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Sonntag, 27.07.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Lyriksommer
    Das Lied der Globalisierung
    Ezra Pound und die Cantos
    Von Tom Peuckert
    (Wdh. v. 24.10.2010)

    Die Dichtung durchpflügt Kulturkreise und Historie, in der Monarchien vergingen, Diktatoren siegten und scheiterten, sie feiert Homer, Dante und die altchinesische Philosophie.

    Ezra Pound gehört zu den umstrittenen Figuren des 20. Jahrhunderts. Trotz seiner politischen Nähe zur faschistischen Ideologie, der Internierung in einem amerikanischen Gefangenenlager 1945 und der Jahre in einer Irrenanstalt ist sein literarischer Rang unbestritten, sein Einfluss auf James Joyce, auf T.S. Eliot oder Ernest Hemingway, auf die literarische Moderne, verbürgt. Zwischen 1910 und 1960 hat Pound an seinem Groß-Gedicht "The Cantos" geschrieben, die gerade mal 117 Gesänge versammeln. Monarchien vergingen, Republiken wurden gegründet, Diktatoren siegten und scheiterten. Zwei große Kriege verwüsteten die Erde. Die Dichtung durchpflügt alle Schichten der Historie und der Kulturkreise, beschreibt Wirtschaftverhältnisse, Politik, Krieg und Kunst. Mehr als ein Dutzend lebender und toter Sprachen werden in den „Cantos" verwendet. Zitate aus den Verwaltungsakten der Renaissance-Republik Venedig stehen neben Imitationen von Homers "Odyssee" und Dantes "Divina commedia", neben Nachahmungen des Minnesangs provenzalischer Troubadours und des bildreichen Philosophierens im Alten China. Tom Peuckert entdeckt in den „Cantos" ein Lied der Globalisierung, bietet seine Lesart der Gesänge.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Liedermacher und Co. beim 24. TFF Rudolstadt
    Moderation: Holger Beythien

    Deutsche Liedermacher bereichern immer wieder das ohnehin vielseitige musikalische Angebot des tff. In diesem Jahr stellten sich mit Manfred Maurenbrecher und Rainald Grebe zwei der populärsten, aber auch recht gegensätzliche Vertreter ihrer Zunft vor. Der eine, Manfred Maurenbrecher, ist seit über 30 Jahren als klassischer Liedermacher unterwegs. Ein klavierspielender, seelenvoller Geschichtenerzähler auf der rastlosen Suche nach dem Guten im Menschen, angeregt einst von Songwritern wie Leonard Cohen oder Liedermachern wie Franz-Josef Degenhardt und, wie sein aktuelles Album "No go" zeigt, offen auch für neue musikalische Wege. Der andere, Rainald Grebe, ist 20 Jahre jünger als Maurenbrecher und wird gern als Urenkel des Dadaismus bezeichnet. Ein originärer Liedersänger, der auch als Kabarettist durchgeht und in der lustvollen Enttarnung des Bösartigen seine Sujets findet, ohne sich zwischen Ironie, Nonsens oder Comedy zu entscheiden. Den Sonderpreis der RUTH erhielt Rainald Grebe beim tff für sein "verknapptes, aber urkomisches Mosaik der deutschen Gesellschaft". Ergänzt werden die Konzerte von Manfred Maurenbrecher und Rainald Grebe mit Ausschnitten aus dem Peter "Pitter" Rohland gewidmeten Programm "Pitters Lieder".

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Erinnerung an Antoine de Saint-Exupéry
    Von Barbara Zillmann
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Moderation: Johannes Nichelmann

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Das Gespenst von Canterville
    Orchesterhörspiel von Judith Lorentz
    Nach dem Buch von Oscar Wilde
    Ab 8 Jahren
    Regie: Judith Lorentz
    Komposition: Henrik Albrecht
    Mit: Laura Maire, Peter Fricke, Stefan Kaminski
    Produktion: SWR, MDR, WDR, HR, Deutschlandradio Kultur 2006
    Länge: 52'57
    (Wdh. v. 03.02.2008)
    Moderation: Tim Wiese

    Ein Gespenst will seiner Familie das Gruseln lehren.

    Der amerikanische Gesandte in England kauft für seine Familie Schloss Canterville mit allem was dazugehört, auch dem Schlossgespenst. Aber das nimmt er nicht sehr ernst. Die ganze Familie begegnet dem Gespenst mit der Unbekümmertheit aufgeklärter moderner Menschen. Das Gespenst will der Familie das Gruseln lehren, doch es wird dabei völlig zermürbt. Diese Familie gruselt sich einfach nicht. Die ironisch-humorvolle Geistergeschichte hat Weltruhm erlangt. Sie dient dem Komponisten Henrik Albrecht als Vorlage für sein Orchesterhörspiel. Die gesamte Handlung wird von drei Schauspielern und dem Rundfunksinfonieorchester des SWR erzählt.

    Oscar Wilde (1854 - 1900), irischer Schriftsteller, seinen Ruhm begründete Wilde mit der erfolgreichen Märchensammlung "Der glückliche Prinz und andere Erzählungen" (1888) und dem "Bildnis des Dorian Gray" (1890).

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Von Geistern und Gespenstern
    Reise zu Orten, an denen es spukt
    Von Gesa Ufer

    "Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht zu deinem Schaden sein", raunt eine Stimme Krabat zu. So beginnt die sorbische Sage um den verwaisten Betteljungen, der dem Ruf eines Zaubermeisters in eine Welt voller magischer Bräuche und Rituale folgt. Nur eine der Gestalten, die schon immer die Welt der Menschen in der Lausitz durchstreifen. Saša Stanišić, der Gewinner des diesjährigen Preises der Leipziger Buchmesse, nähert sich in seinem Roman "Vor dem Fest" der Alltagswirklichkeit eines uckermärkischen Dorfes und findet dort auch so manchen Spuk. Die Tiefenschicht der Legenden freilegen und so Erfundenes mit Vorgefundenem verbinden - das will auch die Deutschlandrundfahrt und begibt sich unerschrocken dorthin, wo es bis heute nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Etwa zu einer Lichtung in Märkisch-Oderland, wo Pilzsammlern die Vision einer verschwundenen Stadt erschienen sein soll. Oder in die Lausitz, wo die Mittagsfrau den Bauern auf dem Feld auftaucht. Vorbei an einsamen Seen und verlassenen Gehöften gemeinsam mit selbsternannten Geisterjägern, Skeptikern und Dorfbewohnern.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • Des Menschen bester Freund
    Die Liebe zum Hund
    Von Carolin Pirich

    Die Liebe des Menschen zum Hund ist bemerkenswert: Herrchen oder Frauchen scheuen keine Mühen und Kosten, wenn es um das Wohlbefinden des besten Freundes geht. Der Mensch richtet sogar sein Privatleben ganz nach dem Hund, verzichtet auf Urlaub,wenn das Tier nicht mitfahren kann oder auf Kneipenabende mit Freunden. Hauptsache dem Hund geht's gut. Eine Trennung ist nur schwer zu ertragen, der Verlust eines Hundes ist von tiefer Trauer begleitet - jedenfalls beim Menschen. Der Hund kann sich relativ schnell an ein neues Zuhause gewöhnen. Warum verbinden wir uns so eng mit dem Hund? Fehlt der richtige Partner? Die Kinder? Ist es die moderne Einsamkeit in der Großstadt? Oder nichts von alledem? Carolin Pirich besucht Hunde-Friedhöfe und Wohnzimmer mit Hunde-Urnen, sie begleitet Hundebesitzer ins größte Hundeauslaufgebiet der Hauptstadt, trifft Hunde in der Psychotherapiepraxis, befragt Wissenschaftler und entdeckt unzählige Facetten in der Beziehung des Menschen zu seinem besten Freund.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: René Aguigah

    u.a.
    Philosophischer Wochenkommentar: Gefahren des schnellen Reisens
    Von Michael Opitz-Wiemers

    Aus den Archiven: Theodor W. Adorno und Arnold Gehlen über Öffentlichkeit

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Feature
    Mit dem Koran für Gleichberechtigung
    Welche Bedeutung hat der Islamische Feminismus für muslimische Frauen in Deutschland?
    Von Ita Niehaus

    Moderation: Ralf Bei der Kellen

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • „Zwischen jugendlichem Elan und Altersweisheit“
    Richard Strauss' zwei Hornkonzerte
    Gast: Hornistin Marie Luise Neunecker
    Moderation: Jürgen Liebing

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    X und Y macht Ixylon
    Die Erfolgsgeschichte eines ostdeutschen Bootes und seiner Segler
    Von Alexa Hennings

    Auf dem Segel ist ein komisches Zeichen aufgenäht: Ein X über einem Y. Die Ixylon-Jolle ist die einzige DDR-Bootsklasse, die die Wende überstanden hat. Vielleicht, weil sie - und das ist ziemlich einzigartig - als Regatta- , Wander- und Familienboot gleichermaßen taugt. Und man auch mit wenig Geld ganz vorn mitsegeln kann. Die Fangemeinde wächst, wie sich an den Teilnehmerzahlen der Ixylon-Regatten ablesen läßt. Immer ganz vorn segeln die Sternberger mit. In dem beschaulichen Ort zwischen Güstrow und Schwerin sind selbst Handwerker und Fischer einst Europa- oder Deutsche Meister gewesen. Auch der seit 22 Jahren amtierende Bürgermeister Jochen Quandt war DDR-Meister im Ixylon-Segeln. Er sorgt dafür, dass Sternberg eine Seglerstadt bleibt. Trainiert die Kleinsten in ihren Booten namens Optimist und hofft, dass sie dabei bleiben und später einmal aufs Ixylon umsteigen. Und siegen. Natürlich für Sternberg.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Kunststücke
    George Grosz:
    Hirnzirkus - Gedankenflüge
    Hörspiel aus Briefen, Texten und Gesängen
    Von George Grosz
    Bearbeitung: Michael Farin
    Komposition und Regie: Klaus Buhlert
    Mit: Bernhard Schütz
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: DLR Berlin 2004
    Länge: 80‘54
    (Wdh. v. 13.02.2005)

    George Grosz, "Gedankenjongleur, Gehirnsaltospringer und  traurigster Mensch in Europa", emigrierte 1933 nach New York.

    George Grosz (1893-1959), der große Maler und Karikaturist der Weimarer Republik, nannte sich selbst Gedankenjongleur und Gehirnsaltospringer - aber auch den traurigsten Menschen in Europa. Der Karl-May-Fan hatte einen großen Traum: Amerika. "Paris: scheiße ich drauf. Berlin, na schön (Heimat, Sprache! Vergleich wie nirgend anderswo, mag gehen). Rom: Saunest. Petersburg: ekelhaft. Moskau: Proletendorf! New York: die Stadt!!!!!!!!" Im Januar 1933 emigrierte er nach New York. "Ich ging wegen Hitler. Er ist nämlich auch ein Maler ... und da schien mir Deutschland für uns beide einfach zu klein." Grosz vermisst Berlin. Er wird zu einem fleißigen Briefschreiber.

    Michael Farin, geboren 1953, Germanist, Autor, Herausgeber ('belleville Verlag'). Zuletzt: 'Cookie Mueller' (WDR 2013).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Sommerliche Musiktage Hitzacker
    VERDO Konzertsaal Hitzacker
    Aufzeichnung vom 26.07.2014
     
    Ferenc Farkas
    Altungarische Tänze 

    Maurice Ravel
    Le Tombeau de Couperin

    Jacques Ibert
    Trois pièces brèves

    Luciano Berio
    Opus Number Zoo

    Dieter Ammann
    Eine Minute für zwei Fanfaren für Horn solo

    Samuel Barber
    Summer Music op. 31

    Günter Raphael
    Quartett op. 61 für vier Holzbläser
     
    Ensemble Chabot:
    Andrea Lieberknecht (Flöte)
    Marie-Luise Modersohn (Oboe)
    Wolfgang Meyer (Klarinette)
    Dag Jensen (Fagott)
    Franz Draxinger (Horn)
     

  • „Sie hätten sie nicht singen lassen dürfen“
    Estland und das sowjetische Trauma
    Von Elke Pressler

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    u.a.
    Hassliebe zu Israel - der Schriftsteller und Publizist Daniel Cil Brecher

    Vom Spinnen in der Kunst - eine Ausstellung zur Metapher des Netzes in Kiel

    Apollo in 3D. Ein neues Scanverfahren will Kunstschätze bewahren

    Salzburg: Sven Eric Bechtolf inszeniert Mozarts "Don Giovanni"