Sonntagsrätsel Nr. 3080

    Reingefallen?

    30:55 Minuten
    Blick auf eine Gitarre, vor dem ein gefülltes Weinglas und eine Weinflasche stehen, die auf Notenblättern stehen.
    Eine herrliche Lobpreisung des Weines hat u.a. Joseph Haydn in seinem Oratorium "Die Jahreszeiten" komponiert: hier hört man die Trunkenbolde wirklich begeistert "aus vollem Halse schrein". © Pexels / cottonbro
    Moderation: Ralf bei der Kellen |
    Am 2. August 1377 wurde ein russisches Heer am Fluss Pjana von anrückenden Tartaren restlos besiegt, da die Russen beim Warten auf den Feind allzu sehr Bier und Met gefrönt hatten. Deshalb geht es diesmal um den (Alkohol)Rausch in der Musik.

    Gesucht wird: ein Substantiv mit sechs Buchstaben und zwei Silben.

    1. Frage

    „Das Köhlerweib ist trunken“ ist ein Lied aus dem Zyklus „Alte Weisen“ von Hugo Wolf. Dessen Texte stammen alle vom selben Dichter. Bekannt machten ihn vor allem Novellen wie „Kleider machen Leute“ oder „Romeo und Julia auf dem Dorfe“. Aus seinem Vornamen ist zielführend: der dritte oder der vierte Buchstabe.

    2. Frage

    Musik Nummer zwei trägt den ungarischen Titel „Kicsit ázottan“, zu deutsch „Ein wenig betrunken“. Es ist die No. zwei aus den „Drei Burlesken“ für Klavier. Ihren Komponisten kennt man vor allem von seiner Oper „Herzog Blaubarts Burg“, seiner Sammlung von Klavierstücken mit dem Titel „Mikrokosmos“ und seinen Volksliedsammlungen.

    Zielführend ist der dritte Buchstabe aus seinem Familiennamen.

    3. Frage

    Auch das Klavier in Musik Nummerf drei ist betrunken – zumindest, wenn man dem Mann Glauben schenkt, der davor sitzt. 1976 veröffentlichte dieser US-Amerikaner das Lied „The Piano Has Been Drinking“ auf dem Album „Small Change“. Später schrieb er dann noch Lieder wie „Downtown Train“ oder „Jersey Girl“; zuletzt war er als Schauspieler in dem Jim Jarmusch-Film „Father Mother Sister Brother“ zu sehen.

    Aus seinem Familiennamen finden und notieren Sie bitte: den zweiten Buchstaben.

    Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin, oder senden Sie uns ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608

    4. Frage

    Von einem Outsider der US-Popmusik kommen wir zu einem Outsider des französischen Chansons: 1956 veröffentlichte der Mann, den viele als Blaupause für Serge Gainsbourg sehen, das Lied „Je Bois“, also: Ich trinke. Und das meinte er auch so. Man kannte ihn auch als Trompeter; als Schriftsteller hatte er seinen größten Erfolg mit dem Roman „L'Écume des jours“ (dt. „Der Schaum der Tage“). Der Legende nach regte er sich 1959 bei der Voraufführung eines Films nach seinem Drehbuch dermaßen auf, dass er an Herzversagen starb.

    Der letzte Buchstabe aus seinem Familiennamen bringt Sie der Lösung einen Schritt näher.

    5. Frage

    1977 veröffentlichte der bayerische Melankomiker Fredl Fesl das „Lied vom Rausch“. Zur Musik gesucht wird: der griechische Gott des Rauschs, des Weines und der Ektase. Es handelt sich hier um einen Beinamen des Dionysos.

    Den benötigten Buchstaben finden Sie in der lateinischen Schreibweise dieses Namens an dritter und an vierter Position.

    6. Frage

    Der 27. Mai 1966 war nicht der beste Tag im Leben von Bob Dylan. Am Abend zuvor hatte er nach einem Konzert in London ausgiebig gefeiert. Allerdings musste er am 27. nochmal auf die Bühne. Nachdem John Lennon ihn gegen Mittag auf sein Hotelzimmer getragen hatte, schaffte er es irgendwie auf die Bühne. An diesem Abend machte der restalkoholisierte bzw. erneut benebelte Dylan extrem konfuse Ansagen und spielte einige Lieder ungewohnt langsam – so auch seinen großen Hit „Like a Rolling Stone“. Zur Musik gesucht wird: der Name des Auftrittsortes. Benannt ist er nach dem verblichenen Gatten von Königin Victoria. Dort begeht man alljährlich die „Last Night of the Proms“.

    Der Name des Gebäudes besteht aus drei Wörtern; der vierte Buchstabe des zweiten Wortes beschließt den diesmal gesuchten Ratebegriff.
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