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Samstag, 21.09.2019
 
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Politisches Feuilleton

Sendung vom 20.09.2019

Erfindergeist dringend gesucht Deutschland malt lieber schwarz

In einem leeren Bus-Wartehäuschen in einer einsamen, grünen Berglandschaft  prangt ein großes Plakat mit der Aufschrift "Das wird nie was". (Picture alliance / imageBROKER / Thomas Sbampato)

Klimawandel, humane Arbeitsbedingungen, nachhaltige Mobilität – große Zukunftsfragen liegen vor uns. Doch Deutschland ist die Innovationskraft abhanden gekommen und labt sich lieber an Schwarzmalerei, diagnostiziert Schriftstellerin Jagoda Marinić.

Sendung vom 19.09.2019
Als Silhouetten heben sich Demonstranten mit Plakaten in einem kleinen Boot vor einem riesigen Kreuzfahrtschiff ab. (Imago / Andrea Merola)

Autoritäre WeltverbessererSchamgefühl als Moralkeule

Was darf man heute, was schickt sich nicht? Eine Kreuzfahrtreise buchen, Fleisch essen, mal eben den Flieger nehmen? Der Philosoph Christian Schüle hält diese neuen Formen des Puritanismus für einen fatalen Katalysator für gesellschaftliche Spaltungen.

Sendung vom 18.09.2019
Der Street-Artist TVBOY malt sein Graffiti von Carola Rackete als Marienfigur an eine Wand in der sizilianischen Hafenstadt Taormina. (Picture Alliance / Photoshot)

Neue HeldinnenWeibliche Ikonen in der Sexismusfalle

Ob Klimaaktivistin Thunberg, Sea-Watch-Kapitänin Rackete oder Friedensnobelpreisträgerin Yousafzai – die jungen Frauen werden als neue Heldinnen bejubelt. Dabei spiele Sexismus allerdings keine geringe Rolle, meint Journalistin Sonja Eismann.

Sendung vom 17.09.2019Sendung vom 16.09.2019
Demonstration für freie Wahlen vor dem Palast der Republik in Ost-Berlin am 4.11.1989.  (imago / Sven Simon)

30 Jahre Wende in der DDR1989 hätte unser 1968 sein können

Nur einen kurzen Moment der Geschichte war die DDR mündig: als im Sommer und Herbst 1989 Hunderttausende für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Es hätte unser 68 werden können, meint der Schriftsteller Martin Ahrends. Doch dann kam der Mauerfall.

Sendung vom 13.09.2019Sendung vom 12.09.2019
Menschen debattieren und wählen bei einer Besprechung. (imago / Ikon Images)

Öffentliche BauvorhabenDas Märchen von der Bürgerbeteiligung

Ob Kreisverkehr, Brücke oder Umgehungsstraße: Spätestens seit dem Stuttgart-21-Desaster werden immer mehr öffentliche Bauvorhaben mit Bürgerbeteiligung geplant. Thomas Wagner hält das für Etikettenschwindel: Denn entscheiden darf der Bürger dabei nichts.

Sendung vom 11.09.2019
Der Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush, hält am 11.10.2002 im Weißen Haus in Washington eine Rede. Amerika spricht nach Auffassung Bushs im Irak-Konflikt jetzt "mit einer Stimme". (picture-alliance / dpa / AFP)

9/11 und die FolgenDer Westen hat versagt

Dschihadismus, Islamischer Staat, Massenflucht: Das hätte es ohne die stümperhafte und überhebliche Reaktion des Westens auf "9/11" nicht gegeben, meint Stefan Weidner. Zeit, sich das einzugestehen und aus dem Schatten des 11. September zu treten!

Sendung vom 10.09.2019Sendung vom 09.09.2019Sendung vom 06.09.2019
"Armut!" steht am 11.01.2016 in Berlin am Potsdamer Platz an einer Wand. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Staatliche GrundsicherungWieviel ein Mensch zum Leben braucht

Millionen Menschen leben von der Grundsicherung: Sie soll ihnen eine würdige Existenz garantieren. Doch dieses Grundrecht werde verletzt, kritisiert der Politologe Andreas Aust. Die Bundesregierung arbeite mit Tricks, um den Bedarf kleinzurechnen.

Sendung vom 05.09.2019
Ein Paar sitzt auf dem Sofa, beide sind mit ihrem Smartphone beschäftigt. Dazwischen sitzt ein kleines Mädchen. (imago images / Panthermedia / Andrey Popov)

Kinder und MediensuchtNur das Vorbild zählt!

Wenn Kinder nur im Netz oder vor der "Glotze" hängen, sorgt das regelmäßig für Familienstreit. Aber statt sich über wirksame Strafen auszutauschen, sollten Eltern zuerst ihren eigenen Medienkonsum bändigen, fordert die Schriftstellerin Tanja Dückers.

Sendung vom 04.09.2019Sendung vom 03.09.2019
Porträtaufnahme von Annegret Kramp-Karrenbauer blickt mit ernster Miene. (imago images / photothek / Florian Gärtner)

Medien und PolitikIm Visier der Hauptstadtpresse

Wer kein Liebling der Medien ist, muss einstecken können: Die Hauptstadtpresse, die gerne besonders heftig austeilt, habe sich nun auf CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eingeschossen, kritisiert die Religionsphilosophin Gesine Palmer.

Sendung vom 02.09.2019
Am Brandenburger Tor wird Gemüse angebaut 1947: Im Hintergrund das beschädigte Brandenburger Tor. (imago/ akg-images)

ZeitgeschichteErinnern ohne Zeitzeugen

Vor 80 Jahren begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Daran erinnern wir uns auch über Zeitzeugenberichte. Langsam werden diese aber weniger. Welche Folgen das hat, darüber denkt der Historiker Martin Sabrow nach.

Sendung vom 30.08.2019
Menschen sitzen auf den Stufen des kleinen Amphitheaters im Mauerpark in Berlin. Der Park im ehemaligen Grenzgebiet zwischen beiden Berliner Stadthälften ist ein beliebter Treffpunkt. (picture alliance / dpa/ Bernd von Jutrczenka )

Generation "Fridays for Future"Wer ist denn die Jugend?

Die Jugend findet mit der Klage zu wenig gehört zu werden derzeit recht viel Gehör. Sie werde, so ein häufiger Vorwurf von den Alten, um ihre Zukunft gebracht. Der Publizist Klaus Rüdiger Mai bezweifelt die These und fragt sich wer die Jugend überhaupt ist.

Sendung vom 29.08.2019
Collage von Männern und Daten verbunden mit Pfeilen und einer Platine (imago/ Ikon Images/ Stuart Kinlough)

Humboldts ErbeWie der gläserne Mensch geschaffen wurde

Die Vermessung des Sozialen und der Verlust der Privatsphäre scheinen Resultate der neuen Medien zu sein. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erinnert zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt daran, dass der Vermessungshype ein Erbe der Aufklärung ist.

Sendung vom 28.08.2019
Ein iranischer Mann kauft in einer Drogerie ein. (AFP/Stringer)

SanktionenKrieg mit anderen Mitteln

Sanktionen sind populär wie nie, aber über ihre Folgen wird selten gesprochen. Sie seien keine Alternative zum Krieg – sondern Krieg mit anderen Mitteln, sagt der Islamwissenschaftler Fabian Goldmann. Den Preis bezahlt vor allem die Zivilbevölkerung mit ihrem Leib und Leben.

Sendung vom 27.08.2019
Gedenkstätte Berliner Mauer (Getty Images/ Carsten Koall)

30 Jahre WiedervereinigungSchlagabtausch der Klischees

Vor fast 30 Jahren war die Wiedervereinigung – aber wirklich zusammengewachsen sind Ost und West bislang nicht. Auf beiden Seiten dominieren Befremden und Klischees. Die Schriftstellerin Dagrun Hintze findet, es ist noch nicht zu spät, einander mit Neugier und Respekt zu begegnen.

Sendung vom 26.08.2019
Verbotsschild vor dem Dom zu St. Jakob, Innsbruck, Tirol, Österreich, Europa | Verwendung weltweit, Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. (picture-alliance / imageBroker / Gerhard Zwerger-Schoner)

Restriktive GesellschaftVerbote, Verbote, Verbote

Verbieten verboten! So hieß es mal in den autoritätskritischen 70er-Jahren. Das hat sich geändert. Nun vergeht kein Tag, an dem nicht etliche Verbote verhandelt werden. Vorsicht vor allzu vielen Beschränkungen ist da angebracht, meint Publizist Timo Rieg.

Sendung vom 23.08.2019Sendung vom 22.08.2019
Teilnehmer einer Demonstration des mit der AfD verbundene Vereins "Zukunft Heimat" mit einer Deutschlandflagge (imago images / Rainer Weisflog)

RechtsruckWarum ich immer seltener nach Cottbus fahre

Die Rechte ist in manchen Regionen Ostdeutschlands stark geworden - und es könnte sein, dass sie nach den nächsten Wahlen noch stärker ist. Journalist Florian Prokop hat das in Cottbus miterlebt, wo er aufwuchs. Heute hält er Distanz zur alten Heimat. Warum?

Sendung vom 21.08.2019Sendung vom 20.08.2019
Hände formen auf einer Töpferscheibe eine Gefäß aus Ton. (EyeEm / Luis Herrera)

Mit den Händen arbeitenEin Hoch auf das Handwerk

Tagtäglich starren wir auf Monitore, wischen, klicken, tippen. Zum Ausgleich dienen handwerkliche Tätigkeiten: Kochen, Töpfern, Tischlern. Warum machen wir diese Dinge immer seltener zum Beruf, fragt Kulturmanagerin und Autorin Jenny Friedrich-Freksa.

Sendung vom 19.08.2019
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23.09.2019, 07:20 Uhr Politisches Feuilleton
Die Taliban haben den längeren Atem
Von Emran Feroz

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