Samstag, 22.09.2018
 

Politisches Feuilleton

Sendung vom 21.09.2018

Köthen und die MedienBenennt die wahren Probleme!

Vor einer geplanten Demonstration mehrerer rechtsgerichteter Gruppierungen haben die Menschen im sachsen-anhaltischen Köthen ihren Marktplatz bunt angemalt.  (dpa / Sebastian Köhler )

Von wegen rechtes Nest! Folkert Uhde, Intendant der Köthener Bachfesttage, ärgert sich über das Bild, das viele Journalisten nach den rechtsextremen Aufmärschen von seiner Stadt zeichnen. Denn die Köthener setzten deutliche Zeichen gegen Hass und Hetze.

Sendung vom 20.09.2018
Wer mit Häusern spekuliert hat soziale Verantwortung nicht kapiert!" steht auf einem Transparent an einer Hausfassade in Berlin im Bezirk Schöneberg am 19.03.2015. Foto: Wolfram Steinberg/dpa. (picture alliance / dpa/ Wolfram Steinberg)

Wohnungsnot"Den Wohngipfel kann Seehofer sich schenken"

Was soll beim Wohngipfel im Kanzleramt schon herauskommen, wenn dort vor allem Vertreter der Immobilienwirtschaft sind?, fragt Timo Rieg. Für ihn verlangt die Wohnungskrise radikale Lösungen: Niemand soll mehr mit Immobilien Profit machen dürfen.

Sendung vom 19.09.2018
Der Roboter «PR2» dreht am 27.02.2013 in einer Laborküche des Institute for Artificial Intelligence (IAI) am Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen einen Pfannkuchen um. Der Roboter kann experimentell selbstständig Aufgaben im Haushalt übernehmen und ist Teil eines europaweiten Projekts. Foto: Michael Bahlo dpa/lni | (dpa)

Mehr Realismus in die KI-DebatteHauptsache irgendwas 4.0

Kühlschränke, die intelligenter sind als wir, oder der "Robo-Boss" als Vorgesetzter: Viele tolle Zukunftstrends stehen angeblich kurz davor, Wirklichkeit zu werden. Hauptsache Hype und Hauptsache irgendwas 4.0. Doch wenig davon dürfte wahr werden, meint Stefan Kühl.

Sendung vom 18.09.2018Sendung vom 17.09.2018
Ein Arztkittel und Stethoskop hängt an einer Garderobenständer. (picture alliance/dpa/Ulrich Baumgarten)

Ärztemangel Deutschlands Lösung macht Rumänien krank

Länder wie Rumänien leiden darunter, dass viele Mediziner und Ärztinnen nach Deutschland gehen. In den Herkunftsländern hat dieser "brain drain" jedoch Folgen, die auch der Europäischen Union gefährlich werden können, warnt Markus Bauer.

Sendung vom 14.09.2018Sendung vom 13.09.2018Sendung vom 12.09.2018
Besucher der Pulse of Europe Demonstration in Berlin  (imago / photothek)

Sprache entlarvtWie wir Europa kleinreden

Man spricht oft von der "europäischen Idee" oder vom "europäischen Projekt". Beides sind unzutreffende Begriffe, findet Politikberater Johannes Hillje, denn sie suggerieren etwas Flüchtiges statt Stabilität und Stärke.

Sendung vom 11.09.2018
Eine Bildmontage: Menschliche DNA auf einem Gesicht. (imago/Science Photo Library)

IdentitätssucheFalsche Versprechen der DNA-Tests

Jeder fragt sich irgendwann wohl, wo komme ich her? Die Antworten darauf sind zum lukrativen Geschäft geworden. Unzählige Anbieter werben mit DNA-Tests. Publizist Arno Frank meint: Die Identitätssuche via DNA-Test bietet vor allem Überraschungen.

Sendung vom 10.09.2018
Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz kommen zu einer Pressekonferenz zur Ankuendigung des Erreichten Kompromiss beim Koalitionsvertrag in der CDU-Bundesparteizentrale Konrad-Adenauer-Haus in Berlin am 7. Februar 2018 an. Koalitionsverhandlungen in Berlin ***  (imago stock&people)

Politische DebatteStreitet, aber mit Stil!

Die Sommerpause ist vorbei, Opposition und Regierung behaken sich wieder. Aber auch die erneute Auseinandersetzung zwischen Merkel und Seehofer zeigt: Die Streitkultur ist in eine Schieflage geraten. Das bedroht die Demokratie, meint Autor Christian Schüle.

Sendung vom 07.09.2018Sendung vom 06.09.2018
Ein Teilnehmer der Kundgebung des Bündnisses Chemnitz Nazifrei unter dem Motto "Herz statt Hetze": (Monika Skolimowska/dpa)

Berichterstattung über ChemnitzLob der Meinungsäußerung

Angesichts der Ereignisse in Chemnitz fordert Deutschlandfunk-Kultur-Kollege René Aguigah Journalisten auf, nicht nur zuverlässig und neutral zu berichten, sondern auch eigene Standpunkte klar zu artikulieren. Wer sich gegen Rassismus stelle, verteidige die Republik.

Sendung vom 05.09.2018Sendung vom 04.09.2018
Bootsflüchtlinge an Bord der Aquarius im Hafen von Salerno in Italien, aufgenommen im Mai 2017 (picture alliance / Photoshot)

Sprachkritik"Flüchtlinge" passt besser als "Geflüchtete"

Sagen Sie "illegale Einwanderer", "Geflüchtete" oder "Asyltouristen"? Die Wortwahl verrät viel über den politischen Standpunkt. Aber warum spricht kaum noch jemand von "Flüchtlingen"? Journalist Fabian Goldmann hält den Begriff für alternativlos. Vorerst.

Sendung vom 03.09.2018
Unterricht (mago/Gerhard Leber)

BildungsdebatteSchulleistungen spitze – aber mit den falschen Methoden?

Überdurchschnittliche Abschlüsse, ein gutes Lernklima, Zuspruch von Schülern und Eltern. Eine Schulerfolgsgeschichte – sollte man meinen. Nicht wenn die Ergebnisse von fehlgeleiteten Schulinspektoren bewertet werden – wie jüngst an einer Berliner Schule, klagt der Pädagoge Michael Felten.

Sendung vom 31.08.2018
Demo in Chemnitz (imago stock&people)

Chemnitz und Karl-Marx-StadtAuf dem Weg in eine "Lynchokratie"

Chemnitz hat Museen, Literatur und Kunst. Warum bricht sich hier ein Zorn gegen den liberalen Rechtsstaat Bahn? Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sagt: Wer das verstehen will, sollte auf die Geschichte dieser Stadt sehen.

Sendung vom 30.08.2018Sendung vom 29.08.2018Sendung vom 28.08.2018
Das Foto wurde von den Herero nach der Ausstellung nach Oganjira mitgenommen. Während des Völkermordes an den Herero und Nama geriet dieses Foto bei Plünderungen in die Hände der Kolonialmacht. Es wurde 1907 in Theodor Leutweins Buch "11 Jahre Gouverneur in Deutsch-Südwestafrika" veröffentlicht. (Bezirksamt Treptow-Köpenick)

Verbrechen an Herero und NamaDer ignorierte Völkermord

Zum deutschen Völkermord an den Herero und Nama Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Namibia gibt es von der Bundesregierung bis heute keine ernstzunehmende Entschuldigung. Das wäre aber dringend nötig, meint der Historiker Jürgen Zimmerer.

Sendung vom 27.08.2018
Blick in einen Hörsaal voller Studenten: Erstsemester-Begrüßung an der Universität zu Köln (picture alliance / Geisler-Fotopress / Christoph Hardt)

30 Jahre Bologna-ReformenVon wegen "Bildungsrepublik Deutschland"

Vor 30 Jahren begann mit der Unterzeichnung der "Magna Charta der Universitäten" in Bologna die Harmonisierung der europäischen Studiengänge und Abschlüsse. Der Bologna-Prozess war ein Fehler, den man rückgängig machen sollte, meint Schriftsteller Rolf Schneider.

Sendung vom 24.08.2018
Nackte Schwimmer gehen am Ostseestrand ins Wasser. Zwei Surfer schauen ihnen zu. (Zentralbild)

Textil contra FKKDie Rückkehr der Schamhaftigkeit

Zu DDR-Zeiten stürzten sich die Ostsee-Urlauber nackt in die Meereswellen. Heute werden FKK-Anhänger mehr und mehr zur Minderheit. Eine verblüffende Schamhaftigkeit hält Einzug. Dieter Bub über einen Ost-West-Konflikt am Badestrand.

Sendung vom 23.08.2018
Ein Tresen in einem Berliner Café mit Besuchern (imago/Westend61)

GentrifizierungDie weichgezeichnete Wohlfühlblase

Detox-Säfte und Granola-Müsli statt Schrippen mit Discounter-Aufschnitt, Co-Working-Spaces statt Berliner Eckkneipen: Die rasante Umrüstung der Innenstädte in liebliche Konsum-Heilquellen verdrängt alles andere, meint Autorin Katharina Teutsch.

Sendung vom 22.08.2018Sendung vom 21.08.2018
Papst Franziskus während einer Audienz auf dem Petersplatz im Vatikan 2018. (Spaziani / dpa)

Katholische FamilienpolitikDie Moral und Doppelmoral der Kirche

Mit ihren rigorosen Dogmen zur Untrennbarkeit der Ehe, Empfängnisverhütung und Homosexualität gleicht die Familienpolitik der katholischen Kirche schon längst einer Predigt, der keiner mehr zuhört, meint Uwe Bork anlässlich des "Internationalen Weltfamilientreffens".

Sendung vom 20.08.2018
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24.09.2018, 07:20 Uhr Politisches Feuilleton
Brauchtum: Was war, was wird und was ist eine deutsche Tradition?
Von Wolfgang Kaschuba

Kommentar

VerfassungsschutzpräsidentDie Maaßen-Affäre wird zur Groteske
14.05.2018, Berlin: Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), spricht beim Symposium des BfV zum Thema «Hybride Bedrohungen - Vernetzte Antworten» zu den Teilnehmern. (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)

Statt Hans-Georg Maaßen zu entlassen, wird er zum Staatssekretär im Bundesinnenministerium befördert. Kanzlerin Angela Merkel werde das als Maßnahme erklären, um die Stabilität der Regierung zu gewährleisten, meint Stephan Detjen. Doch das Manöver sei durchschaubar.Mehr

Von Freihandel und ZöllenEuropa braucht mehr Selbstbewusstsein
US-Präsident Trump spricht mit EU-Kommissionspräsident Juncker über Handelsfragen  - Kevin Dietsch / Pool via CNP ( Kevin Dietsch / Consolidated News Photos)

Die Erleichterung in Europa ist groß. Nach der USA-Reise von EU-Kommissionspräsident Juncker sind US-Zölle auf Autoimporte aus der EU zunächst vom Tisch. Doch angesichts der Sprunghaftigkeit Trumps könnte es sein, dass das schon bald wieder Makulatur ist, warnt Brigitte Scholtes.Mehr

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