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Sonntag, 13.01.2019

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Bergwerk und Abraumhalde
    Die Spur der Kohle in der Literatur
    Von Jörg Magenau
    (Wdh. v. 28.09.2008)

    Das Zeitalter der Kohle geht zu Ende. Sie steht nicht mehr für den Aufbruch in eine bessere Zukunft, sondern für eine vergangene Kultur. In der Literatur hat die Kohle eine lange Spur hinterlassen und dabei auch Figuren wie den Steiger oder den Heizer bekannt gemacht. Sie erlaubt einen Blick zurück in die Geschichte der Arbeit im Bergwerk und an der Abraumhalde. Die Spur der Kohle reicht von den Märchen und Mythen des Mittelalters, in denen die Natur sich noch in Form von Geistern gegen die Ausbeutung durch den Menschen wehrte, über die schwarze Romantik, die den Bergmann mit seinem Arbeitsplatz in finsterer Tiefe in die Nähe des Todes rückte, bis zur sozialistischen Bergarbeiterliteratur mit ihren proletarischen Heldensagen und weiter in die melancholische Gegenwart, in der die Arbeitsgesellschaft gerade in den alten Kohlegebieten sichtbar an ihre Grenzen stößt.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Wolfgang Meyering

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Carsten Rochow

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Soka Gakkai

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    "Oh, wie schön ist Panama!"
    Ein Land bereitet sich auf den Weltjugendtag vor
    Von Ina Rottscheidt
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Fliegender Stern (2/5)
    Von Ursula Wölfel
    Gelesen von Gundi Erhardt
    Ab 6 Jahre
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1998
    Moderation: Patricia Pantel
    (Teil 3 am 20.01.2019)

    Die beiden Indianerjungen Fliegender Stern und Grasvogel machen sich ohne Wissen der Erwachsenen auf den Weg zu den Weißen, um ihren Stamm zu retten.

    Die beiden Jungen Fliegender Stern und Grasvogel leben vor ungefähr 120 Jahren in Nordamerika. Beide gehören zum Stamm der Schwarzfußindianer. Sie sind noch klein, aber sie möchten zu den Großen gehören. Endlich werden sie von den erwachsenen Indianern aufgenommen und lernen fleißig, mit Pfeil und Bogen umzugehen. Aber sie müssen nun auch mit ansehen, wie die Jagdzüge der Männer immer schwieriger werden. Seit der weiße Mann überall auftaucht, sind die Büffel verschwunden. Die Indianer hungern und es fehlt das Leder für die Kleidung. Da beschließen Fliegender Stern und Grasvogel, allein zum weißen Mann zu reiten, um ihm zu erklären, was er den Indianern antut.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Die kluge Bauerntochter
    Von Heinz Kahlau
    Nach dem Märchen der Brüder Grimm
    Ab 7 Jahre
    Regie: Manfred Täubert
    Komponist: Mathias Suschke
    Mit: Gudrun Ritter, Elke Reuter-Hilger, Gerry Wolff, Pierre Bliß, Christoph Engel, Otmar Richter, Carl Heinz Choynski u. a.
    Ton und Technik: Birgit Nauck, Christian Schoenermark und Gunnar Beck
    Produktion: Funkhaus Berlin 1991
    Länge: 40'30
    Moderation: Patricia Pantel

    Ein Bauer hat eine kluge Tochter, leider hört er nicht auf ihren Rat und landet so im Gefängnis.

    Ein Bauer findet auf dem Acker, den ihm der König verpachtet hat, einen goldenen Mörser. Er will ihn dem König bringen, doch seine Tochter rät ihm ab. Sie warnt den Vater, der König werde von ihm auch den Stößer verlangen, denn Mörser und Stößer gehören zusammen. Der König wird glauben, dass der Vater den Stößer für sich behalten will. Aber der Vater hört nicht auf die Tochter, geht zum König und es passiert genau das, was die Tochter vermutete. Nun sitzt der Vater im Gefängnis und jammert: „Ach hätt’ ich meiner Tochter nur geglaubt!”.

    Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) wurden durch ihre Märchensammlung weltberühmt.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Oliver Schwesig
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Liane von Billerbeck unterwegs mit dem Regisseur Andres Veiel durch seine Heimatstadt Stuttgart

    Mit fast 60 Jahren steht Andres Veiel vor einer großen Herausforderung, er muss endlich sein Jugendzimmer ausräumen. Sein Bruder geht in den Ruhestand und möchte wieder zurück ins elterliche Wohnhaus in Stuttgart-Möhringen. Was der Regisseur von ‚Black Box‘ BRD hier finden wird? „So genau weiß ich das auch nicht, wahrscheinlich wird ein alter Artikel aus der Schülerzeitung in den Regalen liegen.“ Dafür bekam Veiel reichlich Ärger. Denn statt in die Schule fuhr er nach Stuttgart-Stammheim und berichtete über den Prozess gegen die RAF-Anführer. Die Geschichte der Roten Armee Fraktion beschäftigt Veiel bis heute, war auch Thema seines Spielfilmdebüts ‚Wer wenn nicht wir‘, mit August Diehl in der Hauptrolle. In Stuttgart-Möhringen, mit „seiner Vorstadtwelt, seinen Carports und den auf einen Meter gestutzten Ligusterhecken“ wurde es dem heutigen Filmemacher bald zu eng. Mit den Eltern, der Vater ein ehemaliger Weltkriegsoffizier, gab es häufig Streit. Anfang der 80er-Jahre floh Andres Veiel nach Westberlin, studierte Psychologie und machte erste Regieerfahrungen. Nach Stuttgart-Möhringen kommt er aber immer wieder zurück. 1996 zum Beispiel, für seinen Film ‚Die Überlebenden‘, - ein Porträt seiner Klassenkameraden, von denen sich drei nach der Schulzeit umbrachten. Und auch jetzt reist er wieder in seine Heimatstadt. Denn da ist ja die Sache mit seinem alten Jugendzimmer. Das möchte Veiel dem Deutschlandfunk Kultur unbedingt zeigen, und auch den Ort „meiner Politisierung“, das Staatstheater Stuttgart.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Kirsten Lemke

  • Die Freiheit hinter dem Schleier
    Radikaler Islam in Bosnien-Herzegowina
    Von Sabine Adler

    Rund 230 Bosnier haben sich dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen, manche mit Frauen und Kindern. Sie kommen aus Städten, aber auch aus entlegenen Dörfern, wo sie zurückgezogen einen besonders strengen Islam leben. Der wurde während des Bosnienkrieges durch rund 700 Mudschahedin nach Bosnien importiert und steht im Gegensatz zu dem offenen moderaten Islam, für den Bosnien 500 Jahre berühmt war.

    Maoca, ein 200-Seelen-Dorf an der Grenze zu Kroatien, ist ein solcher Rückzugsort. Hier erklärt uns der „?Sprecher“? des Ortes seine Weltsicht und es gelingt uns mit einer jungen Frau zu sprechen, die - rein äußerlich - die Schwester von Nicole Kidman sein könnte. Warum lebt sie in diesem abgelegenen Wahabiten-Dorf? Wie reagieren die Menschen, wenn sie tief verschleiert durch Sarajewo läuft? Wie gehen die bosnischen Muslime mit ihren radikalen Glaubensbrüdern um? Wie gefährlich sind sie? Sabine Adler sucht in ihrer Reportage nach Antworten.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone-Rosa Miller

    Der philosophische Wochenkommentar:
    Twitter adieu - Wer hat Angst vor der totalen Öffentlichkeit?
    Gespräch mit Prof. Dr. Peter Trawny, Leiter d. Martin-Heidegger-Institut

    "Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark" - Rosa Luxemburgs Erbe
    Gespräch mit Ernst Piper

    Silvia Federici - Sollte Hausarbeit entlohnt werden?
    Von Sophia Boddenberg

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Christopher Ricke

    Kirche hält Latein am Leben
    Die Basis der Katholischen Kirche spricht kaum Latein. Die Arbeit der Pontificia Academia Latinitas geht aber weiter. 
    Von Thomas Migge
     
    Protestantismus in der DDR
    Bei der friedlichen Revolution in der DDR boten die Kirchen Raum für Diskussion und Widerstand. Die Geschichte des Protestantismus in der DDR ist aber auch eine Geschichte der Anpassung ans System.
    Gespräch mit der Theologieprofessorin Veronika Albrecht-Birkner

    Vom Gotteslob zum Gottesloch
    Die Künstlerin Georgia Krawiec verarbeitet ihre traumatische Religionserfahrung, die sie als Kind mit der katholischen Kirche in Polen machte, durch Kunstaktionen. Von Martin Sander

    Veränderte Glaubenspraxis in Polen
    Wie gläubig ist eigentlich das polnische Volk, das zu fast 90 Prozent katholisch ist?
    Von Marta Kupiec

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Vier Hände für ein Heidenfest
    Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" in der Fassung für Klavierduo
    Gäste: Andreas Grau und Götz Schumacher, Pianisten
    Moderation: Ilona Hanning
    (Wdh. v. 17.02.2013)

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Kirsten Lemke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Das Spiel ist bunt
    Chancen und Probleme der Integration im Fußball
    Von Ronny Blaschke

    Der Rücktritt von Mesut Özil aus dem Fußballnationalteam im Juli 2018 hat den Fokus auf Themen gerichtet, die über Jahre vernachlässigt wurden: Identitätssuche und Vielfalt, aber auch Ausgrenzung und Rassismus. Hat das Multikulti-Nationalteam die Probleme im Alltag überdeckt? Warum sind Einwanderer in den Führungen der Sportverbände kaum vertreten? Wie sehen Chancen und Rückschläge der kleinen Migrantenklubs aus? Wie hat sich das Vereinsleben durch Flüchtlinge verändert? Der Fußball einmal mehr als Abbild für ein zentrales gesellschaftliches Thema unserer Zeit: die Integration.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Quartett. Nach Laclos
    Von Heiner Müller
    Regie: Hermann Naber
    Mit: Hildegard Schmahl, Ernst Jacobi
    Ton: Udo Schuster
    Produktion: SWF 1981
    Länge: 67'15

    In 'Quartett' erinnern sich die Figuren aus Laclos' 'Gefährliche Liebschaften' an ihr intrigenreiches Gesellschaftsspiel und haben keine Scham vor einer Selbstinszenierung.

    Anschließend:
    Martin Wuttke liest "Ajax zum Beispiel"
    (Ausschnitt aus der Gedenkveranstaltung zum Tod von Heiner Müller im Berliner Ensemble, Januar 1996)
    Produktion: ORB 1996
    Länge: 14'53

    Verführung, Intrige und Rufmord dienen dem Protagonistenpaar Vicomte de Valmont und Madame de Meurteuil in ‚Gefährliche Liebschaften‘, dem Briefroman von Choderlos de Laclos (1782), als Strategien im Kampf aller gegen alle. Heiner Müller lässt die Figuren vom Vorabend der Revolution in einem Bunker nach dem Dritten Weltkrieg noch einmal auftreten. Sie spielen die alten Affären durch und verkörpern dabei sich selbst wie auch ihre Opfer. Unfähig, den eigenen Untergang vorauszusehen, und unfähig, ihn abzuwenden.

    Heiner Müller, geboren am 9.1.1929 Eppendorf/Sachsen, gestorben 30.12.1995 Berlin, war einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker, Schriftsteller und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Sohn eines Angestellten und einer Textilarbeiterin, machte 1949 Abitur, arbeitete als Journalist, ab 1951 in Berlin. Erste Veröffentlichungen, Mitglied der SED. 1958 Mitarbeiter des Maxim-Gorki-Theaters Berlin. 1961 Verbot der Uraufführung der "Umsiedlerin" und Ausschluss aus dem Schriftstellerverband, Beginn zahlreicher Aufführungsverbote in der DDR. Ab 1976 Mitarbeit an der Ostberliner Volksbühne und am Berliner Ensemble. Ab 1990 Präsident der Akademie der Künste in Ostberlin.
    Heiner Müller erhielt zahlreiche Auszeichnungen: den Heinrich-Mann-Preis gemeinsam mit Inge Müller (1959), den Mülheimer Dramatikerpreis (1979), den Georg-Büchner-Preis (1985), (1986), Nationalpreis der DDR 1. Klasse (1986), Kleist-Preis (1990), den Europäischen Theaterpreis (1991) und den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung (1996) postum.
    Heiner Müllers Hörspiel "Die Befreiung des Prometheus" (zusammen mit Heiner Goebbels, HR/SWF 1985) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Prix Italia ausgezeichnet. Den Karl-Sczuka-Preis erhielten die Stücke "Verkommenes Ufer" (HR 1984) und "Wolokolamsker Chsaussee I-V" (SWR/BR/HR 1989), die ebenfalls von dem Komponisten Heiner Goebbels bearbeitet und realisiert wurden.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 12.01.2019

    Maurice Ravel
    "Rhapsodie espagnole" für Orchester

    Erich Wolfgang Korngold
    Violinkonzert D-Dur op. 35

    Darius Milhaud
    "Le boeuf sur le toit", Fantasie für Orchester op. 58

    Maurice Ravel
    "Daphnis et Chloé", Orchestersuite Nr. 2

    Arabella Steinbacher, Violine
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Alondra de la Parra

  • Musik zum Weghören
    85 Jahre Fahrstuhlmusik
    Von Heidi Mottl

    Was heutzutage bisweilen lästig erscheint, war vor rund 85 Jahren eine Innovation: Hintergrundmusik. 1936 wurde diese Musik, die keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, das erste Mal in Aufzügen in New York eingesetzt, um Menschen die Angst vor der Höhe zu nehmen, deshalb nennt man sie auch ‚Fahrstuhlmusik‘. Ein paar Jahre zuvor wurde die Muzak Corporation gegründet, die es mit ihrer Hintergrundmusik in Büros und Fabriken und sogar in die Apollo 11 schaffte. Doch schon lange, bevor die Ausweitung des Rundfunks ihren Anfang nahm, entwarf Erik Satie mit seiner ‚Musique d’ameublement‘ eine stark repetitive Musik, die sich an Tapetenmustern orientierte, und mit der das bürgerliche Konzept der Kunstmusik auf den Kopf gestellt wurde. Dafür erntet Satie bis heute gleichermaßen Ruhm und Spott. Als sein Nachfolger sah sich Brian Eno, der in den 70er-Jahren den Begriff der Ambient music prägte und seine Möbelmusik für Flughäfen konzipierte.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Oliver Thoma

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Eingeschneit:
    Beat Furrers neue Oper "Violetter Schnee" an Staatsoper Berlin
    Gespräch mit Uwe Friedrich

    Ein Heimatkino für Edgar Reitz
    Von Anke Petermann

    Ein Gigant der Unruhe: Einar Schleef Festival zum 75. Geburtstag
    Gespräch mit Eberhard Spreng

    Santiago A Mil'19: Eine Woche neues lateinamerikanisches Theater in Chile
    Von Tom Mustroph

    Kulturpresseschau
    Von Ulrike Timm