Seit 17:05 Uhr Studio 9
Montag, 19.10.2020
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Mittwoch, 9. September 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Chormusik

Chor und Gesellschaft
Aktuelle Gespräche, Hintergründe und Berichte
Moderation: Ruth Jarre

Im Gespräch ist der Mediziner und Sänger Matthias Echternach, zusammen mit dem Musikwissenschaftler und Sänger Christian Lehmann. Echternach (Klinikum der Universität München) hat gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Erlangen eine vielbeachtete Studie zur Reichweite von Aerosolen beim Musizieren erstellt. Auf Grundlage dieser und anderer Studien befolgen derzeit Chöre und Orchester deutschlandweit Abstandsempfehlungen, um das Ansteckungsrisiko für Covid-19 zu reduzieren. Um die Bedeutung und die Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen für Chöre derzeit und den Stellenwert des Singens ganz allgemein für uns Menschen sowie gesamtgesellschaftliche Folgen des Nicht-Singens geht es in dem Gespräch.
In einem weiteren Gespräch berichtet der Musiker und Chorcoach Eddi Hüneke von seinem letzten großen Projekt vor dem Lockdown. Für die vierteilige Fernseh-Doku "Unvergesslich" hat er die Leitung eines Chores übernommen, dessen Sängerinnen und Sänger Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sind. Auch hier wurde wissenschaftlich geforscht: Kann man die positive Wirkung des gemeinsamen Singens messen und nachweisen? Was bedeuten die Corona-Maßnahmen für einen solchen Chor?

00:55 Chor der Woche

Multivokal aus Magdeburg
Vorgestellt von Sonja Runge-Scholz und Jens Putbrese
Von Nikolas Hansen

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Stephan Karkowsky

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Michael Becker, Kassel
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Comeback: Die Zukunft der Arbeit
Von Hans Rusinek

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Erster NSU-Mord vor 20 Jahren
Aufarbeitung gescheitert?
Gespräch mit Barbara John, Bündnis für Demokratie und Toleranz

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Code kaputt. Macht und Dekadenz im Silicon Valley" von Anna Wiener
Rezensiert von Vera Linß

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Architekturkuratorin Kristin Feireiss im Gespräch mit Katrin Heise

Gut die Hälfte ihres Lebens hat Kristin Feireiss der Architekturvermittlung gewidmet. Zunächst als Museumsdirektorin, später gründete sie die erste Galerie für Architektur weltweit. Ihren Weg verstand Kristin Feireiss auch immer als einen Schritt der Emanzipation. Sie wollte weg von der eigenen Familie, der Familie Neckermann.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

Messe ohne Halle
Frankfurt findet nur digital statt
Gespräch mit Jonathan Beck

„Alle Hunde sterben“
Gewalt, Folter, Nationalismus in der Türkei
Gespräch mit Cemile Sahin, Autorin

Im Porträt: Mario Vargas Llosa
Von Anne Winter

Buchkritik:
"Doggerland" von Elisabeth Filhol
Rezensiert von Hans von Trotha

Straßenkritik:
"Hundert Jahre Einsamkeit"
Von Andi Hörmann

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Mathias Mauersberger

Heute Groß-Demo der Veranstaltungswirtschaft in Berlin
Gespräch mit Tom Koperek

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Jazz
Von Ulrich Habersetzer

Chor der Woche:
Multivokal
Von Nicolas Hansen

Debüt als Solokünstler:
Josiah Johnson mit "Every Feeling On A Loop"
Von Carsten Beyer

11:30 Musiktipps

11:45 Rubrik: Folk

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Moderation: André Hatting

Hier wäre ich ums Verrecken nicht geblieben
Holy Harbour cool, hip und teuer
Von Vanja Budde

Zu viel versprochen?
Immer wieder Coronatestprobleme in Bayern
Gespräch mit Michael Watzke

Sozialer Wohnungsbau stockt auch in NRW
Von Vivien Leue

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Popkulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

Start Ars Electronica Home Delivery: Inside Festival!
Gespräch mit Martin Honzik, Festivallleiter und Kurator der Ars Electronica

"City Hall"
Der neue Film von Frederick Wiseman in Venedig
Von Anke Leweke

Fundstück 187:
Raymond Scott - Idea #35
Von Paul Paulun

Kunst goes Berghain
Sammlung Boros zeigt Berliner Künstler*innen im Club
Von Claudia Wheeler

14:30 Kulturnachrichten

Von Ben Ebeling

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Martin Böttcher

Wie Pop den NSU-Skandal thematisiert
Von Philipp Kressmann

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Jazz
Von Ulrich Habersetzer

Zum Tod von Simeon Coxe

Mehr als ein Best-of?
Suzanne Vegas "An Evening of New York Songs and Stories"
Gespräch mit Kerstin Poppendieck

15:30 Musiktipps

15:40 Live Session

Karwendel, Folk Pop aus Hamburg

16:00 Nachrichten

16:30 Kulturnachrichten

Von Ben Ebeling

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer

17:30 Kulturnachrichten

Von Ben Ebeling

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Moderation: Ellen Häring

Ciudad Juarez in Mexiko
Eine Stadt und ihre Mörder
Von Kathrin Zeiske und Erika Harzer

Zug in die Zukunft?
Das umstrittene Großprojekt „Tren Maya“
Von Anne Demmer

Das Image der Grenzstadt Ciudad Juarez im Norden Mexikos könnte schlechter nicht sein: Brutale Serienmorde an Frauen haben die Stadt international bekannt gemacht. Dazu kommen Prostitution, Waffenschiebereien, Drogenhandel und alltägliche Gewalt. Seit zwei Jahren gehören nun noch die Migranten dazu, die aus Mittelamerika in die USA wollen, aber an der Grenze zurückgehalten werden und mittellos in Ciudad Juarez ausharren - über Monate und Jahre. Und dennoch gibt es auch so etwas wie „Alltag“ in der Millionenstadt.

Es ist das Prestigeprojekt des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador: ein Zug, der die Riviera Maya entlangfährt und die Touristenströme zu den Mayatempeln auf der Halbinsel Yucatán bringt. 80.000 Jobs soll es bringen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin
Moderation: Johannes Nichelmann

Beirut: kulturelles Erbe nach der Explosion
Von Daniel Boehm

Gefährlicher Dünger
Explosionskatastrophe in Oppau
Von Heiner Wember

Senftenberg-Ex-Schüler*innen-Porträt 10:
Ivonne Miethner
Von Günter Jeschonnek

19:30 Zeitfragen. Feature

Das Schloss
Die Hohenzollern-Fassade in Berlin
Von Hans von Trotha

Der neue Bau, der nach dem Abriss des DDR-Palastes der Republik die Mitte Berlins besetzt, verkörpert einen Widerspruch, der seinesgleichen sucht: Während sich im Innern, im Humboldt-Forum, intellektuelles Leben auf der Höhe des 21. Jahrhunderts entfalten soll, kündet die Fassade vom royalen Glanz vergangener Zeiten. Als in Potsdam der Brandenburgische Landtag in das äußerlich rekonstruierte Stadtschloss einzog, ließ das Land immerhin einen goldenen Schriftzug anbringen, der augenzwinkernd verkündet: „Ceci n´est pas un château.“ In Berlin gibt es anstelle des goldglänzenden Schriftzugs das Kreuz auf der Kuppel. Mit einem Gottes-Gnaden-Gruß aus den königlichen Zeiten der Hohenzollerndynastie.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Internationale Liedkonzerte Berlin
Theater Delphi Berlin
Aufzeichnung vom 12.08.2020

Gustav Mahler
"Des Knaben Wunderhorn"

Dietrich Henschel, Bariton
Arno Waschk, Klavier

In jeden Haushalt sollten mindestens zwei Bücher gehören, die Bibel und eine Ausgabe "Des Knaben Wunderhorn". Johann Wolfgang von Goethe hat das gefordert und Gustav Mahler hatte sie natürlich beide. Die romantische Volksliedersammlung von Achim von Arnim und Clemens Brentano prägte sein Schaffen für lange Zeit und nachhaltig. Dietrich Henschel erläutert und singt den berühmten Liederzyklus.

21:30 Uhr

Alte Musik

„Ich saz ûf eime steine“
Walther von der Vogelweide: Minnesänger und kritischer Geist
Von Helga Heyder-Späth

Mit melancholisch sinnierendem Blick, den Kopf in eine Hand gestützt, in der anderen Hand ein Pergament, neben sich ein ritterliches Schwert. In dieser nachdenklichen Pose bildet die berühmte Manessische Liederhandschrift Walther von der Vogelweide ab. Ganz so, wie er sich selbst (oder sein lyrisches Ich?) in einer seiner Dichtungen beschreibt. Als die wertvolle Prachthandschrift um 1300 entsteht, ist Walther bereits Jahrzehnte tot. Schon zu Lebzeiten wurde er tief bewundert und zugleich scharf kritisiert. Geboren um 1170, also vor rund 850 Jahren, gilt Walther heute als der bedeutendste deutschsprachige Dichter des Mittelalters. Politisch war er durchaus unbequem, scheute sich nicht, in seinen Liedern gnadenlos gegen seine Mitmenschen, gegen König, Kaiser und Papst zu wettern. Wenn er aber von der Liebe mit all ihren Facetten spricht, scheinen ihm die Worte mit Leichtigkeit und innigem Ton aus der Feder zu fließen.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Hörspiel

Koslik ist krank
Nach Julia Rothenburg
Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann
Mit: Jens Harzer, Gloria Endres de Oliveira, Bernd Gajkowski, Philipp Kronenberg, Philippe Graber, Theresa Berlage, Ulrich Bähnk, Annelore Sarbach, Josefine Israel, Till Butterbach, Christoph Hagen Dittmann, Cornelia Schirmer, Marie Löcker, Monika Barth, Ingrit Dohse, Anne Moll
Ton: Christian Alpen
Produktion: NDR/ORF 2019
Länge: 54'55

Ein Mann mittleren Alters kommt ins Krankenhaus, Verdacht auf Schlaganfall. Aus versicherungsrechtlichen Gründen darf er nicht mehr nach draußen. Er irrt durch Gänge, schlurft durch Speisesäle, wartet - wie in einer Parallelwelt gefangen.

René Koslik, ein Mann Anfang vierzig, wird wegen Verdachts auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Ab sofort befindet er sich in einer klaustrophobischen Situation: Er darf - aus versicherungsrechtlichen Gründen - nicht mehr nach draußen, ist quasi gefangen, irrt durch labyrinthische Gänge, wartet auf Untersuchungen, schlurft durch Speisesäle, wartet. Wird die Diagnose sein Todesurteil sein? Sein Freispruch? Von einem Augenblick zum nächsten hat er die Entscheidungshoheit über sein Leben verloren. Dann trifft er auf eine Gestalt im Bademantel, die sich als Frank entpuppt, sein ehemaliger Kommilitone und ewiger Konkurrent. Und Koslik muss sich plötzlich an eine Phase seines Lebens erinnern, die er lange verdrängt hatte.

Julia Rothenburg, 1990 in Berlin geboren, Schriftstellerin. Sie studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Freiburg und Berlin. Sie wurde mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet (2015, geteilt mit Philipp Winkler) und war 2016 Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. 2019 wurde sie mit dem Jahresstipendium für Literatur vom Land Baden-Württemberg gefördert. „Koslik ist krank“ (2017) war ihr Debütroman. Ihr zweiter Roman „hell/dunkel“ erschien 2019.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Andrea Gerk

Stimmen aus Belarus:
Ein Blog spiegelt die Lage im Land
Gespräch mit Felix Ackermann

And the winner is?
Die Oscar-Akademie reformiert Vergabe-Kriterien
Gespräch mit Bert Rabhandl

Kunst Ohne Messe
Berlin Art Week 2020 und Gallery Weekend
Gespräch mit Carsten Probst

Filme der Woche:
Vitalina Varela / Kiss me Kosher
Von Anke Leweke

Mario Vargas Llosa eröffnet das Internationale Literaturfestival Berlin
Von Tobias Wenzel

Kulturpresseschau
Von Hans von Trotha

23:30 Kulturnachrichten

Von Frederick Wyrwich

September 2020
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