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Sonntag, 08.04.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Totgesagte leben länger
    Linker Buchhandel in der Bundesrepublik
    Von Nils Kahlefendt
    (Wdh. v. 15.01.2017)

    1968 gingen Leser auf die Straße. Nach 1968 gründeten sie linke Verlage und Buchhandlungen. Manche gibt es noch heute.

    Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen, keiner nur materiellen Ware zu tun zu haben. Die Akteure der meist kollektiv betriebenen Läden wollten sich auch im Beruf politisch engagieren, um die Gesellschaft zu verändern. Entscheidend war ihr egalitärer Anspruch in Lohn-, Entscheidungs- und Besitzstrukturen. Basisdemokratische Organisation zählte mehr als möglicher Profit. Was ist in Zeiten, da die Frage "Was tun?" weniger mit Lenin als vom Betriebsberater beantwortet wird, aus diesen Hoffnungen und Träumen geworden? Ob 'Schwarze Risse‘ in Berlin-Kreuzberg, 'Sputnik‘ in Potsdam oder 'Roter Stern‘ in Marburg, ob Großstadt- oder Provinzbuchladen - noch immer arbeiten einstige Kollektive und nach der Wende neu gegründete Projekte politisch hellwach gegen den Mainstream. Das Türschild 'Wegen Demo geschlossen!’ wird man allerdings vergeblich suchen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Uwe Golz

    "Macht’s gut“ ist der Titel des Hannes Wader Albums, das am 30.November 2017 in Berlin live mitgeschnitten wurde. Für viele seiner Fans war es ein Schock, als sich Hannes Wader mit diesen Worten im Tempodrom verabschiedete und kein "bis zum nächsten Mal" anfügte. Dieser Novemberabend war Waders Abschied vom Tourneeleben, aber kein Abschied von der Bühne, wie er im Gespräch mit Uwe Golz erzählte. Gerade schreibt er an seiner Biographie, die wohl - so wie seine Lieder - auch schonungslos mit ihm selbst zu Gericht gehen wird. In den drei Stunden dieser Tonart erzählt Hannes Wader aus und über sein Leben ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ein Mensch, ein Liedermacher und Poet - und nie er gesteht: "Ein ganz sentimentaler Hund".

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Carsten Rochow

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    "Das Schweigen Gottes"
    Von Monsignore Stephan Wahl
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Drei Akrobaten und zehntausend Piraten
    Von Martin Klein
    Gelesen von Axel Prahl
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017
    Moderation: Tim Wiese

    Tante Vera in Hamburg zu besuchen, ist für Tom immer etwas ganz Besonderes. Ist sie doch, wie auch er, ein Fan vom FC St. Pauli und hat Karten fürs Stadion.

    Tom freut sich auf die Reise zu seiner Tante in Hamburg. Ein Ausflug zum riesigen Hafen und ein Stadionbesuch beim Piraten-Fußballverein FC St. Pauli stehen auf dem Programm. Außerdem gibt es bei Tante Vera stets leckeres Essen. Toms bester Freund begleitet ihn in der Hansestadt, und so können die beiden dort gemeinsam ihrer liebsten Leidenschaft nachgehen. Tom und Axel sind Alltagsakrobaten. Sie klettern, hüpfen und springen, wo immer sie sind. Zu ihrer Verwunderung finden sie in Toms kleiner Kusine Cora eine mindestens ebenbürtige Partnerin, und das ist nicht die einzige Überraschung, die auf die Freunde wartet.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kakadus Reisen
    Der Leipziger Hauptbahnhof
    Zu Besuch im größten Kopfbahnhof Europas
    (Wdh. v. 30.10.2016)

    Moderation: Tim Wiese

    Kakadu taucht ein in die Welt von Zügen, Weichen und Gleisen.

    Mit täglich über 120.000 Reisenden ist der Leipziger Hauptbahnhof einer der größten Bahnhöfe der Deutschen Bahn. 21 Gleise, inklusive zweier Tunnelgleise, auf denen die S-Bahn fährt. 2011 war er Bahnhof des Jahres, seit 1915 gibt es ihn schon. Doch wie funktioniert so ein Bahnhof? Wer stellt die Weichen, wer sorgt für Anschlüsse und wer kümmert sich darum, dass die Züge pünktlich abfahren? Kakadu lässt sich die Funktionsweise eines Bahnhofs erklären und besucht Stellwerk und Leitstelle. Und er hat entdeckt, dass der Bahnhof außerdem ein ziemlich großes Einkaufszentrum ist. Viele Besucher kommen täglich zum Bahnhof, obwohl sie gar nicht mit dem Zug fahren wollen.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Marianne Allweiss unterwegs mit dem Schauspieler Mark Waschke in Berlin

    „Blank ziehen“ das scheint an der Berliner Schaubühne schon fast Tradition zu sein. Da wundert es nicht, wenn Mark Waschke nach nur wenigen Sätzen in 'Love Hurts in Tinder Times‘ nackt über die Bühne springt, singt und mit Malfarben herumspritzt. Das Stück über Begehren im Zeitalter von Dating-Apps ist der Renner, die Vorstellungen stets ausverkauft. Im wahren Leben hat Mark Waschke weder ein Facebook-Konto noch ist er auf Single-Plattformen unterwegs, zum Smartphone musste man ihn überreden. Doch Nacktszenen, die machen dem 46-Jährigen tatsächlich großen Spaß. Auch im Berliner ‚Tatort’, hier ermittelt er seit drei Jahren an der Seite von Meret Becker als Kommissar Robert Karow.
    1991 zog es Waschke in die Hauptstadt, hier besuchte er die Schauspielschule. Nach bestandener Abschlussprüfung folgten Engagements am Berliner Maxim-Gorki-Theater und auch am Deutschen Theater. Seinen ersten Kinofilm drehte Waschke relativ spät, mit 35. Der Durchbruch gelang ihm als Thomas Buddenbrook in der Kinoverfilmung 'Die Buddenbrooks’, seitdem erhielt er für sein Schauspiel diverse Auszeichnungen. Und wohin will Mark Waschke, wenn er mit der 'Deutschlandrundfahrt‘ durch Berlin zieht? Auf jeden Fall Richtung Kudamm, in die Schaubühne, denn über viele Jahre war er hier festes Ensemblemitglied.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Marcus Pindur

  • Der Plural von Heimat
    Renterclubs in Berlin Kreuzberg
    Von Wiebke Keuneke

    Die Gastarbeitergeneration ist längst in Rente und in einem Zuwanderer-Stadtteil wie Berlin Kreuzberg gibt es Seniorentreffpunkte, so wie es sie überall gibt. Nur dass sich hier bei der Arbeiterwohlfahrt Polen, Türken, Griechen, Ex-Jugoslawen und Spanier mit ihren jeweiligen Landsleuten treffen und unter sich bleiben. Sie pflegen ihre Heimatgefühle mit Musik, Tanz und gemeinsamem Essen, aber sie sind auch Berliner. Am Ende gibt es eben nicht nur eine Heimat.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Von "2001" bis "Bladerunner" - ein SciFi-Mashup
    Von Johanna Tirnthal

    50 Jahre Dutschke-Mord: Freiheit heißt, die Angst zu überwinden
    Von Andrea Roedig

    50 Jahre "Odyssee im Weltraum" - Wieviel SciFi steckt in der Philosophie?
    Gespräch mit Josef Früchtl

    Im Einklang mit dem Kosmos: Die Philosophie der Mapuche
    Von Sophia Boddenberg

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Schwerpunkte: Orthodoxes Ostern / Religion in den USA
    Moderation: Kirsten Dietrich

    Kirche ist Liturgie - Orthodoxes Osterfest und Orthodoxie in Deutschland
    Gespräch mit Konstantin Nikolakopoulos, Prof. für Orthodoxe Theologie an der Universität München

    Frei und unversichert
    Von Andreas Boueke

    Neue Bürgerrechtsbewegung?
    Von Arndt Peltner

    Kirche ist Liturgie - Orthodoxes Osterfest und Orthodoxie in Deutschland
    Die orthodoxen Kirchen feiern erst an diesem Wochenende Ostern - Höhepunkt und Ausdruck des Glaubens. Die drittgrößte christliche Gemeinschaft der Welt sieht sich in ungebrochener Traditionslinie der frühen Kirche, aber auch sie steht vor Veränderungen.

    Frei und unversichert
    Die Kirchen in den USA streiten um die Krankenversicherung
    Sollte man Menschen zwingen, sich gegen Krankheit zu versichern? In den USA ist das umstritten, auch unter sozial Engagierten in den Kirchengemeinden.

    Neue Bürgerrechtsbewegung?
    Religiöse Gemeinschaften in den USA entdecken die Politik neu
    Vor 50 Jahren wurde Martin Luther King ermordet. Angesichts eines populistischen Präsidenten wird für religiöse Gemeinschaften in den USA das politische Engagement wieder zentral.

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "À la mémoire d'un grand artiste"
    Das Klaviertrio von Peter Tschaikowsky
    Moderation: Johannes Jansen

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Marcus Pindur

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Alles für die Karriere?
    Warum sich Familien für ein Sportinternat entscheiden
    Von Maximilian Klein
    (Wdh. v. 03.12.2017)

    In den Judoverein oder Fußball spielen? Mit dem Sport ist es bei vielen Kindern und Jugendlichen wie mit den Haustieren. Erst heiß geliebt, später vernachlässigt. Aber was passiert mit einer Familie, wenn aus dem spielerischen Training plötzlich harter Alltag und Ernst wird? Wenn eine Sport-Profilaufbahn ein realistischer Lebensweg zu werden scheint? Viele Stunden Training täglich. Weite Reisen zu Wettkämpfen. Geld. Logistik. Strikte Ernährungspläne. Das alles haben auf einmal die Eltern zu organisieren. Und sie sind gezwungen, einen Teil ihres alten Lebens für die Karriere des Kindes zu ändern. Sie müssen entscheiden: Was ist wirklich das Beste für mein Kind, den angehenden Profisportler? Hilfe bieten Sportinternate. Eine weitreichende Entscheidung für eine Familie und ihr privates Leben.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Kunststücke
    echo echo/wo soll ich fliegen
    Hörstück von Gaby Hartel nach der gleichnamigen Sound-Performance von A K Dolven
    Regie: Ingo Kottkamp und die Autorin
    Mit: Sabine Falkenberg, Cristin König, A K Dolven, Wolfgang Condrus, Robert Frank, Irm Hermann, Jule Böwe, Bettina Kurth, Friedhelm Ptok, Klaus Manchen, Shaun Lawton, Patrick Güldenberg, Janusz Kocaj
    Komposition: Justin Swinburne
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 55'42
    (Wdh. v. 05.06.2016)

    Das "Vogelsaal" Soundpoem der A K Dolven wird verbunden mit selbstreflektorischen Notizen und Texten von Wissenschaftlern und Entdeckern.

    Ende August 2015 erklang im historischen Vogelsaal des Berliner Museums für Naturkunde zwischen Hunderten von Exponaten aus dreihundert Jahren Sammlungsgeschichte ein mehrstimmiges SoundPoem, eine temporäre Performance der norwegischen Künstlerin A K Dolven. "echo echo" erzählt in Fragmenten von Migration, Entwurzelung, Unsicherheit.

    Viele Recherchen der Künstlerin legen Zeugnis von Wirklichkeiten ab, die jenseits der optischen Raumerfahrung des Vogelsaals liegen: Texte zeitgenössischer Entdecker, Praktiken der Exponatenbenennung, Selbstreflexionen. Diese verborgenen Aspekte erhalten durch ihre Hörbarmachung in Verschränkung mit dem Soundpoem einen radiophonen Nachklang.

    Im Rahmen von "Kunst/Natur - Künstlerische Interventionen" im Museum für Naturkunde Berlin in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes und Deutschlandradio Kultur 2015/2016.

    A K Dolven, geboren 1953 in Oslo, vielfach ausgezeichnete und Norwegens bekannteste Multimediakünstlerin, aufgewachsen nördlich des Polarkreises auf den Lofoten, die auch in ihren Werken eine wichtige Rolle spielen. Ihre Skulpturen, Malerei, Foto- und Videokunst werden weltweit ausgestellt. 2000 erhielt sie den Fred-Thieler-Preis für Malerei und 2005 die schwedische Prinz Eugen Medaille für herausragende künstlerische Leistungen. A K Dolven wohnte vor 1989 mehrere Jahre im Westteil von Berlin direkt an der Mauer. Heute lebt sie auf den Lofoten und in London.

    Gaby Hartel, Autorin für Kunst und Literatur, Kuratorin der Soundarbeit in Zusammenarbeit mit A K Dolven. Über die norwegische Künstlerin gab Hartel 2015 die Monographie "A K Dolven: Please Return" heraus.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Thüringer Bachwochen
    Georgenkirche Eisenach
    Aufzeichnung vom Nachmittag

    Johann Sebastian Bach
    Kantate „Amore traditore“ BWV 203
    Sonate für Violine solo Nr. 4 C-Dur BWV 1017
    Kantate „Ich habe genug“ BWV 82
    Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050

    Dominik Wörner, Bass
    Bach-Collegium Japan
    Leitung: Masato Suzuki

  • Mozart war sein Gott
    George Bernhard Shaw als Musikkritiker
    Von Georg Beck

    Sein ganzes Leben hat der Dramatiker und Romancier George Bernhard Shaw Musikkritiken geschrieben.

    Die erste Kritik schrieb George Bernard Shaw 1876, die letzte 1941. Hauptberuflich zuerst im neugegründeten "Star", dessen Verleger um den liberalen Ruf der Zeitung fürchtet, da Shaw als links orientierter Intellektueller und Redner bekannt ist. Statt politischer Leitartikel bekommt GBS wöchentlich eine Spalte zum freien Sich-Austoben. So beginnt der verhinderte Politik-Redakteur, Musikkritiken zu verfassen. Vom "Star" wechselt Shaw 1890 zur "World". Seine Urteile, in fachjargonfreier Sprache, sind von erbarmungsloser Schärfe. Nur an einer Stelle wird GBS regelmäßig weich - wenn es um Mozart geht.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Kirsten Lemke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    "Escape to life" - Neue Ideen zur Flüchtlingsthematik am Theater? (medienpartn)
    Von Michael Laages

    Kulturpresseschau
    Von Klaus Pokatzky