Seit 05:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 22.01.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 26. Januar 2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Andreas Maier
Gesprächspartner: Jörg Magenau, Frank Witzel
Moderation: Tobias Lehmkuhl
Produktion: Deutschlandfunk 2019

Als müsste man das Zimmer verlassen, das Haus, die Straße und den Ort, um am Ende, ob man es will oder nicht, genau dort wieder zu landen: in Friedberg in der Wetterau, im Mühlweg, im Schoß der Familie. Wer die ersten sechs Bände von Andreas Maiers Zyklus ,Ortsumgehung’ gelesen hat, hätte nicht unbedingt erwartet, dass im siebenten Band noch einmal alles von unten nach oben gekehrt wird. Doch sechs Bände lang lagen, wie sich nun herausstellt, die berühmten Leichen im Keller - in ,Die Familie’ kommen sie zum Vorschein. Familiengeschichte und Heimatgeschichte - entspringt am Ende doch alles einzig und allein dem Geist der Lüge?

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

03:00 Nachrichten 

04:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

04:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Clublounge
Moderation: Carsten Rochow

05:00 Nachrichten 

06:00 Nachrichten 

06:55 Uhr

Wort zum Tageaufnehmen

Hindu-Gemeinde

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Feiertagaufnehmen

Fallen gelassen
Wie die evangelische Kirche in der NS-Zeit mit Christen jüdischer Herkunft umging
Pfarrer Martin Vorländer, Frankfurt am Main
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteheraufnehmen

Erzählung
Die Welt ist seltsam
Gedichte von Lisa Loviscach, Martin Auer, Mustafa Haikal u.a.
Ab 7 Jahre
Von Karin Hahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Moderation: Tim Wiese

Kinder stellen Gedichte vor, die einen eigenen Blick auf die Welt werfen.

Für Erwachsene ist die Welt klar strukturiert und organisiert. Alles lässt sich erklären und begründen. Kinder erleben die Welt jedoch anders. Geheimnisvoll, merkwürdig und eigenartigen Gesetzen folgend. Sie stellen eigene Überlegungen an. Wie wäre die Welt, wenn Mäuse so groß wie Hunde wären? Bin ich noch ich, wenn meine Mutter mich neu eingekleidet hat? Ist grün wirklich grün und nicht, mit den Augen eines anderen gesehen, in Wahrheit blau? Wie gut, dass es Gedichte gibt, die diese Gedanken aufgreifen, mit ihnen spielen. In Gedichten darf gefragt werden: „Ja, aber wenn …?“ Und wir begreifen: Die Welt ist seltsam.

08:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Kinderhörspiel
Der Schatzhüter im Burgwall
Von Holger Teschke
Ab 8 Jahre
Regie: Gerda Zschiedrich
Komposition: Hermann Naehring
Mit: Henry Hübchen, Klaus Piontek, Arno Wyzniewski, Klaus Manchen, Martin Seifert, Astrid Meyerfeld, Gisa Stoll, Nadja Engel u. a.
Produktion: Funkhaus Berlin 1991
Moderation: Tim Wiese

Auf der Insel lebte einst ein alter Fürst, der sich weigerte zu sterben. Bis Gevatter Tod auf die Insel geschickt wurde.

Im Keller seiner großen Burg auf der Insel Rügen saß vor vielen, vielen Jahren ein alter Fürst auf einem großen Berg von Goldstücken. Er zählte sie Tag und Nacht und überlegte dabei, wie er noch mehr bekommen könnte. Er mochte sein Gold so sehr, dass er nicht sterben wollte. Da wurde Gevatter Tod auf die Insel geschickt, er sollte den Fürsten endlich holen. Der Weg über die Insel war beschwerlich. Eine verliebte Magd, zwei alte Zaunpfähle und ein Wassermann halfen Gevatter Tod immer wieder auf die Beine. So stand er schließlich vor dem alten Fürsten. Und der war so scheußlich, dass selbst Gevatter Tod ihn nur widerwillig mit sich nahm.

Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen/Rügen. Lebt als freier Autor in Berlin und New York. Schreibt Lyrik, Theatertexte, Hörspiele und Prosa.

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Magazin
Moderation: Tim Wiese
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätselaufnehmen

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Plus Einsaufnehmen

11:00 Nachrichten 

11:59 Uhr

Freiheitsglockeaufnehmen

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportageaufnehmen

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Sein und Streitaufnehmen

Das Philosophiemagazin

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Religionenaufnehmen

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Interpretationenaufnehmen

Musikalische Monolithen
Die Klaviersonaten von Galina Ustwolskaja
Gast: Markus Hinterhäuser, Pianist und Intendant der Salzburger Festspiele
Moderation: Margarete Zander

16:00 Nachrichten 

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

17:30 Uhr

Nachspielaufnehmen

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten 

18:05 Nachspiel 

Fördern, fordern, führen 
Trainerinnen im Spitzensport
Von Carolin Kuban

Die Aufgaben von Trainerinnen und Trainern sind vielseitig. Mit großem Einfühlungsvermögen müssen sie ihre Schützlinge anleiten, motivieren, fordern, fördern und zu Höchstleistungen führen. Nur so kann der Sprung aufs Treppchen gelingen. Was auffällt: die Dominanz der Männer in dieser Branche. Ein Mann, der ein Damenteam trainiert? Normal. Eine Frau, die eine Herrenmannschaft anleitet? Sensationell. Vor allem im Spitzensport. Aber auch in den unteren Klassen. Als Inka Grings im April dieses Jahres als erste Frau einen Fußball-Regionalligisten, den SV Straelen, übernimmt, ist das mediale Interesse immens. Woran liegt es, dass so wenige Frauen einen Trainerinnen-Job machen? Auf der Ebene der Bundestrainer besetzen sie nur ein Zehntel aller Stellen.

18:30 Uhr

Hörspielaufnehmen

AUTOS
Nach dem Theaterstück von Enis Maci
Radiofassung und Regie: Giuseppe Maio
Mit: Amelle Schwerk, Matthias Rheinheimer, Toni Jessen, Julius Stucke, Melina von Gagern, Luise Wolfram, Tilla Kratochwil, Rainer Strecker, Susanne Bormann, Max Hegewald, Sandra Borgmann, Tobias Dutschke, Lisa Hrdina, Alexander Ebeert, Volker Wackermann, Florian Lukas, Christian Gaul, Meike Rötzer, Achim Buch, Hans Löw, Thomas Niehaus, Amelia Umuhire, Tilo Werner, Stephan Schadt
Komposition: Andreas Bick
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 77'19
(Ursendung)

Die Straße ist ein Universum, das Auto „unsere Blechhaut“. Eine Frau und ein Mann fahren die ehemalige Gastarbeiterroute ihrer Eltern nach. In ihre Familienerinnerungen mischen sich Stimmen aus dem Radio.

Anschließend:
Lene Albrecht im Gespräch mit Enis Maci (gekürzt)
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 9'42

Die Straße ist ein Universum, das Auto unsere Blechhaut. Eine Frau und ein Mann fahren die ehemalige Gastarbeiterroute ihrer Eltern nach. In die traumatischen Erinnerungen ihrer Familiengeschichte mischen sich Stimmen aus dem Radio. Es kreuzen sich die Biografien verstoßener Söhne, eines verschollenen Castingshow-Stars, eines albanischen Punks und jener jungen Tschechin, die als erster Mensch vorsätzlich einen LKW in eine Menschenmenge steuerte.

Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Kultursoziologie an der London School of Economics studiert. In der Spielzeit 2018/19 ist sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Ihr Stückentwurf „Mitwisser“ wurde 2017 mit dem Hans-Gratzer-Stipendium ausgezeichnet, 2018 uraufgeführt und zu den Mülheimer Theatertagen 2019 eingeladen. „AUTOS“ wurde 2019 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. Enis Maci wurde von „Theater heute“ zur „Nachwuchsautorin des Jahres 2018“ gewählt und mit dem Literaturpreis „Text & Sprache“ 2019 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. 2018 erschien ihr Essayband „Eiscafé Europa“.

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:03 Uhr

Konzertaufnehmen

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom Nachmittag

Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53

Josef Suk
‚Pohádka léta - Ein Sommermärchen‘
Sinfonisches Poem für großes Orchester op. 29

Josef Špacek, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Jakub Hrùša

Das Violinkonzert von Antonín Dvořák lohnt die Entdeckung. Der angeblich "böhmische Musikant" erweist sich hier als exzellenter Klangvirtuose, die musikalische Entwicklung birgt geradezu impressionistische Zaubereien. Im zweiten Teil dann Josef Suks "Sommermärchen". Wir bleiben damit gewissermaßen in der Familie, war doch Suk mit der Dvořák-Tochter Otylka verheiratet. Seine Zeit mit Otylka verstand Suk als ein Sommermärchen, seine geliebte Frau war aber plötzlich gestorben. Im "Sommermärchen" verarbeitet er darüber hinaus noch den Tod des geliebten Schwiegervaters - doppelte Trauerarbeit also. Josef Suk komponiert, was ihn persönlich betroffen macht. Dieses Dreiviertelstundenwerk zieht in Anspruch und Inhalt mit Werken des frühen 20. Jahrhunderts gleich, die wir ungleich besser kennen, mit Mahler, Debussy, Skrjabin und Strauss. Phänomenal ist, wie auch Josef Suk bei dieser hochkomplexen Musik sein böhmisches Musikantentum nicht verleugnen kann. Das Konzert könnte man mit Hölderlins "Komm in’s Offene, Freund!" überschreiben, es ist erhellende Horizonterweiterung.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:03 Uhr

Literaturaufnehmen

Minima Poetica von der Kölner Poetica 6
Widerstand, Widerspruch, ja: Widerspinst
Mit Jan Wagner u.a.
Aufzeichnung der Eröffnungsveranstaltung vom 20.01.2020

Sieben Autorinnen und Autoren aus aller Welt reisen an zur sechsten Poetica in Köln. Sie stellen sich am Eröffnungsabend mit Lesungen und im Gespräch mit dem Kurator Jan Wagner vor. Das Fest der Weltpoesie widmet sich der Fähigkeit des Standhaltens: Als Resistenz kann der Härtegrad eines Gegenstands bezeichnet werden, die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesens gegenüber Einwirkungen von außen, schließlich der Widerstand gegen eine Lage, einen Menschen, eine Gruppe von Menschen. Alle drei Bedeutungen lassen sich ohne weiteres auf die Poesie übertragen, die gefestigt genug sein will, um dem Vergehen zu trotzen. Mit einer störrischen Beharrlichkeit scheint sie nachgerade immun zu sein gegen den flüchtigen Zeitgeist und alle modischen Ismen - und ist also ein Gegenentwurf zum Status quo, ein Widerspruch, ein Widerspinst.

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage

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