Seit 20:03 Uhr Konzert
Sonntag, 29.11.2020
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
Tagesprogramm Sonntag, 7. Juni 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Stunde 1 Labor

Der Maler Felix Becker
Porträt des Künstlers als junger Student
Von Susanne Burg und Thorsten Jantschek
(Wdh. v. 01.09.2019):

Wir haben Felix Becker und seine Malerei in einem temporär leergeräumten Lagerraum eines Weinladens kennen gelernt, einem typischen Berliner Offspace. Und waren begeistert von diesen abstrakten, stets in einer Grundfarbe gehaltenen Bildern, die eine ganz eigentümliche Faszination auf uns ausübten. Ein Student - Jahrgang 1987 - also, der schon ausstellt, sogar eine Galerie in den USA hat, Maus Contemporary in Birmingham (Alabama). Schnell werden wir uns einig, ihn die nächsten Jahre zu begleiten, auch um die Mechanismen des Kunstmarktes zu verstehen und zu sehen, wie eine Karriere beginnen oder vielleicht sogar scheitern kann.
Wir treffen ihn in seinem Atelier in der Universität der Künste in Berlin, lassen uns erklären, wie er arbeitet, wie seine Kunst entsteht, wie er die Atmosphäre wahrnimmt. „Jeder kommt hier hin“, sagt er über die Universität der Künste, „und möchte irgendetwas erreichen. Es ist ein riesiges Gebläse. Ein geschützter Raum sieht anders aus.“ So lernen wir einen ernsten, sehr reflektierten jungen Künstler kennen, der auf dem Sprungbrett von der Kunsthochschule ins Dasein als freier Künstler steht.
Auch sein Galerist, Guido Maus, den wir auf der Messe „Paper Positions“ in Berlin getroffen haben, ist sich sicher, dass Felix Becker jenseits des Talents eine ganze Menge mitbringt, um im Kunstmarkt bestehen zu können. „Ich glaube“, so der Galerist, „das Wort Zuverlässigkeit trifft auf ihn in mehreren Tiefen zu.“? Es sei eben nicht nur die Zuverlässigkeit, pünktlich zu liefern, sondern eine „Atelierdisziplin“. Die Arbeiten, die Becker liefert, seien wirklich fertig, man müsse nicht noch einmal auswählen, sondern könne sich darauf verlassen, dass nichts das Atelier verlässt, dass nicht eine bestimmte hohe Qualität hat. Und Becker sei auch darin zuverlässig, sich ständig mit neuen Herausforderungen zu konfrontieren und die Betrachter seiner Werke zu überraschen, sogar mit dreidimensionaler Malerei, also Skulpturen aus Papier und Farbe. „Mir geht es sehr stark darum“, so Felix Becker selbstbewusst, „eine Welt zu erschaffen. Es geht also um Evolution und da braucht es eben mehr als nur ein Bild. Es muss ein ganzes Habitat entstehen.“
Über ein halbes Jahr haben wir Felix Becker begleitet, bei Galerieausstellungen und Messen getroffen, mit ihm in seinem Atelier gesprochen. Und wir werden das weiter tun, solange die Erzählung einer Künstlerkarriere trägt. Fortsetzung folgt!

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Diskurs

Digitale Teilhabe
Wenn der Bildungserfolg am Laptop hängt

Es diskutieren:
Nadine Schön, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Dr. Heike Schaumburg, Bildungsforscherin an der Humboldt Universität Berlin
Thomas C. Ferber, Schulleiter der Richtsberg-Gesamtschule in Marburg
Miguel Góngora, Vorsitzender des Landesschüler*innenausschusses Berlin
Moderation: Thorsten Jantschek
(Wdh. v. 05.06.2020)

Plötzlich digital: Wegen Corona findet Schule oft virtuell statt. Das Wohnzimmer wird zum Klassenraum, die Lehrmaterialien flimmern auf Bildschirmen. Falls die Lernenden welche haben. Denn nicht alle Familien verfügen über Computer oder Tablets.

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Christoph Reimann

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Die Religion Abrahams

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Abgesagt! Das Gelübde von Oberammergau in Zeiten von Corona
Von Stefan Förner, Berlin
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzählung
Blumen für Paul
Von Maraike Wittbrodt
Gelesen von Ilka Teichmüller
Produktion Deutschlandfunk Kultur 2020
(Ursendung)
Moderation: Ulrike Jährling


Paul hat von einer Schulfreundin einen Blumenstrauß geschenkt bekommen. Wie peinlich ist das denn?

Paul hat seiner Schulfreundin Aga in Mathe geholfen. Als Dankeschön schenkt sie ihm einen Blumenstrauß, denn „Blumensträuße kann ich besonders gut”.
Paul muss zugeben, dass ihr Strauß wirklich sehr schön ist. Gelbe und rote Sommerblumen und kleine Glitzerfähnchen leuchteten darin und eine schöne große Pfauenfeder. Doch was, wenn Lars und Raupe ihn mit den Blumen sehen würden? Die würden sich ewig über ihn lustig machen. Dennoch muss er die Blumen irgendwie nach Hause bringen. Denn Paul will Aga nicht enttäuschen.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kinderhörspiel
Katharina mit dem Teufel
Von Rolf Gozell
Ab 7 Jahren
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Komposition: Tobias Unterberg
Darsteller: Hermann Lause, Astrid Meyerfeldt, Ursula Karusseit, Günter Zschäckel, Klaus Manchen, Axel Wandtke
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2001
Moderation: Ulrike Jährling

Die Suche nach einem geeigneten Bräutigam entwickelt sich komplizierter, als es Prinzessin Katharina gedacht hätte.

Prinzessin Katharina hat Geburtstag. Sie wird 15 Jahre alt und soll nun einen Bräutigam auswählen. So bestimmt es Katharinas Großmutter. Aber all die Prinzen gefallen ihr nicht. Katharina beschließt trotzig, sich selber auf die Suche zu machen. Gemeinsam mit ihrem Schutzengel, der goldenen Schlange, schleicht sich Katharina aus dem Schloss. Die Füße läuft sie sich wund, ihr Kleid zerreißt, der Magen knurrt. Und plötzlich stellt sich ihr der Teufel in den Weg. Aber nichts und niemand kann sie aufhalten. Am Ende bekommt Katharina den, den sie gesucht hat: einen Traumprinzen.

Rolf Gozell, geboren 1935, schreibt Hörspiele und Prosa. Für seine Kinderhörspiele wurde er mehrfach ausgezeichnet. „Prinzessin Maria vom Meere“ (DLR Berlin 1999) bekam den Deutschen Kinderhörspielpreis 2000.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kakadu

Magazin
Moderation: Ulrike Jährling
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Plus Eins

11:00 Nachrichten

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Querschnittslähmung
Der große Traum vom Laufen lernen
Von Philipp Lemmerich

Über 100.000 Menschen in Deutschland leiden unter einer Querschnittslähmung. Obwohl Ärzte und Therapeuten dazu raten, sich mit der neuen Lebenssituation zu arrangieren - die Hoffnung irgendwann wieder laufen zu können, vergeht für die meisten wohl nie. Die Forschung hat sich der Herausforderung Querschnittslähmung längst angenommen. Es gibt Exoskelette, mit Implantaten wird experimentiert. Ein Forschungsprojekt an der Technischen Universität Berlin hat sich der Elektrostimulation verschrieben, bei der mit elektrischen Impulsen Muskelaktivitäten ausgelöst werden sollen. Philipp Lemmerich hat zwei Forscher und ihre Probandin über mehrere Monate durch Höhen und Tiefen begleitet.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin

Queertheoretiker Paul Preciado
"Wir erleben gerade eine Revolution"
Gespräch mit Paul Preciado

Rassismus und Polizeigewalt
Was tun, damit alle atmen können?
Von Vanessa-Eileen Thompson

Die philosophische Flaschenpost
Foucault
Von Constantin Hühn

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Christopher Ricke

Gefährlicher Verschwörungsglaube
Sinnsuche zwischen Gut und Böse
Von Kirsten Dietrich

In Trump we trust
Evangelikale Radios machen Wahlkampf in den USA
Von Arndt Peltner

Wenn Gottes Hilfe kostet
Wie evangelikale Sekten Kasse machen
Von Lucia Heisterkamp

Wenn nichts mehr hilft, hilft beten
Die 14 Nothelfer
Gespräch mit Markus Hofer

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Wege zu Beethoven
"Was haben Sie denn da wieder gemacht?"
Die Messe C-Dur op. 86
Gast: Wolfgang Rathert, Musikwissenschaftler
Moderation: Olaf Wilhelmer

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thomas Wheeler

Sport trotz Transplantation
Portrait der Hockeyspielerin Chantal Bausch
Von Fritz Schütte

Gespräch mit Franziska Liebhardt
Sportler für Organspende e.V.

Gustav Schwenk, Armin Hary und der 100- Meter-Weltrekord
Von Gerd Michalek

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Wenn Pferdefreunde fehlen
Der Trabrennsport blickt in eine ungewisse Zukunft
Von Heinz Schindler
(Wdh. v. 15.12.2019)

Die Altmeister des Trabrennsports wie Eckhardt Drees oder Heinz Wewering haben es noch erlebt: Fast an jedem Tag der Woche fand auf irgendeiner der großen Bahnen - ob in Recklinghausen, Dinslaken oder Gelsenkirchen - ein Renntag oder ein Rennabend statt.
Die einst großen Besucherströme dokumentieren Bilder aus jener Zeit - Eindrücke aus der Gegenwart fallen eher trist aus: Zuschauer verlieren sich auf überdimensioniert erscheinenden Arealen. Und diejenigen, die Wetten platzieren wollen, sitzen vor dem Rechner und sorgen online für Umsätze. Die Abhängigkeit vom wechselhaften Wetter charakterisiert den deutschen Trabrennsport. Ausgerechnet kleine Bahnen wie die in Quakenbrück versuchen, hier gegenzusteuern. Initiativen wie TraberParti wollen durch Crowdfunding neue Freunde für Trabrennen gewinnen.

18:30 Uhr

Hörspiel

Im Bild versinken
Giuseppe Zigaina und Pier Paolo Pasolini
Von Klaudia Ruschkowski und Guiseppe Maio
Übersetzung: Klaudia Ruschkowski, Karin Fleischanderl u.a.
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Gudrun Gabriel, Felix von Manteuffel, Markus Meyer, Bettina Kurth, Thomas Schendel
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
Länge: 88'02

Klaudia Ruschkowski und Giuseppe Maio haben den damals 84-jährigen Maler und Dichter Giuseppe Zigaina in seinem Haus in Cervignano im Friaul getroffen, um mit ihm über seine Freundschaft zu Pier Paolo Pasolini zu sprechen.

Die beiden Autoren Klaudia Ruschkowski und Giuseppe Maio haben 2011 den damals 84-jährigen Maler und Dichter Giuseppe Zigaina in seinem Haus im Friaul, der nordöstlichsten Region Italiens, besucht, um mit ihm über seine Freundschaft zu Pier Paolo Pasolini zu sprechen. Sie begaben sich auf die Spurensuche einer Männer- und Künstlerfreundschaft. Beide, Zigaina und Pasolini, sind Grenzüberschreiter - jeder auf seine Art, verbunden in tiefer Freundschaft. Pasolinis gewaltsamer Tod trieb Zigaina, die Zeichen zu dechiffrieren, mit denen Pasolini sein Todesprojekt verschlüsselt hat. Um Pasolinis gewaltsamen Tod ranken sich Mythen. Zigaina hat für sich das alchimistische Rätsel gelöst. Hörspiel des Monats Mai 2011.

Klaudia Ruschkowski, geboren 1959, Dramaturgin, Autorin, Übersetzerin und Kuratorin. Weitere Hörspiele für Deutschlandradio Kultur u.a. „Schiff im Sturm Berg Mond Meer ganz und gar schwerelos“ (Deutschlandradio Kultur 2008), Konzept und Textbearbeitung für „Arabische Apokalypse“ (Deutschlandradio Kultur/HR 2013) von Etel Adnan.

Giuseppe Maio, geboren 1970 in Süd-Italien, lebt in Berlin. Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele und Features. „I Germanesi“ (DLR Berlin 2001, ausgezeichnet mit dem Civis Medienpreis), „XY - Die Wahrheit kommt ans Licht“ (Deutschlandradio Kultur 2009), „Der Drehung entgegen - Wie Franz Erhard Walther aus dem Bild ausstieg“ (Deutschlandfunk Kultur 2017), „Raumschiff Tonstudio“ (Deutschlandfunk Kultur 2018). Als Regisseur und Bearbeiter (mit Klaudia Ruschkowski) „Nacht“ von Etel Adnan (Deutschlandradio Kultur 2017, Hörspiel des Monats August 2017) und „Autos“ von Enis Maci (Deutschlandfunk Kultur 2019).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus Schloss Ettersburg in Weimar

Ludwig van Beethoven
Klaviersonate op. 13 c-Moll "Pathetique"

Daniel Heide, Klavier

Markus Meyer liest aus Friedrich Hölderlins Roman ‘Der Eremit in Griechenland’

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Literatur

Metrik und Raserey
Friedrich Hölderlin und Paul Celan
Von Helmut Böttiger

150 Jahre liegen zwischen Hölderlin und Celan, aber beide entziehen sich mit einer radikalen Dichtung als Lebensform den Zwängen um sie herum.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Friedrich Hölderlin, geboren 1770, und Paul Celan, geboren 1920, sind verblüffend. 150 Jahre liegen zwischen ihnen, doch beide haben ihre dichterische Sprache in eine für die Zeitgenossen unvorstellbare Radikalität hineingetrieben. Die Gründe dafür liegen in politischen wie persönlichen Zerreißproben. Beide Dichter standen in einem grundsätzlichen Gegensatz zu den gesellschaftlichen Normen und Reglementierungsversuchen. Hölderlin begeisterte sich für die Französische Revolution und setzte der deutschen Kleinstaaterei ein ideales Bild der griechischen Antike entgegen. Celan begeisterte sich für einen bohemienhaften Sozialismus und suchte gegen seine nationalistische und fremdsprachige Umgebung Halt im hohen Sprachideal des alten Habsburgerreichs. Beide Dichter orientierten sich an der Dichtung als einer existenziell wichtigen Lebensform mit dem Versmaß als zentralem Maßstab. Und sie versuchten, ihre originäre Sprache immer konsequenter der äußeren Vereinnahmung zu entziehen: Hölderlin wandte sich gegen den pietistisch geprägten Ständestaat, Celan als verfolgter Jude gegen die Verdrängungsmechanismen der Bundesrepublik. Für beide gilt der verzweifelte Ausruf Hyperions: „So kam ich unter die Deutschen.“

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Villa Poelzig in Berlin vom Abriß bedroht
Gespräch mit Kolja Missal

Brasilien: Rassismus, Faschismus, Militarismus
Wie reagieren Filmemacher?
Von Wolfgang Martin Hamdorf

Auftakt Poesiefestival
Von Tobias Wenzel

Kulturpresseschau
Von Klaus Pokatzky

Juni 2020
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