Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 18.10.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 12. August 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lyriksommer
Plastikmüll, Migranten und der Rausch der Tiefe
Fluide Verse übers Meer
Von Tobias Lehmkuhl

Viele Verse gelten den Weltmeeren, meist allerdings, um das Land an ihren Ufern zu beschreiben. Das hat sich in letzter Zeit geändert.

Das Meer hatte schon immer seinen Platz in der Dichtung: als Ort des Schreckens, als Motor der menschlichen Abenteuerlust, als Bild für Sehnsucht und Unendlichkeit. Es diente den Dichtern jahrhundertelang vor allem dazu, etwas über das feste Land und seine Bewohner zu sagen. Für die Eigenarten des Meeres hat sich lange niemand interessiert. In jüngster Zeit allerdings hat sich der Fokus verschoben. Das Meer ist von einigen Dichtern mit all den Tieren und Pflanzen, die in ihm leben, als Raum eigenen Rechts und eigener Poesie entdeckt worden. Zudem treten immer deutlicher die Veränderungen der Meereswelt durch den Menschen in den Blick: die Industrialisierung der Fischgründe, die Degradierung der Ozeane zu Transitrouten, Frachtstraßen und Müllabladeplätzen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Christoph Reimann

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Alt-Katholische Kirche

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Näherungen an Psalm 23
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Hüttensommer
Von Mara Schindler
Gelesen von Max von Pufendorf
Ab 7 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Moderation: Fabian Schmitz

Hanna hat sich auf den Urlaub in Tirol gefreut, aber daraus wird nichts, weil Papa arbeiten muss. Stattdessen fährt Mama allein mit ihr in ein kleines Dorf nach Mecklenburg.

Hanna hat sich so auf den Urlaub in Tirol gefreut. Aber daraus wird nichts, weil Papa arbeiten muss. Die Eltern streiten und es gießt in Strömen. Tolle Sommerferien sind das! Als Mama dann auch noch Hals über Kopf mit ihr nach Mecklenburg fährt, weiß Hanna gar nicht mehr, was sie denken soll. Warum sind sie ohne Papa gefahren? Und was wollen sie in dieser Hütte ohne Strom, mitten im Nirgendwo? Aber dann kehrt der Sommer zurück und Mecklenburg zeigt sein schönstes Gesicht. Mit Jakob, der Quasselstrippe von nebenan, erkundet Hanna Wald und See. Ja, es könnten richtige Ferien sein, wenn da nicht die Sorge um Papa wäre …

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Auf des Hechtes Geheiß
Von Martin Morgner
Nach einem russischen Märchen
Ab 7 Jahren
Regie: Rüdiger Zeige
Komposition: Peter Gotthardt
Mit: Thomas Wolff, Michael Lucke, Swetlana Schönfeld, Ulrich Voß, Viktor Deiß, Hans Teuscher, Klaus Manchen, Andrea Solter, Horst Torka
Produktion: Rundfunk der DDR 1987
Länge: 46'12
Moderation: Fabian Schmitz

Der Bauernbursche Jemeljan fängt eines Tages einen Hecht. Als Dank dafür, dass er ihn wieder freilässt, verrät der Hecht ihm einen Zauberspruch.

Arglos und gutherzig ist Jemeljan, der Bauernbursche. Er wagt es nicht, den Schwägerinnen zu widersprechen, die ihn mit Arbeit überhäufen und nur spärlich ernähren. Aber eines Tages fängt er einen Hecht, der ihm einen Zauberspruch beibringt, und alles wird anders. Jemeljan erschreckt Dorfbewohner und Polizisten, denn er kann einen Knüppel tanzen lassen. Er besucht Väterchen Zar und macht, dass dem das Lachen vergeht. Er heiratet sogar die Zarentochter. Aber eines Tages fallen ihm keine Lieder mehr ein, und er muss zusehen, dass ihm was einfällt - gegen die Langeweile.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Matthias Hanselmann
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Sommerreise
Renate Schönfelder unterwegs mit dem Tierfilmer Andreas Kieling in der Eifel
(Wdh. v. 13.08.2017)

Urlaub in Deutschland? Im August wollen wir Ihnen mit vier ausgewählten Sendungen Lust darauf machen - da ist für fast jeden etwas dabei.

Seine Erlebnisse reichen für mindestens zwei Leben. Auf der Flucht aus der DDR wird er angeschossen, lebt viele Jahre mit Grizzly-Bären in Alaska , aber ausgerechnet ein Wildschwein verletzt ihn schwer. Heute zählt Andreas Kieling zu den bekanntesten deutschen Tierfilmern. Warum er es schafft, so nahe an die Tiere heranzukommen? „Weil ich mich in ihre Seele versetze.“ Wenn der gebürtige Thüringer nicht gerade in der Welt unterwegs ist, um Gorillas oder Elefanten zu beobachten, dann lebt er mit seiner Familie und der Hündin Cleo in Hümmel in der Eifel. Der kleine Ort ist sein Heimathafen. Für den Abenteurer müssen es nicht immer fremde Länder sein. ‚Mitten im wilden Deutschland‘ , hieß Kielings fünfteilige Dokumentation, für die der 57-Jährige den ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen entlang wanderte. Für Deutschlandfunk Kultur will sich der gelernte Jäger jetzt auch einmal Zeit nehmen. Auf seinem Bauernhof wird die Tour beginnen, dann soll es in die Hocheifel gehen. Und Kielings Hündin Cleo? Die kommt auch mit auf den Spaziergang.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Die Reportage

Der Russe und seine Datscha
Glück im Grünen
Von Gesine Dornblüth

Früher, als Russland noch zur Sowjetunion gehörte, bekamen Arbeiter eine Grünfläche mit Schuppen zugewiesen und durften diese beackern - ein Agronom gab vor, was gepflanzt werden sollte. Daraus machten die Russen „ihre Datscha“, einen Sommerwohnsitz, Heiligtum der Familie und Ort der Geselligkeit. Die Datscha hat immer noch einen hohen Stellenwert, aber inzwischen sind die Schuppen weg und ganze Paläste sind entstanden, die nichts mehr mit der ursprünglichen Idee zu tun haben. Wer Geld hat, der baut auf seinem Grundstück, was er will. Und zieht anschließend einen möglichst hohen Zaun um die Datscha, damit keiner auf die Idee kommt, mit einer Flasche Wodka vorbeizuschauen.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Der philosophische Wochenkommentar
Solidarität statt Egotrip: Was Dienstpflichtdebatte und #aufstehen verbindet
Von Arnd Pollmann

Geistesgeschichte im Grünen - Die Philosophie der kommenden Gärten
Von Hans von Trotha

Das philosophische Bestiarium: Der Maulwurf
Von Johanna Tirnthal

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt Wallfahrten
Moderation: Kirsten Dietrich

Pilgern zum Weltwunder - die äthiopischen Felsenkirchen von Lalibela
Von Johanna Tirnthal

Wo Maria heute noch erscheint - der umstrittene Wallfahrtsort Medjugorje
Von Rocco Thiede

Begegnung mit Gott in der Wüste - Auf der islamischen Pilgerfahrt Hadsch
Gespräch mit der Theologin Muna Tatari

Ein Netz aus 90.000 Schreinen - Unterwegs auf dem japanischen Pilgerweg Kumano Kodo
Von Peter Kaiser

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Nur hübsch gemütlich?
Ralph Benatzkys Revue-Operette "Im weißen Rößl"
Gast: Kevin Clarke, Musikwissenschaftler
Moderation: Uwe Friedrich
(Wdh. v. 01.01.2012)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Oliver Thoma

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Nach Gold Hartz IV
Der schmale Grat im Spitzensport
Von Thomas Jaedicke

Fast jeder Spitzensportler träumt davon, einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Doch selbst für erfolgreiche Olympioniken, die jahrelang auf den großen Moment hingearbeitet haben, ist die Zukunft oft ungewiss. Gerade einmal 20.000 Euro gibt es für Olympiagold. In vielen Sportarten lässt sich während der Karriere, die wenig Zeit für Studium oder Berufsausbildung lässt, einfach nicht genug für das Leben nach dem Sport verdienen. Ein Teufelskreis. Die Spitzensportreform setzt auch bei der finanziellen Absicherung an. Bundesinnenministerium, Deutsche Sporthilfe und Bundeswehr diskutieren derzeit verschiedene Finanzierungsmodelle einer ‚Sportlerrente‘.

18:30 Uhr

Hörspiel

Das Wetter vor 15 Jahren
Von Wolf Haas
Bearbeitung und Regie: Oliver Sturm
Mit: Maren Kroymann und Felix Römer u.a.
Produktion: HR/Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 85'34
(Ursendung)

Die Liebesgeschichte von Vittorio und Anni. Oder doch von Wolf Haas, der mit einer Kritikerin flirtet?

Seit 15 Jahren studiert Vittorio Kowalski wie besessen die Wetterdaten eines fernen Alpendorfs. Er kennt die Hoch- und Tiefwetterlagen eines jeden Tages auswendig, ist mit den täglichen Luftdruckschwankungen, Niederschlagsmengen und Sonnenstunden vertraut. Dann wird er mit diesem verrückten Spezialwissen sogar Wettkönig bei ‚Wetten, dass …?‘. Niemand kann sich dieses Faible erklären. Außer vielleicht ein gewisser Wolf Haas, der sich diese Liebesgeschichte ausgedacht, sie aber noch nicht veröffentlicht hat. Jedenfalls sagt er das der Literaturkritikerin, die ihn gerade interviewt.

Wolf Haas, 1960 im Salzburger Land geboren, lebt als Schriftsteller in Wien. Wurde mit seinen Kriminalromanen bekannt und drei Mal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Einige seiner Bücher wurden als Funkadaption zum Hörspiel des Jahres in Österreich gewählt ("Auferstehung der Toten", ORF/WDR 1999; "Der Knochenmann", MDR/ORF 2000; "Das ewige Leben", ORF/BR 2006). Für "Das Wetter vor 15 Jahren" erhielt er 2006 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Daneben veröffentlichte er Sachbücher (u.a. "Die Liebe in Zeiten des Cola-Rauschs", 1993) und ein Kinderbuch ("Die Gans im Gegenteil", 2010).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Young Euro Classic
Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 08.08.2018

George Gershwin
"Catfish Row"-Suite aus "Porgy and Bess"

Richard Strauss
Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur op. 132

John Estacio
"Moontides" für Orchester (Deutsche Erstaufführung)

Alexander Skrjabin
“Le Poème de l’extase”op. 54

Martin Mangrum, Horn
National Youth Orchestra of Canada
Leitung: Jonathan Darlington

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Was hast du meinem Schlaf zu sagen?"
Schlaf und (Alb-)Traum in Richard Wagners Musikdramen
Von Egbert Hiller
(Wdh. v. 09.05.2013)

„Was hast du meinem Schlaf zu sagen?”, fragt Hagen seinen Vater Alberich, bevor dieser ihm den Mord an Siegfried einflüstert. Diese Szene aus ‚Götterdämmerung‘ ist nur ein Beispiel für den beträchtlichen Raum, den die Dimension von Schlaf und Traum in Richard Wagners Musikdramen einnimmt. Auf der Folie ultraromantischer Überhöhung schuf Wagner eine Klangwelt, in der sich Traum und Wirklichkeit bespiegeln, das Unbewusste den Handlungsverlauf leitet. Damit nimmt Wagner intuitiv einige psychoanalytische Erkenntnisse vorweg.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Marcus Pindur

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

"Er war nirgendwo richtig zuhause" - Zum Tod von V.S. Naipaul
Von Anne Demmer

Die Übersetzerin des Literaturnobelpreisträgers V.S. Naipaul
Gespräch mit Karin Graf

Jan Lauwers und Needcompany in Salzburg mit Monteverdis "Krönung der Poppea"
Von Jörn Florian Fuchs

Große Solidarität nach Übergriffen auf Buchhandlungen in London
Von Marten Hahn

Gewalt, Terror, Vertreibung: Goethe-Projekt über Erinnerungsarbeit in Südamerika
Gespräch mit der Dramaturgin Hannah Hurtzig

Island of Freedom: Das Sziget-Festival in Ungarn
Von Jörg Taszman

Kulturpresseschau
Von Klaus Pokatzky

August 2018
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