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Montag, 16.01.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Freispiel

    Schere Faust Papier
    Von Michel Decar
    Regie: der Autor
    Mit: Anne Kulbatzki, Josefine Israel, Juno Meinecke
    Musik: Lukas Darnstädt
    Ton: Alexander Brennecke, Eugenie Kleesattel
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 48'10
    (Ursendung)

    Drei Dämonen lassen sich durch die Geschichte der Menschheit treiben.

    Es gibt ja dieses Zitat von Karl Marx, dass sich Geschichte immer 20 mal ereignet. Einmal als Tragödie, einmal als Farce, einmal als ZDF-Zweiteiler, einmal als BBC-Miniserie, einmal als Telenovela, einmal als Eventmovie, einmal als französischer Historienstreifen, einmal als Dokumentarfilm, einmal als Geschichtsfälschung, einmal als Hörspiel im Deutschlandradio. Was Karl Marx jedoch vergessen hatte hinzuzufügen: Wir selbst spielen die Hauptrollen, ob wir wollen oder nicht, und am Ende schauen wir uns verwundert um und fragen uns, wie das alles passieren konnte.

    Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, Autor für Theater und Hörspiel. Studierte Germanistik und Geschichte an der LMU München, wo er auch an der Studiobühne seine ersten Stücke selbst inszenierte, anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für das Stück "Jonas Jagow" wurde er mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Stückemarktes im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2012 ausgezeichnet. Seine Stücke wurden in szenischen Lesungen u.a. am Burgtheater, Wien, an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin und am Berliner Maxim-Gorki-Theater präsentiert. Hörspiele für Deutschlandradio Kultur: "Jonas Jagow" (2014), "Jenny Jannowitz oder der Engel des Todes" (2015).

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Klassik
    Moderation: Philipp Quiring

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Nana Brink

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    05:50 Uhr
    Kalenderblatt

    Vor 25 Jahren: In El Salvador wird der Friedensvertrag zwischen der Regierung und der Guerillaorganisation FMLN unterzeichnet

    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pastor Diederich Lüken
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Persönliche Freiheit erkämpfen: Das Abenteuer lohnt!
    Carlo Strenger, Professor für Psychologie, Tel Aviv University

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "Das Sacher"
    Gesellschafts-Zweiteiler im ZDF
    Von Anna-Maria Wallner

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Narrenschach, Bauernopfer, Brett vorm Kopf
    Katrin Heise im Gespräch mit Helmut Pfleger, Schach-Großmeister und Autor

    Als er zum ersten Mal den Vater, einen leidenschaftlichen Schachspieler, im Spiel der Könige schlug, war er erst neun Jahre alt. Dass er ein Wunderkind war, will er dennoch nicht von sich behaupten. Als Internist und Psychotherapeut weiß er, dass frühe Prägung und diszipliniertes Training aus fast jedem einen Schach-Großmeister machen kann.

    Warum das Spiel der Könige, das über Indien und Persien zu uns kam, weniger weiblich wurde, als es eine starke Dame mit aufs Feld zog, was das mit dem spanischen Königspaar Philipp und Isabella zu tun hat, unter deren Herrschaft Kolumbus eine neue Welt entdeckte, warum Schach im Kommunismus so wichtig war, warum es sowohl ein geselliges Spiel ist als auch eines, das zur Weltflucht dient und das vor Demenz schützt, diese und andere Fragen bespricht Katrin Heise Im Gespräch mit dem Schachgroßmeister, Internist und Psychotherapeut Helmut Pfleger.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Abfall der Popkultur
    Trump-Populismus als Politik
    Gespräch mit Georg Seeßlen

    Straßenkritik
    "Das große Buch von Kasimir" von Lars Klinting

    "Splitter" - das neue Buch des Philosophen Marcus Steinweg
    Gespräch mit dem Autor

    Hörspiel
    "Die Zwangsjacke" von Jack London
    Von Andi Hörmann

    "Totem" von Nicolas Wouters und Mikael Ross
    Rezensiert von Frank Meyer

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Mathias Mauersberger

    Eurosonic Newcomer-Festival rockte Groningen - Eine Nachlese
    Gespräch mit Mischa Kreiskott

    11:35 Uhr
    Tonart

    Individueller Sound und viele Ideen: der Bassist Edward Maclean
    Von Johannes Kaiser

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag
    Moderation: Liane von Billerbeck

    13:00 Uhr
    Nachrichten
  • Moderation: Heidrun Wimmersberg

    Der Kallstadt-Impuls - auf den Spuren von Trump, Heinz und Presley
    Von Anke Petermann

    Am 20.01.2017 wird Donald Trump offiziell ins US-Präsidentenamt eingeführt. Anlass, an seine deutschen Wurzeln zu erinnern. Die liegen nämlich im pfälzischen Kallstadt an der Weinstraße. Auch die Pittsburgher Ketchup-Gründer Heinz stammen aus diesem pfälzischen Dorf. Die Alternative für Deutschland ist begeistert von Trumps Kür, in ihren Augen "ein Schlag gegen das politische Establishment" beiderseits des Atlantiks. In Rheinland-Pfalz möchte die AfD den "Kallstadt-Impuls" nutzen - für eine touristische Auswandererroute. Welche Erkenntnisse sich auf den Spuren deutscher Ahnen von US-Promis sammeln lassen, hat Anke Petermann für den Länderreport aus Rheinland-Pfalz getestet.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Stephan Karkowsky

    Russischer Extrem-Polit-Künstler Pjotr Pawlenski bittet um Asyl in Frankreich
    Gespräch mit Wladimir Velsminski, Kunsthistoriker

    feminist fashion: Warum wird Feminismus zum Modetrend?
    Gespräch mit Sonja Eismann, Chefredakteurin Missy Magazin

    Jan Palach - Kultureller Widerstand in Tschechien
    Gespräch mit dem Schriftsteller Jaroslav Rudis

    Vom Selbst-Sein erschöpft
    Pop-Kritiker Mark Fisher nahm sich das Leben
    Gespräch mit Hartwig Vens

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Infotag

    Moderation: Felix Schlebusch

    Reptil des Jahres - die Blindschleiche
    Von Regina Voss

    10 Jahre nach dem Sturm Kyrill - der Kyrill-Pfad
    Von Brigitte Jünger

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Vivian Perkovic

    Zum Tod des Popkritikers Mark Fisher
    Gespräch mit Christian Werthschulte

    Zimmer bei Nacht - Sebastian Stert singt Hildegard Knef
    Gespräch mit dem Berliner Schauspieler und Sänger

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Da, wo man noch an den Euro glaubt - Malta und die EU-Ratspräsidentschaft
    Von Tassilo Forchheimer

    Kinder der 'Ndrangheta' - Der neue Kampf gegen das organisierte Verbrechen
    Von Jan-Christoph Kitzler

    Moderation: Isabella Kolar

    Kinder der 'Ndrangheta - Der neue Kampf gegen das organisierte Verbrechen
    Die `Ndrangheta aus Kalabrien gilt zurzeit als die mächtigste und erfolgreichste Variante der Mafia in Italien. Die Organisation kontrolliert einen großen Teil des weltweiten Drogenhandels. Der Kampf gegen die `Ndrangheta ist auch deshalb so schwierig, weil die Clans eine verschworene Gemeinschaft bilden, weil es dem Staat nicht gelingt, die engen Bindungen zu durchbrechen. Anti-Mafia-Kämpfer sagen, ein Ansatzpunkt könnten die Frauen sein und die Kinder, die den Nachwuchs für die Clans darstellen. Es gibt dazu sogar eine Gesetzesinitiative im italienischen Parlament.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:07 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin

    Big Data Wahlkampf - Was ist in Deutschland möglich?
    Von Philip Banse

    Aus der Versenkung aufgetaucht: Die FDP
    Von Wolf-Sören Treusch

    SPD - Genossen, verdrossen, nach vorn?
    Von Ulrike Köppchen

    19:30 Uhr
    Zeitfragen

    2017 - Parteien im Umbruch
    SPD - Genossen, verdrossen, nach vorn?
    Von Ulrike Köppchen

    Die älteste deutsche Partei ist praktisch seit ihrer Gründung in der Krise, und sie stand auch durchgehend von links und rechts unter Druck. Der aktuelle Zustand der Sozialdemokratie ist allerdings selbst aus dieser Perspektive besorgniserregend. Gegenüber 1998 hat die SPD auf Bundesebene etwa die Hälfte ihrer Wählerbasis verloren - fast zehn Millionen Stimmen. Derzeit dümpelt sie in den Umfragen irgendwo zwischen 20 und 25 Prozent. Ortsvereine vergreisen, seit 1990 hat die SPD die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Und das, obwohl Themen wie soziale Gerechtigkeit und Kapitalismuskritik in der Öffentlichkeit Konjunktur haben. Der 'alten Tante' nützt das wenig. Ihr werden immer noch die Hartz-Reformen vorgeworden und selbst wenn sie messbar Erfolg hat, etwa beim Mindestlohn, wird ihr das nicht angerechnet. Woran liegt das? Und geht da noch was? Ein Zustandsbericht wenige Monate vor der Bundestagswahl.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    In Concert

    Kollegium St. Fidelis, Stans
    Aufzeichnung vom 09.04.2016

    Divanhana
    Balkanfolk aus Sarajewo
    Moderation: Holger Beythien
     

    Bis ins 15. Jahrhunderts reicht die Geschichte der Sevdah zurück. Jene alten, städtischen Volkslieder Bosniens, die mit ihrer melancholisch-sehnsuchtsvollen Aura und durchsetzt mit musikalischen Einflüssen von Sinti und Roma, Türken und sephardischen Juden heute noch in Bosnien, aber auch in anderen Regionen des Balkan gesungen werden. Nicht ohne Grund spricht man zuweilen auch von der „Saudade auf dem Balkan“. Die Sevdah findet man heute als traditionelle Lieder in nahezu authentischer, mündlich tradierter Überlieferung, als modern interpretierte Volkslieder oder als neu komponierte Lieder, die sich der typischen Stilmittel der Sevdah bedienen und Folk- wie Popmusiker gleichermaßen inspirieren. Sevdah sind Liebeslieder, in denen es auch um die Liebe zu einer Region, einer Landschaft oder Stadt geht. Nationalistische Töne waren und sind da nicht ausgeschlossen. Der junge Sevdah-Sänger Božo Vreæo aus Sarajevo sagte einmal, die Sevdalinke seien „ … erfüllt mit außergewöhnlichen Emotionen, Melancholie, Trauer und einer magisch befreienden Energie, die durch Tränen und Seufzer durch uns dringt, um sie als ein Teil von uns zu fühlen.“
    Abseits von Balkan Brass- und Balkan Pop hat sich vor allem in Sarajevo eine prosperierende Folkszene etabliert, die sich zeitgenössischer Spielarten der Sevdah verschrieben hat. Die 2009 gegründete Gruppe Divanhana gehört ohne Zweifel dazu, wenngleich sich ihr Repertoire auch auf Volksmusik anderer Balkan-Regionen bezieht. Sie beschreiben ihre Musik selbst ganz treffend als „eine phantasievolle Melange aus Jazz, Folk, moderner Klassik und Pop“ und werden sowohl von Weltmusik- als auch Jazzfestivals eingeladen.

  • Bruno, Chef de police
    Von Martin Walker
    Übersetzung: Michael Windgassen
    Bearbeitung und Regie: Martin Zylka
    Mit: Peter Matić als Erzähler und Martin Lindow, Claus-Dieter Clausnitzer, Jochen Stern, Albert Kitzl, Kathrin Wehlisch, Christian Tasche, Marianne Graffam, Omar El-Saeidi, Simon Roden, Katie Jordans, Holger Kunkel, Thomas Krause und Frank Voß
    Musik: Rainer Quade
    Ton: Günther Kasper
    Produktion: WDR 2011
    Länge: 53'51

    Tod eines Algerienkämpfers. Bruno Courrèges ermittelt im idyllischen Périgord.

    Bruno Courrèges - einziger Polizist von Saint-Denis, dazu Gourmet und begehrtester Junggeselle - wird an den Tatort eines Mordes gerufen. Ein Immigrant, Kriegsveteran aus dem Algerienkrieg, ist tot aufgefunden worden. Da das Verbrechen offenbar rassistische Hintergründe hat, werden auch nationale Polizeibehörden eingeschaltet, die Bruno von den Ermittlungen ausschließen wollen. Doch keiner hat seine Ortskenntnisse und Beziehungen.

    Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, Historiker, Journalist und Schriftsteller. Schrieb 25 Jahre für "The Guardian". "Bruno, Chef de police" war sein erster Roman (2008), inzwischen sind sieben weitere Bruno-Fälle erschienen. Mit seinem Zukunftsthriller "Germany 2064" stand er auf der Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2015. Er wohnt mit seiner Familie in Le Bugue im Périgord, Süd-Frankreich.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Elke Durak

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Susanne Burkhardt

    Pawlenski bittet um Asyl in Frankreich - Reaktionen aus Moskau
    Von Gesine Dornblüth

    "… auf eisigem Bergfirst tanzen …“
    Symposium zu Ludwig Meidner in Frankfurt
    Von Ludger Fittkau

    Seid bereit: Utopische Realitäten - ein Festival in Berlin
    Von Eberhard Spreng

    "El Sistema"
    Musikunterricht für Flüchtlinge in Athen
    Von Theodora Mavropoulos

    Kulturpresseschau
    Von Hans von Trotha