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Samstag, 14.02.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Brandstellen
    Die Lange Nacht vom Luftangriff auf Dresden
    Von Jochanan Shelliem
    Regie: der Autor
    (Wdh. v. 11.02.2005)

    Als die Alliierten ihre Phosphorbomben über Dresden abwarfen, verwandelte sich die barocke Residenzstadt in ein Inferno. Mehr als 25000 Menschen starben. In den Trümmern stand der Kriegsgefangene Kurt Vonnegut und grub deutsche Leichen aus den Trümmerbergen. 1969 legte er seine Erfahrungen in einem Roman über diesen Aschermittwoch an der Elbe nieder. Zwei Generationen nach dem 13. Februar 1945 schildert Jörg Friedrich die Leiden der Opfer und provoziert eine Kette von Debatten, die nicht abreißen will. Alan Smith, Sohn eines britischen Bomberpiloten, schmiedete der aus Spenden errichteten Dresdner Frauenkirche ein goldenes Kreuz. Der große Brand von Dresden rettete aber auch Menschenleben. "Nur ein Angriff kann uns retten", hatte Henny Brenners Vater gesagt, als er den Gestellungsbefehl zur Deportation erhielt. Henny Brenner schildert die Veränderungen ihrer geliebten Heimatstadt vom täglichen Spießrutenlauf mit Gelbem Stern, die Zwangsarbeit bei Zeiss Ikon mit Otto Klemperer, bis zum heimlichen Widerstand in Dresden. Iring Fetschers Vater galt in der DDR als antifaschistischer Held. Augenzeugen, Historiker und Nachgeborene berichten von den Facetten einer Nacht, in der sich vieles entschied.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
    „Im Staat der Juden“
    Über eine Israel-Reise zum 20. Geburtstag des Staates Israel
    Von Horst Krüger
    Deutschlandfunk 1968

    Rückblickend blieben nur Bilder, nichts als Bilder, resümiert der Autor. Der erste Abend in Tel Aviv: bescheidene Häuser, schmale altmodische Läden, die Ben-Yehuda-Street. Fremd und irgendwie auch vertraut. Die Reise nach Israel hat Horst Krüger verwirrt und ratlos gemacht. Irgendwo sei er wie ein Schüler in seiner Rechenaufgabe hängengeblieben. Es gab mehrere Unbekannte, die sich für ihn nicht lösten: Zwänge und Freiheiten, fromme Sitten als Staatsgesetze, liberale Demokratie, über der immer noch uralte Teile einer Theokratie herrschten. Mitte der 60er-Jahre ist es noch etwas Außergewöhnliches, nach Israel zu fahren - das hört man der Erzählung von Horst Krüger an. Aber sie ist weit mehr als ein normaler Reisebericht - oft eher eine sozial-ethnographische Nahaufnahme, die bei aller Eloquenz auf feuilletonistische Beliebigkeit verzichtet. Wir wiederholen diese Sendung im Rahmen unseres Programmschwerpunkts '50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel - 1965 - 2015'.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    u.a. Gespräche und Berichte von den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin
    Moderation: Ute Welty

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Angela Merkels Rolle in Minsk
    Von Peter Lange

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    Belletristik: "Vater" von Miljenko Jergovic
    Rezensiert von Jörg Plath

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de

    Faszination Universum - Himmlisches erklärt von Harald Lesch
    Gisela Steinhauer im Gespräch mit Prof. Dr. Harald Lesch, Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Ernst Rommeney

    "Zurück in das Land, das uns töten wollte"
    Gespräch mit der Autorin Andrea von Treuenfeld

    Dror Moreh: "The Gatekeepers. Aus dem Inneren des israelischen Geheimdienstes"
    Rezensiert von Sebastian Engelbrecht

    Avi Primor: "Nichts ist jemals vollendet"
    Rezensiert von Birgit Kaspar

    Originalton: Romeo und Erbsensuppe
    Von Annett Gröschner

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Andre Zantow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live von den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Vorgespult: "Jacky im Königreich der Frauen", "Altman" und "Whiplash"
    Vorgestellt von Christian Berndt

    Inherent Vice - Krimidrama mit Joaquin Phoenix
    Gespräch mit der Filmkritikerin Katja Nicodemus

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Tanja Runow

    La Dolce Vita
    Von David Tschöpe

    Spuren der Dolce Vita in Paris
    Von Katja Petrovic

    Live on Tape: Die Pose der Reichen und Schönen - unterwegs mit dem Fotokünstler Alex v. Reiswitz
    Von Jürgen Stramann


    Praline an Sojasauce - Foodpairing in Brügge
    Von Matthias Finger

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Welcher Islam gehört zu Deutschland?
    Michael Kiefer, Islamwissenschaftler, stellt sich den Fragen von Patrick Garber

    "Der Islam gehört zu Deutschland", hat die Bundeskanzlerin kürzlich festgestellt. Gleichzeitig hat die PEGIDA-Bewegung zeitweise zehntausende Bürger gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes auf die Straße gebracht, warnen die Sicherheitsbehörden vor möglichen islamistischen Anschlägen, nimmt die Zahl von Übergriffen gegen muslimische Einrichtungen zu.

    Welcher Islam gehört zu Deutschland? Was ist zu tun, um die Spirale des Misstrauens zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen zu durchbrechen? Wie kann verhindert werden, dass junge Muslime in gewalttätigen Islamismus abdriften? Welche Rolle spielt dabei islamischer Religionsunterricht an den Schulen? Und wer bestimmt, was für ein Islam gelehrt wird, an den Schulen, aber auch an den Universitäten, wo die Lehrer ausgebildet werden?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Sanfte Siedler
    Israels kreativer Wahnsinn in der Westbank
    Von Jochanan Shelliem
    Regie: Thomas Leutzbach
    Mit: Michael Rotschopf, Kristina Wessely, Claudia Mischke u.a.
    Ton: Theresia Singer
    Produktion: WDR/SWR 2014
    Länge: 53‘08

    Aussteiger, Lyriker und Bio-Bauern - heiliger Boden wird immer häufiger von säkularen Zuwanderern auf der Suche nach günstigem Wohnraum konfisziert.

    Sie siedeln in Judäa und Samaria - auf dem Gebiet des Westjordanlands also - in biblischer Mission, mit Häkelkäppi und Gewehr. Immer häufiger aber finden säkulare Zuwanderer auf der Suche nach günstigem Wohnraum ein Zuhause in den jüdischen Siedlungen. Mehr als die Hälfte der neuen Siedler stellen inzwischen arme, kinderreiche Familien, die auf den Rückzug des israelischen Wohlfahrtsstaates reagieren. Im Westjordanland locken staatliche Subventionen, um einen Beruf zu erlernen, und Zuschüsse für den Häuserkauf. Andere kommen als Aussteiger, Lyriker und Bio-Bauern. Sanfte Siedler, die arabische Dokumente ignorieren, theologische Diskurse pflegen, die biblischen Stätten im Blick. Heiliger Boden wird konfisziert, Videokameras sichern den Zaun.

    Jochanan Shelliem, geboren 1953 in Haifa, Regisseur und Radioautor. Sein Feature 'Weinen Sie nicht, die gehen nur baden' wurde 2006 mit dem Deutschen Hörbuchpreis prämiert. Zuletzt: 'Von Utopia nach Arabien - Eine Lange Nacht über Israel' (DLF/DKultur 2014).

  • 19:00 Uhr

    Konzert

    Live aus der Metropolitan Opera New York

    Peter Tschaikowsky
    "Jolanthe"
    Lyrische Oper in einem Akt op. 69
    Libretto: Modest Tschaikowsky

    Jolanta - Anna Netrebko, Sopran
    Godefroy de Vaudémont - Piotr Beczala, Tenor
    King René - Alexej Tanovitski, Bass
    Robert - Alexey Markov, Bariton
    Ibn-Hakia - Elchin Azizov
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
    Leitung: Valery Gergiev

    Béla Bartók
    "Herzog Blaubarts Burg"
    Oper in einem Akt
    Libretto: Béla Balázs

    Judith - Nadja Michael, Sopran
    Blaubart - Michail Petrenko, Bass
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
    Leitung: Valery Gergiev

  • 22:30 Uhr

    Lesung

    Briefwechsel
    Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald
    Gelesen von Roman Knižka und Ole Lagerpusch
    (Wdh. v. 02.11.2013)

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Live von den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin
    Moderation: Patrick Wellinski