Seit 07:40 Uhr Alltag anders

Freitag, 13.12.2019
 
Seit 07:40 Uhr Alltag anders
Tagesprogramm Sonntag, 9. September 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Planetenerkunder
Die fantastischen Brüder Strugatzki
Von Martin Hartwig
(Wdh. v. 18.09.2011)

Ein Großmeister der sowjetischen Science Fiction spricht über einen Kosmonauten - der 2012 verstorbene Boris Strugatzki.

Für Andrej Tarkowskis berühmten Film ‚Stalker‘ lieferten sie die literarische Vorlage: das Autorenduo Boris und Arkadi Strugatzki. Vor 60 Jahren erschien die erste Erzählung der beiden. Ihre gut 20 Romane wurden in der Sowjetunion der 70er- und 80er-Jahre millionenfach gedruckt. Oft waren die den Weiten des Weltraums und in einer fernen Zukunft angesiedelten Geschichten leicht erkennbare Allegorien auf das Leben im Sozialismus und wurden deshalb massiv zensiert. Sechs Jahre lang bemühte sich Martin Hartwig um ein Interview mit Boris Strugatzki, bis ihn eine E-Mail mit dem Hinweis auf eine Datei ‚Deutsche Radio‘ erreichte. Es ist eine verrauschte Aufnahme, in der ein betagter Mann von den Abenteuern des Kosmonauten Maxim Kammerer, Romanfigur im Science-Fiction-Thriller ‚Die bewohnte
Insel‘, berichtet und davon, wie die sowjetische Zensur dem Helden einen deutschen Nachnamen aufzwang. Boris Strugatzki, im November 2012 verstorben, erzählt vom Schriftstellerleben in der Sowjetunion und im neuen Russland, das er für eine Art Obervolta mit Atomraketen hält.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jutta Petermann

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Zum jüdischen Fest Rosch Haschana spricht Rabbiner Daniel Fabian

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Heimat. Gedanken zu einem umstrittenen Begriff
Von Pastor Dietrich Heyde
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
E-Mails an Dr. Brot
Von Wieland Freund
Gelesen von Max von Pufendorf
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Moderation: Ulrike Jährling

Winzlinge dringen mit Bagger und Kran in einen Garten ein, bauen sich dort eine eigene Stadt und außer einem Jungen bemerkt sie niemand.

Es sind Sommerferien, Parzival Hübner ist aus dem Internat nach Hause gekommen, in die große alte Villa der Familie, herrlich gelegen am Münchner Stadtrand. Er will sich erholen. Doch schon am ersten Ferientag weckt ihn Baulärm vor seinem Kinderzimmer. Auf dem gepflegten Rasen im Vorgarten tummeln sich Bagger, Laster und Baukräne. Neben den Rosenbeeten wird ein Schacht ausgehoben und an der Freitreppe entsteht eine Autobahn. All die Geräte sind klein wie Spielzeugautos und werden von Winzlingen bedient. Es sieht aus, als wollten sie hier im Garten eine ganze Stadt errichten. Und niemand außer Parzival bemerkt sie. Vater und Mutter lächeln nur. Da schreibt Parzival eine E-Mail an seinen Deutschlehrer: „Bitte helfen Sie mir! Entweder ist die Welt verrückt oder ich?"

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Prinz Miklos und die Einzigschöne
Von Ullrich Kiehl
Nach dem Volksmärchen Prinz Miklos und die Einzigschöne
Übersetzt von Percy Dreger
Ab 7 Jahren
Regie: Karlheinz Liefers
Mit: Arno Wyzniewski, Klaus Hecke, Jan Josef Liefers, Gundula Köster, Hermann Beyer, Cornelia Lippert, Reiner Heise, Harald Warmbrunn, Herbert Sand, Ruth Glöss, Katrin Knappe, Doris Otto-Franke, Dagmar Manzel, Hildegard Alex, Eckhardt Bogda
Produktion: Rundfunk der DDR 1985
Länge: 47'22
Moderation: Ulrike Jährling

Prinz Miklos ist neugierig, öffnet eine verbotene Tür und befreit so den Drachen, der ihm seine Liebste entführt.

Prinz Miklos sucht in der ganzen Welt die Fee Tercia, von deren Schönheit er in einer Zeitung las. Als er sie endlich findet, will sie ihn nicht heiraten, er soll ihr Gast sein und warten. In Miklos wächst Misstrauen, er öffnet eine verbotene Tür und befreit so einen Drachen, der Tercia entführt. Miklos muss nun viel Kraft und Geschick, Ausdauer und Mut aufbringen, um Tercia zu gewinnen. Tercia hilft ihm dabei, gemeinsam besiegen sie den Drachen.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Renate Schönfelder unterwegs mit der Politikerin und Juristin Herta Däubler-Gmelin in ihrer Heimatstadt Tübingen

Fast ein ganzes Berufsleben, 37 Jahre lang, saß Herta Däubler-Gmelin für die SPD im Deutschen Bundestag, wo sie stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion war. Bundeskanzler Gerhard Schröder machte sie in seinem ersten Kabinett zur Justizministerin. In diesem Amt wurde sie als Reformerin bekannt. Beobachter sagten, sie habe in den ersten zwei Jahren ihrer Amtszeit mehr erreicht als viele ihrer Vorgänger, und eine Tageszeitung schrieb, sie arbeite eilig, flink und leise. Neben dem juristischen Handwerk, der Neufassung zahlreicher Gesetze vom Mietrecht bis zum Schadenersatzrecht, empfand Däubler-Gmelin ihre Aufgabe auch immer als Berufung, sich mit den sozialtheoretischen Themen ihrer Zeit auseinanderzusetzen - bis heute.
Aufgewachsen ist Herta Däubler-Gmelin in Tübingen, wo ihr Vater als parteiloser Lokalpolitiker gut 20 Jahre lang Oberbürgermeister war. Vom Ufer des Neckar mit seinen bunten Häusern und dem berühmten Hölderlinturm erstreckt sich die Stadt hinauf bis zum Schloss. Verwinkelte Gassen mit zahlreichen kleinen Geschäften, Bars und Restaurants bestimmen das Stadtbild. In der Mitte der kleine Marktplatz mit seinem reich verzierten Rathaus aus dem 15. Jahrhundert. Unweit davon die Stiftskirche und das Stift, die Keimzelle einer der ältesten Universitäten Deutschlands. Heute besteht etwa ein Drittel der Bevölkerung aus Studenten, was der beschaulichen schwäbischen Stadt eine junge Atmosphäre gibt.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

12:30 Uhr

Die Reportage

Kriegskinder
Das Klassentreffen
Von Imke Plesch

Vor 62 Jahren machte Gerd Plesch in Oldenburg sein Abitur. Seither trifft er seine ehemaligen Mitschüler regelmäßig, in diesem Jahr in Begleitung seiner Tochter, weil er inzwischen im Rollstuhl sitzt. Die junge Frau blickt fast neidisch auf den Zusammenhalt der Kriegskinder. Klassentreffen - so etwas kennt sie nicht, sie hat auch keinen engen Kontakt mehr zu Mitschülern. Die Schule hat sich in den letzten Jahrzehnten kolossal verändert, die Jugendlichen auch - sind sie erst einmal damit fertig, dann nichts wie weg. Bei den alten Herren ist das anders: wenn sie an ihre Schulzeit denken, wird ihnen warm ums Herz.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin

Wochenkommentar zur WHO-Studie:
Dem Denken Beine machen
Von Florian Werner

Ohne Gabe keine Gesellschaft
Gespräch mit dem Soziologen Prof. Dr. Frank Adloff

Philosophische Orte I:
Rousseaus Träumereien auf der Petersinsel
Von Raphael von Matt

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt: Religion, Politik, Zusammenleben
Moderation: Anne Françoise Weber

Wie verbinden sich Religion und neuer Nationalismus in Europa?
Wo Religion nationalistisches Gedankengut verstärkt und wo sie ihm entgegensteht
Gespräch mit dem Sozialphilosoph Hans Joas

Drama um die Bundeslade
Die eritreische Gemeinde in Berlin hat sich gespalten. Im Grunde geht es um Politik, aber die praktische Frage lautet, woher die Kopie der Bundeslade kommen soll, mit der Taufen und Trauungen gefeiert werden.

Auf Augenhöhe zusammen leben und beten
In über 130 Arche-Gemeinschaften weltweit leben Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammen. Gründer ist der kanadische Theologe Jean Vanier, der am 9. September 90 Jahre alt wird.

14:50 Uhr

Zum jüdischen Fest Rosch Haschana

Rosch Haschana - warum Juden im Herbst Neujahr feiern
Woher die Traditionen kommen und warum das neue Jahr ausgerechnet im Herbst beginnt
Von Lissy Kaufmann

Am Abend des 9. September beginnt in diesem Jahr das jüdische Neujahrsfest, das nach dem jüdischen Kalender stets am ersten Tag des Monats Tishrei gefeiert wird: Am Vorabend kommt die Familie zusammen, es werden Apfelschnitze mit Honig serviert, Granatapfelkerne, ein rundes Challah-Brot und manchmal auch gefilte Fish. Religiöse Juden blasen den Schofar - ein Widderhorn. Doch woher kommen diese Traditionen? Warum feiern Juden überhaupt das Neujahrsfest, das in der Bibel gar nicht genannt wird? Welchen Einfluss hatten die Erfahrungen im babylonischen Exil vor der Zeit des Zweiten Tempels? Worauf ist das Datum im Herbst zurückzuführen? Und warum dauert das Fest gleich zwei Tage? Lissy Kaufmann hat sich auf die Spuren von Rosch Haschana begeben, um herauszufinden, wie viel davon geschichtlich bedingte Tradition ist und wie all das zum Judentum passt.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Verbindung zu neuen Klangwelten
Karlheinz Stockhausens "Kontakte" für Elektronik, Klavier und Schlagzeug
Gast: Pierre-Laurent Aimard, Pianist
Moderation: Leonie Reineke

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Binde und Bürde
Kapitäne im Mannschaftssport
Von Thilo Schmidt

Was machen eigentlich Mannschaftskapitäne, außer zu Spielbeginn nach dem Münzwurf durch den Schiedsrichter die Seitenwahl zu entscheiden? Sind sie Klassensprecher, der verlängerte Arm des Trainers, Vertrauensperson? Ein bisschen was von allem und noch viel mehr. Auf dem Platz übermitteln sie oft Anweisungen des Trainers. Im Fußball haben sie gegenüber dem Schiedsrichter nicht mehr Rechte als andere Spieler - jedoch mehr Pflichten. Denn der Schiedsrichter kann über den Kapitän verfügen: Er kann ihn beauftragen, dem Trainer einen Innenraumverweis auszusprechen. Wer Kapitän wird und wie er oder sie es wird, sagt im Übrigen viel aus über den Charakter einer Mannschaft und ihres Trainers.

18:30 Uhr

Hörspiel

Was gibt’s Neues vom Krieg
Von Robert Bober
Übersetzung aus dem Französischen: Tobias Scheffel
Bearbeitung: Anette Kührmeyer
Regie: Christiane Ohaus
Komposition: Christoph Grund
Mit: Konstantin Graudus, Felix von Manteuffel, Brigitte Karner, Sven Lehmann, Hans Diehl, Chris Pichler, Matthias Matschke, Imogen Kogge, Gerry Wolff, Moishe Waks
Ton: Werner Klein, Annette Matheis
Produktion: SR/RB/Deutschlandradio Berlin 1998
Länge: 73'06
(Wdh. v. 30.05.1999)

Jüdisches Leben im Nachkriegs-Paris: Es gibt zwar keine Bars mehr, in denen Juden und Hunden der Zutritt verboten ist. Aber Erinnerungen, Traumata und Ressentiments leben fort.

Anschließend:
Flaneur und Diplomat - Romain Gary
Ein Porträt des Autors von Clarisse Cossais
Vorschau auf das Hörspiel "Kleider ohne Leute" am 16. September, 18.30 Uhr

Die Schneiderei von Monsieur Albert im jüdischen Viertel von Paris, kurz nach dem Krieg. Da ist Maurice, genannt Abramauschwitz. Oder Charles, dessen Frau und Töchter von den Nazis ermordet wurden. Oder Bonjour-Bonjour, eine jiddische Heiratsvermittlerin, deren Französischkenntnisse sich in diesem Gruß erschöpfen. Das Leben geht weiter. Aber wie? Und noch immer gibt es Faschisten auf den Straßen, die ‚Tod den Juden‘ rufen.

Robert Bober, geboren 1931 in Berlin als Sohn polnischer Juden. 1933 Emigration nach Frankreich, dort überlebt er unter falscher Identität. Nach dem Krieg arbeitet er als Schneider, Erzieher, Töpfer, später als Assistent von François Truffaut; ab 1967 dreht er eigene Filme. 1991 erhält er von der Société civile des auteurs multimedia den Grand Prix für sein Lebenswerk. "Was gibt’ s Neues vom Krieg" (1993) ist sein erster, mehrfach ausgezeichneter Roman. Weiterhin ins Deutsche übersetzt: "Berg und Beck" (2000) und "Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen" (2011). Bober lebt in Paris.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Musikfest Berlin
Live aus der Philharmonie Berlin

Pierre Boulez
"cummings ist der dichter“ für 16 Solostimmen und Instrumente

Maurice Ravel
Konzert für Klavier (linke Hand) und Orchester D-Dur

ca. 20.45 Konzertpause

György Ligeti
"Clocks and Clouds“ für zwölf Frauenstimmen und Orchester

George Benjamin
"Palimpsests I/II“ für Orchester

Cédric Tiberghien, Klavier
ChorWerk Ruhr
Berliner Philharmoniker
Leitung: Sir George Benjamin

Dolby Digital 5.0

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Marietta Schwarz

Wahlausgang in Schweden - Abschied von der heilen Welt?
Von Svante Weyler

Error. Die innovativen Highlights beim Ars Electronica Festival
Von Pilip Artelt

Drei Schwestern - Peter Eötvös-Oper nach Tschechow in Frankfurt
Von Uwe Friedrich

Sprache, Identität, "postkoloniales" Schreiben:
"Decolonizing Wor:l:ds" beim ILB
Von Tobias Wenzel

Kulturpresseschau
Von Burkhard Müller-Ullrich

September 2018
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