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Samstag, 13.08.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Gebt mir Sand, Wasser und Gold
    Die Lange Nacht von der Insel Wannsee
    Von Katharina Palm
    Regie: Beate Ziegs
    (Wdh. v. 03./04.08.2013)

    Wilhelm Conrad saß in Stimmings Krug und schaute auf den großen Wannsee. Dieses Gasthaus hatte einst traurige Berühmtheit durch Heinrich von Kleist erlangt und lag direkt hinter der Brücke, wenn man von Berlin kam, auf der Insel Wannsee. Hier sollte nach Conrads Willen die nobelste Villenkolonie Berlins entstehen und was er sich in den Kopf gesetzt hatte, das setzte er auch um. In dieser Villenkolonie Ahlsen, wie er sie später nannte, wohnten nur ein paar Jahre später jene, die in Berlin Rang und Namen hatten, Künstler, Industrielle und Bankiers. Sie ließen sich von berühmten Architekten spektakuläre Häuser und Gärten bauen. Man pflegte das gesellige Beisammensein und lud sich gegenseitig ein, unabhängig von jeder Religionszugehörigkeit. Mit der eigens für die Villenkolonie Ahlsen gebauten S-Bahn zog es auch die armen Berliner an den Wannsee. Sie stiegen hier ins Wasser, um zu baden, was jedoch streng verboten war. Schließlich kamen sie in solchen Scharen, dass es schließlich doch erlaubt wurde, und so entstand das Strandbad Wannsee, der Lido der Armen. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten versank das Paradies im braunen Sumpf. Die Aufarbeitung dieser dunklen Geschichte war mit zähem Ringen verbunden, das heute in mehreren Villen dokumentiert wird. Hier spiegelt sich auf kleinstem Raum die kulturelle und politische Geschichte Deutschlands der letzten 200 Jahre wider. Die verloren gegangene Vielfalt in Berlin-Wannsee lässt diese 'Lange Nacht' wieder auferstehen.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Hei lewet noch, der alte Finck"
    Eine Erinnerung an den Kabarettisten Werner Finck
    Von Marianne und Otto Draeger
    DLF 1992
    Vorgestellt von Michael Groth

    „Hei lewet noch, der alte Finck“ die Überschrift eines Gedichtes, das der gebürtige Görlitzer kurz nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb. Eine Sendung mit vielen akustischen Eindrücken des, wie er sich selbst nannte, Spaßmachers, mit Rückblicken auf die Jugend in der Vaterstadt, auf den kabarettistischen Widerstand im Dritten Reich, und auf die für Finck nicht leichte Nachkriegszeit.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
    Moderation: Ute Welty

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Donald Trump und seine Entgleisungen
    Von Marcus Pindur

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Eat this!?
    Warum Essen immer politisch ist - auch im US-Wahlkampf
    Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Martschukat, Prof. am Institut für Geschichte Nordamerikas an der Uni Erfurt

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Auftakt bei der Ruhrtriennale: Mit Emcke-Rede und "Alceste"-Premiere
    Von Stefan Keim

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Das 48-Stunden-Gedicht" von Jürg Halter und Tanikawa Shuntaro
    Rezensiert von Carsten Hueck

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 55 Jahre Mauerbau
    Wie können wir unsere Geschichte lebendig halten?
    Ulrike Poppe, ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und heutige Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Brandenburg
    Klaus-Jürgen Wetz, Geschichtslehrer
    Moderation: Klaus Pokatzky

    Am 13. August jährt sich der Mauerbau zum 55. Mal; daran erinnert eine Vielzahl von offiziellen Gedenkveranstaltungen. Wie wird dieses entscheidende Datum, wie wird die deutsch-deutsche Teilung, heute noch in unserer Gesellschaft erinnert? Spielt das Thema 27 Jahre nach der Wende noch eine Rolle in Familien, im Kollegenkreis? Wie offen wird darüber geredet, zum Beispiel in Orten oder Familien, in denen es Stasiopfer - oder auch Täter gegeben hat? Was geben die Erwachsenen an die Kinder weiter über die Zeit, als Ost- und Westdeutschland noch geteilt waren?

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen.
    Telefonnummer 00800 2254  2254
    E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de
    Facebook und Twitter

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Ernst Rommeney

    Gespräch mit Ulrich Grober
    über
    Der leise Atem der Zukunft
    Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise
    Oekom Verlag München

    Sarah Leonard, Bhaskar Sunkara
    Die Zukunft, die wir wollen
    Radikale Ideen für eine neue Zeit
    Aus dem amerikanischen Englisch
    von Gabriele Gockel, Jochen Schwarzer und Robert A. Weiß
    Europa Verlag Berlin München Zürich Wien
    Rezensiert von Johannes Kulms

    Robert B. Reich
    Rettet den Kapitalismus!
    Für alle, nicht für 1 %
    Aus dem Englischen von Bernhard Schmid
    Campus Verlag Frankfurt-New York
    Rezensiert von Marcus Pindur

    Gespräch mit Michael Gamper
    über
    Der große Mann
    Geschichte eines politischen Phantasmas
    Wallstein Verlag Göttingen

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Marcus Pindur

  • Der Wochenrückblick
    Mofderation: Panajotis Gavrilis

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur

    Topic
    Be excellent to each other
    Gespräch mit Christian Fuchs

    Kuba: Die Regierung öffnet das Internet
    Von Andreas Boueke

    Das wöchentliche Datenpaket
    Von Anna Goretzki

    Netzkultur
    Eine Schöpfung als Spiel - das langerwartete Spiel No Man's Sky
    Gepräch mit Christian Schiffer

    Medien und Meinungen
    Von Jochen Dreier

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Ein Abend auf der Piazza Grande
    Gespräch mit Anke Leweke

    Top Five: Die Bewegendsten Piazza-Abende 2016
    Von Peter Claus

    Ihre Bilder, Ihre Blicke - Regisseurinnen dominieren Locarno
    Gespräch mit der Regisseurin Angela Schanelec

    Geliebt und Verdrängt: BRD-Kino Retro 49-63
    Gespräch mit Olaf Möller, vom Verband der Berliner Club-, Party- und Kulturereignisveranstalter e.V.

    Die Gewinner stehen fest - Wer gewinnt den Goldenen Leoparden
    Gespräch mit Anke Leweke

    Vorgespult: "Suicide Squad", "Alles was kommt" & "Captain Fantastic"
    Vorgestellt von Christian Berndt

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Von schwarz bis schmutzig - Geschichten aus dem Club

    Clubmode - alle tragen Schwarz
    Von Gesine Kühne

    Ravers Little Helper - Tripsitter und Drogenberater
    von Matthias Finger

    Clubbeputzer - arbeiten, wo andere Urlaub vom Alltag machen
    Von Björn Krass

    Zukunftsmusik - über den Club hinaus
    Von Dennis Kastrup

    Echtzeit-Serie "Mutti und ich", Folge 5 "Haustürgeschäfte"
    Von Marietta Schwarz

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
    Moderation: Marcus Pindur

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Radikalisierung unter jungen Muslimen: "Ich vermisse die innerislamische Debatte"
    Ahmad Mansour, arabisch-israelischer Psychologe und Radikalisierungs-Experte, im Gespräch mit Christian Rabhansl

    Nach dem ersten islamistischen Sprengstofanschlag in Deutschland fordern Innenpolitiker schärfere Sicherheitsgesetze. Was taugen die Vorschläge? Warum scheinen Muslime besonders anfällig für Extremismus? Welche Rolle spielt unterdrückte Sexualität, wenn Jugendliche sich radikalisieren? Und bringen die Flüchtlinge neue Gefahren nach Deutschland?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Gelegs Reise
    Wie tibetische Flüchtlingskinder in die Schweiz kamen
    Von Nathalie Nad-Abonji
    Regie: Petra Feldhoff
    Mit: der Autorin, Robert Dölle, Felix von Manteuffel, Caroline Schreiber, Alexandra von Schwerin und Daniel Berger
    Ton: Gertrud Melcher
    Produktion: WDR/RBB 2015
    Länge: 52'42

    Das tibetische Flüchtlingskind Geleg Chodak begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln.

    Es ist eine Reise in die eigene Vergangenheit, auf die sich der Tibeter Geleg Chodak begibt: von Basel nach Dharamsala in Indien. 1964, als Siebenjähriger, wurde er von dort zu Pflegeeltern in die Schweiz gebracht. Zwischen 1960 und 1964 vermittelte der Industrielle Charles Aeschimann 158 tibetische Kinder an Schweizer Familien. Geleg und die anderen Kinder kamen aus einem Heim in Dharamsala. Dort befindet sich seit 1960 der Sitz der tibetischen Exilregierung.

    Nathalie Nad-Abonji, geboren 1975, ist Schweizerin, lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in Deutschland. Bevor sie 2009 begann, als Hörfunkautorin für die ARD und das Schweizer Radio zu arbeiten, war sie Tänzerin. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Die lange Reise - ein Afghanistan Veteran kämpft sich zurück ins Leben" (2015).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci
    Hans-Otto-Theater Potsdam
    Aufzeichnung vom 25.06.2016

    Louis-Nicolas Clérambault
    "La Muse de l’Opéra ou Les Caractères lyriques"

    Jean-Féry Rebel
    "Les Caractères de la Danse", Symphonie chorégraphique

    Jean-Philippe Rameau
    "Pygmalion", Acte de ballet

    La Muse de l’Opéra und Céphise - Chantal Santon-Jeffery, Sopran
    La Statue - Magali Arnault-Stanczak, Sopran
    L’Amour - Jodie Devos, Sopran
    Volk, Nymphen - Vocalconsort Berlin
    Les Talens Lyriques
    Leitung: Christophe Rousset

    Barocke höfische Bühnenmusik war in Frankreich von enormer Delikatesse; Ihre Hochblüte erlebte sie in der Regierungszeit des Sonnenkönigs. Er, der mehrere Stunden am Tag für das Tanztraining reservierte, initiierte die Sonderstellung, die der Tanz in den Bühnenwerken einnahm. Kein anderes europäisches Land ist derart stark auf den artifiziellen Tanz, auf das Ballett fixiert wie Frankreich. Oft wird sogar auf Dramatik und verwirrende Handlungsstränge bewusst verzichtet. Es sind die Franzosen, die oft mit dem Zusatz 'lyrique' zu einem Bühnenstück anzeigen, dass auf der Bühne eigentlich nicht viel passiert, so in der opera lyrique oder konkret auch bei „Les Caractères lyrique“ von Louis-Nicolas Clérambault. Der choreographierte Tanz zu einer Musik ist dann das Wesentliche, worauf man damals, bei Hofe sein Augenmerk richtete. Tanz ist die Seele des französischen barocken Musiktheaters, Tanzbarkeit ist die Richtschnur des Musizierens. Zu schnelle oder zu langsame Tempi, Metrenwechsel oder satztechnische Formate - sie leiten sich von der Tanzbarkeit der Musik her. Der Abend im Potsdamer Hans-Otto-Theater mit Werken von Clérambault, Rebel und Rameau ist eine Verbeugung an die Tanzleidenschaft unserer französischen Nachbarn. Im Radio kann man zwar die Choreographie des Dargebotenen nicht sehen, aber man spürt in der Anmutung der Musik, dass die Ballett-Choreographie das musikalische Geschehen bestimmt; Man hört, dass zur Musik getanzt worden ist. Ein überaus französischer Abend, subtil dargeboten von einem Team aus Versaille, zu dessen Kern das von Christophe Rousset gegründete und geleitete Spitzenorchester „Les Talens Lyriques“ gehört; übrigens urfranzösisch mit dem Zusatz 'lyrique'.

  • David Geringas zum 70. Geburtstag!

    Musik von Paul Hindemith, Josef Suk, Gustav Mahler, Joseph Haydn, Rodion Schtschedrin, Mikalojus Ciurlionis, Stasys Vainiunas und anderen

    David Geringas erzählt, wie ihn eine alles umfassende Neugier einfach nicht alt werden lässt.

    Im litauischen Vilnius geboren, in Moskau bei Rostropowitsch studiert, 1. Solocellist beim NDR, dann als Solist weltweit auf Tour. Geringas lehrte in Hamburg und Berlin, ist mehrfacher Echopreisträger und Gastprofessor in Los Angelas und unermüdlicher Anwalt der litauischen Musik.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Warum immer wir?
    Gilles Kepel und Olivier Roy über Terror in Frankreich
    Von Jürgen König

    Lyriksommer: Henemoana Baker über Tusiata Avia (14)
    Von André Hatting

    Goethe mal anders: Faust als Pekingoper
    Von Benjamin Eyssel

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    von Adelheid Wedel