Seit 23:05 Uhr Fazit

Samstag, 19.10.2019
 
Seit 23:05 Uhr Fazit
Tagesprogramm Sonntag, 20. Mai 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Der Deutsche Simplicissimus
Ein Nachtstück zu Grimmelshausens 'Simplicissimus Teutsch'
Von Holger Teschke

Der erste Abenteuerroman erzählt vom grausamen 30-jährigen Krieg, und sein Verfasser Grimmelshausen erhält späten, beunruhigenden Besuch. Ein Nachtstück.

Nach der Zerstörung des elterlichen Hofs verschleppten Söldner den Knaben. Bis zum Ende des 30-jährigen Krieges musste er durch viele deutsche Lande marschieren. Im Jahr 1667 ist Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen, zuletzt Regimentsschreiber, endlich als Gastwirt im Württembergischen sesshaft geworden. Gerade hat er seinen Roman ‚Der abenteuerliche Simplicissimus‘ beendet, da betritt ein Student seine Gaststube und bittet um ein Nachtquartier. Der unerwartete Gast scheint Grimmelshausen der ideale erste Zuhörer für sein Buch zu sein. Aber am Ende der langen Nacht wird sich herausstellen, dass der junge Mann alles andere als ein Student ist … Ein Nachtgespräch über Krieg und Frieden, Glauben und Geschäfte, Heimat und Fremde und über Liebe und Tod - zur 400. Wiederkehr des Jahres, in dem der 30-jährige Krieg begann.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Carsten Rochow

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Baptisten

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Vom Geist, der leise wirkt. Meditation in der Kirche
Von Pfarrerin Angelika Obert
Evangelische Kirche

Da wird mal nichts gesucht und gewollt, sondern das Dasein jenseits von Suchen und Wollen geübt. Und dann kann etwas Anderes wirksam werden als der eigene Geist. Vielleicht kann man religiöse Mehrsprachigkeit pfingstlich betrachten als eine neue Weite im gegenseitigen Verstehen. Und im Andern dann Eigenes auf neue Weise wiederentdecken.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Angeben mit Volldampf
Von Anna-Luise Böhm
Gelesen von Adam Nümm
Ab 7 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Moderation: Patricia Pantel

In der Schule gibt es so viele Angeber, die so viele tolle Sachen haben. Tetje gehört nicht zu ihnen. Doch wenn er erst einmal Opas alte Dampfmaschine verkauft hat, wird sich das ändern.

Eigentlich findet Tetje Angeben ja blöd. Aber andererseits ist es natürlich auch cool, wenn einen alle in der Klasse wegen einer neuen Spielkonsole beneiden. Nur sind diese Dinge ja so teuer. Opa hat diese alte Dampfmaschine im Schrank stehen. Mit der spielt er nie und er hat gesagt, dass Tetje die erben soll. Kalle, der Besitzer des Trödelladens würde dafür richtig viel Geld zahlen. Opa wird doch garantiert nicht merken, wenn Tetje sich sein Erbe jetzt schon nimmt.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Steppenwind und Adlerflügel
Von Mario Göpfert
Nach dem Kinderbuch von Xavier-Laurent Petit
Ab 7 Jahren
Übersetzung aus dem Französischen: Anja Malich
Regie: Christine Nagel
Komposition: Gerd Bessler
Mit: Tina Engel, Frieda Ruth Bechlem, Peter Fitz, Matthias Walter, Tonio Arango, Martin Seifert
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 52'52
Moderation: Patricia Pantel

Galshan fährt für einige Wochen zu ihrem kauzigen Großvater in die mongolische Steppe.

Galshan muss für Monate zu ihrem Großvater in die Steppe ziehen. Denn in der winzigen Wohnung in der Stadt ist es für die Familie zu eng geworden. Dabei kennt Galshan ihren Großvater kaum, diesen mürrischen, wortkargen Kauz. Nun muss sie mit ihm in einer Jurte hausen und sich um seine Schafe kümmern. Nur selten bekommt sie ein Lob von ihm zu hören. Eines Tages fängt der Großvater einen Adler. Galshan soll ihn zähmen. Schon erscheint ihr das Leben in der Steppe nicht mehr ganz so öde. Da bricht ein ungewöhnlich strenger Winter herein.

Xavier-Laurent Petit, 1956 in Frankreich geboren, erfolgreicher Jugendbuchautor‚ 'Steppenwind und Adlerflügel' wurde mit dem Prix Saint-Exupéry 2003 ausgezeichnet.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Matthias Hanselmann
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Olaf Kosert unterwegs mit der Schauspielerin Katrin Sass in Berlin

„Berlin ist die einzige Stadt in der ich leben möchte.“ Und doch hat Katrin Sass Sehnsucht nach Mecklenburg, sie wurde in Schwerin geboren. Also zog die Schauspielerin vor Jahren nach Berlin-Köpenick, denn hier hat sie beides: Wälder und Wasser, das Zentrum erreicht Katrin Sass in 30 Minuten. Berlin entdeckte sie Ende der 70er-Jahre, hier drehte Sass ihren ersten DEFA-Film. Dabei liebt die heute 61-Jährige seit Kindheitstagen das Theater, viele Jahre spielt sie in Halle und Leipzig. Schon 1982 folgt der ganz große Erfolg, der Silberne Bär auf der Berlinale für ihre Darstellung in: ‚Bürgschaft für ein Jahr‘. Doch anschließend stockt die Karriere, Katrin Sass vermutet die Stasi dahinter.
Ab 1993 ermittelt die Mecklenburgerin im ‚Polizeiruf 110‘. Als ihre Alkoholsucht bekannt wird, folgt die Entlassung und die große Leere, beruflich wie privat. Mit ‚Good bye, Lenin‘ feiert Katrin Sass ihr großes Comeback. Der Kinofilm mit Daniel Brühl wird auch international gefeiert. Die Kulisse für den Film bildet Berlin. Und wenn Katrin Sass mit Deutschlandfunk Kultur durch ihre Wahlheimat spaziert, dann wird ‚Good bye, Lenin‘ ganz sicher ein Thema sein. Denn sie möchte unbedingt ans Brandenburger Tor und zum Tränenpalast, dem ehemaligen Grenzübergang an der Friedrichstraße.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

12:30 Uhr

Die Reportage

Das bange Warten
Alltag auf der Station für Organtransplantationen  
Von Michael Hollenbach

Sie warten auf ein neues Herz, eine Leber, Lunge oder Niere. Und leben ständig mit der Angst, das Sterben könnte schneller kommen als das Organ. Patienten in der Medizinischen Hochschule Hannover. Ob und wann dort der vielleicht lebensrettende Eingriff vorgenommen wird, ist abhängig von Kriterien wie der Dringlichkeit, der Blutgruppe, dem Gewebe, der individuellen Wartezeit. Die Reportage berichtet über das Schicksal wartender und geretteter Patienten und die ethischen Fragen, mit denen Ärzte und Patienten dort jeden Tag aufs Neue konfrontiert werden.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Philosophischer Wochenkommentar:
Vom Umgang mit dem Weltspektakel
Von Florian Goldberg

Ich gehe, also denk‘ ich? Der Mensch als Spaziergänger
Gespräch mit Kurt Bayertz, Universität Münster

Die philosophische Flaschenpost: Nietzsche in Bewegung
Constantin Hühn im Gespräch mit dem Historiker Philipp Flesch

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt: Pfingstlicher Glaube
Moderation:  Kirsten Dietrich

Warum die charismatischen Kirchen boomen
Gespräch mit dem Theologen Peter Zimmerling

Eine kleine Geschichte des Pfingstochsen
Von Klaus Deuse

Mehr als Tweed und Tradition:
Die schottische Episkopalkirche
Von Étienne Röder

Wie das religiöse Europa geformt wurde:
Zum Beginn des 30-jährigen Krieges
Von Kirsten Serup-Bilfeld

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Aus der neuen Welt, für eine neue Zeit
Das Konzert für Orchester von Béla Bartók
Gast: Iván Fischer, Dirigent
Moderation: Mascha Drost

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Argentiniens Triumph und Trauer
Die Fußball-WM 1978 im Schatten der Diktatur
Von Ronny Blaschke

Argentinien vor 40 Jahren: Im Gastgeberland der 11. Fußball-Weltmeisterschaft herrscht eine Militärjunta. 30.000 Argentinier sollen ihr zum Opfer gefallen sein, heißt es nach deren Ende 1983. In Frankreich und den Niederlanden war ernsthaft erwogen worden, das Turnier zu boykottieren. Während Argentinien unter Trainer César Luis Menotti, einem erklärten Gegner des Militärregimes, den Titel gewann und Millionen Menschen auf den Straßen feierten, wurde in versteckten Lagern gefoltert und gemordet. Welche Lehren hat die argentinische Gesellschaft aus diesem düsteren Kapitel gezogen? Welche Rolle spielt die WM 40 Jahre später in der Erinnerungskultur für das fußballverrückte Land?

18:30 Uhr

Hörspiel

Weisman und Rotgesicht
Von George Tabori
Übersetzung: Ursula Grützmacher-Tabori
Regie: Jörg Jannnings
Komposition: Birger Heymann
Mit: George Tabori, Leopold Hainisch, Heinz Hoenig, Michael Achilles (Flöte)
Ton: Wolfgang Henrich
Produktion: NDR 1978
Länge: 61'15

Der Jude Weisman auf dem Weg nach New York hat sich im Gebirge verirrt. Er begegnet einem Einheimischen: Rotgesicht, ein Indianer. Ein ritueller Kampf beginnt.

Anschließend:
Hommage an George Tabori - Jörg Jannings liest "Der alte Mann und was mehr" von George Tabori
Produktion: RIAS Berlin 1984
Länge: 20'47
(Wdh. v. 01.06.1984)

Der Jude Arnold Weisman ist auf dem Weg nach New York, um in dem Park Ecke Riverside/99. Straße die Asche seiner an einem verspäteten Weisheitszahn gestorbenen Frau Bella auszustreuen; Nachdem er sich im Gebirge verirrt und ein weißer Jäger ihm sein Auto abgenommen hat, trifft er auf einen jungen Einheimischen, einen Indianer, also ebenfalls einen Außenseiter. Zwischen beiden entwickelt sich ein ritualhafter Kampf.

George Tabori (1914-2007), in Ungarn geborener Jude, vielfach ausgezeichneter Dramatiker, Übersetzer, Journalist, Drehbuchautor, Theaterintendant, Schauspieler und Spielmacher - die Bezeichnung Regisseur lehnte er als zu autoritär ab. Seine engste Familie wurde von den Nazis ermordet. Tabori emigrierte 1935 nach England und ging 1947 in die USA. Ende der 1960er-Jahre kehrte er nach Europa zurück, gründete das Bremer Theaterlabor und hatte mit "Die Kannibalen" 1969 die erste Uraufführung in Berlin. Die meisten seiner Prosatexte wurden als Hörspiele adaptiert und von Jörg Jannings inszeniert. Tabori erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis 1992, den Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk 2001 und den FAUST-Theaterpreis 2006. Das Stück "Weisman und Rotgesicht" wurde 1978 mit dem internationalen PRIX ITALIA ausgezeichnet.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Alte Feuerwache und Congresshalle Saarbrücken
Aufzeichnungen vom 18.03./13.05.2018

Ludwig van Beethoven
Egmont-Ouvertüre f-Moll op. 84

Fazil Say
"Gezi Park I", Konzert für zwei Klaviere und Orchester op. 48
"Gezi Park III", Ballade für Mezzosopran, Klavier und Streichorchester op. 54
Chamber Symphony für Streichorchester op. 62

Judith Braun, Mezzosopran
Ferhan und Ferzan Önder, Klavierduo
Saarländisches Staatsorchester
Leitung: Constantin Trinks, Fazil Say

22:30 Uhr

Musikfeuilleton

"Wer eine Stoppuhr braucht, hat die Zeit nicht im Griff"
Die Musikmäzenin und -managerin Ursula Jones
Von Sabine Fringes

Ursula Jones, geboren 1932 in Luzern, ist eine außergewöhnliche Musikförderin. Ihre Eltern waren die Luzerner Kulturmäzene Maria und Walter Strebi. In ihrem Haus trafen sich Künstler wie Furtwängler, Karajan, Rubinstein, Hindemith und Strauss. Als junge Frau geht Ursula Jones Mitte der 50er-Jahre auf Einladung des Musikproduzenten Walter Legge als Sekretärin des Philharmonia Orchestra nach London. Sie bleibt - und gründet das English Chamber Orchestra. Auch mit 86 Jahren fördert sie mit ungebrochenem Engagement den musikalischen Nachwuchs. Sol Gabetta, Alison Balsom, Ksenija Siderova oder der Gitarrist Miloš Karadaglic waren einst ihre Schützlinge.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Freiheit des Denkens - Zum Tod des Komponisten Dieter Schnebel
Gespräch mit Rainer Pöllmann

Erinnerungen an Dieter Schnebel
Gespräch mit dem Regisseur Achim Freyer

Monster-Oper:
Uraufführung von Jan Dvoraks "Frankenstein“ in Hamburg
Von Dieter David Scholz

Ende der Vorherrschaft:
Uraufführung „Der Westen“ von Konstantin Küspert, Recklinghausen
Von Stefan Keim

Schwerpunkt Geschichte - Die Warschauer Buchmesse 2018
Von Martin Sander

Lokalposse?
Porto Ercole schafft ein Caravaggio-Museum ohne einen Caravaggio
Von Thomas Migge

Mai 2017
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