Seit 02:05 Uhr Tonart

Sonntag, 18.08.2019
 
Seit 02:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 2. Juni 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Exil und Kreativität
Schriftsteller über das Schreiben in der Fremde
Von Stefan Berkholz

Exil ist ein Trauma. Aber manchmal weckt es wider Erwarten kreative Kräfte.

Das Exil ist ein lebensgefährliches Trauma, auch für Schriftsteller. Viele verzweifeln, verstummen und gehen unter. Manchen gelingt es, ihre Kreativität zu bewahren und sich mit ihr zu wappnen gegen die Zumutungen des neuen Lebens. Und manche entdecken erst in der Fremde ihre schriftstellerischen Fähigkeiten. Unter welchen Umständen wird das Schreiben zur Überlebensstrategie? Ist die sprachliche Isolation im Exil hilfreich oder schädlich? Kann das Exil mithilfe des Schreibens zur Heimat werden? Oder wird das Schreiben zur zweiten Heimat? Norman Manea, Bora Ćosić, Najem Wali, Ilija Trojanow, Can Dündar, Doğan Akhanlı und andere berichten von sehr unterschiedlichen Erfahrungen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Carsten Rochow

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Moschee-Gemeinde (Ahmadiyya Lahore)

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Es ist alles ganz anders!"
Verschwörungstheorien und der christliche Glaube
Von Pastor Diederich Lüken
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Die Sache mit dem Müllcontainer
Von Wieland Freund
Gelesen von Simon Boer
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007
Moderation: Ulrike Jährling

Benjamin ist krank, vom Küchenfenster aus beobachtet er eine Fee, die in der Papiertonne im Hinterhof wohnt.

Doktor Hans-Jörg Haderhans ist der ordentlichste, gewaschenste Mensch, den Benjamin kennt. Doch zugleich ist er derjenige im Haus, der immer seinen Abfall in den falschen Müllcontainer schmeißt. In der Papiertonne wohnt die Fee Mathilda-Gunnilla, Münchens wohl schmutzigste Fee, die es gar nicht schätzt, wenn sie feuchten Biomüll auf den Kopf bekommt. Benjamin wusste immer, dass es zwischen ihr und Herrn Haderhans einmal zum Streit kommmen würde. An jenem Donnerstag, als er wegen Fiebers nicht zur Schule gehen durfte, war es soweit.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Eine Wurst für Dr. Boll
Von Franz Zauleck
Ab 8 Jahre
Regie: Karlheinz Liefers
Komposition: Rolf Fischer
Mit: Cornelius Obonya, David Czesienski, Nadja Engel, Udo Kroschwald, Hans Teuscher, Gudrun Ritter, Herrmann Beyer, Margit Bendokat u.a.
Produktion: DLR Berlin 1997
Länge: 44’50
Moderation: Ulrike Jährling

Anton Löffel ist zu seinem elften Geburtstag allein. Zum Trost darf er Mamas alte Kindertrompete haben. Wer darauf spielt, kann die Sprache der Tiere verstehen und andere glücklich machen.

Vor dem Südbahnhof liegt träge ein Hund. Da Anton Löffel Zeit und Mamas alte Kindertrompete im Rucksack hat, beschließt er, dem Hund ein Ständchen zu spielen. Zu seiner Überraschung kann er dadurch plötzlich den Hund reden hören. Er heißt Dr. Boll und um glücklich zu sein, braucht er eine mittelgroße Blutwurst. Anton läuft zum Fleischer, doch ein Drache hat dem Fleischer die Frau gestohlen: „Bring mir die Frau und ich gebe dir die Wurst.” Den Drachen hat eine Maus aus seiner Höhle vertrieben: „Verjage die Maus, ich gebe dir die Frau.” So läuft Anton von einem zum anderen, und was am Anfang ganz einfach aussah, erweist sich am Ende als sehr schwierig.

Franz Zauleck, geboren 1950, lebt und arbeitet als Grafiker, Kinderbuchautor und Bühnenbildner in der Nähe von Berlin.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Olaf Kosert unterwegs mit Ilja Richter in Berlin

„Es ist jetzt der richtige Moment mich bei Ihnen zu Hause für Ihre Gastfreundschaft zu bedanken. Naja, seit meinem 15. Lebensjahr durfte ich Sie jeden Monat einmal besuchen.“
Ilja Richter ist noch nicht ganz 30 Jahre alt, da verabschiedet er sich von seinem Fernseh-Publikum. 1982 präsentiert Richter seine letzte Disco. „Licht aus - Spot an!“, der Spruch wird zum Markenzeichen der Musikshow, die er seit 1969 moderiert, zunächst unter dem Namen 4-3-2-1 Hot & Sweet.
Was auch immer der gebürtige Berliner beruflich anpackt, er macht es rekordverdächtig früh. Ilja Richter wird jüngster TV-Moderator, spielt Kinderrollen am Theater und entdeckt mit acht Jahren seine Radio-Leidenschaft. Beim RIAS Berlin, also dort wo heute Deutschlandfunk Kultur sendet, arbeitet Richter an über 60 Hörspielproduktionen mit. 
Später ist er auch vermehrt im Kino zu sehen. Der schnellsprechende Schlacks kalauert sich als Nervensäge neben Rudi Carell, Theo Lingen oder Uschi Glas durch die Klamaukfilme der 70er-Jahre. Doch Richter will auch als politischer Mensch wahrgenommen werden. 1982 tritt er bei der Friedensbewegung auf, wird aber ausgepfiffen. Ein Tiefpunkt. Die Eltern haben ihm beigebracht: „Man gibt die Bühne nicht frei“, also hält Richter die Schmähungen aus. 
Mutter und Vater haben die Karriere ihres Sohnes immer unterstützt, „mich behandelt wie einen Mozart ohne Klavier.“
Als junger Schüler erfährt Ilja Richter, was die Eltern während der NS-Zeit durchmachten. Der Vater kam als Kommunist ins KZ, die Mutter musste als Jüdin untertauchen. Heute weiß der 66-Jährige, wie sehr ihn diese Erfahrungen der Eltern geprägt haben. Auch davon will Ilja Richter erzählen, wenn er mit Deutschlandfunk Kultur durch Berlin zieht. Und wohin soll es gehen? Am liebsten an die Orte, die es nicht mehr gibt. Wie das Haus Vaterland am Potsdamer Platz.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

12:30 Uhr

Die Reportage

Zwangsbeglückt am Amazonas
Musterstadt Fordlandia
Von Tom Noga

Henry Ford, der US-amerikanische Autobauer, kaufte 1920 ein Stück Land in Brasilien am Amazonas, ließ den gesamten Wald abholzen, baute Kautschukbäume an, um Gummi für Autoreifen zu produzieren und gründete seine eigene Stadt: Fordlandia. Hier wurde in den dreißiger Jahren nach US-amerikanischem Vorbild gelebt. Wer die Prüderei und das miese Essen ablehnte, der musste gehen. Henry Fords Zwangsbeglückung führte zu einem Aufstand, aber der war nicht der Auslöser für die Pleite. In Fordlandia  kam es nie zu einer nennenswerten Kautschukproduktion, die Asiaten waren schneller und besser. Ford setzte damals 25 Millionen Dollar in den Sand und verschwand. Heute ist Fordlandia eines von vielen Dörfern in Amazonien, die mehr schlecht als recht über die Runden kommen. Allerdings eines mit einer Geschichte, die gelegentlich ein paar Touristen lockt.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Vehikel machen Leute
Plädoyer für die Fahrradwerdung
Von Florian Werner

Kultur ohne Aneignung gibt es nicht
Gespräch mit Ursula Renz

Roadtrip ins Death Valley
Michel Foucault auf LSD
Von Arndt Peltner

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Thorsten Jabs

Religion und Politik in Polen
Die ersten freien Wahlen vor 30 Jahren
Gespräch mit Prof. Dr. Dieter Bingen, Direktor Deutsches Polen Institut

Richtig gewickelt
Eine kleine Turban-Kunde
Von Antje Stiebitz

Religion und Tätowierung
Die bunten Kathedralen des Selbst
Von Martina Senghas

Religiöses Verbot
Sind Tattoos für Juden inzwischen erlaubt?
Von Silke Fries

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Abschiedsgruß aus dem alten Russland
Alexander Glasunows 8. Sinfonie
Moderation: Volker Tarnow

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Jörg Degenhardt

Wie gut ist der deutsche Fußball-Nachwuchs?
Zu Besuch beim Schüler-Länderspiel
Von Thomas Wheeler

Gespräch mit Meikel Schönweitz, DFB-Cheftrainer für U-Nationalmannschaften

Fußball schafft Annäherung
Zu Besuch in der bosnischen Stadt Gornji Vakuf-Uskoplje
Von Sabine Adler

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Spielfeld der Autokraten
Wie Ägyptens Herrscher den Fußball nutzen
Von Ronny Blaschke

In kaum einem Land ist der Fußball so politisch wie in Ägypten, dem Gastgeberland des diesjährigen Afrika-Cups. Politiker in Kairo nutzen Stadien seit Jahrzehnten als Bühne für ihren Machterhalt. Aber sie fürchten sie auch als Orte der Mobilisierung. Tausende Ultras beteiligten sich 2011 am ‚Arabischen Frühling‘ . Doch inzwischen werden sie brutal verfolgt. Wird der Afrika-Cup zur Propagandashow der Militärregierung? Oder kann er die schwindende Zivilgesellschaft beleben? Fußball zwischen Unterdrückung und Widerstand.

18:30 Uhr

Hörspiel

Ich verfluche den Fluss der Zeit
Von Per Petterson
Übersetzung: Ina Kronenberger
Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch
Mit: Ernst Jacobi, Marios Gavrilis, Jens Wawrczeck, Tina Engel, Wolfgang Gorks, Friederike Ott, Barbara Stollhans, Udo Kroschwald, Torben Kessler, Sylvia Heid, Heinrich Giskes, Axel Gottschick und Christine Oesterlein
Ton: Roland Grosch
Produktion: HR/Deutschlandradio Kultur 2010
Länge: 73'15
(Wdh. v. 16.02.2011)

Arvid reist seiner sterbenskranken Mutter nach Jütland hinterher, um ihr von seinen Problemen zu erzählen.

Anschließend:
"Die Leiter" - Ulrich Noethen liest aus dem Norwegen-Kapitel des Buchs "Ach Europa" von Hans Magnus Enzensberger
Länge: 10'37

Als die Mutter erfährt, dass sie Krebs hat, reist sie noch einmal ins heimatliche Jütland. Überstürzt fährt ihr der Sohn nach. „Bist du blank?”, fragt die Mutter. „Mama, ich werde geschieden.” Obwohl Arvid weiß, dass sie sterbenskrank ist, redet er nur über sich. Er ist das ewige Sorgenkind der Mutter, auf dessen Erfolg sie als Arbeiterin gehofft hatte. Aber von der Hochschule ist er davongelaufen und Schichtarbeiter geworden. Damals hing über seinem Bett ein Mao-Bild. Nun sind alle linken Utopien verblasst und die Dinge des Lebens ungelöst.

Per Petterson, geboren 1952 in Oslo, arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, ehe er sich als Schriftsteller etablierte. 2006 erhielt sein Roman ‚Pferde stehlen‘ mehrere Preise. ‚Ich verfluche den Fluss der Zeit‘ wurde 2009 mit dem bedeutenden norwegischen Brage-Preis und dem Literaturpreis des Nordischen Rates ausgezeichnet. Deutschlandradio produzierte außerdem das Hörspiel: ‚Nicht mit mir‘ (DKultur/HR 2015).

Götz Fritsch, geboren 1943 in Berlin, Theater- und Hörspielregisseur, arbeitete 45 Jahre im Hörspiel, bei über 300 Hörspielen führte er Regie und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet. Er lebte seit 1972 in Wien, wo er am 12. August 2018 starb.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Mozart-Saal, Liederhalle Stuttgart
Aufzeichnung vom 25.05.2019

"Amor ist gut gelaunt…"
Liebeslieder von Hugo Wolf

Juliane Banse, Sopran
Matthias Klink, Tenor
Marcelo Amaral, Klavier
Moderation: Katharina Eickhoff

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Kulissenbühne mit Schnellverwandlung
Das barocke Operntheater in Gotha
Von Kirsten Liese

Es gibt nur noch sehr wenige Operntheater des 17. Jahrhunderts, die über barocke Bühnenmaschinen verfügen. Die älteste und einzige original erhaltene Maschine in Deutschland findet sich im Ekhof-Theater auf Schloss Friedenstein in Gotha.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Drei Tage Stockhausen
Größtes "Aus Licht"-Projekt in Amsterdam
Gespräch mit Florian Fuchs

Selten gespielt
Die Oper "Król Roger" von Karol Szymanowski in Frankfurt am Main
Gespräch mit Natascha Pflaumbaum

10 internationale Künstlerinnen und Künstler stellen in Baku zum Thema Erdöl aus
Von Simone Reber

"The Good, The Bad & The Queen"
Tourauftakt in Hamburg
Gespräch mit Elissa Hiersemann

Wiederentdeckung
Österreichischer Film-Klassiker von 1924 "Stadt ohne Juden" auf arte
Von Jörg Taszman

Kulturpresseschau
Von Gregor Sander

Juni 2019
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