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Sonntag, 21.06.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Kopfattacken
    Schmerz und Kreativität in Literatur, Philosophie und Musik
    Von Carola Wiemers

    Der Schriftsteller und Nervenarzt Alfred Döblin war der Ansicht, dass der Kopf "das gefährlichste Organ" des Menschen sei. Als Quelle unkontrollierbarer Ideenproduktion schätzt und fürchtet man ihn bis heute. Schmerzen schränken seine Produktivität nicht unbedingt ein. Für Immanuel Kant war der Schmerz der "Stachel aller Tätigkeiten", für den Migräniker Friedrich Nietzsche gar ein "Befreier des Geistes". In spannenden Studien der Pathografie beschreiben Schriftsteller, Philosophen und Musiker Schmerzattacken als eine die Wahrnehmungsfähigkeit und Kreativität erweiternde Droge. Offenbar bedarf es in der Literatur, Philosophie, Musik und Malerei gewisser chaotisch-schmerzhafter Zustände, um einzigartige Werke hervorzubringen. Hildegard von Bingen, August Strindberg, Karoline von Günderrode, Sigmund Freud, Gustav Mahler, Richard Wagner, Friedrich Hölderlin, Giorgio de Chirico u.a. schufen unter Schmerzen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Uwe Golz

    Gäste im Studio sind heute "Miz Elizabeth" Bougerol & Evan "Bibs" Palazzo von The Hot Sardines, der "Liedermacher" Eric Pfeil und der dänische Singer/Songriter Mike Andersen

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Gemeinde der Berliner Moschee

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf."
    War Josef ein Träumer?
    Von Jens Daniel Schubert
    Katholische Kirche

    Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf! Schön wär's, wenn man einfach die Hände in den Schoß legen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen könnte, der schon für alles sorgen wird. Ganz so einfach ist es aber nicht. Josef, der Mann von Maria, der Gottesmutter, hat bestimmt fleißig gearbeitet. Man verehrt ihn als "Josef, der Arbeiter". Auf dem Altarbild in der Dresdner Hofkirche, gleich neben der großen Himmelfahrtsdarstellung und gegenüber von Maria, hat ihn der Maler schlafend dargestellt. Josef - ein Träumer? Die Bibel berichtet von entscheidenden Momenten, in denen Josef seine Weisung im Traum erhielt. Dass er danach gehandelt hat, dass er den Traum in die Tat umgesetzt hat, das hat ihn zum Vorbild, zum Heiligen werden lassen.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Das Chamäleon und der Elefant
    Volksmärchen aus Afrika
    Ab 6 Jahren
    Sprecher: Alexander Gill
    Produktion: cbj Audio 2003
    Moderation: Paulus Müller

    Um die große Dürre zu besiegen, versuchen sich die Tiere Afrikas in einem Wettstreit.

    In einem Land in Afrika herrscht große Trockenheit. Bald droht allen Tieren der Tod. Am ausgetrockneten Fluss lebt eine Frau mit ihrer wunderschönen Tochter. Sie verspricht sie demjenigen zur Frau, der Wasser herbeischafft. Es beginnt ein Wettstreit der Bewerber um die Schöne. Alle Tiere strömen herbei, auch das Chamäleon und der Elefant. Der Elefant scheitert. Dem Chamäleon jedoch gelingt das Regenwunder. Das gefällt dem Elefanten gar nicht und er sinnt auf Rache.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kakadus Reisen
    Vom Kinderfest in Born auf dem Darß
    Moderation: Patricia Pantel

    Tonnenabschlagen, alte Zeesenboote, plattdeutsche Sprache und Volksfeste gehören seit Jahrhunderten zu der Kultur auf dem Darß, einer schmalen Landzunge zwischen Bodden und Ostsee. Seit über 170 Jahren wird in Born auch das traditionelle Kinderfest gefeiert. Und darauf ist man besonders stolz. Dabeisein, Miterleben ist für Einheimische wie Gäste Pflicht und Vergnügen. In diesem Jahr besucht der Kakadu vom Deutschlandradio Kultur das Fest. Losgehen wird es mit einer Kutschfahrt durch den geschmückten Ort, die einige Überraschungen verspricht. Auf der Festwiese dann treffen wir 'Königskinder', ehe wir uns den Wettkämpfen im Tonnenschlagen und Taubenstechen zuwenden. Am Ende sollen neue 'Majestäten' geehrt werden. Was es damit alles auf sich hat, wollen wir erkunden.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Uwe Golz

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Vom Lager zum Dorf
    Die bewegte Geschichte von Trutzhain in Hessen
    Von Susanne von Schenck

    Die 'deutsche Märchenstraße' macht um das hessische Trutzhain einen Bogen. Denn mit seinen flachen Baracken und schnurgeraden Straßen ist der Ort in der Schwalm alles andere als idyllisch. Aber ein Stück deutsche Geschichte. Während des Zweiten Weltkrieges sperrte Hitlers Wehrmacht auf einer ehemaligen Weide Polen und Franzosen ein, darunter François Mitterand, den späteren französischen Staatspräsidenten - in Zelten, umgeben von Stacheldraht. Mit 53000 Häftlingen war das StaLag IX A das größte Kriegsgefangenenlager in Hessen. Dann wurden Baracken gebaut. Später machten Juden als 'displaced people' auf dem Weg nach Palästina dort Station, ab 1948 fanden Heimatvertriebene in den Baracken eine Unterkunft. Einige sind geblieben. 1951 wurde aus dem Lager die damals jüngste Gemeinde Hessens: Trutzhain. Bis heute prägt die Gründungsgeschichte das Leben im Dorf - und das nicht nur, weil die Hauptstraße bis heute von den ehemaligen Lagerbaracken gesäumt wird, die nun jedoch als Wohnhäuser saniert wurden.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • Maestro Myon
    Ein Roboter im Orchestergraben
    Von Carolin Pirich

    Ein Wissenschaftler hat eine Maschine aus Plastik und Metall gebaut, die begreifen soll, was Emotionen sind. Deshalb wurde der Roboter Myon Monate lang von Musik umgeben - in der Oper. Er bekommt Dirigier- und Gesangsstunden, spricht mit Sängern und Künstlern und soll schließlich am 21. Juni an der Komischen Oper auf der Bühne auftreten - wie ein normales Mitglied des Ensembles. Eineinhalb Jahre lang hat Carolin Pirich den Roboter Myon begleitet, der am Anfang nichts als stehen und schauen konnte. Ob er jemals den Dirigenten ersetzen kann? Die Geschichte eines visionären Projekts.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Thorsten Jantschek

    Kleine Leute, große Fragen:
    Kann man seine Gedanken steuern?

    Der philosophische Wochenkommentar:
    Flüchtlinge und politische Kunst
    Von Arno Orzessek

    Ethik und Ästhetik
    Gespräch mit Hanno Rauterberg, Journalist

    Klassischer feministischer Marxismus für die Gegenwart:
    Laurie Penny in Berlin

    Drei Fragen an Georgette Dee

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Philipp Gessler

    Gegen den Konsumismus
    Gespräch mit dem katholischen Theologen Rainer Kampling, Berlin, über die theologischen Hintergründe der neuen Umweltenzyklika von Papst Franziskus

    Der Traum von einer anderen Kirche
    Don Vinicio Albanesi ist einer der populärsten katholischen Geistlichen Italiens, weil er sich radikal für die Ausgegrenzten in der Gesellschaft einsetzt
    Von Marina Collaci

    Endstation Freistatt
    Ein neuer Spielfilm schildert das Terrorregime, dem Jugendliche in einem evangelischen Heim Ende der Sechziger Jahre ausgeliefert waren
    Von Wolfgang Martin Hamdorf

    Live better, help often, wonder more
    Die sonntäglichen Treffen “Sunday Assembly” faszinieren Menschen, die sehr gern ein paar Rituale, aber keinen Gottesdienst haben wollen
    Von Josefine Janert

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Sinfonia á due
    Die Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 d-Moll, op. 108 von Johannes Brahms
    Moderation: Michael Dasche

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Jörg Degenhardt

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Drei Züge im Voraus
    Lukas Kleckers will Billardprofi werden
    Von Maximilian Kuball

    Die Billardvariante Snooker ist in Deutschland vor allem eine Fernsehsportart. Mit den Übertragungen bei Eurosport begann auch bei Lukas Kleckers die Liebe zu Snooker - da war er zehn Jahre alt. Ihn faszinierte die Kunst der Spieler, die Kugeln punktgenau zu positionieren und da bei mehrere Spielzüge vorauszudenken. Jetzt, mit 18, ist Kleckers bereits der beste deutsche Snookerspieler und träumt davon, seinen Sport professionell zu betreiben. Um eine der begehrten Spielberechtigungen der Main Tour zu ergattern, lebt er schon jetzt wie ein Profi: mit Trainingslagern in Großbritannien und Qualifikationsturnieren in aller Welt. Das Geld dafür sammelt er per Crowdfunding in der deutschen Snookerszene. Die hofft, dass es endlich auch einer der ihren in die Fernsehübertragungen schafft.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Diridari
    Von Jörg Graser
    Regie: Robert Matejka
    Mit: Ulrich Noethen, Udo Wachtveitl u.v.a.
    Ton: Johanna Fegert
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
    Länge: 67’44
    (Wdh. v. 05.03.2006)

    Er war schon schlau, der Ignaz. Rabiat und genial hat er es vom Wirtsbuben zum Multimillionär gebracht und mit etwas Diridari (bayerisch für Geld) auf Pump, die modernste Glashütte Europas aufgebaut.

    Anschließend:
    Diridari Epilog: Fiktives Interview mit Dr. Salzmeier (7'26)

    Ausschnitt Deutschlandrundfahrt:
    Von Geistern und verwunschenen Orten
    (Wdh. v. 21.09.2013 / 12'50)

    Diridari ist ein bayerisches Wort für Geld. In der Inflationszeit vor dem Ersten Weltkrieg hat Ignaz einen Riesenkredit aufgenommen und Europas modernste Glashütte errichtet. Mit einem Haufen wertlosem Papier hat er alles zurückgezahlt und danach im Wirtshaus einen Füllfederhalter in die Luft gehalten und geprahlt: »So viel wie dieser Füller, so viel hat mich meine Hütten gekostet!« Er war schon schlau, der Ignaz. Rabiat und genial hat er es vom Wirtsbuben zum Multimillionär gebracht. Aber dann entwickelt dieser Dreizentnermann zarte Gefühle, und die Liebe verschlägt ihn auf einen Kriegsschauplatz, auf dem ihm seine ganze Schläue nichts mehr nutzt und seine Millionen auch nichts. Im Gegenteil.

    Jörg Graser, geboren 1951 in Heidelberg, Dramatiker, Autor, Regisseur und Filmproduzent. 1991 Adolf-Grimme-Preis. Für Deutschlandradio: 'Jailhouse Blues' (DeutschlandRadio Berlin/NDR 2003) und die 'Kreuzeder'-Krimis (2010/2011/2012).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Bachfest Leipzig
    Nikolaikirche Leipzig
    Aufzeichnung vom 21.06.2015

    Johann Bernhard Bach
    Ouvertüre e-Moll

    Georg Friedrich Händel
    "Armida abbandonata" HWV 105

    Johann Sebastian Bach
    Konzert E-Dur für Violine, Streicher und Generalbass BWV 1042
    Kantate "Geschwinde, geschwinde, ihr wirbelnden Winde" BWV 201

    Raffaela Milanesi, Sopran
    Hana Blažíková, Sopran
    Terry Wey, Altus
    Krystian Adam, Tenor
    Václav Cizek, Tenor
    Jan Martinik, Bass
    Lisandro Abadie, Bass
    Collegium Vocale 1704
    Collegium 1704
    Leitung: Václav Luks

  • "Erbe schützen - Vielfalt leben - Zukunft bauen"
    Zum bundesweiten "Tag der Musik"

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer

    "My square Lady" - eine Roboter-Opernerkundung von Gob Sqad in Berlin
    Gespräch mit Andre Mumot

    Florentine Klepper bringt "Julietta" von Bohuslav Martinu an die Oper Frankfurt
    Von Jörn Florian Fuchs

    "Globale"-Ausstellung im ZKM Karlsruhe

    Wie viel ist zusammengekommen? Versteigerung der Sammlung Achenbach in Köln
    Von Peter Backof