Programm

Kalender
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Sonntag, 30.01.2022

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Uwe Timm
    Gäste: Marie Schmidt und Matteo Galli
    Moderation: Maike Albath
    Produktion: Deutschlandfunk 2022

    Wer der Bundesrepublik auf die Spur kommen will, muss Uwe Timm lesen. 1940 in Hamburg geboren und gelernter Kürschner, hörte er schon am Küchentisch seiner Tante den Geschichten der Kapitäne, Schwarzmarkthändler und Prostituierten zu und schärfte seine Weltwahrnehmung. Von der Studentenbewegung über die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und die Auswüchse der Nazizeit bis zu den Luftnummern übermütiger Anlageberater und den Utopien deutscher Auswanderer fließt alles in Timms Romane ein. Über zwei Dutzend Bücher umfasst sein Werk inzwischen. 1978 legte Uwe Timm mit Morenga den ersten deutschsprachigen postkolonialen Roman vor: Im Mittelpunkt steht der Völkermord an den Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Im „Studio LCB“ liest Uwe Timm aus unveröffentlichten Essays und diskutiert mit der Literaturredakteurin der Süddeutschen Zeitung Marie Schmidt und dem Germanistikprofessor und Übersetzer Matteo Galli über politisches Denken und Literatur.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Kerstin Poppendieck

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Christoph Reimann

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Begräbnis ohne Pfarrer
    Wenn Laien katholische Beerdigungen leiten
    Von Andrea Wilke, Erfurt
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Was ist Nebel und wie entsteht er?
    Von Sarah Ziewitz
    Moderation: Fabian Schmitz

    Im Herbst und Winter ist es morgens häufig richtig kalt und nebelig. Dann sieht es auf den Wiesen im Park oder auf dem Feld so aus, als ob eine Wolke gelandet wäre. Mitunter ist der Nebel so dicht, dass Wanderer, Fußgänger, Rad- und Autofahrer den Weg nicht mehr sehen und sich verirren oder sogar verunglücken. Im Laufe des Tages löst sich der Nebel dann meist wieder auf. Doch warum ist das so? Wo kommt der Nebel her und wo geht er hin?

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Der Alleskönner
    Von Thilo Reffert
    Ab 7 Jahre
    Regie: Klaus-Michael Klingsporn
    Musik: Wolfgang van Ackeren
    Mit: Axel Wandtke, Filippo Szymczak, Jeremias Matschke, Yunis Weber, Max Urlacher, Boris Aljinovic, Viktor Neumann, Gudrun Ritter
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
    Länge: 49'28
    Moderation: Fabian Schmitz

    Als sich Mikio auf dem Schulweg verläuft, begegnet er Daruma, einem echten Glücksbringer.

    Mikio ist ein japanischer Junge wie alle anderen japanischen Jungen. Sie lieben Baseball, sie lieben Reiskuchen und sie lieben die Schule, wenn sie vorbei ist. Aber eine Besonderheit hat Mikio. Er kann nichts. Nicht gut rechnen, nicht gut schreiben, und nachmittags beim Baseball darf er den anderen die Bälle holen. Doch eines Tages begegnet Mikio dem Daruma. Daruma-Figuren werden überall in Japan als Glücksbringer verkauft. Doch Mikio trifft den echten. Und dieser Daruma erfüllt Mikios Wünsche. Einfach so, ohne Bedingungen darf Mikio sich wünschen, was er können möchte. So gewinnt Mikio nicht nur den nächsten Budo-Wettkampf, sondern auch die Aufmerksamkeit der anderen Jungen. Mithilfe des Daruma wird Mikio zum Mathe- und zum Baseball-Champion. Doch im höchsten Triumph muss Mikio feststellen, dass seine wichtigsten Wünsche niemand anderer erfüllen kann als er selbst.

    Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitete als Lehrer und an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, lebt heute als freischaffender Autor am Stadtrand von Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa für Kinder und Erwachsene.
    2017 sendete Deutschlandradio Kultur sein Kinderhörspiel "Milas Welt".

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Fabian Schmitz
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

  • 11:59 Uhr

    Freiheitsglocke

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

  • Besuch einer Long Covid Klinik    
    Der lange Weg zurück ins Leben
    Von Philipp Lemmerich

    Gliederschmerzen, Koordinationsprobleme, chronische Erschöpfung: Mehrere hunderttausend Menschen in Deutschland sind von den Spätfolgen einer Corona-Infektion betroffen. „Long Covid“ ist ein bislang weitgehend unerforschtes Krankheitsbild. Über 200 verschiedene Symptome wurden bereits beobachtet.
    In Heiligendamm an der Ostsee hat sich eine Reha-Klinik auf die Behandlung von Long Covid spezialisiert. Weil es keine Therapie gegen die Krankheit gibt, sollen die Patienten lernen mit der Krankheit zu leben. Für viele eine schmerzhafte Erfahrung.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Sandra Stalinski

    Zuspruch und Solidarisierung mit #outinchurch
    Wie geht es weiter, nachdem 125 Kirchen-Mitarbeitende ihre LGBTI-Identität öffentlich gemacht haben?
    Von Sophie Rebmann
     
    Nach dem Erdbeben in der Katholischen Kirche
    Gespräch mit Regina Ammicht Quinn über Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal, kirchliche Doppelmoral und die Frage: Gehen oder bleiben?

    Das Ende der Ewigen Anbetung
    Seit 85 Jahren wurde im Kloster Gabriel der Steyler Schwestern in Berlin 24 Stunden am Tag gebetet. Jetzt ist damit Schluss.
    Von Bernd Sobolla

    Buddhistischer Lehrer, Poet und Friedensaktivist
    Der vietnamesische Zen-Mönch Thich Nath Hanh ist im Alter von 95 Jahren gestorben
    Nachruf von Geseko von Lüpke

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Den großen Ideen der Menschheit treu bleiben
    Viktor Ullmann und seine Klaviermusik
    Gast: Moritz Ernst, Pianist
    Moderation: Elisabeth Hahn

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel. Feature

    Aufgeben ist keine Option 
    Vereinssport im Ahrtal nach der Flutkatastrophe
    Von Wolf-Sören Treusch

    Kinderturnen auf Stäbchen-Parkett - das ist die neue Realität im Ahrtal. Wo normalerweise Bürgerinnen und Bürger über Lokalpolitik diskutieren, toben nun die Kinder durch den Saal. Sie sind froh, dass sie überhaupt noch einen Platz finden. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 änderte sich für die Menschen im Ahrtal alles. Schlagartig. Die Flut kostete Menschenleben, vernichtete Existenzen. Plätze wurden weggespült, Sporthallen geflutet, Vereinsheime zerstört. Fast 100 Sportvereine stehen seitdem vor dem Nichts: Die meisten sind auf Spenden und Hilfsaktionen angewiesen. Auf die Solidarität benachbarter Vereine, die von der Flut verschont blieben. Jugendleiter Gerd Treffer vom Ahrweiler BC hat es geschafft, für seine Teams Trainingszeiten auf neun verschiedenen Fußballplätzen in der höher gelegenen Umgebung zu bekommen. In mancher Hallensportart steht der Betrieb allerdings still. Doch wie so oft im Sport gilt: Aufgeben? Gibt’s nicht!

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Schwerpunkt: Menschen und Substanzen
    Christiane F. − Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (3/3)
    Dokumentarbericht aus der Berliner Drogenszene nach den Tonbandprotokollen des gleichnamigen Buches
    Von Horst Rieck und Kai Hermann
    Bearbeitung und Regie: Jörg Jannings
    Mit: Christiane F.
    Ton und Technik: Christian Anders und Susanne Hohensee
    Produktion: RIAS Berlin 1979
    Länge: 78'05

    Das Schicksal der „Kinder vom Bahnhof Zoo“ schockierte Ende der 70er Jahre ein ganzes Land. Das biografische Buch wurde rasch zu einem Bestseller. Ein Dokumentarhörspiel mit den Original-Tonaufnahmen von Christiane F.

    Mit zwölf kam Christiane F. in einem evangelischen Jugendheim zum Haschisch, mit dreizehn in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging morgens zur Schule und nachmittags mit den ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um sich Geld für die Droge zu beschaffen. Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre lang nichts vom Doppelleben ihrer Tochter. Christiane F. berichtet mit minutiösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit über Schicksale von Kindern, die von der Öffentlichkeit erst als Drogentote zur Kenntnis genommen werden.

    Vera Christiane Felscherinow, geboren 1962 in Hamburg, wurde Ende der 1970er Jahre durch den biografischen Bericht „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ als drogensüchtige Jugendliche Christiane F. bekannt. Durch die große Verbreitung des Buchs und die erfolgreiche Verfilmung wurde sie zur Symbolfigur einer von Drogen geprägten Jugendkultur der 1970er und 1980er Jahre. Sie war im Anschluss als Musikerin und Schauspielerin aktiv und veröffentlichte 2013 ihre Autobiografie „Christiane F. − Mein zweites Leben“.

    Horst Rieck, geboren 1941 in Berlin, schrieb als Journalist für Zeitungen wie „Spiegel“, „Stern“, die „Zeit“ und „Quick“ vor allem über politische und soziale Themen. Er lebt in Berlin.

    Kai Hermann, geboren 1938 in Hamburg, deutscher Journalist, Publizist und Autor. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Theodor-Wolff-Preis (1964 und 1966), die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1968) und der Egon-Erwin-Kisch-Preis (1998). Er lebt in Niedersachsen.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Kulturpalast Dresden
    Aufzeichnung vom 22.01.2022

    Franz Liszt
    Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur

    Josef Suk
    "Asrael" - Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 27

    Bertrand Chamayou, Klavier
    Dresdner Philharmonie
    Leitung: Dima Slobodeniouk

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Ganz aus Sprache gemacht
    Über Musik in der Literatur
    Von Edelgard Abenstein
    (Wdh. v. 26.04.2009)

    Musik erreicht direkt des Menschen Herz. Wer schreibt, kann darauf oft nicht verzichten, und lässt die Trompeten aufs Schönste, wenn auch in Worten, blasen.

    Musik erregt und beruhigt, sie verwandelt den Menschen. Anders als die Literatur spricht Musik, so scheint es, ohne Umweg, direkt zu uns. Daher scheint sie sich dem rationalen Zugriff zu entziehen. Gerade darin entdecken die Literaten spätestens seit der Romantik ein unvergleichliches ästhetisches Potenzial und machen es sich zunutze. Immer wieder spielt die Musik in der Literatur als Thema und als Möglichkeit der Stimmungsmalerei eine Rolle. Musiker treten als Romanfiguren auf, Kompositionen spiegeln die Innenwelt der Helden, Töne verleihen Szenen Atmosphäre. Musik findet nicht in der Musikkritik, sondern in der Literatur zu einer eigenen Wortmelodie.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    u.a.:
    Trump-Zeit: Philipp Stölzl inszeniert Matthew Lopez: "Das Vermächtnis"

    Kitschig? Ersan Mondtag inszeniert "Antikrist" an der Deutschen Oper Berlin

    Barrie Kosky inszeniert in München Janáceks "Schlaues Füchslein"

    Starkes Programm: Bilanz der Lessingtage in Hamburg