Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 06.12.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 8. Juli 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Wenn sie lachte, bebte der ganze Körper
Eine Lange Nacht über Käthe Kollwitz
Von Berit Hempel
Regie: Burkhard Reinartz

Ihr Name steht für Leid, Krieg und Verzweiflung. Wie keine Zweite verstand es Käthe Kollwitz (1867 - 1945), die Nöte der Menschen in dunklen Strichen auf Papier festzuhalten: Kinder, die hungern, Männer, die betteln, Frauen, die demonstrieren. Die Künstlerin zeichnete das, was die Menschen zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges bewegte. Sie schuf großformatige Skulpturen von Eltern, die um ihren gefallenen Sohn trauern, gestaltete politische Plakate. Auch von der Grafikerin selbst sind eher traurig wirkende Selbstporträts bekannt. Noch heute dient die Figur der Käthe Kollwitz als Projektionsfläche für Ismen aller Art, Pazifismus, Kommunismus, Feminismus. Doch die ikonengleiche Käthe Kollwitz, das war auch eine Frau, die gerne lachte, forsch in der privaten Malklasse posierte, die kletterte, tanzte und küsste. In Paris wandelte sie auf den Spuren der Impressionisten, malte zarte, farbige Rückenakte, kaufte ein frühes Bild von Picasso. In Italien pilgerte sie zu Kirchen und Klöstern, bewunderte Fresken und Plastiken, genoss den Vollmond und unzählige Leuchtkäfer. Vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867, wurde Käthe Kollwitz geboren. Eine ‚Lange Nacht‘ über Leben und Wirken der großen Künstlerin.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Bretter, die viel Geld bedeuten
Eine Benefiz-Veranstaltung des Hebbel-Theaters anlässlich seiner Wiederherstellung zur 750-Jahr-Feier Berlins
RIAS Berlin 1985
Vorgestellt von Michael Groth

Das 1908 fertig gestellte Hebbel-Theater galt in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts als eine der führenden Bühnen Berlins. In den 60er-Jahren erlebte das Haus eine Renaissance als Volkstheater. Hier waren Harald Juhnke, Inge Meysel und Rudolf Platte zu sehen. Die Ära endete nach jahrelangen finanziellen Schwierigkeiten mit einem Konkurs im Jahr 1978. Nur der Denkmalschutz rettete das Theater vor dem Abriss. Aus Anlass der 750-Jahr-Feier Berlins sollte das Hebbel-Theater wieder in altem Glanz erstrahlen. Geld dafür wurde zwei Jahre zuvor auf einer Benfiz-Gala gesammelt.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Michael Becker
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Deutsch-chinesische Beziehungen
Noch lange nicht "ziemlich beste Freunde"
Von Axel Dorloff

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Wie inszenieren Sie "Die Rückkehr nach Reims" von Didier Eribon in Manchester?
Thomas Ostermeier, Intendant der Berliner Schaubühne

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Ein Haus in Spanien" vom J.M. Coetzee
Von Edelgard Abenstein

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

G20-Gipfel: Wie ist eine gerechte Globalisierung möglich?
Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik in Bonn
Moderation: Gisela Steinhauer

Telefonnummer 00800 2254 2254
E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de, sowie auf Facebook und Twitter

Hamburg ist im Ausnahmezustand. Der G20-Gipfel tagt, die Staats-und Regierungschefs der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer diskutieren über die drängenden Themen unserer Zeit: darunter die Flüchtlingskrise, den Klimawandel, die Zukunft Afrikas. Seit Wochen laufen die Proteste der Gipfelgegner, auch heute beginnt um 11 Uhr eine große Demonstration. Auf vielen Plakaten wird die Forderung nach einer gerechteren Globalisierung stehen - und sie findet sich auch in den Absichtserklärungen der beteiligten Politiker.

Was aber bedeutet eine „gerechtere Globalisierung“? Was muss sich dafür ändern?

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Live aus Klagenfurt von den '41. Tagen der deutschsprachigen Literatur'
Gäste: Franzobel, Kathrin Schumacher, Kolja Mensing
Moderation: Florian Felix Weyh

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Jenny Genzmer

Gast: Günter Bannas, FAZ

- Europäischer Trauerakt für Kohl
- Vorbereitungen auf G20-Gipfel
- CDU stellt Wahlprogramm vor

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linß und Marcus Richter

Meinung, Medien und Macht
Gespräch mit Jeanette Hofmann, Direktorin des Humboldt Institutes für Internet und Gesellschaft

Vom Online-Sit-in bis zum hashtag-Demonstranten
Von Matthias Finger

Besprechung Trumpmania
Von Dennis Kogel

Netzkultur
Geld und Kapitalismus im Spiel

Medien und Meinungen
Von Tim Wiese

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

"Die Angst muss die Seite wechseln"
Theatermachen im arabischen Raum
Von Lydia Ziemke

Full spin Festival in Essen und einziger Studiengang:
"physical theatre"
Von Stefan Keim

Die geniale Stelle:
Stefan Neugebauer über Ibsens "Gespenster" am Deutschen Theater Berlin

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Debüt mit 81: Eleanor Coppola dreht "Paris kann warten"
Gespräch mit der Regisseurin

Vorgespult:
"Dark Blood" und"Spider-Man: Homecoming"
Von Christian Berndt

Neuanfang ohne Ehemann in "Meine glückliche Familie"
Gespräch mit den Filmemachern Nana Ekvtimishvili und Simon Gross

Newcomer des queeren Kinos: João Pedro Rodrigues
Gespräch mit Anke Leweke

Neues Genrekino aus Deutschland "Berlin Falling"
Gespräch mit dem Regisseur Ken Duken

Neuer Blick auf alten Bekannten: "O.J. Made in America"
Dokumentation über den Football-Spieler O.J. Simpson
Gespräch mit dem Filmkritiker Matthias Dell

Top Five: 75 Jahre Harrison Ford
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Gesichter
Moderation: Katja Bigalke

Schaufenster der Seele - Mimik lesen kann man lernen
Von Jürgen Stratmann

Sie kenne ich - Super Recognizer vergessen kein Gesicht
Von Andi Hörmann

In den Schminktopf gefallen - die Make Up-Branche boomt
Von Matthias Finger

Das letzte Porträt
Gespräch mit dem Totenfotograf Martin Kreuels

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Tacheles

"US-Bürgermeister trotzen Trump"
Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles und Hoffnungsträger der US-Demokraten, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

Diesen Sommer feiern Berlin und Los Angeles das 50jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Aus dem Anlass war der Bürgermeister der kalifornischen Metropole, der Demokrat Eric Garcetti, in dieser Woche zu Gast in der deutschen Hauptstadt.
Welche Rolle spielen Städte bei der Lösung immer komplexerer Probleme - Klimawandel, Migration, Terrorismus, Ressourcen-Knappheit, Umweltverschmutzung? Gewinnen die Städte im 21.Jahrhundert zunehmend an politischer Bedeutung, die im 20.Jahrhundert den Nationen vorbehalten war, wie ein einflussreicher US-Politologe analysiert? Wenn dem so ist - gilt das bei einem politisch schwer berechenbaren US-Präsidenten Donald Trump dann umso mehr? Und: Was können Berlin und Los Angeles voneinander lernen?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Die Vodou-Ikone
Die schwarze Madonna von Częstochowa zwischen Polen und Haiti
Von Sebastian Meissner
Regie: der Autor
Mit: Oleg Zhukov, Jadwiga Korte, Hansa Czypionka, Oliver Brod, Anjorka Strechel
Ton: Sebastian Meissner
Produktion: Deutschlandfunk Kultur/WDR 2017
Länge: 54'04
(Ursendung)

Wie eine Ikone verschiedene Identitäten entwickelt.

Die schwarze Madonna von Częstochowa gilt als Inbegriff des polnischen Katholizismus. Sie bot Zuflucht für Dissidenten und Trost für die einfache Bevölkerung; heute steht sie für Restauration und Nationalismus. Aber ihre Vergangenheit ist farbig: sie kam mit polnischen Söldnern nach Haiti und wurde dort mancherorts zur Vodou-Schutzheiligen für Lesben und Schwule. In Briefen seiner Großmutter aus dem Polen der 80er-Jahre, Begegnungen mit polnischstämmigen Haitianern und Exkursionen zum ländlichen Katholizismus verfolgt der Autor das Driften der Bedeutungen.

Sebastian Meissner, geboren 1969 im polnischen Częstochowa, studierte Pädagogik und Soziologie. Arbeitet als Regisseur und Komponist, realisierte Bühnenproduktionen, Filmsoundtracks und Klanginstallationen. Zuletzt: "Wem gehört Mauna Kea?" (DLF 2016).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Konzert

27. Rudolstadt-Festival
Live von den Bühnen der Stadt
Mit Amy Macdonald, Elin Kåven, Helgi Jonssón, Fred Morrison, Georg Ringsgwandl u.a.  

Moderation: Carsten Beyer

Impressionen von Deutschlands größtem Roots-, Folk- und Weltmusikfestival mit dem Länderschwerpunkt Schottland.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Nina Hoss in "Rückkehr nach Reims"
Ostermeier-Premiere in Manchester
Von Susanne Burkhardt

Auftakt in Avignon:
"Antigone" und Olivier Pys Version der "Les Parisiens"
Von Eberhard Spreng

UNESCO I:
Kommen Naumburg, Dessau-Roßlau und Bernau auf die Liste?
Gespräch mtit Nikolaus Bernau

UNESCO II:
Urwald und Kulturlandschaft Bialowicza auf der roten Liste
Gespräch mit Dr. Andreas Gautschi, Forstwissenschaftler

Klagenfurt-Finale: Wer ist der Favorit für den Bachmann-Preis
Gespräch mit Kolja Mensing

documenta-Echo - Künstler der documenta 14 im Kurzporträt
Von Anna Kohn

Kulturpresseschau mit Klaus Pokatzky

Juli 2017
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