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Sonntag, 01.05.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Sturm in Whitehall
    Shakespeare zwischen allen Stühlen, 1611
    Von Holger Teschke
    (Wdh. v. 20.04.2014)

    Oktober 1611. In England sind die Nachwirkungen der Pulververschwörung, des in letzter Minute vereitelten Sprengstoffanschlags, der Königshaus und Parlament auslöschen sollte, noch immer spürbar. Die Agenten Seiner Majestät haben ihre Ohren überall und nutzen die willkommene Gelegenheit, jede Kritik am König zu unterdrücken. In dieser unruhigen Zeit werden die King’s Men von Richard Burbage und William Shakespeare aufgefordert, ihr neues Stück 'Der Sturm' vor König James I. zu Allerheiligen im Palast von Whitehall zu spielen. Die Ehre ist ebenso groß wie gefährlich. Nicht nur, dass in dem Stück der alte Rat Gonzalo die Utopie eines Inselstaats ohne König, Beamte und Besitz entwirft, in der kein Krieg geführt wird. Auch die Rolle der Magie und die Darstellung des nackten Wilden Caliban dürften vielen Mächtigen nicht gefallen. Ist es überhaupt eine gute Idee, ein Stück, das den Sturz eines Herrschers zum Thema hat, vor einem König aufzuführen, der gerade ein Attentat überlebt hat? Außerdem fragt sich der Hof, wer wohl die geheimnisvolle Dark Lady sein könnte, an die Shakespeare seine soeben erschienenen Sonnette gerichtet hat. Und was hat es mit jenem geheimnisvollen Pförtnerhaus auf sich, das einst zum Blackfriars-Kloster gehörte und in dem sich angeblich spanische Spione mit englischen Katholiken getroffen haben? Warum wollen Burbage und Shakespeare ausgerechnet dieses Haus kaufen und in dem alten Refektorium Theater spielen? Gab es nicht schon einmal in London einen Theaterabend, der zum Sturz von Königin Elizabeth führte? Der junge Beamte Robert Fletcher, die linke Hand des königlichen Zensors und Theater-Enthusiast, hat das neue Stück gelesen und will unbedingt hinter diese Geheimnisse kommen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Die Christengemeinschaft

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Unruhe begrenzen
    Über die schwere Kunst der Muße
    Von Pfarrerin Angelika Obert
    Evangelische Kirche

    Mehr Ruhe, das wünscht sich heute fast jeder Mensch. Weiß man doch, dass in der Ruhe nicht nur die Kraft, sondern auch das Wohlbefinden liegt. Doch kaum jemand entkommt dem inneren Druck, noch mehr machen zu sollen, Ungetanes vor sich herzuschieben, der Zeit immer nur hinterherzulaufen. Viele tun sich schwer, mit Ungelöstem zu leben in einer Welt, die auf schnelle Lösungen aus ist und stets „vorankommen“ will. Die Ruhe erscheint so als ein unerreichbarer Sehnsuchtsort, ihre Abwesenheit als beständiger Grund zur Klage. Ob es nicht besser wäre, die Unruhe als menschlichen Grundzustand zu akzeptieren? Vielleicht wäre das sogar die Voraussetzung, um sich selbst Phasen der Muße zu erlauben, bewusste Begrenzungen der Unruhe.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Fang den Ball
    Von Robert Piumini
    Ab 6 Jahren
    Gelesen von Jürgen Uter, Robert Missler u.a.
    Produktion: Jumbo Neue Medien 2013
    Moderation: Tim Wiese

    In der Schweiz lebte einmal ein Mädchen, dass keinen Ball fangen konnte.

    Lela war ein ganz normales Mädchen, nur konnte sie keinen Ball fangen. Sie konnte den Ball werfen und hopsen lassen, nur eben nicht fangen. Lelas Eltern waren ein bisschen beunruhigt, aber da Lela ansonsten ein aktives, symphatisches und intelligentes Mädchen war, machten sie sich weiter keine Sorgen. Jedoch an ihrem zehnten Geburtstag bekam Lela von ihrer besten Freundin Patti ein ganz besonderes Geschenk.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Wolkenkaro
    Von Maraike Wittbrodt
    Ab 8 Jahren
    Regie: Stefanie Lazai
    Komposition: Paul Frick
    Mit: Svea Köppe, Kevin Arand, Odi Zahavi, Stephan Grossmann, Kathrin Wehlisch, Christine Oesterlein, Thomas Fränzel
    Ton: Bernd Friebel und Hermann Leppich
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
    Länge: 45'41
    (Wdh. v. 06.01.2013)
    Moderation: Tim Wiese

    Durch das geöffnete Fenster fliegt eine Wolke herein. Sie will in der Zimmerecke den rechten Winkel üben.

    Jenny ist neun Jahre alt und geht seit einigen Wochen nur widerwillig zur Schule. Das liegt vor allem an Jonas. Er wohnt direkt über Jenny und ärgert sie immer. Er nennt sie Nilpferd oder Fettfleck und freut sich, wenn keiner in der Klasse sie im Sportunterricht in seine Mannschaft wählt. Dann steht Jenny ganz allein da und fühlt sich auch so. Eines Tages fliegt eine Wolke in Jennys Zimmer, sie will rechte Winkel üben, eine schwierige Aufgabe für eine Wolke. Jenny hilft ihr dabei. Die beiden werden Freunde, die Wolke wohnt in der Brotbüchse und Jenny kann sie immer mitnehmen. Mit einer Freundin an der Seite ist Jenny endlich wieder froh und die Wolke kennt so gute Tricks, da hält Jonas sehr schnell seinen frechen Mund.

    Maraike Wittbrodt, geboren 1953 in Berlin, studierte Philosophie und Soziologie, arbeitet als Familientherapeutin. Schreibt Texte für Film und Hörfunk, u. a.die Kinderhörspiele "Charlys Kaktus" und "Wolfsmutter" für Deutschlandradio Kultur.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Protestkultur in Husum
    Wenn die Nordfriesen den Aufstand proben
    Von Jenny Marrenbach

    Eigentlich kämpfen Schweine nicht gegen Unterdrückung. Sie suhlen sich lieber im Dreck und stöbern durch Gärten. Das war auch in Husum so - jedenfalls bis 1864. Dann entdeckten die Husumer ihren Hang zum kreativen Protest. Und die Schweine wurden politisch. Das ist bis heute so. Damals, im Jahr 1864, wurden Schleswig und Holstein durch preußische und österreichische Truppen erobert. Die eigentlich friedlichen dänischen Bauern durften ihre Flagge nicht mehr hissen. Aus Protest züchteten sie eine Schweinerasse, die rot und weiß gestreift war - wie die dänische Flagge. Husums Hang zu kreativen Protestformen war geboren. Das Protestschwein ist aus den Vorgärten verschwunden - sein Geist weht aber immer noch durch die Straßen der kleinen Nordseestadt. Zum ersten Mai erkundet die 'Deutschlandrundfahrt' die aktuellen Kämpfe in der Stadt. Dabei stößt sie auf neue Streitigkeiten um Schweine, die Lust auf frische Luft und viele engagierte Husumer. Was aus den Protestschweinen geworden ist? Man munkelt, die Husumer züchten an einem Comeback …

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • Leben ohne Schule
    Freilerner in Deutschland    
    Von Katrin Albinus
    (Wdh. v. 10.05.2015) 

    Rund Eintausend Kinder gibt es in Deutschland, die nicht zur Schule gehen - ohne Schule lernen, sogenannte Freilerner. Frei zu lernen, das bedeutet in Projekten zu lernen, statt in Fächern. Was, wann und wie lange - das bestimmen die Kinder selbst. In Deutschland verstößt das allerdings gegen das Gesetz und kann mit Buß- und Zwangsgeldern belegt werden, mit Beugehaft oder Sorgerechtsentzug. Trotzdem entscheiden sich Eltern und Kinder vereinzelt immer wieder für Bildungswege abseits des Schulsystems.
    Katrin Albinus hat eine Freilerner-Familie auf dem Land und eine in der Stadt für ihre Reportage begleitet.  

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Kleine Leute, große Fragen: Was ist Liebe?
    Von Regina Voss

    Sprache, Literatur, Philosophie
    Gespräch mit Christoph Demmerling

    Der philosophische Gottesbeweis zwischen Europa und der islamischen Welt
    Von Etienne Roeder

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Überall Blumenschmuck - Konfirmation, Abendmahl, Maiandachten und der Lazarussamstag in Serbien

    Bürgerliches Fest und Jugendgemeinde auf Zeit
    Immer noch lässt sich ein großer Teil der evangelischen Jugendlichen konfirmieren - steht dahinter Sinnsuche oder Traditionsbewusstsein?
    Anne Françoise Weber im Gespräch mit dem Pastor und Religionspädagogen Sönke von Stemm

    Fleisch und Blut Christi oder reine Erinnerung?
    Ein junger Theologe streitet für ein neues Verständnis des Abendmahls
    Von Michael Hollenbach

    Von der Brandopferstätte zum Abendmahlstisch
    Christliche Altäre haben über die Jahrhunderte viele Formen angenommen. Im Zentrum der Kirchen stehen sie immer noch
    Von Peter Kaiser

    "Maria Maienkönigin"   
    Der Brauch der Maiandachten lebt auch in der Großstadt Köln weiter
    Von Kirsten Serup-Bilfeldt

    Die Weidenkätzchen des Lazarus
    In Serbien erinnern geschmückte Kinder am Samstag eine Woche vor dem orthodoxen Osterfest an eine biblische Auferweckungsgeschichte
    Von Danja Antonovic

    Moderation: Anne Françoise Weber

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Marathonmusik
    Max Regers Solokonzerte
    Gast: Wolfgang Rathert, Musikwissenschaftler
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Gnadenhof oder Luxusstall?
    Sportpferde nach dem Karriereende
    Von Kirsten Lemke

    Irgendwann kommt für jeden Sportler das Ende seiner Karriere, manchmal mit viel Ruhm als gefeierter Star, manchmal ganz unbeachtet und manchmal auch vorzeitig, weil der Körper der Belastung nicht mehr standhält. Das ist bei auch bei Sportpferden nicht anders. Auch hier stellt sich die Frage: Was kommt nach der mehr oder weniger erfolgreichen Laufbahn? Eine Zeit als Zuchtstute oder als Freizeitpferd? Gibt es noch eine Weile ein Gnadenbrot oder bleibt nur der Weg zum Abdecker?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Wir Kellerkinder
    Ein deutscher Heimatfilm von Wolfgang Neuss
    als Hörbild eingerichtet von Herbert W. Kundler
    Regie: Wolfgang Spier
    Mit: Wolfgang Neuss, Friedrich Luft, Martin Held, Klaus Becker, Ewald Wenck, Wolfgang Gruner, Jo Herbst, Emily Schiller, Ivo Veit, Reinhold Bernt, Inge Wolffberg, Rolf Ulrich, Horst Niendorf, Georg Braun, Dieter Koch (alias Thierry), Achim Strietzel, Joachim Röcker, Edith Robbers, Erna Senius, Helmut Ahner, Horst Braun, Horst Czarski, Dietrich Frauboes, Joe Furtner, Oskar Lindner, Paul Löffler und Hans Nerking
    Komposition und Solisten: Johannes Rediske Quintett
    Schnitt: Ursula Beth
    Ton: Horst Dähne
    Produktion: RIAS Berlin/NDR 1960
    Länge: 89’35

    Macke, Adalbert und Arthur wollen eine Jazzband gründen. Sie sind aus der Heilanstalt entlassen worden und stolpern durch Berlin.

    Die auf Probe aus der Heilanstalt entlassenen Freunde Macke, Adalbert und Arthur erklären sich bereit, zwei Reportern zu helfen, Hakenkreuz-Schmierereien an Hauswänden zu suchen. Als die Freunde die Schmierereien eigenhändig anbringen, erscheint die Polizei. Die Männer fliehen in Mackes Keller, der schon häufiger als Zufluchtsort diente: Während der NS-Zeit hatte Hitlerjunge Macke dort einen Kommunisten versteckt, nach dem Krieg seinen Vater, einen alten Nazi. Eigentlich wollten die drei Freunde in der Freiheit eine Jazzband gründen, doch am Ende landen sie wieder in der Anstalt. 'Wir Kellerkinder' ist als Film bekannt geworden, die Hörspielfassung blieb dagegen weitgehend unbekannt. Dabei hat Wolfgang Neuss auch hier die Personen lebensnah skizziert, die deutschen Verhaltensweisen aufgespießt, sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt.

    Wolfgang Neuss (1923-1989), Kabarettist und Schauspieler, kam mit 15 nach Berlin und wollte Clown werden, landete aber in der Jugendverwahranstalt und 10 Jahre später auf der Bühne. In den 1950ern große Erfolge auf der Bühne und beim Film zusammen mit Wolfgang Müller als 'Die zwei Wolfgangs'. Das Projekt 'Wir Kellerkinder' war schon in Planung, als Wolfgang Müller 1960 bei Dreharbeiten tödlich verunglückte.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Heidelberger Frühling
    Stadthalle Heidelberg
    Aufzeichnung vom 30.04.2016

    Ludwig van Beethoven
    Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 "Pastorale"
    Ouvertüre zu Leonore Nr. 3
    "Ah perfido!", Szene und Arie für Sopran und Orchester G-Dur op. 65

    Wolfgang Amadeus Mozart
    "Mi tradì quell'alma ingrata", Arie der Donna Elvira aus "Don Giovanni" KV 527

    Golda Schultz, Sopran
    Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
    Leitung: Mirga Gražinytė-Tyla

    Der 'Heidelberger Frühling' ist mit der 2016er-Ausgabe 20 Jahre geworden. Mit dem Motto 'essental gifts' hat er sich programmatisch selbst beschenkt und hat mit dem Programm ein Stück Zukunft optioniert - Festspieldramaturgie voller Verheißung.

  • "Meine Hände sind blutig wie die deinen"
    Die "Macbeth"-Vertonungen von Giuseppe Verdi, Ernest Bloch und Salvatore Sciarrino
    Von Barbara Giese

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    "Kapitalismustribunal"
    In Wien wird dem Gewinnstreben der Prozess gemacht
    Von Marie-Therese Mürling

    Kulturpresseschau
    Von Ulrike Timm