Krimibestenliste Mai 2022

Viel Konstanz und eine Kooperation

Krimibestenliste April 2022: Riku Onda: "Die Aosawa-Morde" /  Dror Mishani: "Vertrauen" / Åsa Larsson: "Wer ohne Sünde ist"
Krimibestenliste Mai 2022 © Deutschlandradio / Atrium / Diogenes / C. Bertelsmann
Die Krimi-Jury hat entschieden: Riku Onda und Dror Mishani bleiben die Dauerbrenner unserer Bestenliste. Unter den Neueinsteigern sticht "Terminus Leipzig" hervor: Für den Thriller über rechten Terror haben sich Jérôme Leroy und Max Annas zusammengetan.
  • 1
    Das Cover des Krimis von Riku Onda, "Die Aosawa-Morde", zeigt eine Frau im gemusterten Klied von hinte, die mit beiden Händen hinter ihrem Rücken eine Blume hält. Im Hintergrund ist das Muster auch zu sehen. Die gut schulterlangen Haare der Frau bilden eine fast schwarte Fläche auf der Titel und Autorin geschrieben stehen. Das Buch steht auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur. (Bildrechte Cover: Atrium)
    Riku Onda

    Die Aosawa-Morde

    „K.“ 1973 wird die betuchte Arztfamilie Aosawa bei einem Familienfest durch Cyanid ausgerottet. 17 Tote, eine Überlebende: die zwölfjährige blinde Hisako. „Wenn etwas Unfassbares passiert, brauchen die Menschen Antworten.“ Doch gibt sie der gesichtslose Erzähler? Zettel, ein Gedicht, Zeugenaussagen – das Rätsel bleibt und fasziniert.

    368 Seiten

    22 Euro

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  • 2
    Das Cover zu Dror Mishanis "Vertrauen" zeigt eine Frau mit zum Bob geschnittenen braunen Haaren, die ihr Gesicht verbergen.
    Dror Mishani

    Vertrauen

    Tel Aviv. Zwar ist Avi Avraham befördert worden, will aber noch lieber Fälle von nationaler Bedeutung bearbeiten. Stattdessen hat er es mit einer renitenten Großmutter zu tun und mit einem verschwundenen Hotelgast. Avi wäre nicht der gefinkelte Bulle, würde er nicht im Kleinkram große Zusammenhänge entdecken. Toll.

    350 Seiten

    22 Euro

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  • 3
    Wer ohne Suende ist von Asa Larsson
    Asa Larsson

    Wer ohne Sünde ist

    Kiruna. Die Erz-Stadt Schwedens wird verlegt; Staatsanwältin Martinsson im Clinch mit Vorgesetzten. Dabei bietet sich endlich die Chance, verzwickte Familienprobleme zu lösen, zwei Morde aufzuklären, einen lokalen Drahtzieher und russische Mafiosi dingfest zu machen. Boxen kommt auch nicht zu kurz. Superschwedin.

    590 Seiten

    22 Euro

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  • 4
    Das Cover des Krimis von Jan Costin Wagner, "Am roten Strand", zeigt unter dem Namen des Autors den Titel und darunter ein Foto eines Steges, der ins Wasser führt. Am Ende des Steges gibt es eine Leiter, die ins Wasser führt. (Bildrechte Buchcover: Galiani). Das Buch steht auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur. (Bildrechte Buchcover: Galiani)
    Jan Costin Wagner

    Am roten Strand

    Wiesbaden. 24 Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Die Ermittlungen offenbaren ein tief gespanntes Netzwerk, gleichzeitig gibt es Mordanschläge auf die Täter. Aber wer ist hier Täter, wer ist Opfer? Verstörend: Kommissar und Familienvater Ben Neven kämpft selbst mit pädophilen Neigungen. Krimi ohne Sicherheitsnetz.

    303 Seiten

    22 Euro

  • 5
    Cover des Krimis "Müll" von Wolf Haas.
    Wolf Haas

    Müll

    Wien. Auf einem Mistplatz tauchen in einer Sperrmüllwanne ein menschliches Knie und dann weitere Leichenteile auf. Nur das Herz ist unauffindbar. Die Kripo glaubt an eine Beziehungstat. Aber Ex-Kollege und Neu-Müllmann Brenner ist sich da nicht so sicher. Gewohnt beiläufig. Gewohnt komisch. Gewohnt gut.

    288 Seiten

    24 Euro

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  • 6
    Das Buchcover des Krimis von Jacob Ross, "Die Knochenleser". Jacob Ross und "Die Knochenlesen" steht auf einem meist schwarzem Bild, das oben ein Motiv zeigt, dass an einen Palmenzwei oder ein Knochengerüst erinnert.
    Jacob Ross

    Die Knochenleser

    „Camoha“, Kleine Antillen. „Digger“ ist schlau, liest Stimmen und dank Forensikausbildung auch Leichen, ideal für das neue CID. Er, sein Mentor Chilman, Miss K. Stanislaus und andere suchen Verschwundene, Männer wie Frauen, die Opfer der Machowelt wurden. Satirische, antitouristische, wortwitzige Entdeckung.

    373 Seiten

    15,95 Euro

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  • 7
    Das Buchcover des Krimis von Mary Paulson-Ellis, "Die andere Mrs. Walker". Das Cover zeigt auf einem verfremdeten Foto zwei Orangen, eine ist halb geschält. Daaruf steht Mary Paulson-Ellis und "Die andere Mrs. Walker", der Titel erscheint zudem noch einmal horizontal gespiegelt.
    Mary Paulson-Ellis

    Die andere Mrs. Walker

    London/Edinburgh. Üble Familiengeschichte wie aus Dickens‘ Feder, aber aus weiblicher Perspektive. Margaret Penny sucht im Aushilfsjob Verwandte von einsam Verstorbenen und buddelt dabei (man ahnt es schnell) über ein Jahrhundert ihres eigenen desaströsen Stammbaums aus; Besuch der alten Dame inklusive.

    442 Seiten

    23 Euro

  • 8
    Buchcover des Krimis von Jérôme Lero und Max Annas, "Terminus Leipzig". Ein Bild zeigt eine Szene in einem Waldgebiet, auf dem Zweie und helle Flammen zu erkennen sind. Darauf steht Jérôme Leroy und Max Annas sowie der Titel "Terminus Leipzig".
    Jérôme Leroy, Max Annas

    Terminus Leipzig

    Leipzig, Lyon, Paris. Faschos bringen tattrige Linke um. So könnte man schnoddern, wäre das Sujet dieser Parallelaktion eines Franzosen und eines Deutschen nicht mit realer Wut, Ernst und blutigen Tatbeständen unterfüttert. Superschnelles, heftiges Bravourstück. Manchette grüßt aus dem Noir-Himmel.

    127 Seiten

    16 Euro

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  • 9
    Das Buchcover des Krimis von David Heska Wanbli Weiden, "Winter Counts". Es zeigt neben Autorenname und Titel eine antik anmutende Zeichnung, auf der Menschen und Pferde zu erkennen sind.
    David Heska Wanbli Weiden

    Winter Counts

    Rosebud, South Dakota. Virgil Wounded Horse ist „Vollstrecker“. Da, wo Tribal Police und Feds nicht hinlangen, übt er schlagkräftig Gerechtigkeit. Als Neffe Nathan unter Drogenverdacht gerät, muss er nicht nur den Jungen aus dem Knast holen, sondern Kartellen die Stirn bieten. Authentische, knüppelharte Realität.

    459 Seiten

    16 Euro

  • 10
    Das Buchcover des Krimis von Kerstin Ruhkieck: "In deinen Augen der Tod". Das Bild zeigt Wipfel von Bäumen aus der Perspektive eines Menschen, der nach oben gen Himmel schaut. Darauf steht Kerstin Ruhkieck und "In deinen Augen der Tod". Das Buch ist auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur.
    Kerstin Ruhkieck

    In deinen Augen der Tod

    „Obderwede“, Hannover. Olivia ist Überlebende einer Geiselnahme mit mehr als 20 Toten. Im leeren Bungalow ihres demenzkranken Vaters will sie Ruhe finden. Aber ihre ganz physischen Dämonen aus Social Media und Heimatdorf ruhen nie. Zwei Morde, eine Risikoschwangerschaft. Herzfrequenz, Atmung, Seelenzustand am Limit.

    400 Seiten

    16 Euro

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Deutschlandfunk Kultur präsentiert die besten Krimis des Monats.

Sie können die Krimibestenliste auch als PDF herunterladen. Alles über Mord und Totschlag gibt es auf unserem Krimiportal das über die aktuellen Trends in der Kriminalliteratur informiert und die wichtigsten Neuerscheinungen vorstellt. Haben Sie Fragen oder Anregungen zur Krimibestenliste? Dann wenden Sie sich über krimi@deutschlandradio.de an die Jury oder die Redaktion.

Wie funktioniert die Abstimmung?

Die Krimibestenliste wird im Auftrag von Deutschlandfunk Kultur durch eine Jury aus Kritikerinnen und Kritikern erstellt.

Es sind 19 Spezialistinnen und Spezialisten für Kriminalliteratur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die aus der laufenden Produktion monatlich jeweils vier Titel vorschlagen, die sie mit sieben, fünf, drei oder einem Punkt bewerten.

Der so gefundene Punktwert pro Titel wird mit der Zahl der für ihn abgegebenen Stimmen multipliziert. Daraus wird die monatliche Liste berechnet.

Jedes Jurymitglied darf insgesamt drei Mal für denselben Titel votieren. Voten für Titel, an deren Entstehung oder Vorbereitung man beteiligt war, sind verboten.

Die Titel dürfen nicht älter als zwölf Monate und keine Wiederauflagen, Sammelbände oder Anthologien sein. Unterschiede zwischen Hardcover, Paperback und Taschenbuch werden nicht gemacht.

Im Durchschnitt kommen fünf Titel neu auf die monatliche Liste. Die Ziffer in Klammern gibt den Rang des Vormonats an.

Die Jury:
Tobias Gohlis, Sprecher der Jury
Volker Albers, „Hamburger Abendblatt“
Andreas Ammer, „Druckfrisch“, ARD
Gunter Blank, „Rolling Stone“
Katrin Doerksen, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Kino-Zeit“
Hanspeter Eggenberger, „Tagesanzeiger“
Fritz Göttler, „Süddeutsche Zeitung“
Jutta Günther, „Radio Bremen Zwei“
Sonja Hartl, „Zeilenkino“, „Crimemag“, „Deutschlandfunk Kultur“
Hannes Hintermeier, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
Alf Mayer, „CulturMag“, „Strandgut“
Kolja Mensing, „Deutschlandfunk Kultur“
Marcus Müntefering, „Der Spiegel“
Ulrich Noller, „Deutschlandfunk Kultur“, „Deutschlandfunk“, „SWR“, „WDR“
Frank Rumpel, „SWR“
Ingeborg Sperl, „Der Standard“
Sylvia Staude, „Frankfurter Rundschau“
Jochen Vogt, „NRZ“, „WAZ“