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Samstag, 16.10.2021

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Wütend, visionär, verkannt
    Eine Lange Nacht über das Rätsel Marlen Haushofer
    Von Elke Pressler
    Regie: die Autorin

    Welch prophetischer Text anno 1963, entstanden im Kopf einer „Hausfrauen-Literatin”, der es zu Lebzeiten nicht gelang, ein „selbstermächtigtes“ Leben zu führen. Doch mit dem Roman „Die Wand” erwies sich Marlen Haushofer (1920- 1970) als brillante Analystin einer (Welt-)Gesellschaft, die bis heute ihr (selbst-)zerstörerisches Tun nicht begreift. Dass diese österreichische Außenseiter-Schriftstellerin, die so gern dazugehören und anerkannt werden wollte, außer ihrem „Klassiker” noch einiges mehr zu bieten hat, ist kaum bekannt. Fragwürdige Rollenzuschreibungen und existentielles „Social Distancing“ bis hin zu sozialer Isolation sind frühe moderne Themen. Dem Rausch des Vergessens nach dem Nationalsozialismus, besonders beliebt in Österreich, setzte sie gallig-entlarvende Texte entgegen, und ihre Beschwörung des Alleinseins entfaltete sie in einer Sprache, die einfach, fast einfältig scheint, deren Sog sich aber unentrinnbar - wie ein Naturereignis - entfaltet. Die „Lange Nacht” über Marlen Haushofer lässt sich ein auf dieses Naturereignis.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    Der amerkanische Traum - Marcel Barsotti und sein Projekt "Americana"

    Außerdem:
    Enis Rotthoff im Gespräch über den Soundtrack zu "The Sunlit Night"

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Es geschah in Berlin
    Der Strauchdieb / Betrug mit dem Poststempel
    Eine Sendereihe in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei
    Von Werner Brink
    RIAS Berlin 1970/71
    Vorgestellt von Margarete Wohlan

    Die RIAS-Krimi-Reihe „Es geschah in Berlin“ griff wahre Fälle aus den Protokollen der West-Berliner Polizei auf. Diesmal versucht bei „Strauchdieb“ ein kleiner Gauner, ein für ihn zu großes Ding zu drehen, während es bei „Betrug mit dem Poststempel“ eine Zeitreise in die tiefste DDR und BRD gratis dazu gibt. Denn besagter Betrug wäre ohne das Passierscheinabkommen, dass es zwischen der DDR und der BRD gab, nicht möglich gewesen. Dabei sollte es nur den persönlichen Kontakt zwischen hüben und drüben erleichtern.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Axel Rahmlow

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Richtig streiten - Was macht einen guten Kompromiss aus

    Gast: Prof. Dr. Gernot Barth, Direktor der Akademie für Mediation, Soziales und Recht an der Steinbeis-Hochschule Berlin
    Moderation: Gisela Steinhauer

    Live mit Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Ob der Kleinkrieg zwischen Paaren, Zoff mit dem Nachbarn, Machtkämpfe an der Arbeit: Gründe, sich zu streiten gibt es viele. Zu oft eskalieren diese die Konflikte. Wie können wir möglichst fair streiten und Kompromisse finden?

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Buchkritik:
    "Freiheit in Gefahr" von Hans Jürgen Papier
    Rezensiert von Gudula Geuther

    Udo Di Fabio: "Coronabilanz"
    Gespräch mit dem Autor

    Buchkritik:
    "Das rechte Recht" von Mehmet Daimagüler, Ernst von Münchhausen
    Rezensiert von Peggy Fiebig

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Alan Posener, Publizist und Buchautor
    Moderation: Jana Münkel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Teresa Sickert

    Alternative Wirklichkeiten
    Einfluss von rechtspopulistischen Onlinemedien
    Von Pia Behme

    Neue Studie
    Wie funktionieren alternative rechtspopulistische Onlinemedien?
    Gespräch mit Annett Heft

    Sarah-Lee Henrich: Was bedeutet „das Netz vergisst nie“ für die junge Generation
    Gespräch mit Berit Glanz

    Der crossmediale Fiction-Podcast „WE/R - Das Verschwinden meiner Schwester“
    Von Carina Schroeder

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

    Kinder- und Jugendtheater für die Zukunft
    Neustart in der Parkaue
    Gespräch mit Alexander Riemenschneider und Christina Schulz

    Opernerklären beim Videospiel
    Kreative Selbsthilfe von Sopranistin Devin Kemp
    Von Tobias Wenzel

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Familiengeschichte als Frauengeschichte in "Walchensee Forever"
    Gespräch mit Janna Wonders

    Der Fall "Memoria" und neue Verleihstrategien: Kino für immer?
    Von Christian Berndt

    "Die Einsame Stadt" - Porträts vom Alleinsein in Berlin
    Gespräch mit Nicola Graef

    Erstarrte Masken?
    Wes Anderson - The French Dispatch
    Gespräch mit Anke Leweke

    Das größte Festival Afrikas beginnt: Fespaco
    Von Katrin Gänsler

    Deutsche Indie-Maschie
    Das Kino von Malte Wirtz

    Top Five:
    Rittertum jenseits der Mittelalterromantik
    Von Hartwig Tegeler

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Mandy Schielke

    Eröffnungskolumne: Vorsicht, Tasten
    Von David Tschöpe

    Nach dem Nobelpreis und dem social distancing
    Wie wichtig der Tastsinn ist
    Gespräch mit Martin Grundwald, Haptik-Forschungslabor an der Universität Leipzig

    Mit Verstand und Gefühl
    Wie blinde Menschen sich modisch kleiden
    Gespräch mit Amy Zayed

    Die Taste als Display
    Wie Computernerds ihre Keyboards optimieren
    Von Hagen

    Die Taste als Display
    Wie Computernerds ihre Keyboards optimieren
    Von Hagen Terschüren

    Live on Tape:
    Kommt Vorsicht an? Was Triggerwarnungen beim Filmegucken helfen
    Von Katharina Kühn

    Arm & Pampig - Folge 15
    Die neue Frisur
    Von Mariola Brillowska

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Jana Münkel

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Streit um Merkels Erbe - Die Neuorientierung der Parteien rechts der Mitte

    Bernhard Weßels, Wahl- und Parteienforscher, stellt sich den Fragen von Hans Dieter Heimendahl

    Die CDU sucht einen neuen Vorsitzenden und neues Profil. Soll sie weiter in die Mitte rücken oder muss sie sich klarer als konservative Partei positionieren? Welche Bedeutung hat die Richtungsentscheidung für die politische Landschaft in Deutschland?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Ganz. Schön. Sterblich.
    Mitte des Lebens: Ein Sound-Essay
    Von Marie Weil
    Regie: die Autorin
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 54'30
    (Ursendung)

    „Vor gut sieben Jahren, da war ich Mitte, Ende dreißig, wurde mir mit einem Schlag klar, dass ich nicht mehr jung bin.“ Was als Reflexion über die Mitte des Lebens beginnt, wird bald zu einer turbulenten und mehrstimmigen Sound- und Gedankenfahrt.

    „Glücklich und zufrieden − das wollten die Menschen vermutlich schon immer sein. Aber dass das leicht ist, selbstverständlich, dass ich ein Recht darauf habe, vielleicht gar verpflichtet dazu bin − ist wohl eher eine zeitgenössische Blüte.“
    Eine Frau in der Mitte des Lebens hält Vor- und Rückschau. Welche Chancen sind vertan, welche tun sich erst auf? Welchen Erwartungen begegnet sie? Und könnte nicht alles ganz anders sein? Widerworte, Einwände, Ergänzungen kommen dazu. Ein Klanggestöber entfaltet sich. Davor, darin und dazwischen öffnet sich ein Möglichkeitsraum.

    Marie Weil, geboren 1977 in Berlin. 1997 bis 2002 Arbeit an verschiedenen Theatern, als Regieassistentin, Ausstattungsassistentin und Dramaturgin. 2002-2010 Kunststudium an der Universität der Künste, Berlin, Meisterschülerin. Seit 2015 Arbeit in eigener Keramikwerkstatt. 2019 erster Film: „Küchenpsychologie − über das Verrücken“, Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen. Außerdem seit vielen Jahren Yoga-Übende und -Unterrichtende. Marie Weil lebt und arbeitet in Berlin.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Deutsche Oper Berlin
    Aufzeichnung vom 16.06.2007

    Alexander Zemlinsky
    "Der Traumgörge"
    Oper in zwei Akten und einem Nachspiel nach einem Text von Leo Feld

    Grete - Fionnuala McCarthy, Sopran
    Prinzessin - Manuela Uhl, Sopran
    Marei - Jacquelyn Wagner, Sopran
    Wirtin - Stephanie Weiss, Sopran
    Görge - Steve Davislim, Tenor
    Züngl - Paul Kaufmann, Tenor
    Wirt - Jörg Schörner, Tenor
    Hans - Markus Brück, Bariton
    Der Müller - Tiziano Bracci, Bass
    Der Pastor - Hyung-Wook Lee, Bass

    Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin
    Leitung: Jacques Lacombe

    Der junge Görge (Georg) ist ein Außenseiter, er liebt Bücher, Märchen und Geschichten mehr als das wirkliche Leben. Er erbt des Vaters Mühle und kann mit ihr nichts anfangen. Die Dorfgemeinschaft versteht das nicht, seine Zurückgezogenheit stößt vollends auf Unverständnis. Eine erträumte Prinzessin stiftet ihn kurz vor der Hochzeit mit Grete zur Flucht an. Doch auch in der Fremde erlebt der Görge Ablehnung und Aggression. Im Moment der größten Einsamkeit trifft er eine Frau, die wie er eine Geächtete ist. Er kann sie im letzten Moment vor einem aufgebrachten Lynchmob auf Hexenjagd retten. Sie finden zusammen, kehren in die Heimat des Görgen zurück und bauen sich eine Zukunft auf. Sie versöhnen sich mit den Mitmenschen. In Gertraud erkennt Görge seine Prinzessin.
    In Zemlinskys Oper geht es um die großen Fragen, um das Verhältnis von Natur und Zivilisation, um Leben und Traum, um Pragmatismus und Weltflucht, es geht vor allem um die ungebrochene Sehnsucht nach Verschmelzung dieser Gegensätze.

  • Radu Paladi
    Konzert für Violine und Orchester e-Moll

    Sinfonische Suite "Das Zauberflötchen"

    Nina Karmon, Violine
    Württembergische Philharmonie Reutlingen
    Leitung: Eugene Tzigane

    Aufnahmen im Studio der Württembergischen Philharmonie Reutlingen im Juni und Juli 2021

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Lebensgefühl
    Emilie Charriot inszeniert in Basel "Un sentiment de vie"
    Gespräch mit Michael Laages

    Wiener Festival "The New normal"
    Medizingeschichte weiß mehr als Politik
    Gespräch mit Prof. Dr. med. Philipp Osten

    Gastland Kanada auf der Buchmesse
    Neues Bewusstsein für indigene Literatur
    Von Dirk Fuhrig