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Sonntag, 27.09.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Thomas Hettche
    Gäste: Julia Voss und Eva Menasse
    Moderation: Maike Albath
    Produktion: Deutschlandfunk 2020

    Jim Knopf, Lukas mit seiner Lokomotive, Prinzessin Li Si, Kater Mikesch und Urmel sind die Helden der Augsburger Puppenkiste und Teil der bundesrepublikanischen Geschichte. In Thomas Hettches neuem Roman „Herzfaden“ betritt ein Mädchen einen Dachboden, auf dem diese Marionetten herumspringen. Dass die Urform der Puppenkiste mitten im Zweiten Weltkrieg entstand, kommt ebenso vor wie die Bombennacht, in der das Marionettentheater 1944 in Rauch aufging. Hettche erzählt von dem Schauspieler Walter Oehmichen, der sich von der Zerstörung nicht überwältigen ließ, sondern festhielt an der Kraft der Fantasie. Die Puppenkiste wurde neu aus der Taufe gehoben, wobei eine gewisse Hatü eine wichtige Rolle spielte, und später avancierten die Marionetten sogar zu Fernsehstars. Dass sich der theorieversierte Thomas Hettche, Jahrgang 1964 und seit seinem Debüt 1989 mit „Ludwig muss sterben“ immer für eine Überraschung gut, nach dem großen Erfolg mit dem Roman „Pfaueninsel“ (2014) über ein Zwergen-Geschwisterpaar im 19. Jahrhundert jetzt mit Puppenspiel beschäftigt, liegt eigentlich nahe. Mit der Wissenschaftshistorikerin und Kunstkritikerin Julia Voss und der Schriftstellerin Eva Menasse wird Thomas Hettche über die Möglichkeiten der Fantasie diskutieren.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Zum jüdischen Fest Jom Kippur spricht Rabbiner Dani Fabian

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Und am Ende gewinnt der Mensch...
    100 Jahre Katholischer Sportverband DJK
    Von Artur Fischer-Meny, Hamburg
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Feature
    Warum sind Erwachsene so anders als Kinder?
    Recherche und Reportage: Patricia Pantel
    Moderation: Patricia Pantel und Luca
    Deutschlandfunk Kultur 2020

    Erwachsene machen ein ernstes Gesicht, haben nie Zeit und quatschen dann aber unendlich lange, wenn sie andere Erwachsene treffen. Wie wird man eigentlich so?

    "Erwachsene, die. Beschreibt die Gruppe aller Nicht-Kinder".
    So würde vielleicht ein Eintrag zu den "Erwachsenen" in einem Biologie-Lexikon über merkwürdige Lebewesen beginnen. Wenn es ihn gäbe. Gibt’s aber nicht. Also es gibt schon jede Menge Bücher von Erwachsenen und über Erwachsene - aber die sind ja dann meistens auch für Erwachsene. Aber wer erklärt den Kindern diese Menschen mit ihren vielen unverständlichen Eigenschaften: früh aufstehen, andauernd arbeiten, viel zu oft meckern und so weiter. Kinder müssen schließlich mit ihnen zusammenleben und in der Regel auch tun, was sie sagen - die Erwachsenen.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Glücksbrief
    Von Maraike Wittbrodt
    Ab 7 Jahre
    Regie: Beatrix Ackers
    Komposition: Michael Rodach
    Mit: Hanna Matejka, Paula Berning, Horst Bollmann, Patrycia Ziolkowska, Boris Aljinovic, Tonio Arango, Carmen Maja Antoni, Klaus Manchen, Martin Engler, Margit Bendokat, Antje von der Ahe, Matthias Matschke
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
    Länge: 42'29
    Moderation: Patricia Pantel

    Leonie will ihrer Freundin einen Glücksbrief ins Krankenhaus bringen, aber der Brief wird so schnell weitergereicht, dass sie ihn immer wieder verpasst.

    Seit sie vor vier Jahren zur Schule kamen, sind Leonie und Ina beste Freundinnen. Aber jetzt steht Leonie vor Inas Tür und traut sich nicht hineinzugehen. Hinter der Tür liegt Ina im Krankenbett. Sie hatte gestern einen Fahrradunfall. Leonie war nicht nur dabei, sondern auch schuld daran. Aber das hat Ina nicht gesehen, und Leonie traut sich nicht, ihr das zu sagen. Da kommt auch noch die Krankenschwester und redet von einer schweren Operation am Arm und sie solle der Freundin die Daumen drücken, nur mit viel Glück werde sie wieder ganz gesund. Da rast Leonie los, denn ihr Opa hat einen Glücksbrief. Nur der kann jetzt noch helfen!

    Maraike Wittbrodt, geboren 1953 in Berlin, studierte Philosophie und Soziologie, arbeitet als Kinder- und Jugendtherapeutin. Schreibt Texte für Film und Hörfunk.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Patricia Pantel
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    11:00 Uhr
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

  • Der Fitness-TÜV
    Wer macht heute noch das Sportabzeichen?
    Von Thomas Jaedicke
    (Wdh. v. 13.10.2019)

    Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes, DOSB. Sie wird als Leistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen. Seit 1913, als die Urkunden auf den 1. September ausgestellt wurden, um an den Sieg der Deutschen über die Franzosen 1870 bei Sedan zu erinnern, hat sich einiges getan. Zig Millionen Plaketten wurden seitdem verliehen. Geprüft werden Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination in den klassischen Disziplinen Laufen, Springen, Werfen und Schwimmen. Wer aber macht heutzutage noch das Sportabzeichen? Und was treibt die an, die es an nahezu jedem Wochenende im Sommer und Herbst freiwillig Zeiten stoppen und Weiten messen? Thomas Jaedicke sucht Antworten auf diese Fragen.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Demokratie im Präsens
    Gespräch mit Prof. Dr. Isabell Lorey, Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)

    Philosophischer Wochenkommentar
    Von Arnd Pollmann

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Christopher Ricke

    Mission und Kolonialismus
    Missionare zwischen allen Stühlen?
    Von Kirsten Dietrich

    Missionare in Afrika
    Eine Geschichte des Macht-Mißbrauchs
    Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer Jean-Félix Belinga-Belinga

    Geschichte der Sklaverei
    Jahrhunderte des Menschenhandels
    Von Julia Ley

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Skandalös sanft
    Der Liederzyklus "La bonne chanson" von Gabriel Fauré
    Gast: Michael Stegemann, Musikwissenschaftler
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Breitensport auf Abstand
    Bewegungsangebote in Pandemiezeiten
    Von Jutta Heeß

    Während der ersten Wochen der Pandemie gab es keinen organisierten Sport, nirgends. Nicht nur die Profis konnten keine Wettkämpfe und keine Spiele bestreiten, auch der Vereinssport kam zum Erliegen. Die Bedeutung des Breitensports über das rein Sportliche hinaus wurde dadurch besonders sichtbar: keine Fitness- und Gesundheitsangebote für Alt und Jung, keine Bewegung für Schülerinnen und Schüler. Besonders im Kinder- und Jugendsport war die Phase des Stillstands schmerzlich, denn Vereine sind auch wichtige soziale Treffpunkte, Trainerinnen und Trainer häufig Vertrauenspersonen. Aber auch das langsame Wiederhochfahren des Trainings - unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln - war für die Vereine nicht einfach. Wie bietet man Fußballtraining an mit dem nötigen Sicherheitsabstand, um Infektionen zu vermeiden? Wie lassen sich kleinere, aber deutlich mehr Trainingsgruppen betreuen? Und: Eine aktuelle Analyse des Deutschen Olympischen Sportbundes zeigt, dass sich etwa 10 bis 15 Prozent der circa 27 Millionen Mitglieder in deutschen Sportvereinen aktiv mit der Frage beschäftigen, ob sie die Mitgliedschaft kündigen. Dann würde die Covid 19-Pandemie viele Vereine in wirtschaftliche Probleme stürzen.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Der Ekel
    Nach dem gleichnamigen Roman von Jean-Paul Sartre
    Übersetzung aus dem Französischen: Heinrich Wallfisch
    Bearbeitung: Barbara Bray
    Regie: Walter Knaus
    Mit: Heide Joram, Joachim Schweighöfer, Hans-Helmut Sievert, Sonja Karzau, Peter Lühr, Jürgen Goslar, Karin Fränkel-Devaux, Margarete Carl, Alfred Böckel, Maria Madlen Madsen, Luise Lindt, Lieselotte Bettin, Heinz Stoewer, Werner Xandry, Reinhard Zobel
    Produktion: HR 1962
    Länge: 81'00

    Antoine Roquetin übermannt plötzlich der Ekel. Zuwider ist ihm alles, was ihm tagtäglich begegnet. Jean-Paul Sartres Roman über die menschliche Freiheit - und die Sinnlosigkeit der Existenz.

    „Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein.“ Mit dieser Grunderfahrung befasst sich Sartres Roman „Der Ekel“, erschienen 1938. Antoine Roquentin lebt darin in selbst gewählter Einsamkeit und beschäftigt sich mit der Abfassung einer historischen Biografie. Gleichzeitig registriert er in seinem Tagebuch die Veränderungen, die während dieser Zeit in ihm selbst vorgehen. Zunächst erfasst ihn das Gefühl, nicht mehr frei zu sein, sondern eingeschlossen in die erstarrte Welt der Dinge. Die nächste Erkenntnis betrifft die Struktur der Zeit: „Die Vergangenheit existiert nicht.“ Roquentin gibt daraufhin seine historischen Studien auf. Zuletzt erscheint ihm seine eigene Existenz als fragwürdig, ja überflüssig. Freudlosigkeit und Ekel sind die Folge.

    Jean-Paul Sartre, geboren 1905 und gestorben 1980 in Paris, war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existenzialismus und zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Philosophische Schriften u.a. „Das Sein und das Nichts“ (1943), „Ist der Existentialismus ein Humanismus?“ (1945). Hörspielbearbeitungen u.a. „Geschlossene Gesellschaft“ (BR 1950), „Das Spiel ist aus“ (RIAS Berlin 1961), „Die schmutzigen Hände“ (WDR 1980).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Kammermusikfestival Krzyżowa Music
    Schloss Krzyżowa (Kreisau), Friedenskirche Swidnica, Pfarrkirche Grodziszcze
    Aufzeichnungen vom 20. - 28.08.2020

    Grażyna Bacewicz
    Trio für Oboe, Violine und Violoncello (1935)
    Omer Idan, Oboe
    Rafał Zambrzycki-Payne, Violine
    Susanne Szambelan, Violoncello

    Amy Beach
    Klavierquintett fis-Moll op. 67 (1908)
    Olivier Robin, Emely Nebel, Violine
    Anna Maria Wünsch, Viola
    Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello
    Yannick Rafalimanana, Klavier

    Arno Babajanyan
    Klaviertrio fis-Moll (1952)
    Nathan Meltzer, Violine
    Alexander Kovalev, Violoncello
    Lilit Grigoryan, Klavier

    Georges Enescu
    Klavierquartett Nr. 1 D-Dur op. 16
    Stephen Waarts, Violine
    Emma Wernig, Viola
    Alexej Stadler, Violoncello
    Andrei Gologan, Klavier

    Krzysztof Penderecki
    Klarinettenquartett (1993)
    Pablo Barragán, Klarinette
    Viviane Hagner, Violine
    Anna Maria Wünsch, Viola
    Alexej Stadler, Violoncello

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Transit Marseille
    Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute
    Von Johanna Tirnthal

    Marseille ist eine Stadt der Passage, und immer sind unter den Reisenden auch Flüchtlinge.

    Marseille ist eine Stadt der Passage, ihr Hafen seit Jahrhunderten Ort der Ankunft und Abreise. Unter denen, die hier ankamen und ankommen, sind viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 1940 wurde Marseille zum letzten freien Hafen im von Hitlers Wehrmacht besetzten Frankreich. Zahlreiche deutschsprachige Exilanten versuchten, Schiffe zu finden und Europa zu verlassen. Unter ihnen war Anna Seghers, die die Atmosphäre unter den Exilanten in dem Roman „Transit“ einfing. Die Emigrantin beschreibt das Ankommen und Abreisen und die Gesprächsthemen - Botschaftstermine, Visabedingungen, Schiffspassagen, Geldverdienen - als permanentes Transitgeflüster, das in der Hafenstadt schon seit phönizischen und römischen Zeiten zu Hause sei. Heute, 80 Jahre später, irren andere Flüchtlinge durch Marseille. Wieder sind unter ihnen Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Ihre Gespräche ähneln denen, die Anna Seghers beschreibt: Die Flüchtlinge haben Angst vor Verfolgung, warten auf das nächste Papier und sind inmitten der Schönheit der Stadt einsam. Wie schreiben in dieser Situation?

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Gerichtsdrama
    Lucy Kirkwoods "Das Himmelszelt" im Wiener Burgtheater
    Gespräch mit Martin Thomas Pesl

    16 Millionen Coronahilfe für Galerien
    Wem hilft das Geld?
    Gespräch mit Rupert Pfab

    Stefan Herheim inszeniert in der Deutschen Oper Berlin "Die Walküre"
    Gespräch mit Jürgen Liebing

    Wer ist das Volk?
    Podiumsdiskussion auf Schloß Neuhardenberg
    Gespräch mit Thomas Fitzel

    Beautiful America
    Foto Ausstellungen über das Amerika von gestern und heute
    Von Anette Schneider

    Ort mit internationaler Strahlkraft
    30 Jahre East-Side-Gallery
    Gespräch mit Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

    Kulturpresseschau
    Von Klaus Pokatzky