Sonntagsrätsel Nr. 3058

    Kein GAU, aber fast…

    30:13 Minuten
    Ein Straßenschild auf dem Pech und Glück steht. Pech ist rot durchgestrichen.
    Ein Wegweiser im Zeichen der Fügung – das Pech gebannt und getilgt, das Glück erhoben wie ein Gnadenwort über dem Pfad der Sterblichen. © IMAGO / Zoonar
    Moderation: Ralf bei der Kellen |
    Am 1. März 1972 wurde der 17jährige Richard Epple erschossen, als er sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte – man hielt ihn für einen RAF-Terroristen. Deshalb steht diesmal das Pech bzw. das Unglück im Mittelpunkt des Rätsels.

    Gesucht wird: ein Substantiv mit sieben Buchstaben und drei Silben

    1. Frage

    Unsere Rätselreise beginnt im Jahr 1573: da veröffentlichte ein flämischer Komponist das Lied „Si du malheur“ (in der Sendung zu hören vom Consort of Musicke unter Anthony Rooley), was man grob mit „welches Unglück“ übersetzen könnte. Diesen Meister der Renaissance kennt man auch von seinem Madrigal-Zyklus „Lagrime di San Pietro“ von 1594, jenem Jahr, in dem er in München verstarb.

    Aus der bekannten italienischen Schreibweise seines dreiteiligen Namens soll gefunden und aufgeschrieben werden: vom ersten Wort: der sechste Buchstabe oder vom zweiten Wort: der erste.

    2. Frage

    1956 nahm der Kabarettist Peter Wehle ein Lied auf mit dem Titel „Ich hab‘ so viel Pech in der Liebe“. Wir suchen: die Stadt, in der Wehle geboren wurde, in der er lebte und in der er starb.

    Aus ihrem Namen wollen Sie bitte finden und aufschreiben: den dritten Buchstaben.

    3. Frage

    1921 erschien ein antimilitaristischer Schelmenroman des tschechischen Schriftstellers Jaroslav Hašek, der 1926 erstmals ins Deutsche übersetzt wurde. Sein Titel bestand anfänglich aus neun Wörtern; später wurde er auf die ersten sechs reduziert. In der Sendung zu hören ist Walter Plathe mit einem kurzen Lied aus dem Roman: „Alles Unglück kommt vom Denken“.

    Aus seinem deutschen Titel – wohlgemerkt: vor der Neuübersetzung von 2014 – wollen Sie bitte finden und aufschreiben: vom vierten Wort den ersten und den dritten Buchstaben.

    Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin, oder senden Sie uns ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608.

    4. Frage

    1991 erschien auf dem Album „…Alle an die Ruder!“ das Lied „Bloß Pech“. Darin schildert Sänger Klaus Büchner das Schicksal von Kalle Mommsen aus Fleckebüll – und zwar in der Muttersprache der beiden, sprich: op Platt. Und das tat Büchner als Teil welcher friesischen Gruppe?

    Aus ihren Namen soll gefunden und notiert werden: der letzte Buchstabe.

    5. Frage

    2010 veröffentlichte das a-capella Quartett LaLeLu das Album „Pech im Unglück“. Das Titelstück ist die Verballhornung des Hits „Still Got The Blues“ aus dem Jahr 1990. Geschrieben hat es ein nordirischer Bluesgitarrist. Und wie heißt dieser Mann, der in den 1970er Jahren mit seinem Freund Phil Lynott in dessen Band Thin Lizzy spielte?

    Aus seinem Familiennamen wird benötigt: der letzte Buchstabe.

    6. Frage

    Zum Schluss erklärt sich Carsten Friedrichs, Sänger der „Liga der gewöhnlichen Gentlemen“, zum personifizierten Unglück. Vielleicht hatte er sich da von dem Sachbuch „Anleitung zum Unglücklichsein“ inspirieren lassen. Und wie heißt der österreichische Psychologe, der diesen Bestseller schrieb?

    Der letzte Buchstabe aus seinem Vornamen oder der fünfte aus seinem Familiennamen beschließt den diesmal gesuchten Ratebegriff.
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