Seit 17:05 Uhr Studio 9
Mittwoch, 12.05.2021
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 3. April 2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Behaust, unbehaust
Eine Lange Nacht über Max Frisch
Von Rüdiger Heimlich
Regie: Uta Reitz-Rosenfeld
(Wdh. v. 02./03.04.2011)

Der Architekt Max Frisch (1911-1991) hat sich selbst kein Haus gebaut. Tatsächlich hat er nur wenige Objekte als Architekt entworfen und realisiert. Die Wohnung als Lebensraum spielt jedoch in seinem Leben und Werk eine wichtige Rolle. Frisch hat Wohnungen und Häuser in der Schweiz, in Rom, Berlin, New York gekauft und verkauft, häufig den Wohnort gewechselt. Er hatte zeitweise mehrere Wohnungen gleichzeitig - und blieb so in gewisser Weise ein behaust Unbehauster - ähnlich wie seine Romanfiguren. Frisch selbst hat in eher kargen, vom Mobiliar her zurückgenommenen Wohnungen gelebt. Seine Romanfiguren nisten sich auffallend oft in den Wohnungen ihrer Geliebten ein. Die äußere Hülle, mit der sich der Mensch umgibt, ist bei Max Frisch auch immer Schauplatz der Lebensrolle, auf die er sich einlässt. Die Immobilie steht im Spannungsverhältnis zur Freiheit des eigenen Lebensentwurfs. In der „Langen Nacht“ begeben wir uns in Frischs Wohnungen. Hier äußern sich der Autor und Architekt, aber auch seine literarischen Figuren zu der Schwierigkeit, sich im Leben einzurichten, mit dem Unbehagen, sich etwa durch den Bau eines Hauses, den Kauf einer Wohnung, durch Heirat und Familie festzulegen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Michael Kamen
Robin Hood: Prince of Thieves (Robin Hood - König der Diebe)
The Greater Los Angeles Orchestra

Erich Wolfgang Korngold
The Adventures of Robin Hood (Robin Hood, König der Vagabunden)
The Utah Symphony Orchestra
Leitung: Varujan Kojian

John Barry
Robin and Marian (Robin und Marian)
The City of Prague Philharmonic
Leitung: Nic Raine
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Prominente zu Gast
Pinchas Lapide, Religionswissenschaftler (1922-1997), diskutiert mit Berliner Schülern
RIAS Berlin 1986
Vorgestellt von Michael Groth

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

06:20 Wort zum Tage

Maria-Anna Immerz, Augsburg
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Erneut "Querdenken"-Demo in Stuttgart: Wie hat sich die Initiative entwickelt?
Gespräch mit Katharina Nocun

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Die nicht sterben" von Dana Grigorcea
Rezensiert von Jörg Magenau

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Vergeben und vergessen? Wie können wir einander verzeihen?

Gäste: Prof. Dr. Susanne Boshammer, Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Osnabrück -
und Stefan Friedrichowicz, Gemeindepfarrer in Berlin und Gefängnisseelsorger in der JVA Tegel
Moderation: Gisela Steinhauer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Jens Spahn tat es, Angela Merkel, Kardinal Woelki. Sie baten die Menschen um Verzeihung. Und auch im Privaten gibt es mehr als genug Gelegenheiten, um Entschuldigung zu bitten. Doch das klappt nicht immer - von beiden Seiten. Wie kann es gelingen? Und müssen wir alles verzeihen? Diskutieren Sie mit.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

Jüdisch sein in Deutschland

Uwe von Seltmann: „Wir sind da! 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
Gespräch mit dem Autor

Buchkritik:
Joseph Melzer: „Ich habe neun Leben gelebt" von Joseph Melzer

Eva Gruberová, Helmut Zeller: „Diagnose: Judenhass"
Gespräch mit Eva Gruberová und Helmut Zeller

Sachbuch von Rabbinerin Julia Neuberger
Wann ist "Israel-Kritik" antisemitisch?
Rezensiert von Sebastian Engelbrecht

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Alan Posener, Publizist und Buchautor
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linß

Hate Speech und Fake News in Podcasts
Gespräch mit Karolin Schwarz

Wie Podcasts zur Radikalisierung beitragen
Gespräch mit Christiane Attig

(Wie) Können Podcasts reguliert werden?
Gespräch mit Dr. Stephan Dreyer

Demoszene wird immaterielles Kulturerbe
Was das für die Digitalkultur bedeutet
Gespräch mit Andreas Lange, Tobias Kopka und Prof. Christoph Wulf

Demos als digitale Artefakte und die Frage der Archivierung
Gespräch mit Stephan Schwingeler, Chris Mütze und Margit Rosen

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

Theaterbesetzungen in Frankreich und Brüssel
Was die Studierenden fordern
Von Eberhard Spreng

Räuber ohne Bühne
Milan Peschels "Räuber"-Premiere in Dessau vorläufig abgesagt

Die geniale Stelle:
Sarah Thom von Gob Squad über einen "Golden Moment"

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Der Falll "Lovemobil" - Ein deutscher Streit
Von Christian Berndt

Klassenkampf - Eine filmhistorische Utopie?
Gespräch mit Andreas Kötzing

Top Five:
Alles brennt - Aktuelle Kinobilder suche die Revolte
Von Hartwig Tegeler

Diskussion: Ende der Ordnung - Wieso das Kino zum Klassenkampf aufruft
Gespräch mit Dr. Marcus Stiglegger

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher

Eröffnungskolumne:
Am Wasser gebaut
Von David Tschöpe

Die Urangst vor dem Wasserschaden
Gespräch mit Oliver Elser

Geschichten vom Wasserschaden
Von Marietta Schwarz

Die Stadt als Schwamm
Gespräch mit Prof. Antje Stokman

Nah am Wasser gebaut
Das Weinen und die Scham
Von Ulrike Jährling

Vom Plätschern, Ruhen und Fließen
Japanische Architektur und das Wasser
Von Dr. Felix Lill

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Anke Schaefer

17:30 Uhr

Tacheles

Massentierhaltung
Die Kluft zwischen Recht und Realität beim Tierwohl
Steffen Augsberg, Professor für öffentliches Recht und Mitglied des Deutschen Ethikrats, stellt sich den Fragen Susanne Führer
(Wdh. vom 19.09.2020)

Rechtfertigt der Appetit auf eine Currywurst, ein Tier zu töten? Die Antwort erfordert ein Abwägen, meint der Jurist Steffen Augsberg. Doch sei uns allen bewusst, dass die heutige industrielle Massentierhaltung "ethisch nicht verantwortlich ist".

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Frei weg!
Von der Liebe zum Rudern
Von Jörn Klare
Regie: Friederike Wigger
Mit: Anne Müller und Jörg Hartmann
Ton: Hermann Leppich
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 53'51
(Ursendung)

Ich quäle mich bis zur Erschöpfung. Ich lasse mich herumkommandieren. Ich werde, was ich nie mehr sein wollte: Vereinsmitglied. Ich bin Mitte fünfzig und will einfach nur rudern. Warum? Ich weiß es nicht.

Nachdem ich das erste Mal an einem Tag mehr als 30 Kilometer in einem Vierer gerudert bin, habe ich an einer Hand sechs und an der anderen Hand acht Blasen. Einige sind schon aufgeplatzt. Am nächsten Tag steht eine ähnlich lange Strecke auf dem Programm … und ich bin glücklich. Als ich das erste Mal mit den immer gleichen kraftraubenden Bewegungen in einem Riemen-Achter über die Spree gleite, traue ich mich nicht, nach links oder rechts zu schielen, weil ich Angst habe, einen Fehler zu machen … und bin berauscht. Ich habe mich immer für einen eher freien, individualistischen und auch kreativen Geist gehalten. Doch mit Mitte 50 liebe ich auf einmal einen Sport, der nur Pflicht und keine Kür kennt, bei dem Kommandos eine zentrale Bedeutung haben, das Miteinander entscheidend und Eigensinn verpönt ist. Warum? Ich will versuchen, es zu erklären. Auch mir selbst. Bei vielen Fahrten durfte ich ein Mikrofon mit ins Boot nehmen.

Jörn Klare, 1965 in Hohenlimburg geboren, zwischen Sauerland und Ruhrgebiet aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Sachbücher, Theaterstücke und Radio-Features, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für sein Buch „Nach Hause gehen. Eine Heimatsuche“ erhielt er 2017 den Evangelischen Buchpreis. Zum selben Thema produzierte er für Deutschlandradio Kultur das Stück „Nach Hause gehen“ (2016). Zuletzt „Jenseits des Ponyhofes“ (Deutschlandfunk Kultur, 2020) und „Legal Highs“ (ARD-Radiofeature, 2020).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Theater Erfurt
Aufzeichnung vom 30.01.2015

Ernest Reyer
"Sigurd", Oper in vier Akten
Libretto: Camille du Locle und Alfred Blau nach dem Nibelungenlied

Sigurd, ein fränkischer Held - Marc Heller, Tenor
Brunehild - Ilia Papandreou, Sopran
Gunther, König der Burgunden - Kartal Karagedik, Bariton
Hagen, Krieger, Gunthers Gefährte - Vazgen Ghazaryan, Bass
Hilda, Gunthers Schwester - Marisca Mulder, Sopran
Uta, Hildas Amme - Katja Bildt, Mezzosopran
Ein Priester Odins - Juri Batukov, Bariton
Ein Barde - Máté Sólyom-Nagy, Bariton
Opernchor des Theaters Erfurt
Mitglieder des Philharmonischen Chores Erfurt
Philharmonisches Orchester Erfurt
Thüringen Philharmonie Gotha
Leitung: Joana Mallwitz

Der Burgunderkönig Gunther hört von der auf einem Felsen gebannten und durch einen Zauber geschützten Brunehilde und beschließt, sie zu befreien. Dasselbe Ziel hat auch Sigurd, der deshalb gekommen ist, um Gunther zum Zweikampf aufzufordern. Gunthers Schwester Hilda, die den Brautwerbern des Hunnenkönigs Attila eine Absage erteilt hat, liebt Sigurd insgeheim und lässt ihm einen Vergessenstrank verabreichen. Dadurch betäubt, erklärt Sigurd sich bereit, Brunehilde für Gunther zu gewinnen. Es gelingt ihm, den Zauber zu brechen und Brunehilde zu Gunther zu bringen. Zum Lohn soll er die Hand Hildas erhalten. Obwohl Gunther gegenüber Brunehilde beteuert, dass er der Held war, der sie befreite, ahnt diese, dass Sigurd verzaubert worden sein muss. Nachdem der Betrug aufgedeckt wurde, töten Gunther und Hagen Sigurd. Erst im Tod finden Brunehild und Sigurd zusammen.
Trotz vieler Übereinstimmungen mit Wagners "Götterdämmerung", aber auch mit dessen "Tristan und Isolde", ist die Opern-Saga des Franzosen Reyer ein ganz eigenständiges, parallel zu Wagners "Ring" entstandenes Werk. Es schöpft direkt aus dem Nibelungenlied und der Edda und steht musikalisch in der Tradition der französischen Grand Opéra, wenn auch mit vereinzelten Anklängen an Wagner, vor allem aber an Hector Berlioz. Nach der erfolgreichen Uraufführung in Brüssel folgte schnell die Pariser Erstaufführung, wo das Werk über Jahrzehnte an der Opéra gespielt wurde.

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Zoltán Kodály
Duo für Violine und Violoncello op. 7
Sonate für Violoncello und Klavier op. 40

Danjulo Ishizaka, Violoncello
Alina Pogostkina, Violine
Severin von Eckardstein, Klavier

Aufnahmen vom Februar 2017 im Kammermusiksaal Köln

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
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Gespräch mit Josef-Otto Freudenreich, Kontext - online Wochenzeitung

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Reparationsfrage offen
Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland vor 80 Jahren
Gespräch mit Hilde Schramm

Fehlende Empathie!
Transfrau fordert mehr Sensibilität von Drehbuchautor*innen
Gespräch mit Ilonka Petruschka

Immer die Norm brechen
Der Schauspielerin Angelika Domröse zum 80.Geburtstag
Von Susanne Burkhardt

23:30 Kulturnachrichten

Von Christian Riedel

23:50 Kulturpresseschau

Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

April 2021
MO DI MI DO FR SA SO
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