Seit 01:05 Uhr Tonart

Montag, 18.11.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 29. Oktober 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Schüchternheit und Literatur
Zaudern, zagen, Worte wagen
Von Uta Rüenauver

Der Schriftsteller hadert mit der Welt, zweifelt an ihr und an sich - schafft er mehr oder weniger Großes dennoch oder deshalb?

Die Romantik prägte das Bild vom empfindsamen, an sich und der Welt zweifelnden Dichter, der in sozialer Abgeschiedenheit große Literatur schafft. In der Moderne repräsentierte Franz Kafka diesen Dichtertypus in solcher Vollkommenheit, dass er heute als exemplarisch Schüchterner gilt: hypersensibel, eigensinnig, voller Ängste und Selbstzweifel. Ein Mann, der am Tag ein angepasstes Leben als Versicherungsangestellter führt und nur nachts und etwas verschämt das tut, was er für seinen eigentlichen Lebenszweck hält: schreiben. Ist ein zaghaftes, zweifelndes Selbst- und Weltverhältnis produktiv für die Literatur? Zu hören sind die Schriftsteller Nico Bleutge, Mirko Bonné, Wilhelm Genazino, Sibylle Lewitscharoff, Marie NDiaye und Marion Poschmann.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Kerstin Poppendieck

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Unitarische Kirche in Berlin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Außenseiter?
Orthodoxe Kirchen und Ökumene
Von Pfarrer Hans-Peter Weigel
Katholische Kirche

Die Ökumene scheint auf einem guten Weg. Das Interesse  ist allerdings derzeit so auf Luther und die evangelisch-katholischen Beziehungen konzentriert, dass andere Konfessionen aus dem Blickfeld geraten. Dabei spielen zum Beispiel die Russisch-Orthodoxe Kirche oder die christlichen Kirchen Syriens und des Iraks auch in der aktuellen Weltpolitik eine Rolle. Hans-Peter Weigel fragt im „Feiertag“: Sind die orthodoxen Kirchen Außenseiter in der Ökumene?

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Halloween
Von Maraike Wittbrodt
Gelesen von Stefan Kaminski
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007
Moderation: Tim Wiese

Nur wegen Ina geht Paul zu der bescheuerten Halloweenparty. Und nur wegen Ina lässt er sich zu einer noch bescheuerteren Mutprobe überreden.

Paul hat die Nase voll von Halloween. Doch als Ina ihn zu ihrer Party einlädt, kann er nicht nein sagen. Schließlich kann Paul Ina ja nicht allein mit Tom, diesem Angeber, lassen. Die Kinder ziehen los, um in der Nachbarschaft nach Süßigkeiten zu fragen, nur bei der unheimlichen Frau Kruse trauen sie sich nicht zu klingeln. Denn die Kinder sind sich sicher: Frau Kruse ist eine Hexe. Nun muss Paul beweisen wie viel Mut wirklich in ihm steckt …

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Der Rächtschraipkönich
Von Peter Jacobi
Ab 7 Jahren
Regie: Hans Helge Ott
Komposition: Bernd Keul
Mit: Matthias Brandt, Jonathan Dümcke, Tommy Luthardt-Sanchez, Finn Lucas Mayer, Arno Feltrin, Lena Meyer, Jacob Fuhrmann, Inga Busch, Jürgen Uter, Matthias Scheuring, Helge Heynold
Produktion: hr/NDR 2013
Länge: 47'05
Moderation: Tim Wiese

Der neue Schüler in der Klasse sieht nicht cool aus und ist schlecht im Diktat, aber er hat sehr viel Fantasie.

Worte sind das Ein und Alles, behauptet Frau Rumpf, die Klassenlehrerin der 3b. Sie beschreiben die Dinge, sie können schmeicheln - aber auch sehr verletzen. Das weiß ihr bester Schüler im Diktat, Kevin Keck, genannt Keks, nur allzu gut: Ausgerechnet der Buchstabe K bringt ihn zum Stottern. Zum Glück kennt keiner sein Geheimnis - bis auf Lukas. Gegen immer höhere Belohnungen verspricht er nichts zu verraten. Doch dann kommt ein Neuer in die Klasse. Er ist klein, gnomenartig und grottenschlecht in Rächtschraipung. Aber mit seinen Wortschöpfungen, lustigen Sprachspielereien, einem unsichtbaren Umbassaka und dem Äffett, das alle Wörter verdreht, stellt er nicht nur das Leben von Keks und Lukas, sondern der ganzen Klasse auf den Kopf.

Peter Jacobi, geboren 1951 in Thüringen, Schriftsteller, Buchhändler und Rockmusiker. Er veröffentlicht Theaterstücke, Hörspiele und Romane. Jacobi lebt seit 1981 als freier Autor in München.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Stunden, Minuten, Sekunden
Moderation: Oliver Schwesig
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Thüringer Urwald
Vom Truppenübungsplatz zum Nationalpark
Von Johannes Nichelmann

Deutschlands größter zusammenhängender Laubwald befindet sich in Thüringen - der Nationalpark Hainich soll wieder zum Urwald werden. Das Areal unweit von Eisenach diente für viele Jahre als Truppenübungsplatz für die Sowjets und die Nationale Volksarmee der DDR. Fast 600 Hektar Wald wurden damals für militärische Übungen zerstört. Heute wächst hier ein blühendes Biotop, denn seit 20 Jahren erobert sich die Natur die insgesamt 50 Quadratkilometer zurück, weitestgehend ohne Eingriff des Menschen. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben sich so angesiedelt. Auch der seltene Luchs soll wieder durch den Wald streifen.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Marianne Allweiss

12:30 Uhr

Die Reportage

„Halten Sie durch!“
Die Krim drei Jahre nach der Annexion
Von Thomas Franke

Russlands Premierminister Dmitrij Medwedew konnte die Krim-Bewohner bei einem Besuch auf der Halbinsel nur vertrösten: "Halten Sie durch!" rief er ihnen zu. "Es ist gerade kein Geld da." Vor dreieinhalb Jahren hat sich Russland die ukrainische Halbinsel einverleibt, unter großem Jubel der meisten Bewohner. Sie hofften, dass unter russischer Herrschaft alles schnell besser würde. Nun ist Ernüchterung eingekehrt. Die Preise sind gestiegen, weil die Lebensmittel nur mit Fähren aus Russland geliefert werden können. Der Tourismus leidet. Doch wer die Annexion der Krim kritisiert, ist Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Stephanie Rohde

Gute Bildung? Stimmen von der Straße
Von Johanna Tirnthal

Was ist gute Bildung?
Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Türcke und Klaus Zehrer

Katalonien: Streben nach Unabhängigkeit - Ein theoretischer Widerspruch?
Von Arno Orzessek

Was tun? Die philosophische Politikberatung - Michael Heinrich über Karl Marx
Von Johanna Tirnthal

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Kirsten Dietrich

Schwerpunkt: Heilige Musik

Feiertage sind Symbole
Reformationstag, Allerheiligen und die Debatte um muslimische Feiertage
Gespräch mit dem Religionssoziologen Gert Pickel
 
Vielfalt neu interpretiert
Sufi-Musik beim Festival der Religionen
Von Saida Rößner

"Psalter und Harfe wacht auf"
Was ist eigentlich dieser Psalter?
Von Simon Schomäcker
 
Geliebt und umstritten
Das indische Harmonium
Von Ralf Bei der Kellen

Auf der Suche nach neuen Wegen
Unterwegs mit einem katholischen Pop-Kantor
Von Bernd Sobolla
 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

"Tue meine Lippen auf!"
Das Oratorium "Paulus" von Felix Mendelssohn Bartholdy
Gast: Frieder Bernius, Dirigent
Moderation: Ruth Jarre

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Marianne Allweiss

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Künstler mit Kick
Fußball und Kultur erweitern gemeinsam ihr Publikum
Von Ronny Blaschke

Der Fußball ist nach der Musik wohl die bedeutendste Alltagskultur der Welt. Und in Deutschland erreicht er auch die sogenannte Hochkultur. Die Frankfurter Buchmesse füllt seit Jahren ein erfolgreiches Kulturstadion. Bühnen wie das Leipziger Theater der Jungen Welt inszenieren Stücke über jüdische Spieler, die von den Nazis verfolgt wurden. Im Stadion des FC St. Pauli ist das meistbesuchte Kunstereignis Hamburgs zu Gast, die Millerntor-Gallery, das internationale Kunst- und Kulturfestival. Und das Stadtmuseum Berlin lockt mit einer Fußball-Ausstellung neue Zielgruppen an. Sie alle nutzen den Sport als zugängliches Medium für komplexe Inhalte. Wie steht es um den pädagogischen Wert der Fußballkultur? Und wie kann der moralisch abgewirtschaftete Profibetrieb von diesen Einflüssen profitieren?

18:30 Uhr

Hörspiel

Frauen vor Flußlandschaft
Von Heinrich Böll
Bearbeitung: Christian Linder
Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Ruth Hausmeister, Doris Schade, Eva Garg, Renate Grosser, Christiane Bachschmidt, Michael Thomas, Manfred Steffen, Paul Hoffmann, Martin Benrath, Hans Wyprächtiger, Edgar Selge, Rudolf Baumeister, Günther Jauch, Michael Krüger
Ton: Hans Scheck, Kristina Schulze
Produktion: BR/WDR 1986
Länge: 88'53

Die späte Bonner Republik. Minister und Bankiers sind noch immer in das Erbe des Nationalsozialismus verstrickt. Das wissen auch ihre Frauen.

Bonn, als es noch deutsche Hauptstadt war. Die Minister und Machthaber leben in Villen entlang des Rheins und bestimmen die Tagespolitik. Hinter ihnen stehen ihre Frauen, als gesellschaftliches Dekor und als treue Unterstützerinnen. Das glauben zumindest die Männer. Die Frauen aber wissen, wie bigott ihre Gatten handeln, wie sie sich vom Geld korrumpieren lassen. Sie kennen ihre alten Nazis und können sie nicht länger ertragen.

Heinrich Böll, am 21.12.1917 in Köln geboren, warnte zeitlebens vor dem Verdrängen der Vergangenheit. Viele seiner Romane, Hörspiele, Kurzgeschichten und Essays sind Kritiken gegen die Gesellschaft und Politik der BRD, etwa "Doktor Murkes gesammeltes Schweigen" (1958), "Ansichten eines Clowns" (1963) oder "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1974). Der Schriftsteller mischte sich nicht nur literarisch in die Belange des Staates ein, sondern forderte als eine führende Figur der Friedensbewegung Abrüstung, Aufarbeitung und Dialog. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Heinrich Böll schrieb zahlreiche Hörspiele: "Zu Tee bei Dr. Borsig" (HR 1955, Rundfunk der DDR 1961, HR/SWF 1990), "Der schönste Tag" (NWDR 1955), "Anita und das Existenzminimum" (NWDR 1955), "Die Spurlosen" (NDR/BR/SWR, 1957 Rundfunk der DDR 1972), "Eine Stunde Aufenthalt" (NDR/SWR 1957), "Bilanz" (WDR/HR 1958, Rundfunk der DDR 1986), "Klopfzeichen" (WDR/NDR 1960, NDR 1962, DW 1983), "Mutter Ey" (WDR 1961), "Die Sprechanlage" (NDR/SWF 1962), "Konzert für vier Stimmen" (NDR/SWF 1962), "Hausfriedensbruch" (NDR/SR/SDR 1969), "Aussatz" (WDR 1970). Böll starb 1985 in der Nähe von Köln. Sein letzter Roman "Frauen vor Flußlandschaft", zuvor nur in Auszügen publik, wurde aus seinem Nachlass veröffentlicht.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Philharmonie Berlin

Claude Debussy
"L'isle joyeuse", bearbeitet für großes Orchester von Bernardino Molinari

Benjamin Britten
"Quatre chansons françaises“ für Sopran und Orchester

Maurice Ravel
"Shéhérazade" für Sopran und Orchester

ca. 20.55 Konzertpause
Für Laien und Profis - der "Symphonic Mob" beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin
Von Julia Kaiser

Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Christiane Karg, Sopran
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Rafael Payare

Der venezolanische Dirigent Rafael Payare dirigiert erstmals das DSO Berlin in einem anspruchsvollen Programm mit der Sopranistin Christiane Karg.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Vera Linß

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Hofer Filmtage: Bilanz des Filmfests nach Badewitz
Von Moritz Holfelder

Georgische Filmemacherinnen und ihr Blick auf ihr Land
Von Mirko Schwanitz

Kulturpresseschau
Von Klaus Pokatzky

Oktober 2017
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