Seit 00:05 Uhr Neue Musik
Donnerstag, 29.07.2021
 
Seit 00:05 Uhr Neue Musik
Tagesprogramm Samstag, 28. Juni 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Eine Quelle nie versiegenden Staunens
Jean-Henri Fabre und die Lange Nacht der Insekten
Von Astrid Nettling
Regie: Rita Höhne

"Mir ist die Biologie des Insekts zugefallen, ich weiß nicht einmal, wie. Es endet nie, selbst ein Methusalem käme damit nie zu Ende." Schreibt Jean-Henri Fabre, der legendäre Insektenforscher aus Südfrankreich, der seine faszinierenden Einsichten in das Leben dieser Tiere in der ebenso faszinierenden Prosa seiner zehnbändigen "Souvenirs Entomologiques" der Nachwelt überliefert hat. Als den "Homer der Insekten" hat man ihn bezeichnet, ihn mit Balzac verglichen, dessen "Comédie humaine" seine "Comédie entomologique" zur Seite zu stellen wäre. Das 'Sittengemälde' der emsigen Völkerschar geflügelter Kleinstlebewesen, deren Instinkte und Gewohnheiten er 30 Jahre lang - zwischen 1879 bis 1907 - mit Akribie und Leidenschaft erforscht hat. Warum nicht auch als Außenstehender einmal einen Blick in die so staunens- wie bewundernswerte Welt dieser Lebewesen werfen? Die "Lange Nacht" möchte zusammen mit Fabre und anderen Insektenliebhabern einen Eindruck davon vermitteln und neben der Leidenschaft Fabres für seine Sache auch etwas von jenem Forscherethos spürbar machen, das der Wegbereiter der modernen Verhaltensforschung seinen damaligen Forscherkollegen ins Stammbuch geschrieben hat: "Ihr schlitzt das Tier auf, ich studiere es lebend; ihr macht aus ihm ein Objekt des Abscheus und des Mitleids, ich mache es liebenswert; ihr arbeitet in einer Werkstatt, wo gefoltert und zerstückelt wird, ich beobachte unter blauem Himmel beim Gesang der Zikaden; ihr erforscht den Tod, ich erforsche das Leben."

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Mychael Danna
"Life of Pi“ (Schiffbruch mit Tiger)
Leitung: Mike Nowak

Jerry Goldsmith
„A Gathering of Eagles“ (Der Kommodore)
Leitung: Joseph Gershenson

Mark Isham
„Nowhere To Run“ (Ohne Ausweg)
Leitung: Ken Kugler

Maurice Jarre
„Au nom de tous les miens“ (Der Schrei nach Leben)
Leitung: Maurice Jarre

Johnny Williams
„Diamond Head“ (Der König von Hawaii)
Leitung: Johnny Williams
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Die Regenbogenkids
Feature über Jugendkulturen von Barry Graves
RIAS 1984
Vorgestellt von Margarete Wohlan

Die Jugendszene der 80er-Jahre hatte viele Farben von honigblond bei Poppers und olivgrün bei Skins über violettes Satinfutter und gelbe Ringelsöckchen bei den Teds bis hin zu goldgespraytem Metalliclook bei den Futuristen. Barry Graves kennt sie alle - wie sie sprechen, wie sie ticken, was sie wollen. Er lässt sie zu Wort kommen, jeden Farbton, den ganzen Regenbogen - von Plaste und Elaste bis Lurex und Silbervinyl, von Radio Gaga bis "Jenseits von Eden", von jetzt und hier bis immer und ewig.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer Eberhard Hadem
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Nach dem Gipfel - EU in der Legitimationskrise?
Von Alois Berger

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Russlands Reaktion auf das EU-Ukraine-Abkommen
Pjotr Fedosov, Politologe

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

DEA "20 Dancers for the XX Century" von Boris Charmatz, Berlin
Von Elisabeth Nehring

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

Belletristik: Alan Bennett
Leben wie andere Leute, aus dem Englischen von Ingo Herzke, Wagenbach Verlag, 2014

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Thema: Wie gerecht ist das neue Rentenpaket?
Gespräch mit Prof. Dr. Reinhold Schnabel, Finanzwissenschaftler an der Universität Duisburg und Dr. Martin Rosemann (SPD/MdB),Berichterstatter der SPD-Fraktion für die Rentenpolitik

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Maike Albath

John Elliott:
Implosion - Indias Tryst with Reality
Harper Collins

Juan Pablo Cardenal, Heriberto Araújo:
Der große Beutezug - Chinas stille Armee erobert den Westen
Carl Hanser Verlag

Frank Dikötter:
Maos großer Hunger - Massenmord und Menschenexperiment in China
Klett-Cotta

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Von Gregor Mayntz

u.a.
Haushaltswoche: Kleine Opposition versus große Koalition?

Streit über Deutschlands Rolle in der Welt

EU-Gipfel der (Un-)Entschlossenheit?

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
u.a.

Abschied von Herrenhausen - Eine Bilanz der Festspiele unter Elisabeth Schweeger
Gespräch mit Elisabeth Schweeger, Intendantin der Kunstfestspiele Herrenhausen

Ein Nachruf auf das Festiaval „Neue Stücke aus Europa"
Michael Laages, Theaterkritiker

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Live vom Filmfestival München
u.a.

"Film der Woche"
Interview mit dem Regisseur Jean-PierreJeunet

Der Eröffnungsfilm: "Die Karte meiner Träume" - Kurzkritik

Das Filmfestival München - wo steht es?
Adrian Prechtel, Stellvertr. Feuilletonchef bei der Münchener Abendzeitung

Der deutsche Film beim Filmfest
Christoph Gröner, Kurator Neues Deutsches Kino

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart

In der Echtzeit schauen wir uns die Welt diesmal von oben aus an. Wir beschäftigen uns mit Hochhäusern aus Holz und fragen uns, warum dieser Baustoff gerade in Städten wieder in Mode kommt. Es geht außerdem um den sozialen Aufstieg der Abstiegsdroge Heroin in New York und wir lernen das ehrgeizige Geschäftsmodell eines Berliner Pfandsammlers kennen. Und weil jemand, der hoch hinaus, immer auch mit dem tiefen Fall rechnen muss, beobachten wir zwei Hobby-Springer bei ihrem Sturz von einer Eisenbahnbrücke in die Tiefe.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Tacheles

Mechtild Rössler, Vizedirektorin des Welterbeprogramms der UNESCO, stellt sich den Fragen von Andre Zantow

In Syrien und im Irak erkämpfen sich Islamisten immer mehr Gebiete, Hunderttausende müssen fliehen, und auch die Weltkulturerbestätten geraten unter Beschuss. Die Altstadt von Aleppo und Damaskus steht nun auf der Roten Liste der UNESCO für gefährdete Stätten des Welterbes.
Wie kann die Kulturorganisation der Vereinten Nationen Einfluss in den Krisenregionen nehmen? Wie politisch darf die UNESCO handeln? Was verliert die Menschheit gerade in Syrien und dem Irak? Welche Rolle spielt der illegale Handel mit Kulturgütern bei der Zerstörung von Welterbestätten?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

20 Jahre Deutschlandradio
Angelika
Annäherung an ein Kinderleben
Von Charly Kowalczyk
Regie: Friederike Wigger
Mit: Bernhard Schütz, Eva Meckbach
Ton: Hermann Leppich
Produktion: Deutschlandradio Kultur/NDR 2010
Länge: 54’30
(Wdh. v. 24.03.2010)

Von frühester Kindheit an wurde Angelika missbraucht. Warum haben Nachbarschaft, Schule und Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid bemerkt?

Als 1999 das Jugendamt Angelika aus ihrer Familie nimmt, ist sie neun Jahre alt, kann nur schlecht sprechen, weiß nicht, wie man mit Messer und Gabel isst und hatte bisher kein eigenes Bett. Bei Pflegeeltern beginnt Angelika zu erzählen - wie sie zu Hause eingesperrt und geschlagen wurde, wie Vater, Onkel und Bruder sie jahrelang sexuell missbrauchten. Sie lebt jetzt in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen. Mit dem Autor begibt sie sich noch einmal in ihre Vergangenheit. Am Ende bleibt die Frage: Warum haben Nachbarschaft, Schule und Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid bemerkt? Angelika lebt bis heute in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, gemeinsam mit ihrem Freund.

Charly Kowalczyk, geboren 1957 in Singen, war Bäcker und Lagerarbeiter. Seit 1996 Hörfunk- und Buchautor, Mitinitiator des bremer hörkinos. Zuletzt: ›Halts Maul, Du lügst. Verdingkinder in der Schweiz‹ (DLF/HR/WDR/SWR 2013).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Themenabend

Die Schüsse von Sarajevo und die Folgen
Ein Themenabend zum Ersten Weltkrieg

Mit Annika Mombauer (Historikerin), Gregor Mayer (Balkankorrespondent), William Mulligan (Historiker)

Moderation: Peter Lange

19:05 Uhr: Das Attentat und die Hintergründe
20 Uhr: Der Juli 1914 - Diplomatie, Militär und der Weg in den Krieg
21 Uhr: Das "Augusterlebnis“

Die internationale Lage hatte sich entspannt. Die Kriegsgefahr war nicht gebannt, aber weniger akut als in den Jahren zuvor. Wirtschaftlich und wissenschaftlich wuchs die Welt zusammen wie nie zuvor. Trotz aller Rivalitäten der Großmächte war friedlicher Interessenausgleich das politische Erfordernis der Zeit. In dieser Situation fielen am 28. Juni 1914 die Schüsse in Sarajevo, die die Kettenreaktion zur großen Katastrophe auslösten. Hundert Jahre später ist die Frage, wie es passieren kann, dass eine zusammen wachsende Welt plötzlich in ein beispielloses Kriegsinferno stürzt, aktueller denn je.

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Studio Ernest Ansermet, Genf
Aufzeichnung vom 12.01.2014

Friedrich Goldmann
De profundis (1975)
Uraufführung posthum

Collegium Novum Zürich
Leitung: Johannes Kalitzke

22:30 Uhr

Lesung

Internationaler Literaturpreis 2014
Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Aus "Das Rätsel der Rückkehr" von Dany Laferriére
Gelesen von Adam Nümm

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage u.a.

Die große Tragödie. Das Amphitheater von Pompeji wird wiederöffnet

Emir Kusturicas Museumsstadt Andricgrad wird eröffnet - am Tag des Attentats auf den öst.-ungar. Thronfolger

Apfel mit Schuss: Erfolgsregisseur Antú Romero Nunes inszeniert an der Bayerischen Staatsoper Rossinis "Guilllaume Tell", ML: Dan Ettinger

Singen auf DDR-Zuchthausgelände: In Cottbus singen Ex-Häftlinge im Gefangenenchor von "Fidelio"

Museum Ludwig Köln: Unbeugsam und ungebändigt - Dokumentarische Fotografie um 1979 (28.06. bis 05.10.14)

23:30 Kulturnachrichten

Juni 2014
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Reihe: Wirklichkeit im RadioBattle Field Eye
Was bedeutet Krieg im Zeitalter seiner medialen Direktübertragung?Oktober 2001: Bodentruppen der US-Spezialeinheiten beim Einsteigen in ein Transportflugzeug, das sie für Bodenoperationen der Spezialeinheiten in das von den Taliban kontrollierte Afghanistan absetzen wird.  (picture-alliance / dpa/dpaweb)

In diesem Radiostück aus dem Jahr 2001 wirft der langjährige Kriegsreporter Friedhelm Brebeck eine Frage auf, die seitdem weiter an Brisanz gewonnen hat: Was bedeutet Krieg im Zeitalter seiner medialen Direktübertragung? Mehr

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ImpfenWie man Unsichere überzeugt
Nahaufnahme von einem Oberarm, auf dem sich an der Stelle, an der man geimpft wird, ein Pflaster befindet. Die fotografierte Person trägt ein weißes T-Shirt, dessen Ärmel hochgekrempelt ist. (Unsplash.com / Towfiqu barbhuiya)

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