Seit 18:30 Uhr Weltzeit
Donnerstag, 06.05.2021
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit
Tagesprogramm Sonntag, 6. Juli 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lyriksommer
Sterben ist eine Kunst
Die Dichterin Sylvia Plath
Von Norbert Hummelt
Produktion: SWR 2013

"Die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation" (John Updike)

Der Winter 1962/63 war einer der härtesten in Europa. In Großbritannien ging er als "The Great Freeze" in die Geschichte ein. In dieser Zeit kämpfte im Wohnviertel Primrose Hill im nordwestlichen Londoner Bezirk Camden, eine junge, aus Amerika eingewanderte Schriftstellerin um ihr Leben. Bis heute beschäftigt ihr Selbstmord die Fantasie von Lesern, Literaturwissenschaftlern, Schriftstellern und vor allem Schriftstellerinnen. „Ariel“, ihre hinterlassene Gedichtsammlung, wurde zu einem der berühmtesten und erfolgreichsten Gedichtbände der letzten fünfzig Jahre. Doch erst 2004, nach dem Tod des Ehemannes Ted Hughes, ist der Band in Sylvia Plaths ursprünglicher Auswahl und Anordnung erschienen. Auf Deutsch kam die Urfassung 2008 heraus. Mittlerweile sind auch die nachgelassenen sowie die zu Lebzeiten publizierten Gedichte in deutscher Übersetzung erschienen. Für John Updike war Sylvia Plath "die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation".

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Risel

Karol Conká ist nicht nur eine schillernde Erscheinung, die aus Coritiba, einem der WM-Orte stammt, sondern die 27-Jährige hat auf ihrem Debutalbum auch einen ganz eigenständigen brasilianischen Hip-Hop entwickelt. Ebenfalls neue Alben aus Brasilien von Digitaria und Los de Abajo aus Mexico. Reggae-Sounds mit Interpreten aus Kanada, Niederlande, Jamaika, USA, Neuseeland, Großbritannien, Österreich und Deutschland bereiten wir für die zweite Stunde vor. Zum Schluss entspannte Lounge-Sounds mit jazzigen Tönen, z. B. vom aktuellen Album des Italieners Nicola Conte. Das Soul-Album von Malky „Soon“ - unser Album der Woche - wird als CD oder Vinylplatte verlost.

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Sufi-Bewegung

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Und mach meine Silvia gesund!"
Verwundetes heilen
Von Ute Eberl
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Moderation: Patricia Pantel

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Haudrauf und Mariechen
Von Anna-Luise Böhm
Ab 6 Jahren
Regie: Beatrix Ackers
Komposition: Frieder Butzmann
Mit: Fea Faika, Lenz Lenger, Cathlen Gawlich, Mira Patercke, Andreas Mannkopff, u. a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 44'32
(Wdh. v. 15.09.2013)
Moderation: Patricia Pantel

Gemeinsam mit ihrer Puppe Mariechen rettet Anja die Geburtstagsfeier ihres Bruders.

Als Anja erfährt, dass sie nicht zu dem Piratengeburtstag ihres Bruders eingeladen ist, will sie sich rächen. Sie nimmt dem Bruder heimlich seine Piratenfigur, den wilden Haudrauf, weg, bindet ihm Windeln um und steckt ihn ins Puppenbett. Wütend schnappt sich der Bruder Anjas Puppe und fesselt sie zur Strafe ans Bücherregal. Der Streit ist entbrannt, die Geschwister wüten immer wilder gegen das Spielzeug des anderen. Dabei bemerken sie nicht, dass Mariechen, die Puppe, und Haudrauf, die Piratenfigur, lebendig geworden sind.

Anna-Luise Böhm, geboren 1975 in Berlin, studierte Drehbuch in Ludwigsburg, schreibt Prosa und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

20 Jahre Deutschlandradio
Klein, aber besonders
Aus der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken
Mit Olaf Kosert und Gästen
Aufzeichnung vom 05.07.2014

Das Saarland, eingezwängt zwischen Rheinland-Pfalz und Frankreich, ist zweifellos klein. Von den deutschen Flächenländern ist es das kleinste, und gemessen an der Einwohnerzahl - eine knappe Million - sind sogar die beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg weitaus größer. Doch das Saarland ist besonders, schon wegen seiner wechselhaften Geschichte. Zweimal, nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg, stand das Saargebiet jahrelang unter französischer Kontrolle; zweimal entschieden sich die Saarländer aber zur Rückkehr nach Deutschland, ins „Reich“, wie noch heute ältere Saarländer sagen, wenn sie den Rest der Republik meinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewährten die Franzosen dem Saarland allerdings eine gewisse Autonomie, was sich vor allem im Sport ausdrückte. 1952 schickte man eine eigene Olympiamannschaft nach Helsinki; 1954 hätte sich das Saarland fast für die Fußball-WM qualifiziert, wenn das bundesdeutsche Team um Fritz Walter den saarländischen WM-Träumen mit einem Sieg in Saarbrücken nicht ein Ende bereitet hätte. Damals zählte der saarländische Fußball zur europäischen Spitze, doch das ist längst Geschichte. Ebenso wie die einst florierende Schwerindustrie. Geblieben ist ein Land, das stolz ist auf seine Lebensart, sein kulturelles Erbe, seine mundartliche Vielfalt und die gute Zusammenarbeit mit „den Nachbarregionen im Herzen Europas“. Stichwort: SaarLorLux.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Die Insel der Witwen
Nierenkranke Zuckerrohrarbeiter in Nicaragua
Eine Reportage von Tom Noga

Dass die Arbeit auf Zuckerrohrfeldern hart ist, kann man sich vorstellen. Aber sie ist nicht nur schwer, sondern sie macht auch krank, und zwar totkrank. In Nicaragua, wo aus Zuckerrohr u.a. der weltberühmte Rum "Flor de Caña" hergestellt wird, sterben jedes Jahr Hunderte Zuckerrohrarbeiter an Niereninsuffizienz - ihre Nieren schrumpfen, sie funktionieren irgendwann nicht mehr und Dialyseplätze gibt es nicht. Die wenigen Forscher, die sich mit dem Problem beschäftigen, haben entweder viel zu wenig Geld, um z.B. Bodenproben zu analysieren, oder sie sind von der Zuckerindustrie bezahlt mit dem klaren Auftrag, jede Verantwortung abzuwehren.
Aber die Vermutung, dass Pestizide und Bodenverseuchung durch Chemikalien eine Rolle bei der Erkrankung spielen, ist nahe liegend. Auf Kuba, wo ebenfalls in großer Hitze Zuckerrohr geernet wird, aber aufgrund des Embargos keine Pflanzenschutzmittel verfügbar sind, kennt man die Nierenkrankheit angeblich nicht.
Tom Noga war in Nicaragua im Anbaugebiet des Zuckerrohrs und hat die "Insel der Witwen" besucht - sie heißt so, weil dort Frauen leben, die teilweise mehrere Ehemänner verloren haben. Er hat mit den nicaraguanischen Forschern gesprochen, die mit wenigen Mitteln versuchen herauszufinden, was hinter der mysteriösen Nierenkrankheit steckt und er hat auch versucht, mit Vertretern der dortigen Zuckerrohrindustrie ins Gespräch zu kommen.

Seine Reportage ist ein erschreckendes Abbild der postkolonialen Zustände in Mittelamerika, wo ein Menschenleben nichts zählt, so lange die Kasse stimmt.    

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
u.a.
Kleine Leute - große Fragen: Wann ist der Mensch alt
Von Gesa Ufer

Was heißt es, zu philosophieren?
Gespräch mit Prof. Michael Hampe, Philosoph und Autor

Wochenkommentar: Kinder bekommen. Glücklich sein?
Von Catherine Newmark

Philosophie im Internet
Von Gerd Brendel

Drei Fragen an Michaela Melián
Gespräch mit der Künstlerin und Musikerin

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Weg mit dem Loch
Pläne für den Umbau der Berliner Hedwigskathedrale vorgestellt
Von Peter Kaiser

Die EKD verliert ihren höchsten Repräsentanten
Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider tritt zurück
Von Philipp Gessler

Streit um die Rechtfertigung
Kirsten Dietrich spricht mit Martin Laube, Professor für Systematische Theologie an der Universität Göttingen

Beten gegen Atomtransporte
25 Jahre Widerstandsgebet in Gorleben
Von Thomas Klatt

Die Schönheit der Schrift
Ausstellung von Handschriften im jüdischen Museum Berlin
Von Sieglinde Geisel

Moderation: Kirsten Dietrich

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Beethovens Cellosonaten Op. 69 und Op. 102
Moderation: Harald Eggebrecht

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Keatsen
Das Tennisspiel mit bloßer Hand
Von Fritz Schütte
(Wdh. v. 07.07.2013)

Zur barocken Residenz gehörte das Ballhaus. Dort wurde nicht getanzt, sondern Jeau de paume gespielt, ein Vorläufer von Tennis. Man schlug den Ball mit der bloßen Hand. Im 18. Jahrhundert kam der Sport aus der Mode und hat nur in wenigen Gegenden überlebt. In der niederländischen Provinz Friesland ist eine Variante bis heute Nationalsport: Keatsen. Das Turnier Permanente Commissie in Franeker gilt als eines der ältesten Sportturniere der Welt. Seit 1854 ist es nur viermal ausgefallen: wegen Pocken, Cholera und der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

18:30 Uhr

Hörspiel

Kunststücke
Radio-Revue oder "Ich bräuchte jemanden, der mich mir zurückgibt" (1960/61)
Versuch einer von mehreren Möglichkeiten, Hörtext 19
Von Ferdinand Kriwet
Regie: der Autor
Mit: Matthias Habich, Friedhelm Ptok, Sabine Falkenberg, Marian Funk, Yara Blümel, Nicolai Despot u.a.
Ton: Alexander Brennecke, Jens Eisbein
Produktion: Deutschlandradio Kultur/WDR 2013
Länge: 43´31
(Ursendung)

"Radio-Revue" ist eine akustische Archäologie. Aus einem Strom von Namen erheben sich, biografisch fortschreitend, Inseln der Erinnerung.

Anschließend:
Man hört nur, was man weiß
Auskoppelungen und Kontexte
zu Ferdinand Kriwets Radio-Revue von Jochen Meißner
(Deutschlandradio Kultur 2014/ (Ursendung)/34'40)

"PROMERENI_D" von Pavel Novotný (Autorenproduktion/7'11)

„Radio-Revue“ ist eine akustische Archäologie in sechs Abschnitten. Aus einem Strom von Namen erheben sich in biografisch fortschreitender Reihenfolge Inseln der Erinnerung zwischen Düsseldorf, Angermund, Dortmund, Königsfeld, Solingen, Bad-Sachsa, Heidelberg, wieder Düsseldorf, Dodenburg, Dunum, Burgen, Dresden und Prag. Die diesen geografischen Stationen entsprechenden Lebensabschnitte werden indirekt in einer Radio-Komposition aus Briefen, frühen Gedichten, Theaterszenen, späteren Radioarbeiten, akustischen Zeitzeichen, Musikfragmenten etc. vorgestellt: eine home story der speziellen Art.


Ferdinand Kriwet, geboren 1942, Schriftsteller und Mixed-Media-Künstler. Zuletzt ›Rotoradio‹ (Deutschlandradio Kultur/WDR 2012).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

10. Internationaler Wettbewerb "Paolo Borciani" für Streichquartett
Teatro Municipale Valli in Reggio Emilia
Aufzeichnung des Finalkonzerts vom 01.06.2014

Franz Schubert
Streichquartett Nr. 14 d-Moll, D 810 "Der Tod und das Mädchen"

Dmitrij Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 9 Es-Dur, op. 117

ca. 21.15 Konzertpause
Christine Anderson im Gespräch mit Wettbewerbsteilnehmern und Jurymitgliedern

Béla Bartók
Streichquartett Nr. 5 B-Dur

Varèse Quartett
Mucha Quartett
Kelemen Quartett

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

„Das Lied war meine Domäne“
Zum 75. Geburtstag von Brigitte Fassbaender
Von Kirsten Liese

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
u.a.
Lyriksommer: Blues
Von Norbert Hummelt

Abschlußbericht vom Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt: Wer hat gewonnen
Von Barbara Wahlster

Opernfestspiele München: "Die Flut" von Boris Blacher, Regie: Aernout Mik
Von Jörn Florian Fuchs

24. Tanz- und Folkfest Rudolstadt - ein Resümee von Carsten Beyer

Dolly Parton nach 40 Jahren wieder in Deutschland - Gig in Berlin
Von Jenny Zielka

1. Kultur-Hackathon - "Und die Gewinner sind ..."
Von Vera Linß

Kulturpresseschau
Von Tobia Wenzel

23:30 Kulturnachrichten

Juli 2014
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