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Sonntag, 06.07.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Lyriksommer
    Sterben ist eine Kunst
    Die Dichterin Sylvia Plath
    Von Norbert Hummelt
    Produktion: SWR 2013

    "Die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation" (John Updike)

    Der Winter 1962/63 war einer der härtesten in Europa. In Großbritannien ging er als "The Great Freeze" in die Geschichte ein. In dieser Zeit kämpfte im Wohnviertel Primrose Hill im nordwestlichen Londoner Bezirk Camden, eine junge, aus Amerika eingewanderte Schriftstellerin um ihr Leben. Bis heute beschäftigt ihr Selbstmord die Fantasie von Lesern, Literaturwissenschaftlern, Schriftstellern und vor allem Schriftstellerinnen. „Ariel“, ihre hinterlassene Gedichtsammlung, wurde zu einem der berühmtesten und erfolgreichsten Gedichtbände der letzten fünfzig Jahre. Doch erst 2004, nach dem Tod des Ehemannes Ted Hughes, ist der Band in Sylvia Plaths ursprünglicher Auswahl und Anordnung erschienen. Auf Deutsch kam die Urfassung 2008 heraus. Mittlerweile sind auch die nachgelassenen sowie die zu Lebzeiten publizierten Gedichte in deutscher Übersetzung erschienen. Für John Updike war Sylvia Plath "die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation".

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    Karol Conká ist nicht nur eine schillernde Erscheinung, die aus Coritiba, einem der WM-Orte stammt, sondern die 27-Jährige hat auf ihrem Debutalbum auch einen ganz eigenständigen brasilianischen Hip-Hop entwickelt. Ebenfalls neue Alben aus Brasilien von Digitaria und Los de Abajo aus Mexico. Reggae-Sounds mit Interpreten aus Kanada, Niederlande, Jamaika, USA, Neuseeland, Großbritannien, Österreich und Deutschland bereiten wir für die zweite Stunde vor. Zum Schluss entspannte Lounge-Sounds mit jazzigen Tönen, z. B. vom aktuellen Album des Italieners Nicola Conte. Das Soul-Album von Malky „Soon“ - unser Album der Woche - wird als CD oder Vinylplatte verlost.

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Sufi-Bewegung

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    "Und mach meine Silvia gesund!"
    Verwundetes heilen
    Von Ute Eberl
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Moderation: Patricia Pantel

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Haudrauf und Mariechen
    Von Anna-Luise Böhm
    Ab 6 Jahren
    Regie: Beatrix Ackers
    Komposition: Frieder Butzmann
    Mit: Fea Faika, Lenz Lenger, Cathlen Gawlich, Mira Patercke, Andreas Mannkopff, u. a.
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
    Länge: 44'32
    (Wdh. v. 15.09.2013)
    Moderation: Patricia Pantel

    Gemeinsam mit ihrer Puppe Mariechen rettet Anja die Geburtstagsfeier ihres Bruders.

    Als Anja erfährt, dass sie nicht zu dem Piratengeburtstag ihres Bruders eingeladen ist, will sie sich rächen. Sie nimmt dem Bruder heimlich seine Piratenfigur, den wilden Haudrauf, weg, bindet ihm Windeln um und steckt ihn ins Puppenbett. Wütend schnappt sich der Bruder Anjas Puppe und fesselt sie zur Strafe ans Bücherregal. Der Streit ist entbrannt, die Geschwister wüten immer wilder gegen das Spielzeug des anderen. Dabei bemerken sie nicht, dass Mariechen, die Puppe, und Haudrauf, die Piratenfigur, lebendig geworden sind.

    Anna-Luise Böhm, geboren 1975 in Berlin, studierte Drehbuch in Ludwigsburg, schreibt Prosa und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20 Jahre Deutschlandradio
    Klein, aber besonders
    Aus der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken
    Mit Olaf Kosert und Gästen
    Aufzeichnung vom 05.07.2014

    Das Saarland, eingezwängt zwischen Rheinland-Pfalz und Frankreich, ist zweifellos klein. Von den deutschen Flächenländern ist es das kleinste, und gemessen an der Einwohnerzahl - eine knappe Million - sind sogar die beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg weitaus größer. Doch das Saarland ist besonders, schon wegen seiner wechselhaften Geschichte. Zweimal, nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg, stand das Saargebiet jahrelang unter französischer Kontrolle; zweimal entschieden sich die Saarländer aber zur Rückkehr nach Deutschland, ins „Reich“, wie noch heute ältere Saarländer sagen, wenn sie den Rest der Republik meinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewährten die Franzosen dem Saarland allerdings eine gewisse Autonomie, was sich vor allem im Sport ausdrückte. 1952 schickte man eine eigene Olympiamannschaft nach Helsinki; 1954 hätte sich das Saarland fast für die Fußball-WM qualifiziert, wenn das bundesdeutsche Team um Fritz Walter den saarländischen WM-Träumen mit einem Sieg in Saarbrücken nicht ein Ende bereitet hätte. Damals zählte der saarländische Fußball zur europäischen Spitze, doch das ist längst Geschichte. Ebenso wie die einst florierende Schwerindustrie. Geblieben ist ein Land, das stolz ist auf seine Lebensart, sein kulturelles Erbe, seine mundartliche Vielfalt und die gute Zusammenarbeit mit „den Nachbarregionen im Herzen Europas“. Stichwort: SaarLorLux.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • Die Insel der Witwen
    Nierenkranke Zuckerrohrarbeiter in Nicaragua
    Eine Reportage von Tom Noga

    Dass die Arbeit auf Zuckerrohrfeldern hart ist, kann man sich vorstellen. Aber sie ist nicht nur schwer, sondern sie macht auch krank, und zwar totkrank. In Nicaragua, wo aus Zuckerrohr u.a. der weltberühmte Rum "Flor de Caña" hergestellt wird, sterben jedes Jahr Hunderte Zuckerrohrarbeiter an Niereninsuffizienz - ihre Nieren schrumpfen, sie funktionieren irgendwann nicht mehr und Dialyseplätze gibt es nicht. Die wenigen Forscher, die sich mit dem Problem beschäftigen, haben entweder viel zu wenig Geld, um z.B. Bodenproben zu analysieren, oder sie sind von der Zuckerindustrie bezahlt mit dem klaren Auftrag, jede Verantwortung abzuwehren.
    Aber die Vermutung, dass Pestizide und Bodenverseuchung durch Chemikalien eine Rolle bei der Erkrankung spielen, ist nahe liegend. Auf Kuba, wo ebenfalls in großer Hitze Zuckerrohr geernet wird, aber aufgrund des Embargos keine Pflanzenschutzmittel verfügbar sind, kennt man die Nierenkrankheit angeblich nicht.
    Tom Noga war in Nicaragua im Anbaugebiet des Zuckerrohrs und hat die "Insel der Witwen" besucht - sie heißt so, weil dort Frauen leben, die teilweise mehrere Ehemänner verloren haben. Er hat mit den nicaraguanischen Forschern gesprochen, die mit wenigen Mitteln versuchen herauszufinden, was hinter der mysteriösen Nierenkrankheit steckt und er hat auch versucht, mit Vertretern der dortigen Zuckerrohrindustrie ins Gespräch zu kommen.

    Seine Reportage ist ein erschreckendes Abbild der postkolonialen Zustände in Mittelamerika, wo ein Menschenleben nichts zählt, so lange die Kasse stimmt.    

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    u.a.
    Kleine Leute - große Fragen: Wann ist der Mensch alt
    Von Gesa Ufer

    Was heißt es, zu philosophieren?
    Gespräch mit Prof. Michael Hampe, Philosoph und Autor

    Wochenkommentar: Kinder bekommen. Glücklich sein?
    Von Catherine Newmark

    Philosophie im Internet
    Von Gerd Brendel

    Drei Fragen an Michaela Melián
    Gespräch mit der Künstlerin und Musikerin

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Weg mit dem Loch
    Pläne für den Umbau der Berliner Hedwigskathedrale vorgestellt
    Von Peter Kaiser

    Die EKD verliert ihren höchsten Repräsentanten
    Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider tritt zurück
    Von Philipp Gessler

    Streit um die Rechtfertigung
    Kirsten Dietrich spricht mit Martin Laube, Professor für Systematische Theologie an der Universität Göttingen

    Beten gegen Atomtransporte
    25 Jahre Widerstandsgebet in Gorleben
    Von Thomas Klatt

    Die Schönheit der Schrift
    Ausstellung von Handschriften im jüdischen Museum Berlin
    Von Sieglinde Geisel

    Moderation: Kirsten Dietrich

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Beethovens Cellosonaten Op. 69 und Op. 102
    Moderation: Harald Eggebrecht

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Keatsen
    Das Tennisspiel mit bloßer Hand
    Von Fritz Schütte
    (Wdh. v. 07.07.2013)

    Zur barocken Residenz gehörte das Ballhaus. Dort wurde nicht getanzt, sondern Jeau de paume gespielt, ein Vorläufer von Tennis. Man schlug den Ball mit der bloßen Hand. Im 18. Jahrhundert kam der Sport aus der Mode und hat nur in wenigen Gegenden überlebt. In der niederländischen Provinz Friesland ist eine Variante bis heute Nationalsport: Keatsen. Das Turnier Permanente Commissie in Franeker gilt als eines der ältesten Sportturniere der Welt. Seit 1854 ist es nur viermal ausgefallen: wegen Pocken, Cholera und der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Kunststücke
    Radio-Revue oder "Ich bräuchte jemanden, der mich mir zurückgibt" (1960/61)
    Versuch einer von mehreren Möglichkeiten, Hörtext 19
    Von Ferdinand Kriwet
    Regie: der Autor
    Mit: Matthias Habich, Friedhelm Ptok, Sabine Falkenberg, Marian Funk, Yara Blümel, Nicolai Despot u.a.
    Ton: Alexander Brennecke, Jens Eisbein
    Produktion: Deutschlandradio Kultur/WDR 2013
    Länge: 43´31
    (Ursendung)

    "Radio-Revue" ist eine akustische Archäologie. Aus einem Strom von Namen erheben sich, biografisch fortschreitend, Inseln der Erinnerung.

    Anschließend:
    Man hört nur, was man weiß
    Auskoppelungen und Kontexte
    zu Ferdinand Kriwets Radio-Revue von Jochen Meißner
    (Deutschlandradio Kultur 2014/ (Ursendung)/34'40)

    "PROMERENI_D" von Pavel Novotný (Autorenproduktion/7'11)

    „Radio-Revue“ ist eine akustische Archäologie in sechs Abschnitten. Aus einem Strom von Namen erheben sich in biografisch fortschreitender Reihenfolge Inseln der Erinnerung zwischen Düsseldorf, Angermund, Dortmund, Königsfeld, Solingen, Bad-Sachsa, Heidelberg, wieder Düsseldorf, Dodenburg, Dunum, Burgen, Dresden und Prag. Die diesen geografischen Stationen entsprechenden Lebensabschnitte werden indirekt in einer Radio-Komposition aus Briefen, frühen Gedichten, Theaterszenen, späteren Radioarbeiten, akustischen Zeitzeichen, Musikfragmenten etc. vorgestellt: eine home story der speziellen Art.


    Ferdinand Kriwet, geboren 1942, Schriftsteller und Mixed-Media-Künstler. Zuletzt ›Rotoradio‹ (Deutschlandradio Kultur/WDR 2012).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    10. Internationaler Wettbewerb "Paolo Borciani" für Streichquartett
    Teatro Municipale Valli in Reggio Emilia
    Aufzeichnung des Finalkonzerts vom 01.06.2014

    Franz Schubert
    Streichquartett Nr. 14 d-Moll, D 810 "Der Tod und das Mädchen"

    Dmitrij Schostakowitsch
    Streichquartett Nr. 9 Es-Dur, op. 117

    ca. 21.15 Konzertpause
    Christine Anderson im Gespräch mit Wettbewerbsteilnehmern und Jurymitgliedern

    Béla Bartók
    Streichquartett Nr. 5 B-Dur

    Varèse Quartett
    Mucha Quartett
    Kelemen Quartett

  • „Das Lied war meine Domäne“
    Zum 75. Geburtstag von Brigitte Fassbaender
    Von Kirsten Liese

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a.
    Lyriksommer: Blues
    Von Norbert Hummelt

    Abschlußbericht vom Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt: Wer hat gewonnen
    Von Barbara Wahlster

    Opernfestspiele München: "Die Flut" von Boris Blacher, Regie: Aernout Mik
    Von Jörn Florian Fuchs

    24. Tanz- und Folkfest Rudolstadt - ein Resümee von Carsten Beyer

    Dolly Parton nach 40 Jahren wieder in Deutschland - Gig in Berlin
    Von Jenny Zielka

    1. Kultur-Hackathon - "Und die Gewinner sind ..."
    Von Vera Linß

    Kulturpresseschau
    Von Tobia Wenzel