander Khuon

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

"Bleib mir gesund und versuche, Deine Mutter zu retten"
Ilse und Marie - Briefe aus Berlin
Von Gabriel Heim
Regie: Stefanie Lazai
Mit: Eva Meckbach, Marie Gruber, Gabriel Heim, Markus Meyer u.a.
Ton: Peter Kainz
Produktion: DKultur 2011
Länge: 54‘30
(Wdh. v. 28.01.2012)

1942 steht Marie Winter an der Grenze zur Schweiz. Was dort passiert ist, hat der Sohn und Autor im Nachlass seiner Mutter Ilse gefunden.

"Was weißt Du denn in Deinem Dorado von meinen Schmerzen", schreibt in Berlin die Jüdin Marie Winter 194 an ihre Tochter Ilse nach Basel. In mehr als 170 Briefen gibt sie Zeugnis von ihrem Leben und ihrer Verzweiflung. Die Tochter soll sie retten, aber Ilse hat sich von der Mutter gelöst. Doch 1941 drängt auch sie zur Flucht. Am 6. Mai 1942 steht Marie Winter mit vier Gefährtinnen an der Grenze zur Schweiz. Was dort passiert ist, hat der Sohn und Autor im Nachlass seiner Mutter Ilse gefunden. Aus der Korrespondenz, über die die Mutter nie gesprochen hat, gestaltet er ein Dokument der Zeitgeschichte.

Gabriel Heim, 1950 in Zürich geboren, lebt in Berlin und Basel. Autor und Produzent von Dokumentarfilmen. Ab 1985 Korrespondent des Schweizer Fernsehens für die USA und den Nahen Osten. Ging 1991 zum WDR. Von 2003-2008 Fernsehdirektor des RBB.

Öffentliche Lesung aus den Briefen von Marie Winter am 9.11.2013 im Berliner Zeughauskino.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Opernhaus Bielefeld
Aufnahme vom 07.01.1995

Viktor Ullmann
"Der Sturz des Antichrist"
nach einem Libretto von Albert Steffen

Der Regent/Der Dämon des Regenten - Ulrich Neuweiler, Tenor
Der Priester/Der unvollkommene Engel des Priesters - Richard Decker, Tenor
Der Techniker/Das Gespenst des Technikers - William Oberholtzer, Bariton
Der Künstler - Louis Gentile, Tenor
Der Wärter/Ein Greis - Monte Jaffe, Bass
Der Ausrufer - Lassi Partanen, Tenor
Chor der Städtischen Bühnen Bielefeld
Philharmonisches Orchester Bielefeld
Leitung: Rainer Koch

nach Ende der Oper ca. 21.00 Nachrichten

21:03 Uhr

Die besondere Aufnahme

Live aus dem Nikolaisaal Potsdam
“El Male Rachamim” - Gott voll Barmherzigkeit
Synagogale Musik zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Werke von Leib Glantz, Yossele Rosenblatt, Louis Lewandowski, Raymund Goldstein u. a.

Azi Schwartz, Kantor
RIAS Kammerchor
Leitung: Ud Joffe

22:30 Uhr

Erotikon

Aus "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann
Gelesen von Max von Pufendorf
(Wdh. v. 16.02.2008)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

November 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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