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Montag, 21.10.2019
 
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Tagesprogramm Mittwoch, 28. März 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

Da gehen wir nicht mehr hin
Wolfram Siebecks Restaurantverrisse
Von Ulrich Gerhardt
Regie: der Autor
Mit: Wolfram Siebeck und Rafael Jové
Ton: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017
Länge: 53'34
(Wdh. v. 27.12.2017)

Gastronomischer Furor im Originalton.

2016 starb der Restaurantkritiker Wolfram Siebeck mit 86 Jahren. Ein Jahr zuvor übergab er Regisseur und Autor Ulrich Gerhardt 36 Audio-Kassetten aus den 1980er-Jahren, die er als Protokollmedium bei seinen Restaurantbesuchen besprochen hatte. Siebecks Kritiken polarisierten: Die einen kochten fasziniert seine Rezepte. Die anderen fühlten sich durch seinen kritischen Absolutheitsanspruch angegriffen. Siebeck urteilt mit Furor und Humor, begeistert oder enttäuscht, leidenschaftlich und hochanspruchsvoll.

Ulrich Gerhardt, 1934 in Berlin geboren, ein Feinschmecker und einer der wichtigsten deutschen Hörspiel-Regisseure. Zuletzt als Originalton-Collage: "Morgan, Jaguar, Porsche und dann die Alpine - Wolfram Siebeck testet Sportwagen" (DKultur 2016) und "Mein Freund Lennie" (HR/Dlf Kultur 2017). Ulrich Gerhardt prägte und prägt mit seinen innovativen und experimentierfreudigen Inszenierungen das deutsche Hörspiel. Er studierte Schauspiel in Hannover, dann Theaterwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin. 1960 begann er bei RIAS Berlin und lernte dort sein Handwerk von der Pike auf. 1970 wurde er Leiter der Wortproduktion bei RIAS Berlin. Bekannt wurde er in dieser Zeit für seine Arbeit mit der Kunstkopfstereofonie. Von 1980-1986 war er Leiter der Hörspielabteilung des SFB (zusammen mit Garleff Zacharias-Langhans). Seitdem freier Regisseur. Er erhielt zahlreiche Preise für seine Regieleistung: Kurt-Magnus-Preis 1963, Das goldene Mikrofon 1973 (Präsentation von "Demolition" von Alfred Bester, der ersten Kunstkopf-Produktion auf der Funkausstellung Berlin), Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin (Lautsprecher) 1992 für "Roter Stern" von Simone Schneider, Hörspiel des Jahres und Robert-Geisendörfer-Preis 1999 für "Gespräche mit Lebenden und Toten" von Svetlana Alexijewitsch.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Kerstin Poppendieck

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

u.a. Kalenderblatt:
Vor 150 Jahren: Der russische Schriftsteller Maxim Gorki geboren

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Gegen den politischen Unwillen: Erinnern an den deutschen Kolonialismus
Von Arlette-Louise Ndakoze

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Das Kapital in sozialen Diensten
Zum 200. Geburtstag Friedrich Wilhelm Raiffeisens
Gespräch mit dem Historiker Dr. Holger Martens

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Liccle Bit. Der Kleine aus Crongton" von Alex Wheatle
Rezensiert von Sylvia Schwab

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

"Das Leben auf der Straße ist rauher geworden"
Annette Riedel im Gespräch mit Richard Brox, Autor, Blogger und Aktivist

Richard Brox hat so viel Härte, Einsamkeit und Schmerz ertragen müssen in seinem Leben, dass sein schieres Dasein staunen macht. Als einziges Kind zweier im Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg schwer traumatisierter Eltern, die nicht fähig waren, ihm Halt und Orientierung, Zuneigung und Aufmerksamkeit zu geben, hat er schwere Startbedingungen ins Leben. Seine Mutter war eine polnische Jüdin, die den Holocaust überlebt, aber ihre gesamte Familie verlor. Sein Vater war als Widerstandskämpfer im Konzentrationslager inhaftiert worden und hat nur knapp überlebt. Beide vermochten ihre Erlebnisse nicht in Worte zu fassen, und so stieg vor allem nachts in der Wohnung der Familie Brox das Grauen auf "wie schwarzer Nebel". So beschreibt Richard Brox es in seinem Buch "Kein Dach über dem Leben", das im Dezember 2017 bei Rowohlt erschienen ist. Seit Jahren lebt er auf der Straße und will dennoch nichts für sich selbst. Sein sehnlichster Wunsch: Ein stationäres Hospiz für schwerstkranke Obdachlose einrichten zu können.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

Mops des Monats März
Von Hans von Trotha

"In meiner Erinnerung ist mehr Streichorchester"
Gedächtnis in Bild und Text
Gespräch mit der Comic-Künstlerin Julia Hoße

Straßenkritik:
"Die Einkreisung" von Caleb Carr
Von Claas Christophersen

Cynthia Barcomi - Bei ihr geht das Bücherschreiben wie's Brezelbacken
Von Regina Voss

Buchkritik:
"Internat" von Serhij Zhadan
Rezensiert von Maike Albath

Über Populisten und Philosophen:
Die besten Sachbücher im April
Gespräch mit Christian Rabhansl

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Musiker in Ägypten
Zwischen Lobgesang und Regimekritik
Von Cornelia Wegerhoff

Das muss man gehört haben... oder auch nicht
Von Matthias Wegner

Musikbuch:
Charles Valentin Alkan - der unbekannter Exzentriker
Gespräch mit Rainer Pöllmann

11:30 Musiktipps

11:45 Rubrik: Folk

Seelenmusik Irlands:
The Gloaming live in der National Concert Hall Dublin
Von Harald Mönkedieck

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Markus Feldenkirchen, Journalist und Schriftsteller
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Moderation: Nana Brink

Kloster Himmerod
Zisterzensier-Abtei in der Eifel sucht Nachmieter
Von Anke Petermann

Mit Gottes Rechtsbeistand:
Nonne wehrt sich gegen Klosterschließung in Altomünster
Von Tobias Krone

Kloster Haina
Seit der Reformation "Pflegestätte für Gemütskranke"
Von Ludger Fittkau

Die kleinste Klosterkemenate der Welt
Von Horst-Joachim Kupka

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Shanli Anwar

Frage des Tages:
Roseannes Comeback
Antwort auf die Spaltung in den USA?
Gespräch mit Wolfgang Frömberg

Wer war Peter Lang?
Erinnerung an einen originellen Kurator
Gespräch mit Christoph Tannert, künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Bethanien in Berlin

Das Lesen der Anderen:
art-Magazin: "Das Tier in Dir"
Gespräch mit Ute Thon, Textchefin beim Kunstmagazin "art"

Datenmassen auf Instagram als Thema in der Fotografie
Von Lotta Wieden

Vorgespult:
"The Death of Stalin" und "Vor uns das Meer, Im Zweifel glücklich"
Vorgestellt von Christian Berndt

14:30 Kulturnachrichten

Von Gemma Pörzgen

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

Moderation: Fabian Schmitz

Klassik für Einsteiger
Mit den Ohren sehen oder
"Es gibt nichts Musikalischeres als einen Sonnenuntergang"
Claude Debussy
Von Ulrike Timm

Mit Instrumenten spielen
Von Regina Voss

Claude Debussy war ein merkwürdiger Komponist. "Meine Musik", sagte er, "da hörst Du das Licht, die Wellen im Meer. Du hörst, wie es klingt, wenn Du träumst, wie sich die Luft im Frühling anfühlt; und wie die Sonnenstrahlen auf dem Wasser tanzen! Und überhaupt: Ich habe beim Spazierengehen in der Natur viel mehr gelernt als in der Musikhochschule!“ „Du spinnst, Claude Debussy!“, sagten die Leute.
Aber mit der Zeit merkten immer mehr Menschen, dass dieser verrückte Franzose etwas wirklich Neues in die Musik gebracht hat. Sie fanden Freude an seinen Klängen, die so gar nicht nach der gelehrten Ordnung waren. Stattdessen zauberte Debussy Sonnenstrahlen, die sich im Wasser spiegeln, und Töne, die man glitzern hört. Man kann eben auch mit den Ohren sehen!
Manchmal benutzte der Komponist nur die schwarzen Tasten des Klaviers, was ganz seltsame Tonleitern ergibt - solche, wie sie sich Debussy bei den Gongspielern von der fernen Insel Bali abgehört hat. Er fand, sie passten gut zu ihm und seinen Klängen vom Wind, von der Luft, vom Wasser und vom Licht! Claude Debussy wollte als Kind gern Seemann werden. Er hat nie eine Schule besucht und hatte sein ganzes Leben lang Schwierigkeiten, richtig zu schreiben. Aber die Töne, die er in seinem Kopf fand, die brachte er ganz sicher zu Papier, und so wurde er gegen viele Widerstände ein berühmter Komponist. Vor 100 Jahren, am 25. März 1918, ist Claude Debussy gestorben.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Andreas Müller

Hoffnung nach der Niederlage
"Carry my Heart" von Indra Rios-Moore
Gespräch mit der Sängerin

Sticky Fingers
Klatsch und Tratsch und viel Musikgeschichte
Gespräch mit Helmut Heimann

Frauenquote - jetzt auch in der Rockmusik?
Von Thomas Spickhofen

Das muss man gehört haben... oder auch nicht
Von Matthias Wegner

Zu Gast im Studio:
Musik mit Bewegungsenergie - "Music Muscle" von Namosh

16:00 Nachrichten

16:30 Musiktipps

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

17:30 Kulturnachrichten

Von Gemma Pörzgen

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Integration auf dem Prüfstand - Afrikaner in Australien
Von Andreas Stummer

Moderation: Isabella Kolar

Flüchtlinge aus Afrika sind die - mit Abstand - am schnellsten wachsende Flüchtlingsgruppe, die in Australien eine neue Heimat findet. Doch je mehr die Zahlen steigen desto größere Probleme gibt es - vor allem mit jüngeren Afrikanern. Sie weigern sich in die Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen, kapseln sich ab, geraten in schlechte Gesellschaft und auf die schiefe Bahn. Die Folge sind Bandenbildung, Kriminalität von Drogenhandel bis zu schwerem Raub und Gewalt. In Melbourne gibt es jetzt sogar eine Sondereinheit der Polizei, die sich mit afrikanischen Jugendbanden auseinandersetzt, der Premier im Bundesstaat Victoria hat ein Überdenken der australischen Umsiedlungspolitik für afrikanische Flüchtlinge gefordert. 

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin

Akademische Grenzüberschreitung (1):
Das Phänomen Precht
Von Lydia Heller

Akademische Grenzüberschreitungen (2):
Über Popularisierung von Wissenschaft
Von Arno Orzessek

Akademische Grenzüberschreitungen (3):
Der ame Poet als deutsches Reinheitsgebot
Von Wolfgang Buschlinger

19:30 Zeitfragen. Feature

"Alle Kulturen haben eine gemeinsame Grundlage"
Die Ideenwelt der Panbabylonisten
Von Gunnar Lammert-Türk

Ausgehend von der altorientalischen Himmelsbeobachtung fragen Gelehrte: Steckt in der Vielzahl der Mythen und Religionen eine große gemeinsame Erzählung?

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Guildford Cathedral, Surrey (England)
Aufzeichnung vom 25.03.2018

John Stainer
"The Crucifixion", Passionsoratorium

Peter Auty, Tenor
Jeremy Carpenter, Bass
BBC Singers
Guildford Cathedral Choir
Malcolm Archer, Orgel
Leitung: Barry Rose

21:30 Uhr

Hörspiel

Im Topf ein Coq au vin
Wolfram Siebeck speist bei Familie Maugey
Von Ulrich Gerhardt
Mit: Wolfram Siebeck
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 58'53
(Ursendung)

Siebeck als glücklicher Gast auf einem französischen Bioweingut.

2016 starb Restaurantkritiker Wolfram Siebeck mit 86 Jahren. Für seine humorvollen Kritiken und bissigen Verrisse wurde er geliebt oder gehasst. Ein Jahr vor seinem Tod übergab er Autor und Regisseur Ulrich Gerhardt 36 Audiokassetten aus den 80er-Jahren, die Siebeck als Protokollmedium bei Restaurantbesuchen besprochen hatte. Bereits zwei Hörspielcollagen sind daraus entstanden. Heute folgt die dritte: Diesmal genießt er euphorisch die Speisen und Getränke des Bioweinguts der Familie Maugey in Frankreich.

Ulrich Gerhardt, 1934 in Berlin geboren, arbeitet seit über 50 Jahren für das Radio. Er war Hausregisseur im RIAS, Hörspielchef des SFB und Mitbegründer der Kunstkopfstereophonie. Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der er im Jahr 2016 sein Archiv übergeben hat. Lebt in Berlin. Über 200 Inszenierungen und Literaturbearbeitungen, mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Karl-Sczuka-Preis, dem Hörspielpreis der Akademie der Künste, "Hörspiel des Monats" und "Hörspiel des Jahres". Zuletzt als Originalton-Collage: "Morgan, Jaguar, Porsche und dann die Alpine - Wolfram Siebeck testet Sportwagen" (DKultur 2016), "Da gehen wir nicht mehr hin" (DKultur 2017) und "Mein Freund Lennie" (HR/Dlf Kultur 2017).

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Flemming

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Timo Grampes

Filme der Woche: "The Death of Stalin" und "1000 Arten Regen zu beschreiben"
Vorgestellt von Hartwig Tegeler

Feier des Kommerzes?
Bericht von der Art Basel Honkong
Von Moritz Gaudlitz

Kulturpresseschau
Von Klaus Pokatzky

23:30 Kulturnachrichten

Von Rade Janjusevic

März 2018
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