Seit 15:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 19.09.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 13. Januar 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Bergwerk und Abraumhalde
Die Spur der Kohle in der Literatur
Von Jörg Magenau
(Wdh. v. 28.09.2008)

Das Zeitalter der Kohle geht zu Ende. Sie steht nicht mehr für den Aufbruch in eine bessere Zukunft, sondern für eine vergangene Kultur. In der Literatur hat die Kohle eine lange Spur hinterlassen und dabei auch Figuren wie den Steiger oder den Heizer bekannt gemacht. Sie erlaubt einen Blick zurück in die Geschichte der Arbeit im Bergwerk und an der Abraumhalde. Die Spur der Kohle reicht von den Märchen und Mythen des Mittelalters, in denen die Natur sich noch in Form von Geistern gegen die Ausbeutung durch den Menschen wehrte, über die schwarze Romantik, die den Bergmann mit seinem Arbeitsplatz in finsterer Tiefe in die Nähe des Todes rückte, bis zur sozialistischen Bergarbeiterliteratur mit ihren proletarischen Heldensagen und weiter in die melancholische Gegenwart, in der die Arbeitsgesellschaft gerade in den alten Kohlegebieten sichtbar an ihre Grenzen stößt.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Carsten Rochow

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Soka Gakkai

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Oh, wie schön ist Panama!"
Ein Land bereitet sich auf den Weltjugendtag vor
Von Ina Rottscheidt
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Fliegender Stern (2/5)
Von Ursula Wölfel
Gelesen von Gundi Erhardt
Ab 6 Jahre
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1998
Moderation: Patricia Pantel
(Teil 3 am 20.01.2019)

Die beiden Indianerjungen Fliegender Stern und Grasvogel machen sich ohne Wissen der Erwachsenen auf den Weg zu den Weißen, um ihren Stamm zu retten.

Die beiden Jungen Fliegender Stern und Grasvogel leben vor ungefähr 120 Jahren in Nordamerika. Beide gehören zum Stamm der Schwarzfußindianer. Sie sind noch klein, aber sie möchten zu den Großen gehören. Endlich werden sie von den erwachsenen Indianern aufgenommen und lernen fleißig, mit Pfeil und Bogen umzugehen. Aber sie müssen nun auch mit ansehen, wie die Jagdzüge der Männer immer schwieriger werden. Seit der weiße Mann überall auftaucht, sind die Büffel verschwunden. Die Indianer hungern und es fehlt das Leder für die Kleidung. Da beschließen Fliegender Stern und Grasvogel, allein zum weißen Mann zu reiten, um ihm zu erklären, was er den Indianern antut.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Die kluge Bauerntochter
Von Heinz Kahlau
Nach dem Märchen der Brüder Grimm
Ab 7 Jahre
Regie: Manfred Täubert
Komponist: Mathias Suschke
Mit: Gudrun Ritter, Elke Reuter-Hilger, Gerry Wolff, Pierre Bliß, Christoph Engel, Otmar Richter, Carl Heinz Choynski u. a.
Ton und Technik: Birgit Nauck, Christian Schoenermark und Gunnar Beck
Produktion: Funkhaus Berlin 1991
Länge: 40'30
Moderation: Patricia Pantel

Ein Bauer hat eine kluge Tochter, leider hört er nicht auf ihren Rat und landet so im Gefängnis.

Ein Bauer findet auf dem Acker, den ihm der König verpachtet hat, einen goldenen Mörser. Er will ihn dem König bringen, doch seine Tochter rät ihm ab. Sie warnt den Vater, der König werde von ihm auch den Stößer verlangen, denn Mörser und Stößer gehören zusammen. Der König wird glauben, dass der Vater den Stößer für sich behalten will. Aber der Vater hört nicht auf die Tochter, geht zum König und es passiert genau das, was die Tochter vermutete. Nun sitzt der Vater im Gefängnis und jammert: „Ach hätt’ ich meiner Tochter nur geglaubt!”.

Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) wurden durch ihre Märchensammlung weltberühmt.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Oliver Schwesig
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Liane von Billerbeck unterwegs mit dem Regisseur Andres Veiel durch seine Heimatstadt Stuttgart

Mit fast 60 Jahren steht Andres Veiel vor einer großen Herausforderung, er muss endlich sein Jugendzimmer ausräumen. Sein Bruder geht in den Ruhestand und möchte wieder zurück ins elterliche Wohnhaus in Stuttgart-Möhringen. Was der Regisseur von ‚Black Box‘ BRD hier finden wird? „So genau weiß ich das auch nicht, wahrscheinlich wird ein alter Artikel aus der Schülerzeitung in den Regalen liegen.“ Dafür bekam Veiel reichlich Ärger. Denn statt in die Schule fuhr er nach Stuttgart-Stammheim und berichtete über den Prozess gegen die RAF-Anführer. Die Geschichte der Roten Armee Fraktion beschäftigt Veiel bis heute, war auch Thema seines Spielfilmdebüts ‚Wer wenn nicht wir‘, mit August Diehl in der Hauptrolle. In Stuttgart-Möhringen, mit „seiner Vorstadtwelt, seinen Carports und den auf einen Meter gestutzten Ligusterhecken“ wurde es dem heutigen Filmemacher bald zu eng. Mit den Eltern, der Vater ein ehemaliger Weltkriegsoffizier, gab es häufig Streit. Anfang der 80er-Jahre floh Andres Veiel nach Westberlin, studierte Psychologie und machte erste Regieerfahrungen. Nach Stuttgart-Möhringen kommt er aber immer wieder zurück. 1996 zum Beispiel, für seinen Film ‚Die Überlebenden‘, - ein Porträt seiner Klassenkameraden, von denen sich drei nach der Schulzeit umbrachten. Und auch jetzt reist er wieder in seine Heimatstadt. Denn da ist ja die Sache mit seinem alten Jugendzimmer. Das möchte Veiel dem Deutschlandfunk Kultur unbedingt zeigen, und auch den Ort „meiner Politisierung“, das Staatstheater Stuttgart.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

12:30 Uhr

Die Reportage

Die Freiheit hinter dem Schleier
Radikaler Islam in Bosnien-Herzegowina
Von Sabine Adler

Rund 230 Bosnier haben sich dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen, manche mit Frauen und Kindern. Sie kommen aus Städten, aber auch aus entlegenen Dörfern, wo sie zurückgezogen einen besonders strengen Islam leben. Der wurde während des Bosnienkrieges durch rund 700 Mudschahedin nach Bosnien importiert und steht im Gegensatz zu dem offenen moderaten Islam, für den Bosnien 500 Jahre berühmt war.

Maoca, ein 200-Seelen-Dorf an der Grenze zu Kroatien, ist ein solcher Rückzugsort. Hier erklärt uns der „?Sprecher“? des Ortes seine Weltsicht und es gelingt uns mit einer jungen Frau zu sprechen, die - rein äußerlich - die Schwester von Nicole Kidman sein könnte. Warum lebt sie in diesem abgelegenen Wahabiten-Dorf? Wie reagieren die Menschen, wenn sie tief verschleiert durch Sarajewo läuft? Wie gehen die bosnischen Muslime mit ihren radikalen Glaubensbrüdern um? Wie gefährlich sind sie? Sabine Adler sucht in ihrer Reportage nach Antworten.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Simone-Rosa Miller

Der philosophische Wochenkommentar:
Twitter adieu - Wer hat Angst vor der totalen Öffentlichkeit?
Gespräch mit Prof. Dr. Peter Trawny, Leiter d. Martin-Heidegger-Institut

"Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark" - Rosa Luxemburgs Erbe
Gespräch mit Ernst Piper

Silvia Federici - Sollte Hausarbeit entlohnt werden?
Von Sophia Boddenberg

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Christopher Ricke

Kirche hält Latein am Leben
Die Basis der Katholischen Kirche spricht kaum Latein. Die Arbeit der Pontificia Academia Latinitas geht aber weiter. 
Von Thomas Migge
 
Protestantismus in der DDR
Bei der friedlichen Revolution in der DDR boten die Kirchen Raum für Diskussion und Widerstand. Die Geschichte des Protestantismus in der DDR ist aber auch eine Geschichte der Anpassung ans System.
Gespräch mit der Theologieprofessorin Veronika Albrecht-Birkner

Vom Gotteslob zum Gottesloch
Die Künstlerin Georgia Krawiec verarbeitet ihre traumatische Religionserfahrung, die sie als Kind mit der katholischen Kirche in Polen machte, durch Kunstaktionen. Von Martin Sander

Veränderte Glaubenspraxis in Polen
Wie gläubig ist eigentlich das polnische Volk, das zu fast 90 Prozent katholisch ist?
Von Marta Kupiec

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Vier Hände für ein Heidenfest
Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" in der Fassung für Klavierduo
Gäste: Andreas Grau und Götz Schumacher, Pianisten
Moderation: Ilona Hanning
(Wdh. v. 17.02.2013)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Das Spiel ist bunt
Chancen und Probleme der Integration im Fußball
Von Ronny Blaschke

Der Rücktritt von Mesut Özil aus dem Fußballnationalteam im Juli 2018 hat den Fokus auf Themen gerichtet, die über Jahre vernachlässigt wurden: Identitätssuche und Vielfalt, aber auch Ausgrenzung und Rassismus. Hat das Multikulti-Nationalteam die Probleme im Alltag überdeckt? Warum sind Einwanderer in den Führungen der Sportverbände kaum vertreten? Wie sehen Chancen und Rückschläge der kleinen Migrantenklubs aus? Wie hat sich das Vereinsleben durch Flüchtlinge verändert? Der Fußball einmal mehr als Abbild für ein zentrales gesellschaftliches Thema unserer Zeit: die Integration.

18:30 Uhr

Hörspiel

Quartett. Nach Laclos
Von Heiner Müller
Regie: Hermann Naber
Mit: Hildegard Schmahl, Ernst Jacobi
Ton: Udo Schuster
Produktion: SWF 1981
Länge: 67'15

In 'Quartett' erinnern sich die Figuren aus Laclos' 'Gefährliche Liebschaften' an ihr intrigenreiches Gesellschaftsspiel und haben keine Scham vor einer Selbstinszenierung.

Anschließend:
Martin Wuttke liest "Ajax zum Beispiel"
(Ausschnitt aus der Gedenkveranstaltung zum Tod von Heiner Müller im Berliner Ensemble, Januar 1996)
Produktion: ORB 1996
Länge: 14'53

Verführung, Intrige und Rufmord dienen dem Protagonistenpaar Vicomte de Valmont und Madame de Meurteuil in ‚Gefährliche Liebschaften‘, dem Briefroman von Choderlos de Laclos (1782), als Strategien im Kampf aller gegen alle. Heiner Müller lässt die Figuren vom Vorabend der Revolution in einem Bunker nach dem Dritten Weltkrieg noch einmal auftreten. Sie spielen die alten Affären durch und verkörpern dabei sich selbst wie auch ihre Opfer. Unfähig, den eigenen Untergang vorauszusehen, und unfähig, ihn abzuwenden.

Heiner Müller, geboren am 9.1.1929 Eppendorf/Sachsen, gestorben 30.12.1995 Berlin, war einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker, Schriftsteller und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Sohn eines Angestellten und einer Textilarbeiterin, machte 1949 Abitur, arbeitete als Journalist, ab 1951 in Berlin. Erste Veröffentlichungen, Mitglied der SED. 1958 Mitarbeiter des Maxim-Gorki-Theaters Berlin. 1961 Verbot der Uraufführung der "Umsiedlerin" und Ausschluss aus dem Schriftstellerverband, Beginn zahlreicher Aufführungsverbote in der DDR. Ab 1976 Mitarbeit an der Ostberliner Volksbühne und am Berliner Ensemble. Ab 1990 Präsident der Akademie der Künste in Ostberlin.
Heiner Müller erhielt zahlreiche Auszeichnungen: den Heinrich-Mann-Preis gemeinsam mit Inge Müller (1959), den Mülheimer Dramatikerpreis (1979), den Georg-Büchner-Preis (1985), (1986), Nationalpreis der DDR 1. Klasse (1986), Kleist-Preis (1990), den Europäischen Theaterpreis (1991) und den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung (1996) postum.
Heiner Müllers Hörspiel "Die Befreiung des Prometheus" (zusammen mit Heiner Goebbels, HR/SWF 1985) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Prix Italia ausgezeichnet. Den Karl-Sczuka-Preis erhielten die Stücke "Verkommenes Ufer" (HR 1984) und "Wolokolamsker Chsaussee I-V" (SWR/BR/HR 1989), die ebenfalls von dem Komponisten Heiner Goebbels bearbeitet und realisiert wurden.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 12.01.2019

Maurice Ravel
"Rhapsodie espagnole" für Orchester

Erich Wolfgang Korngold
Violinkonzert D-Dur op. 35

Darius Milhaud
"Le boeuf sur le toit", Fantasie für Orchester op. 58

Maurice Ravel
"Daphnis et Chloé", Orchestersuite Nr. 2

Arabella Steinbacher, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Alondra de la Parra

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Musik zum Weghören
85 Jahre Fahrstuhlmusik
Von Heidi Mottl

Was heutzutage bisweilen lästig erscheint, war vor rund 85 Jahren eine Innovation: Hintergrundmusik. 1936 wurde diese Musik, die keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, das erste Mal in Aufzügen in New York eingesetzt, um Menschen die Angst vor der Höhe zu nehmen, deshalb nennt man sie auch ‚Fahrstuhlmusik‘. Ein paar Jahre zuvor wurde die Muzak Corporation gegründet, die es mit ihrer Hintergrundmusik in Büros und Fabriken und sogar in die Apollo 11 schaffte. Doch schon lange, bevor die Ausweitung des Rundfunks ihren Anfang nahm, entwarf Erik Satie mit seiner ‚Musique d’ameublement‘ eine stark repetitive Musik, die sich an Tapetenmustern orientierte, und mit der das bürgerliche Konzept der Kunstmusik auf den Kopf gestellt wurde. Dafür erntet Satie bis heute gleichermaßen Ruhm und Spott. Als sein Nachfolger sah sich Brian Eno, der in den 70er-Jahren den Begriff der Ambient music prägte und seine Möbelmusik für Flughäfen konzipierte.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Oliver Thoma

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Eingeschneit:
Beat Furrers neue Oper "Violetter Schnee" an Staatsoper Berlin
Gespräch mit Uwe Friedrich

Ein Heimatkino für Edgar Reitz
Von Anke Petermann

Ein Gigant der Unruhe: Einar Schleef Festival zum 75. Geburtstag
Gespräch mit Eberhard Spreng

Santiago A Mil'19: Eine Woche neues lateinamerikanisches Theater in Chile
Von Tom Mustroph

Kulturpresseschau
Von Ulrike Timm

Januar 2019
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