Seit 05:05 Uhr Studio 9
Freitag, 30.10.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 27. September 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Studio LCB

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Thomas Hettche
Gäste: Julia Voss und Eva Menasse
Moderation: Maike Albath
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Jim Knopf, Lukas mit seiner Lokomotive, Prinzessin Li Si, Kater Mikesch und Urmel sind die Helden der Augsburger Puppenkiste und Teil der bundesrepublikanischen Geschichte. In Thomas Hettches neuem Roman „Herzfaden“ betritt ein Mädchen einen Dachboden, auf dem diese Marionetten herumspringen. Dass die Urform der Puppenkiste mitten im Zweiten Weltkrieg entstand, kommt ebenso vor wie die Bombennacht, in der das Marionettentheater 1944 in Rauch aufging. Hettche erzählt von dem Schauspieler Walter Oehmichen, der sich von der Zerstörung nicht überwältigen ließ, sondern festhielt an der Kraft der Fantasie. Die Puppenkiste wurde neu aus der Taufe gehoben, wobei eine gewisse Hatü eine wichtige Rolle spielte, und später avancierten die Marionetten sogar zu Fernsehstars. Dass sich der theorieversierte Thomas Hettche, Jahrgang 1964 und seit seinem Debüt 1989 mit „Ludwig muss sterben“ immer für eine Überraschung gut, nach dem großen Erfolg mit dem Roman „Pfaueninsel“ (2014) über ein Zwergen-Geschwisterpaar im 19. Jahrhundert jetzt mit Puppenspiel beschäftigt, liegt eigentlich nahe. Mit der Wissenschaftshistorikerin und Kunstkritikerin Julia Voss und der Schriftstellerin Eva Menasse wird Thomas Hettche über die Möglichkeiten der Fantasie diskutieren.

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Zum jüdischen Fest Jom Kippur spricht Rabbiner Dani Fabian

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Und am Ende gewinnt der Mensch...
100 Jahre Katholischer Sportverband DJK
Von Artur Fischer-Meny, Hamburg
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Feature
Warum sind Erwachsene so anders als Kinder?
Recherche und Reportage: Patricia Pantel
Moderation: Patricia Pantel und Luca
Deutschlandfunk Kultur 2020

Erwachsene machen ein ernstes Gesicht, haben nie Zeit und quatschen dann aber unendlich lange, wenn sie andere Erwachsene treffen. Wie wird man eigentlich so?

"Erwachsene, die. Beschreibt die Gruppe aller Nicht-Kinder".
So würde vielleicht ein Eintrag zu den "Erwachsenen" in einem Biologie-Lexikon über merkwürdige Lebewesen beginnen. Wenn es ihn gäbe. Gibt’s aber nicht. Also es gibt schon jede Menge Bücher von Erwachsenen und über Erwachsene - aber die sind ja dann meistens auch für Erwachsene. Aber wer erklärt den Kindern diese Menschen mit ihren vielen unverständlichen Eigenschaften: früh aufstehen, andauernd arbeiten, viel zu oft meckern und so weiter. Kinder müssen schließlich mit ihnen zusammenleben und in der Regel auch tun, was sie sagen - die Erwachsenen.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kinderhörspiel
Glücksbrief
Von Maraike Wittbrodt
Ab 7 Jahre
Regie: Beatrix Ackers
Komposition: Michael Rodach
Mit: Hanna Matejka, Paula Berning, Horst Bollmann, Patrycia Ziolkowska, Boris Aljinovic, Tonio Arango, Carmen Maja Antoni, Klaus Manchen, Martin Engler, Margit Bendokat, Antje von der Ahe, Matthias Matschke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 42'29
Moderation: Patricia Pantel

Leonie will ihrer Freundin einen Glücksbrief ins Krankenhaus bringen, aber der Brief wird so schnell weitergereicht, dass sie ihn immer wieder verpasst.

Seit sie vor vier Jahren zur Schule kamen, sind Leonie und Ina beste Freundinnen. Aber jetzt steht Leonie vor Inas Tür und traut sich nicht hineinzugehen. Hinter der Tür liegt Ina im Krankenbett. Sie hatte gestern einen Fahrradunfall. Leonie war nicht nur dabei, sondern auch schuld daran. Aber das hat Ina nicht gesehen, und Leonie traut sich nicht, ihr das zu sagen. Da kommt auch noch die Krankenschwester und redet von einer schweren Operation am Arm und sie solle der Freundin die Daumen drücken, nur mit viel Glück werde sie wieder ganz gesund. Da rast Leonie los, denn ihr Opa hat einen Glücksbrief. Nur der kann jetzt noch helfen!

Maraike Wittbrodt, geboren 1953 in Berlin, studierte Philosophie und Soziologie, arbeitet als Kinder- und Jugendtherapeutin. Schreibt Texte für Film und Hörfunk.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kakadu

Magazin
Moderation: Patricia Pantel
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Plus Eins

11:00 Nachrichten

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thomas Jaedicke

12:30 Uhr

Die Reportage

Der Fitness-TÜV
Wer macht heute noch das Sportabzeichen?
Von Thomas Jaedicke
(Wdh. v. 13.10.2019)

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes, DOSB. Sie wird als Leistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen. Seit 1913, als die Urkunden auf den 1. September ausgestellt wurden, um an den Sieg der Deutschen über die Franzosen 1870 bei Sedan zu erinnern, hat sich einiges getan. Zig Millionen Plaketten wurden seitdem verliehen. Geprüft werden Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination in den klassischen Disziplinen Laufen, Springen, Werfen und Schwimmen. Wer aber macht heutzutage noch das Sportabzeichen? Und was treibt die an, die es an nahezu jedem Wochenende im Sommer und Herbst freiwillig Zeiten stoppen und Weiten messen? Thomas Jaedicke sucht Antworten auf diese Fragen.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Stephanie Rohde

Demokratie im Präsens
Gespräch mit Prof. Dr. Isabell Lorey, Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)

Philosophischer Wochenkommentar
Von Arnd Pollmann

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Christopher Ricke

Mission und Kolonialismus
Missionare zwischen allen Stühlen?
Von Kirsten Dietrich

Missionare in Afrika
Eine Geschichte des Macht-Mißbrauchs
Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer Jean-Félix Belinga-Belinga

Geschichte der Sklaverei
Jahrhunderte des Menschenhandels
Von Julia Ley

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Skandalös sanft
Der Liederzyklus "La bonne chanson" von Gabriel Fauré
Gast: Michael Stegemann, Musikwissenschaftler
Moderation: Olaf Wilhelmer

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thomas Jaedicke

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Breitensport auf Abstand
Bewegungsangebote in Pandemiezeiten
Von Jutta Heeß

Während der ersten Wochen der Pandemie gab es keinen organisierten Sport, nirgends. Nicht nur die Profis konnten keine Wettkämpfe und keine Spiele bestreiten, auch der Vereinssport kam zum Erliegen. Die Bedeutung des Breitensports über das rein Sportliche hinaus wurde dadurch besonders sichtbar: keine Fitness- und Gesundheitsangebote für Alt und Jung, keine Bewegung für Schülerinnen und Schüler. Besonders im Kinder- und Jugendsport war die Phase des Stillstands schmerzlich, denn Vereine sind auch wichtige soziale Treffpunkte, Trainerinnen und Trainer häufig Vertrauenspersonen. Aber auch das langsame Wiederhochfahren des Trainings - unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln - war für die Vereine nicht einfach. Wie bietet man Fußballtraining an mit dem nötigen Sicherheitsabstand, um Infektionen zu vermeiden? Wie lassen sich kleinere, aber deutlich mehr Trainingsgruppen betreuen? Und: Eine aktuelle Analyse des Deutschen Olympischen Sportbundes zeigt, dass sich etwa 10 bis 15 Prozent der circa 27 Millionen Mitglieder in deutschen Sportvereinen aktiv mit der Frage beschäftigen, ob sie die Mitgliedschaft kündigen. Dann würde die Covid 19-Pandemie viele Vereine in wirtschaftliche Probleme stürzen.

18:30 Uhr

Hörspiel

Der Ekel
Nach dem gleichnamigen Roman von Jean-Paul Sartre
Übersetzung aus dem Französischen: Heinrich Wallfisch
Bearbeitung: Barbara Bray
Regie: Walter Knaus
Mit: Heide Joram, Joachim Schweighöfer, Hans-Helmut Sievert, Sonja Karzau, Peter Lühr, Jürgen Goslar, Karin Fränkel-Devaux, Margarete Carl, Alfred Böckel, Maria Madlen Madsen, Luise Lindt, Lieselotte Bettin, Heinz Stoewer, Werner Xandry, Reinhard Zobel
Produktion: HR 1962
Länge: 81'00

Antoine Roquetin übermannt plötzlich der Ekel. Zuwider ist ihm alles, was ihm tagtäglich begegnet. Jean-Paul Sartres Roman über die menschliche Freiheit - und die Sinnlosigkeit der Existenz.

„Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein.“ Mit dieser Grunderfahrung befasst sich Sartres Roman „Der Ekel“, erschienen 1938. Antoine Roquentin lebt darin in selbst gewählter Einsamkeit und beschäftigt sich mit der Abfassung einer historischen Biografie. Gleichzeitig registriert er in seinem Tagebuch die Veränderungen, die während dieser Zeit in ihm selbst vorgehen. Zunächst erfasst ihn das Gefühl, nicht mehr frei zu sein, sondern eingeschlossen in die erstarrte Welt der Dinge. Die nächste Erkenntnis betrifft die Struktur der Zeit: „Die Vergangenheit existiert nicht.“ Roquentin gibt daraufhin seine historischen Studien auf. Zuletzt erscheint ihm seine eigene Existenz als fragwürdig, ja überflüssig. Freudlosigkeit und Ekel sind die Folge.

Jean-Paul Sartre, geboren 1905 und gestorben 1980 in Paris, war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existenzialismus und zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Philosophische Schriften u.a. „Das Sein und das Nichts“ (1943), „Ist der Existentialismus ein Humanismus?“ (1945). Hörspielbearbeitungen u.a. „Geschlossene Gesellschaft“ (BR 1950), „Das Spiel ist aus“ (RIAS Berlin 1961), „Die schmutzigen Hände“ (WDR 1980).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Kammermusikfestival Krzyżowa Music
Schloss Krzyżowa (Kreisau), Friedenskirche Swidnica, Pfarrkirche Grodziszcze
Aufzeichnungen vom 20. - 28.08.2020

Grażyna Bacewicz
Trio für Oboe, Violine und Violoncello (1935)
Omer Idan, Oboe
Rafał Zambrzycki-Payne, Violine
Susanne Szambelan, Violoncello

Amy Beach
Klavierquintett fis-Moll op. 67 (1908)
Olivier Robin, Emely Nebel, Violine
Anna Maria Wünsch, Viola
Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello
Yannick Rafalimanana, Klavier

Arno Babajanyan
Klaviertrio fis-Moll (1952)
Nathan Meltzer, Violine
Alexander Kovalev, Violoncello
Lilit Grigoryan, Klavier

Georges Enescu
Klavierquartett Nr. 1 D-Dur op. 16
Stephen Waarts, Violine
Emma Wernig, Viola
Alexej Stadler, Violoncello
Andrei Gologan, Klavier

Krzysztof Penderecki
Klarinettenquartett (1993)
Pablo Barragán, Klarinette
Viviane Hagner, Violine
Anna Maria Wünsch, Viola
Alexej Stadler, Violoncello

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Literatur

Transit Marseille
Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute
Von Johanna Tirnthal

Marseille ist eine Stadt der Passage, und immer sind unter den Reisenden auch Flüchtlinge.

Marseille ist eine Stadt der Passage, ihr Hafen seit Jahrhunderten Ort der Ankunft und Abreise. Unter denen, die hier ankamen und ankommen, sind viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 1940 wurde Marseille zum letzten freien Hafen im von Hitlers Wehrmacht besetzten Frankreich. Zahlreiche deutschsprachige Exilanten versuchten, Schiffe zu finden und Europa zu verlassen. Unter ihnen war Anna Seghers, die die Atmosphäre unter den Exilanten in dem Roman „Transit“ einfing. Die Emigrantin beschreibt das Ankommen und Abreisen und die Gesprächsthemen - Botschaftstermine, Visabedingungen, Schiffspassagen, Geldverdienen - als permanentes Transitgeflüster, das in der Hafenstadt schon seit phönizischen und römischen Zeiten zu Hause sei. Heute, 80 Jahre später, irren andere Flüchtlinge durch Marseille. Wieder sind unter ihnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Ihre Gespräche ähneln denen, die Anna Seghers beschreibt: Die Flüchtlinge haben Angst vor Verfolgung, warten auf das nächste Papier und sind inmitten der Schönheit der Stadt einsam. Wie schreiben in dieser Situation?

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Gabi Wuttke

Gerichtsdrama
Lucy Kirkwoods "Das Himmelszelt" im Wiener Burgtheater
Gespräch mit Martin Thomas Pesl

16 Millionen Coronahilfe für Galerien
Wem hilft das Geld?
Gespräch mit Rupert Pfab

Stefan Herheim inszeniert in der Deutschen Oper Berlin "Die Walküre"
Gespräch mit Jürgen Liebing

Wer ist das Volk?
Podiumsdiskussion auf Schloß Neuhardenberg
Gespräch mit Thomas Fitzel

Beautiful America
Foto Ausstellungen über das Amerika von gestern und heute
Von Anette Schneider

Ort mit internationaler Strahlkraft
30 Jahre East-Side-Gallery
Gespräch mit Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

Kulturpresseschau
Von Klaus Pokatzky

September 2020
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