Sonntagsrätsel Nr. 3071

    Schuld und – Sühne?

    29:53 Minuten
    Die Frontaufnahme eines Beichtstuhls mit purpurnem Vorhang.
    Im Dunkel des Beichtstuhls begegnet die Schuld ihrem Geheimnis – verborgen zwischen Schweigen, Reue und der Hoffnung auf Vergebung. © IMAGO / Future Image
    Moderation: Ralf bei der Kellen |
    Am 31. Mai 1868 wurde im Norddeutschen Bund die Schuldhaft abgeschafft. Die ehemaligen Schuldentürme wurden ab da vor allem von armen Studenten bewohnt. Aus diesem Anlass steht diesmal die Schuld im Mittelpunkt des Rätsels.

    Gesucht wird: ein Substantiv mit sechs Buchstaben und zwei Silben

    1. Frage

    1932 vertonte Hugo Distler das Gedicht „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“. Zu den „Greatest Hits“ des Textdichters – des wohl bekanntesten protestantischen Hymnenschmieds – gehören Lieder wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ oder „Nun ruhen alle Wälder“.

    Der erste Buchstabe aus dem Familiennamen dieses 1607 in Gräfenhainichen geborenen Mannes macht den Auftakt zum diesmal gesuchten Ratewort.

    2. Frage

    1967 erschien die Debut-LP einer Sängerin, die 1942 als Doris Wally Treitz geboren wurde. Auf dem Album befand sich u.a. das Lied „Die andern waren schuld“.

    Aus dem Künstlernamen dieser Sängerin mit litauischen Wurzeln, die mit nur 27 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, soll notiert werden: der dritte Buchstabe.

    3. Frage

    1964 brachte der Deutschlandsender in einer Kabarettsendung das Lied „Wer ist schuld?“, in dem sich das Verantwortungskarussell für den Misserfolg eines Films dreht. Zur Musik gesucht wird: der russische Schriftsteller, der sich exzessiv mit Fragen der Schuld beschäftigt hat – z.B. in Romanen wie „Die Brüder Karamasow“ oder „Schuld und Sühne“.

    Auf der sicheren Seite sind Sie mit dem dritten Buchstaben aus seinem Familiennamen.

    Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin, oder senden Sie uns ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608.

    4. Frage

    1975 veröffentlichte ein 1925 in Moers geborener Kabarettist auf dem Album „Nachvorstellung“ ein Lied mit dem hintersinnigen Titel „An-Liegen“, in dem es ebenfalls um Schuldzuweisungen geht.

    Aus dem zweiten Vornamen dieses schwarzen Schafs vom Niederrhein soll gefunden und aufgeschrieben werden: der dritte oder der fünfte Buchstabe.

    5. Frage

    1931 schrieb Friedrich Hollaender für die Anti-Nazi-Revue „Spuk in der Villa Stern“ das satirische Couplet „An allem sind die Juden schuld“. In ihm gibt Hollaender den grassiereden Antisemitismus seiner Zeit durch Übertreibung der Lächerlichkeit preis. Genützt hat es freilich nichts – schon 1933 musste Hollaender fliehen. In der Sendung zu hören ist das Lied in einer Version von Georg Kreisler und Barbara Peters. Gesucht wird: der Komponisten der Melodie, die man auch als „Habanera“ kennt.

    Aus seinem französischen Familiennamen mit fünf Buchstaben wird gesucht: der letzte.

    6. Frage

    In dem Lied „Deine Schuld“ plädiert ein Berliner Trio für mehr zivilgesellschaftliches Engagement und gegen das Suchen von Schuldigen als Ausweichmanöver.

    Der drittletzte Buchstabe aus dem Namen dieser Band beschließt den diesmal gesuchten Ratebegriff.
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