Programm

Kalender
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun

Samstag, 09.11.2013

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    "Mein Herz schlägt zurück"
    Eine Lange Nacht der Gedichte aus Ravensbrück
    Von Jürgen Nendza und Edouard Hoffmann
    Regie: Burkhard Reinartz

    Im Jahr 1939 ließ die SS in Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Bis Ende April 1945 waren dort über 130.000 Frauen und Kinder inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden erschossen oder vergast, starben an Hunger, Krankheiten oder an den Folgen medizinischer Experimente. Der KZ-Alltag war ein abgründiges Martyrium, angelegt auf brutale Erniedrigung und Persönlichkeitszerstörung. Manche Frauen begehrten innerlich dagegen auf und versuchten auf ihre Art, die eigene Stimme zu bewahren. Heimlich und unter Lebensgefahr schrieben sie Gedichte. Die wurden beim Appellstehen auf- und weitergesagt, an heimlich veranstalteten Kulturabenden vorgelesen sowie in selbst hergestellten Heftchen aufgeschrieben und weitergereicht. Die Gedichte halfen zu überleben. Sie schufen einen inneren Raum der Freiheit, in dem viele Häftlinge ihre menschliche Würde bewahren konnten.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Musical Time
    Stephen Schwartz
    "Pippin"
    Liedtexte: Stephen Schwartz
    Buch: Roger O. Hirson
    Orchestrierungen: Larry Hochman
    Musikalische Leitung und Arrangements: Nadia DiGiallonardo
    Dirigent: Charlie Alterman
    Regie: Diane Paulus
    Mit Matthew James Thomas, Patina Miller, Terrence Mann, Charlotte d’Amboise, Rachel Bay Jones, Andrea Martin u.a.
    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

    05:50 Uhr
    Presseschau
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Reportage

    Feiern unter Aufsicht
    Geschäftsidee ''Schülerdisko''
    Von Johannes Nichelmann
    (Wdh.)

    Es sind unzählige Schulklassen, die jedes Jahr nach Berlin kommen, um sich hier die geschichtsträchtigen Orte anzusehen. Klassenfahrt zum Bundestag, zum Brandenburger Tor und entlang der Berliner Mauer. Eine Woche lang erleben Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern all das, was die Hauptstadt an Kultur und Politik zu bieten hat. Aber Berlin ist nicht nur Ort der Geschichte und der Bundespolitik, sondern auch Europas Partyhauptstadt. Dies hat sich ein Partyunternehmer zu Nutze gemacht. In einem Club dürfen die minderjährigen Touristen unter Aufsicht ihrer Lehrerinnen und Lehrer feiern wie die Großen. Johannes Nichelmann war für unsere Reportage mit dabei.

    08:50 Uhr
    Kulturtipp
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

  • Der Wochenrückblick

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Tacheles

    „Freiheit der Kunst heißt auch Förderung. Ohne Geld keine Kunst, ohne Geld keine kulturelle Bildung.“
    Axel Rahmlow im Gespräch mit der neuen Intendatin des Maxim-Gorki-Theaters Berlin, Shermin Langhoff

    In ihrer ersten Spielzeit als Intendantin will sich Shermin Langhoff am Maxim-Gorki-Theater mit den Begriffen „Nation“ und „Identität“ auseinandersetzen. Gesellschaft im Übergang? Dieser Frage gehen die Premieren der nächsten Wochen nach. Langhoff will einen neuen Blick auf die Krisen von Ökonomie und Politik und die verschärften sozialen und kulturellen Konflikte, die sie mit sich bringen.
    Von der Mitte der Gesellschaft ist sie enttäuscht: „Ideologische Debatten wie um die Thesen von Thilo Sarrazin zeigen, wie groß die Verunsicherung unter den Menschen ist.“ Das Theater sieht sie als einen Ort, diese Debatten nicht nur zu spiegeln, sondern auch um Stellung zu beziehen, sich einzumischen. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch durch die Nachwuchsförderung. Langhoff hat bereits die „Akademie der Autodidakten“ gegründet. „Kulturelle Bildung kann Kindern Schlüsselerlebnisse bieten. Das müssen wir fördern. Zum Beispiel in dem wir aufhören Jugendzentren zu schließen.“ Was kann die „Kulturelle Bildung, was „normale“ Bildung nicht kann? Können Mitmachkurse am Theater den Kunstunterricht in der Schule ersetzen? Und heißt „Kulturelle Bildung“ in Workshops nicht oft nur ausgelagerte Sozialpädagogik für Jugendliche?

  • 13:30 Uhr

    Kakadu

    Entdeckertag für Kinder
    „Überall brannten die Synagogen"
    Die Pogromnacht am 09.11.1938
    Von Brigitte Jünger
    Moderation: Elmar Krämer

    In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 erlebten die Juden in Deutschland eine Welle der Gewalt. Tausende jüdische Geschäfte wurden verwüstet, Fensterscheiben eingeworfen und Wohnungen geplündert und zerstört. Jüdische Friedhöfe wurden verwüstet und Synagogen in Brand gesteckt. Weil so viel Glas dabei zu Bruch ging, nannte man diese Nacht lange die 'Kristallnacht'. Weil sich das jedoch viel zu sehr nach einer glitzernden Tanzveranstaltung anhört, spricht man heute von der Pogromnacht. Pogrome, das sind gewalttätige Ausschreitungen gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen. Die Juden hatten solche Pogrome schon seit Jahrhunderten immer wieder in Deutschland erlebt. 1938 waren die Nationalsozialisten die Anstifter dieser Gewalt. Schon seit der Machtergreifung Hitlers 1933 diskriminierten und drangsalierten sie ihre jüdischen Mitbürger. Mit der Pogromnacht setzte die organisierte Verfolgung und Ermordung der Juden ein.

    Brigitte Jünger lebt und arbeitet als freie Journalistin in der Nähe von Köln. Sie macht Hörfunkbeiträge für Kinder und Erwachsene und schreibt Kinderbücher. Ihre CD Reihe "Kunst-Stücke für Kinder" ist mehrfach ausgezeichnet worden.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Deutschlandspiel
    Eine Rätselreise zum Mitdenken
    Mit Olaf Kosert und einem Außenreporter

  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Religionen

    „Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen.“
    Ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, die die Pogromnacht vor 75 Jahren in Berlin erlebt hat.
    Von Philipp Gessler

    Kein Raum und kein Recht
    Vor 80 Jahren wurde Ernst Flatow als erster evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft aus seinem Amt entlassen.
    Von Kirsten Serup-Bilfeldt

    Der Champion, der Juden rettete
    Wie der italienische Star-Radrennfahrer Gino Bartali zum „Gerechten unter den Völkern“ wurde
    Von Stefan Osterhaus

    Ammas göttliche Umarmung
    Die Inderin Amma hat schon Millionen von Menschen umarmt - aus reiner Liebe
    Von Antje Stiebitz

    Moderation: Philipp Gessler

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Lesung

    Aus "Der erste Mensch" von Albert Camus
    Gelesen von Alexander Khuon

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    "Bleib mir gesund und versuche, Deine Mutter zu retten"
    Ilse und Marie - Briefe aus Berlin
    Von Gabriel Heim
    Regie: Stefanie Lazai
    Mit: Eva Meckbach, Marie Gruber, Gabriel Heim, Markus Meyer u.a.
    Ton: Peter Kainz
    Produktion: DKultur 2011
    Länge: 54‘30
    (Wdh. v. 28.01.2012)

    1942 steht Marie Winter an der Grenze zur Schweiz. Was dort passiert ist, hat der Sohn und Autor im Nachlass seiner Mutter Ilse gefunden.

    "Was weißt Du denn in Deinem Dorado von meinen Schmerzen", schreibt in Berlin die Jüdin Marie Winter 194 an ihre Tochter Ilse nach Basel. In mehr als 170 Briefen gibt sie Zeugnis von ihrem Leben und ihrer Verzweiflung. Die Tochter soll sie retten, aber Ilse hat sich von der Mutter gelöst. Doch 1941 drängt auch sie zur Flucht. Am 6. Mai 1942 steht Marie Winter mit vier Gefährtinnen an der Grenze zur Schweiz. Was dort passiert ist, hat der Sohn und Autor im Nachlass seiner Mutter Ilse gefunden. Aus der Korrespondenz, über die die Mutter nie gesprochen hat, gestaltet er ein Dokument der Zeitgeschichte.

    Gabriel Heim, 1950 in Zürich geboren, lebt in Berlin und Basel. Autor und Produzent von Dokumentarfilmen. Ab 1985 Korrespondent des Schweizer Fernsehens für die USA und den Nahen Osten. Ging 1991 zum WDR. Von 2003-2008 Fernsehdirektor des RBB.

    Öffentliche Lesung aus den Briefen von Marie Winter am 9.11.2013 im Berliner Zeughauskino.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Opernhaus Bielefeld
    Aufnahme vom 07.01.1995

    Viktor Ullmann
    "Der Sturz des Antichrist"
    nach einem Libretto von Albert Steffen

    Der Regent/Der Dämon des Regenten - Ulrich Neuweiler, Tenor
    Der Priester/Der unvollkommene Engel des Priesters - Richard Decker, Tenor
    Der Techniker/Das Gespenst des Technikers - William Oberholtzer, Bariton
    Der Künstler - Louis Gentile, Tenor
    Der Wärter/Ein Greis - Monte Jaffe, Bass
    Der Ausrufer - Lassi Partanen, Tenor
    Chor der Städtischen Bühnen Bielefeld
    Philharmonisches Orchester Bielefeld
    Leitung: Rainer Koch

    nach Ende der Oper ca. 21.00 Nachrichten

  • Live aus dem Nikolaisaal Potsdam
    “El Male Rachamim” - Gott voll Barmherzigkeit
    Synagogale Musik zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

    Werke von Leib Glantz, Yossele Rosenblatt, Louis Lewandowski, Raymund Goldstein u. a.

    Azi Schwartz, Kantor
    RIAS Kammerchor
    Leitung: Ud Joffe

  • 22:30 Uhr

    Erotikon

    Aus "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann
    Gelesen von Max von Pufendorf
    (Wdh. v. 16.02.2008)

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage