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Sonntag, 08.07.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    „Der dichter ist wie jener fürst der wolke“
    Lyriker über Stefan George
    Von Norbert Hummelt

    Anrüchtiger Verächter der Moderne, ästhetischer Absolutist, Dichterkönig - Stefan George erregt und regt an, noch heute.

    „Komm in den totgesagten park und schau …“ Nicht wenige kennen von Stefan George nur sein bekanntestes Gedicht. Für manche ist er ein Ärgernis, ein Antimoderner und Verächter der Masse. Andere sehen in ihm eine schillernde Figur, einen unbürgerlich lebenden Ästheten, der einen obskuren Kreis junger Männer um sich scharte. Vor allem aber erschrieb sich George, vor 150 Jahren in Bingen geboren, nur aus Gedichten ein ganzes Werk, das er bis in die letzte formale Einzelheit hinein gestaltete. Als Meister des Dichtens und radikaler Erneuerer der deutschen Lyrik um 1900 ist er auch für heutige Lyriker noch eine Herausforderung. Der Lyriker Norbert Hummelt hat mit Kollegen gesprochen: mit dem Büchner-Preisträger Jan Wagner, der bei aller Distanz zum Kult um George dessen handwerkliche Meisterschaft bewundert und mit Uwe Kolbe, der in der DDR zum Leser des verbotenen, anrüchigen Autors wurde.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jutta Petermann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 06:55 Uhr

    Wort zum Tage

    Bahá'í-Gemeinde

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Wenn der Tod Leben rettet
    Organspende, eine Herzenssache?
    Von Stefan Förner
    Katholische Kirche

    Organspenden in Deutschland gehen zurück, gleichzeitig steigt der Bedarf. Das Thema wird nicht nur aufgrund des Skandals manipulierter Wartelisten schärfer diskutiert. Stefan Förner spricht im Feiertag über die Erfahrung mit einer Organspende im direkten Freundeskreis, und fordert eine größere Offenheit im Umgang mit Organspenden, die ihm vor allem eines stärker vor Augen geführt hat: Das Leben ist ein Geschenk.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu für Frühaufsteher

    Erzähltag für Kinder
    Lila Langstrumpf und die Sonntagsgäste
    Erzählung von Kati Obermann
    Gelesen von Ulrike Stürzberger
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
    Moderation: Patricia Pantel

    An einem Sonntagnachmittag stürmen ein Indianerhäuptling, eine Prinzessin und Lila Langstrumpf in Paulines Kinderzimmer. Sie wollen, dass Pauline ihre Geschichte aufschreibt.

    Pauline ist in einer verzweifelten Lage. Es ist Sonntag, die Sonne scheint und alle tollen draußen im Garten herum - ihre Eltern, ihre Schwester und ihre Freunde. Nur sie muss in ihrem Zimmer am Schreibtisch sitzen und über ihren Hausaufgaben brüten. Eine Geschichte für den Deutschunterricht soll sie schreiben. Aber sie hat partout keine Idee. Es will ihr einfach kein guter erster Satz einfallen. Ein zerknülltes Blatt nach dem anderen fliegt auf den Boden. Fast schon ist Pauline das Papier ausgegangen - da bekommt sie unerwarteten Besuch.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Die Froschzarin
    Von Roman Haesgen
    Nach einem russischen Volksmärchen
    Übersetzung von Günter Dalitz
    Ab 7 Jahren
    Regie: Detlef Kurzweg
    Komposition: Herwart Höpfner
    Mit: Juliane Koren, Peter Reusse, Dieter Mann, Carmen-Maja Antoni, Franziska Troegner, Hans Teuscher, Marion van de Kamp, Gerd Grasse, Grigori Swetlana Schönfeld, Regina Beyer
    Produktion: Rundfunk der DDR 1983
    Länge: 49'42
    Moderation: Patricia Pantel

    Der Zar verkündet seinen Söhnen: "Wer die schönste Frau findet, der soll Thronfolger werden." Der jüngste Zarensohn kommt mit einem Frosch nach Hause.

    Drei Söhne hat der Zar, und die Wahl des Thronfolgers fällt ihm schwer, denn der Älteste ist ein Grobian und Verschwender, der Zweite ein Geizhals und der Jüngste ein Träumer. Auf ungewöhnliche Art verheiratet er sie. Jeder muss auf freiem Feld einen Pfeil abschießen. Das Mädchen, das den Pfeil zurückbringt, wird seine Frau. Der Jüngste hat wie immer Pech: Er muss einen Frosch heiraten, denn des Zaren Wort gilt. Der Frosch aber ist ein Mädchen, das verzaubert wurde vom unsterblichen Kostschej und nur erlöst werden kann, wenn ein Mensch es wahrhaft liebt.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Sonntagmorgen

    Das Rätselmagazin
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Deutschlandrundfahrt

    Give peace a chance!
    Friedenstadt Osnabrück in Niedersachsen
    Von Paul Stänner
    (Wdh. v. 16.04.2017)

    Die Stadt Osnabrück inszeniert sich als Stadt des Friedens. Weil im evangelischen Osnabrück und im katholischen Münster sich 1645 die verfeindeten Delegationen versammelten, um drei Jahre lang den Frieden zum Ende des 30-jährigen Krieges zu verhandeln.

    Heute arbeiten zahlreiche Institutionen, Vereine und Initiativen an einer lebendigen Friedenskultur in Osnabrück - sagt das Stadtmarketing. In den Schulen der Stadt wird das interkulturelle und interreligiöse Lernen großgeschrieben und Studienaufenthalte von Studenten aus Indien, Israel und Palästina werden gefördert. Kaum eine andere deutsche Kommune setzt so auf die 'Marke' Frieden wie Osnabrück. Die 'Deutschlandrundfahrt' schaut sich an, was davon stimmt und was nicht. Wie präsent sind die Vorbilder der Stadt? Wie leben die Menschen im Osnabrücker Alltag damit? Sehen sie ihre Stadt wirklich in einer besonderen Rolle?

  • 11:59 Uhr

    Freiheitsglocke

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages

  • 12:30 Uhr

    Die Reportage

    Marihuana mit staatlicher Lizenz
    Uruguay legalisiert Cannabis
    Von Francisco Olaso
    (Wdh. v. 03.12.2017)

    Uruguay ist der erste Staat, der Marihuana auf nationaler Ebene legalisiert hat: der Staat baut an, kontrolliert, vertreibt und verkauft die Droge über registrierte Apotheken. Uruguay ist damit inoffiziell eine Art Pilotprojekt für die Welt. Hier lässt sich beobachten, ob die Freigabe zu mehr Konsum führt und vor allem, ob dadurch die Drogenmafia geschwächt wird. Uruguay ist ein kleines Land in Südamerika, das sich der Macht der Kartelle nicht gewachsen sieht. Mit der Legalisierung von Marihuana hofft man, einen wichtigen Geschäftszweig der Drogenmafia zu untergraben. Um Drogentourismus zu vermeiden, gilt die neue Freiheit nur für uruguayische Staatsbürger. Und wie gehen die damit um?

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Sein und Streit

    Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Herr Honneth, woran krankt Europa?
    Gespräch mit dem Philosophen Prof. Dr. Axel Honneth

    Der philosophische Wochenkommentar:
    "Recht und Ordnung" gegen Asylkrise - Der Ausverkauf des Liberalismus
    Von Svenja Flaßpöhler

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber
    Schwerpunkt: Interreligiöse Beziehungen und Islam

    Antisemitismus unter Muslimen ist ein europäischer Import
    Der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza erklärt im Gespräch, warum er Judenfeindlichkeit unter Muslimen "islamisch verbrämt“ nennt und was man dagegen tun kann.

    In der Kita über Gott reden
    Die Integration von Neuankömmlingen funktioniert oft gut über ihre kleinen Kinder. Hilfreich ist es, wenn auch deren Religion im Kita-Alltag vorkommt - ohne dass das aufgesetzt wirkt.  
    Von Brigitte Lehnhoff

    Information gegen Radikalisierung
    In Erlangen ist das erste muslimische Bildungswerk entstanden, unterstützt von den lokalen Moscheegemeinden. Gerade Jugendliche sollen hier mehr über ihren Glauben erfahren können.  
    Von Thomas Senne

    Die Giraffe der Medici
    In Italien zeigen zur Zeit gleich zwei Ausstellungen, welch enge Beziehungen es in der Renaissance zwischen christlichen Höfen und muslimischen Herrschern gab. Die religiösen Differenzen spielten dabei keine Rolle.
    Von Thomas Migge

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Interpretationen

    "…wie wenn der Tod aufspielt"
    Gustav Mahlers 4. Sinfonie
    Gast: Florian Sonnleitner, Geiger
    Moderation: Ilona Hanning

    40 Jahre spielte Florian Sonnleitner im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das eine besondere Beziehung zur Musik Gustav Mahlers hat.

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel. Feature

    Älter, schneller, weiter
    Sportliche Weltklasseleistung statt Karriereende
    Von Jutta Heeß

    Zurzeit machen auffällig viele Sportler und Sportlerinnen Schlagzeilen, die eigentlich schon im Ruhestand sein könnten: Roger Federer, Timo Boll, Claudia Pechstein, Gianluigi Buffon ... Athleten können heute offenbar über einen längeren Zeitraum Höchstleistungen erbringen als noch vor einigen Jahren bzw. Jahrzehnten. Natürlich gibt es mittlerweile eine bessere medizinische Versorgung, nachhaltigere Trainingsmethoden und smartere Karriereplanungen. Trotzdem: Waren ältere Sportler wie Sprinterin Marlene Ottey und Rennkanutin Birgit Fischer früher Ausnahmen, werden lange erfolgreiche Karrieren nun zum Trend. Welche Erklärungen gibt es für dieses Phänomen?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Kahnawake
    Hörspiel aus Neufrankreich
    Von Simon Werle
    Regie: Ulrich Lampen
    Komposition: Jakob Diehl
    Mit: Brigitte Hobmeier, Wiebke Puls, Sylvester Groth, Johann von Bülow, Christian Redl, Gloria Endres de Oliveira, Jakob Diehl, Susanne Heydenreich sowie Schülerinnen des Chors der Klosterschule Lichtental
    Ton: Daniel Senger, Judith Rübenach
    Produktion: SWR 2017
    Länge: 89'19

    Die junge Häuptlingstochter Teswiona macht nicht alles, was man von ihr verlangt.

    Kahnawake, eine Missionssiedlung bei Québec um 1700. Im Kloster der Ursulinen wird den ansässigen Irokesen das Evangelium und die französische Sprache beigebracht. Die junge Häuptlingstochter Teswiona lernt mit Interesse, doch gibt sie nicht alle ihre alten Vorstellungen auf, wie man es von ihr verlangt. Auch Schwester Parousie hadert mit ihrer Wahl eines klösterlichen Lebens. Dann wird der prekäre Frieden der Siedlung gebrochen, englische Truppen marschieren auf für die Vorherrschaft in Kanada.

    Simon Werle, geboren 1957 in Freisen, studierte Romanistik und Philosophie in München und Paris. Für seine Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen erhielt er mehrere Preise, zuletzt für die Neuübersetzung von Baudelaires "Les Fleurs du Mal". Zudem schreibt er Theaterstücke, Libretti, Romane, Erzählungen. Für seinen Roman "Der Schnee der Jahre" (2003) erhielt er den Münchner Tukan-Preis. "Kahnawake" ist sein Hörspieldebüt.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Konzerthaus Berlin
    Aufzeichnung vom 22. 06.2018

    Antonín Dvořák
    "Karneval", Konzertouvertüre A-Dur op. 92

    Sergej Rachmaninow
    Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester op. 43,
    für Orgel und Orchester bearbeitet von Cameron Carpenter

    Antonín Dvořák
    Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

    Cameron Carpenter, Touring Organ
    Konzerthausorchester Berlin
    Leitung: Christoph Eschenbach

    Cameron Carpenter, der als Spieler kaum Grenzen hat, hat sich ein Werkzeug der "unendlichen Variationen" gebaut und ist dabei, sich die Musikgeschichte auf seine Art zu registrieren. Er sieht sich dabei auch als Paganini der Organistenzunft, als ein Hexenmeister der Klangalchemie.

  • 22:00 Uhr

    Musikfeuilleton

    Konzertsaal mit Malzgeschmack
    Das Britten-Musikfestival in Aldeburgh
    Von Kirsten Liese

    Benjamin Britten gründete 1948 ein Musikfestival in seinem Wohnort Aldeburgh. Heute, 70 Jahre später, hat es sich neben Glyndebourne als eines der bedeutendsten in England etabliert. Der Ort Aldeburgh liegt an der Küste der englischen Grafschaft Suffolk. Die alte Malzfabrik Snape Maltings wurde dort zu einem Konzertsaal umfunktioniert. Das ehemalige Fischerstädtchen ist heute ganz und gar geprägt durch den britischen Komponisten. Das ganze Jahr über werden Konzerte und Education-Programme veranstaltet. Vor allem aber zur Festspielzeit tummeln sich zahlreiche Besucher in dem dünn besiedelten Landstrich. Nachdem das Festival im vergangenen Jahr das 50-jährige Jubiläum des Konzertsaals feierte, legt es in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das kompositorische Schaffen Leonard Bernsteins.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9 kompakt

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    42. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt
    Tanja Maljartschuk ist neue Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin
    Gespräch mit der Autorin

    I should be so lucky!
    Eine Ausstellung über den Mythos des Glücks
    Neue Gesellschaft für bildende Kunst in Berlin
    Von Gerd Brendel

    Rudolstadt-Festival
    Tanz und Folk international
    Von Kerstin Poppendieck

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel