Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Sonntag, 19.01.2020
 
Seit 13:05 Uhr Sein und Streit
Tagesprogramm Samstag, 20. August 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Leben zwischen den Ufern
Die Lange Nacht der Fähren
Von Günter Beyer
Regie: Jan Tengeler

Fähren sind seltsame Vehikel, keine normalen Boote und keine festen Brücken. Im Pendelschlag verkehren sie zwischen hüben und drüben, verbinden regelmäßig die Ufer diesseits und jenseits. Alte Fähren werden gestakt, oder die Strömung selbst treibt sie am Seil übers Wasser. Wer an Bord solcher Fähren steigt, lässt sich ein auf Langsamkeit. Auf kleinen Booten verstehen sich naturverbundene Fährleute auf die Kunst des mitreißenden Erzählens. Ihr einfaches Leben verläuft zwischen Hochwasser und Untiefen, zwischen Nebel, Eisgang und Routine. Viele Fähren in Deutschland haben Brückenbauten weichen müssen. Aber Radlerinnen und Wanderer verhelfen ihnen zu einer Wiedergeburt. Schriftsteller - von der Antike bis heute - lassen sich von Widrigkeiten einer Fährpassage, von der bisweilen gefährlichen Überwindung trennender Gewässer und von der Schönheit der Flüsse und Seen inspirieren.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Erich Wolfgang Korngold
The Sea Hawk
(Der Herr der sieben Meere)
Deception
(Trügerische Leidenschaft)
Leitung: William Stromberg
Moscow Symphony Orchestra and Chorus

Georges Delerue
Jules et Jim
Les deux Anglaises et le continent
(Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent)

Moderation: Birgit Kahle

Für Michael Curtiz’ legendäreren Mantel- und Degenfilm „The Sea Hawk“ schrieb Erich Wolfgang Korngold die vielleicht maßgeblichste seiner filmmusikalischen Schöpfungen, die inzwischen mehrere Generationen von Filmmusik-Komponisten beeinflusst haben dürfte. Er schuf eine üppige, höchst komplex angelegte und stilbildende Partitur mit nicht weniger als elf (!) Hauptthemen. Seine letzte „swashbuckler“-Musik, sprühend und mitreißend. - Einen verhalteneren, moderneren Ton schlägt seine Komposition für „Deception“ an, ein „film noir“ mit vergleichsweise wenig originärer Filmmusik, weil hier die Einbindung von E-Musik eine wesentliche Rolle spielt. Besonders bemerkenswert ist Korngolds legendäres, eigens für dieses Musiker-Melodram geschriebenes Cello-Konzert. - Georges Delerue begleitete mit seiner sensiblen Musik die beiden von François Truffaut inszenierten, melancholischen Literatur-Adaptionen „Jules et Jim“ (ein Klassiker der französischen „Nouvelle Vague“) und „Les deux Anglaises et le Continent“, - zwei mit viel Gefühl für die Zwischentöne inszenierte Dreiecksbeziehungen. Delerue fühlte sich trefflich ein in die Poesie und die Elegie dieser Liebes-Tragödien.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Prominente zu Gast
Ernst Reuter diskutiert mit Berliner Schülern - das erste RIAS-Schulklassengespräch
RIAS 1951
Vorgestellt von Michael Groth

Der RIAS, einer der Vorgänger von Deutschlandradio Kultur, feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Eines seiner Markenzeichen war das 'Schulklassengespräch'. Prominente besuchten auf Einladung des Senders Berliner Schulen und diskutierten mit den Schülern. Das erste Schulklassengespräch fand am 24.07.1951 statt. Zu Gast war Ernst Reuter, der damalige Regierende Bürgermeister Berlins.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Michael Becker
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Nach Rio: Wie ernst kann man Olympia noch nehmen?
Von Thomas Wheeler

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Alltagskultur auf 15 Quadratmetern: Zum ersten "Tag der Trinkhallen"
Gespräch mit Kurt Wettengl, ehemals Direktor des Museums am Ostwall, Dortmund und Erster Vorsitzender des "1.Kioskclub 06"

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Eröffnung des Kunstfests Weimar 2016
Von Henry Bernhard

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Anweisungen für eine Himmelsbestattung" von John Burnside
Rezensiert von André Hatting

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Chancen und Grenzen der Naturheilkunde
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin
Moderation: Klaus Pokatzky

Immer mehr Patienten wenden sich der Naturheilkunde zu. Sie gilt als sanfter, ganzheitlicher und weniger mit Nebenwirkungen belastet als die Schulmedizin. Aber wo liegen die Möglichkeiten der Naturheilkunde, wo ihre Grenzen? Welche Krankheiten lassen sich gut mit Akupunktur, Yoga und Schröpfen behandeln, welche nicht? Und wie kann man die Schulmedizin und die Naturheilkunde bestmöglich kombinieren?

Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen:
Telefonnummer 00800 2254  2254
E-Mail: gespraech@deutschlandradiokultur.de
oder Facebook und Twitter.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Ernst Rommeney

Gespräch mit Volker G. Heinz
über
Der Preis der Freiheit
Eine Geschichte über Fluchthilfe, Gefangenschaft
und die geheimen Geschäfte zwischen Ost und West
Rowohlt Verlag Reinbek

Abdel Bari Atwan
Das digitale Kalifat
Die geheime Macht des Islamischen Staates
Aus dem Englischen von Laura Su Bischoff
C.H. Beck Verlag München
Rezensiert von Sieglinde Geisel

Frank Westermann
Reden, Reden, Reden
Spricht man mit Terroristen?
Aus dem Niederländischen
übersetzt von Gerd Busse und Ulrich Faure
Ch. Links Verlag Berlin
Rezensiert von Frederik Rother

Molly Brodak
Als ich 13 war, überfiel mein Vater seine erste Bank
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Verlag Nagel & Kimche Zürich
Rezensiert von Beate Ziegs

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Axel Flemming

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Heidrun Wimmersberg

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Vera Linß und Marcus Richter

Special zur GamesCom 2016:
- Eindrücke und Zusammenfassung
- Virtual Reality for the masses?
- Interview "Games in der Redaktion"
- Hatespeech (Gaming Edition)

Gaminghotel
Von Christian Alt

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

El Olivo-Der Olivenbaum: Spanien, die Krise und der Glaube an Gerechtigkeit
Gespräch mit dem Filmregisseur Iciar Bollain

Vorgespult: "Elliot, der Drache", "Looping" und "Die Unfassbaren 2"
Vorgestellt von Christian Berndt

Das Sehen der Anderen (1): Delhi Bollywood unter der Brücke
Von Silke Diettrich

Das Sehen der Anderen (2): Singapur
Von Lena Bodewein

Superheldenauflauf - Warum Hollywood nicht mehr weiter weiß
Von Anna Wollner

Top Five: Die besten Hai-Filme
Von Noemi Schneider

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Krass - eine Sendung über Intensität
Moderation: Martin Böttcher

Krasse Muskeln - Pumpen in Zeiten des Yogabooms
Gespräch mit der Autorin Marina Schweizer

Krasser Moment -eine O-Ton-Collage
Von Mandy Schielke

Krasse Kräuter - wie eine Amerikanerin Geringverdienern aus der Klemme hilft
Von Sonja Beeker

Krasser Luxus - Supercars und Carperazzi in London
Von Ruth Rach

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
u.a. Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016
Moderation: Axel Flemming

17:30 Uhr

Tacheles

Olympische Spiele und die zwei Seiten einer Medaille
Wolfgang Maennig, Olympiasieger und Sportökonom, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler

Wolfgang Maennig, ehemaliger Ruderolympiasieger und Gründungsmitglied der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Sportbundes, fordert endlich ein Anti-Doping-System, dass Hochleistungssportler schützt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) habe sich nicht zuletzt deshalb blamiert, weil sie die Vorgänge in den russischen Laboren nicht richtig verstanden hat. Als Konsequenz fordert der ehemalige Leistungssportler und Sportökonom ein völlig unabhängiges Kontroll-System. "Unabhängig von den nationalen Sportverbänden, unabhängig von der staatlichen Finanzierung."

Dass die russische Athletin und Whistleblowerin Julija Stepanowa vom IOC kein Startrecht bekommen habe sei zwar juristisch nachvollziehbar. "Nur, wenn man Whistleblower nicht mit einem Startrecht belohnt, wo sollen denn in Zukunft, -wenn wir glauben, dass es beispielsweise in China auch Staatsdoping gibt-, chinesische Kronzeugen herkommen, wenn sie davon nichts haben? Ich persönlich hätte Frau Stepanowa natürlich starten lassen und ihr auch noch den Olympischen Orden verliehen." Natürlich habe sie sich um die olympische Bewegung sehr verdient gemacht.

Wenn das IOC und sein Präsident Thomas Bach die Themen Doping und Korruption nicht schnell in den Griff bekomme, bestehe die Gefahr, dass die neuen Olympischen Spiele den Weg der klassischen Spiele gehen und irgendwann im Nichts verschwinden. Außerdem müsse das IOC künftig seine Beiträge, die es den Bewerbern verspricht, deutlich erhöhen. "Wenn die finanziellen Stellschrauben besser aussehen, Doping und Korruption bekämpft sind, dann wird es auch wieder mehr Bewerber geben", so Maennig.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Wettstreit in Stein und Beton
Bauen im geteilten Berlin
Von Reinhard Schneider
Regie: der Autor
Mit: Alexander Radszun
Ton: Kaspar Wollheim
Produktion: RBB 2015
Länge: 52'56

Stalinallee kontra Hansaviertel.

Nach dem Krieg gerät der Wiederaufbau Berlins durch die Teilung rasch zu einem städtebaulichen Wettkampf der Systeme. In der Stalinallee setzt Ostberlin die Paläste für Arbeiter mit großem Pomp in Szene. Sozialismus im XXL-Format. Westberlin hat als Gegenmodell zunächst nur die unscheinbare Ernst-Reuter-Siedlung zu bieten. Das Bauen und die Stadtplanung in der geteilten Stadt sind ideologisch aufgeladen - Architektur als Zeichen der Überlegenheit.

Reinhard Schneider, geboren 1952 in Gelsenkirchen. Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen und Hörfunkfeatures. "Mein Sohn, der Nazi" (SFB/WDR 2001) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Zuletzt: "Die Zeit, die noch bleibt - Auf einer Palliativstation in Heidelberg" (SWR/WDR 2015).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Konzert

Musikfest Bremen
Eine große Nachtmusik
Live aus dem Konzertsaal Die Glocke, aus der Kirche Unser Lieben Frauen und dem Atlantic Grand Hotel

Musik von Giacchino Rossini, Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonio Vivaldi
Europa Galante
Leitung: Fabio Biondi

"Maria - Stern der Meere"
Anonyme mittelalterliche Werke und Kompositionen von John Dunstaple, Andrew Smith und Joanne Metcalf
Gothic Voices

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Claude Debussy und Joseph Haydn
Quatuor Ebène

"Aftersun"
Mix aus Klassik, Jazz und 70er-Fusion
Bill Laurance Group

Alte Musik steht wie selbstverständlich neben Zeitgenössischem, Orchestrales neben Kammermusik, Oper neben Jazz und Weltmusik - beim Musikfest Bremen, das am heutigen Abend eröffnet wird. Deutschlandradio Kultur ist, wie seit vielen Jahren, live dabei.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Marietta Schwarz

Videodays: Stimmungsbericht von Europas größtem YouTuber-Treffen
Von Peter Backof

Lyriksommer Hans Thill über Raymond Queneau (20)
Von André Hatting

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Adelheid Wedel

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